10 Tipps für eine erfolgreiche Prüfungsvorbereitung

Arbeitsplatzgestaltung bei der PrüfungsvorbereitungErfolgreiche Lernende zeichnet aus, dass sie nicht nur die nötige Ausdauer und Frustrationstoleranz besitzen, sondern sich aktiv mit Lerninhalten auseinandersetzen können und über geeignete Lernstrategien verfügen. Entsprechend können die folgenden 10 Tipps helfen, sich optimal auf eine Prüfung vorbereiten und dann in der Prüfung selbst die nötige Ruhe bewahren zu können:

1. Lernziele setzen

Grundsätzlich gilt beim Lernen das Doppel-W-Prinzip, d.h. man muss WISSEN, WARUM man lernt, um sich selbst motivieren zu können, WAS man lernt, um den Überblick nicht zu verlieren, WANN man lernt, um nicht unter Zeitdruck zu geraten, und WIE man am besten lernt, um gezielt vorgehen zu können. Denn wirklich lernen kann man nur das, was man auch wirklich lernen will.

2. Selbstmotivation

Zwar interessieren einen bei der Prüfungsvorbereitung meist manche Themen mehr und andere weniger, aber schließlich will man mit der Prüfung ja ein persönliches Ziel erreichen. Dies sollte man sich immer wieder bewusst machen. Zur Selbstmotivation beitragen kann es jedoch auch, wenn man sich zum Beispiel für erreichte Lernziele selbst belohnt (z. B. ins Kino gehen, sich etwas Schönes kaufen).

3. Abwechslung beim Lernen

Um die Lernmotivation aufrechterhalten zu können, kann es zusätzlich hilfreich sein, nicht immer nur in der gleichen Weise zu lernen. So bietet es sich an, nebenbei Musik zu hören, sich den Lernstoff während eines kurzen Spaziergangs aufzusagen, es sich draußen auf dem Balkon gemütlich zu machen, abends noch kurz im Bett zu lesen oder sich mit anderen Lernenden zusammenzutun. Der Phantasie sind da wenig Grenzen gesetzt – Hauptsache, man hat Spaß dabei.

4. Arbeitsplatzgestaltung

Wer viel hinter dem Schreibtisch bzw. am PC sitzt, sollte auf eine ergonomische Arbeitsplatzgestaltung achten (z. B. höhenverstellbarer Stuhl und Schreibtisch) und dafür sorgen, dass der Raum ausreichend beleuchtet, angemessen temperiert, gut belüftet und vor Störungen von außen abgeschirmt ist. Dies alles sowie regelmäßiges Trinken hilft dabei, körperlichen und psychischen Stress während des Lernens zu vermeiden und die Leistungsfähigkeit zu steigern.

5. Realistische Arbeitsplanung

Vor allem, wenn bei Prüfungsvorbereitungen viel zu lernen ist, muss man oft auch „Mut zur Lücke“ haben und Prioritäten bezüglich des Lernstoffs setzen, um sich nicht in Details zu verlieren. Dabei empfiehlt es sich, Tages- oder Wochenpläne aufzustellen, in denen genau festgehalten ist, was man bis wann erledigt haben möchte, und anhand derer man die eigenen Ergebnisse immer wieder kontrollieren kann.

6. Die eigene Leistungsfähigkeit beachten

Beim Lernen selbst ist es wichtig, den eigenen „Leistungsrhythmus“ zu beachten: Dieser ist individuell unterschiedlich, bei den meisten Menschen ist aber die Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit zwischen 9 und 10 Uhr sowie zwischen 16 und 20 Uhr am höchsten.

7. Pausen machen

Zudem sollten nur etwa 60 Prozent der vorgesehenen Lernzeit bei der Prüfungsvorbereitung mit Lernaktivitäten verplant werden, so dass genug Zeit für Erholungspausen (mindestens alle 30 Minuten ca. 5 Minuten lang) und „Pufferzonen“ für unvorhergesehene Ereignisse oder spontane Einfälle bleiben.

8. Lesestrategien

Oft müssen viele Texte für eine Prüfung gleichzeitig gewälzt werden. Deshalb ist es empfehlenswert, schrittweise an den „Arbeitsberg“ heranzugehen – beispielsweise mit der BASIS-Methode: Dabei nimmt man sich einen Text nach dem anderen heraus und blättert (B) ihn zunächst einmal zur groben Orientierung durch. Anschließend versucht man, die wesentlichen Abschnitte auszuwählen (A), indem man nach Schlüsselwörtern sucht (S). Die gefundenen Abschnitte liest man anschließend nochmals intensiv (I) durch und stellt sich dazu Fragen, um das Gelernte im Gedächtnis zu speichern (S).

9. Gelerntes vertiefen

Reines Auswendiglernen ist meist nur bei einfachen Fakten, Formeln oder Vokabeln hilfreich; komplexere Informationen müssen auch mental verarbeitet und verstanden werden. Unterstützen kann man dies zum Beispiel, indem man versucht, den Lernstoff mit anderen Inhalten in Verbindung zu bringen (z. B. Eselsbrücken bauen, eigene Beispiele ausdenken, verschiedene Textpassagen miteinander vergleichen und nach gemeinsamen Oberpunkten suchen).

10. Wiederholungstechniken

Im Gedächtnis sichern kann man Gelerntes aber nur, indem man es in regelmäßigen Abständen wiederholt – am besten mit unterschiedlichen Wiederholungstechniken (z. B. Umformulieren von Inhalten, Brainstorming oder Abfragenlassen). Dadurch kann sichergestellt werden, dass das Gelernte „flexibel“ bleibt, d.h. auch in der Prüfungssituation abgerufen werden kann.

Ihr Kommentar zum Thema