13 Benimmregeln für das Vorstellungsgespräch

Es ist geschafft, Ihre Bewerbung ist bei Ihrem potenziellen Chef aufgefallen, und Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen.

Die Freude ist groß, doch sofort macht sich auch ein bisschen Unbehagen breit. Wie sieht es mit den Klippen und Fallstricken im Bewerbungsgespräch aus? Was sollte man im Vorstellungsgespräch vermeiden, was ist angesagt?

1. Die Kleidung

Sie gehört weniger zu den eigentlichen Benimmregeln, doch sie zeugt von Respekt vor dem Gegenüber: die Kleidung. Achten Sie darauf, dass sie dem Dresscode der Branche und des Betriebs entspricht.

2. Der Empfang

Sie treffen etwas früher am Ort des Geschehens ein und müssen warten. Die Sekretärin oder eine Mitarbeiterin des neuen Chefs begrüßt Sie und bittet Sie, zu warten. Bleiben Sie freundlich, Sie wissen nicht, welchen Einfluss die Dame hat – und stellen Sie sich der Dame vor!

3. Die Wartezeit

Nach der Begrüßung müssen Sie noch etwas warten. Auch hier gilt: keine unangemessenen Gesten, kein nervöses Zupfen an der Kleidung, keine übertriebene Neugier. Am besten bleiben Sie ruhig sitzen und verfolgen die Geschehnisse um Sie herum mit Interesse.

4. Die Begrüßung

Es ist soweit, Ihr Gesprächspartner ist frei. Kommt er Ihnen entgegen, erheben Sie sich und stellen sich vor. Denken Sie an ein freundliches „Guten Morgen“, „Guten Tag“ oder auch „Hallo“, und sprechen Sie Ihren Gesprächspartner mit dem Namen an! Das zeigt, dass Sie sich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitet haben und wissen, wer Ihr Gegenüber ist.

5. Der Gang ins Büro

Spätestens hier droht der erste ernsthafte Stolperstein: Wer geht vor auf dem Weg ins Büro? Hat Ihr Gesprächspartner die hohe Schule der Höflichkeiten mit Bravour absolviert, lässt er Ihnen souverän den Vortritt ohne dass Sie sich verlaufen. Anderenfalls lassen Sie ihn voraus gehen.

6. Stehen oder Sitzen

Üblicherweise wird ein Vorstellungsgespräch im Sitzen geführt, doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Warten Sie, bis der Gesprächspartner Ihnen einen Platz anbietet. Bevorzugt er das Gespräch im Stehen, bleiben Sie stehen – auch wenn Ihnen die Füße in den hohen Absätzen weh tun.

7. Die letzte Zigarette

Auch wenn Rauchen in öffentlichen Gebäuden heute kaum erlaubt ist, kann es passieren, dass Sie eine Zigarette angeboten bekommen. Selbst wenn Sie Raucher sind, sollten Sie darauf verzichten.

8. Der Chef ist Raucher

Fragt Ihr zukünftiger Chef im Vorstellungsgespräch, ob er rauchen darf, sagen Sie natürlich „Ja“. Hat er selbst nicht die Manieren, im Gespräch darauf zu verzichten, wissen Sie in Zukunft, mit wem Sie es zu tun haben. Um gutes Benehmen kümmert er sich jedenfalls weniger.

9. Reden ist Silber…

Im Vorstellungsgespräch geht es einerseits darum, sich selbst zu präsentieren, andererseits wollen Sie Ihr potenzielles Unternehmen kennenlernen. Es gilt also, einen Mittelweg zu finden zwischen Reden und Zuhören. Im Idealfall erzählt Ihr Gesprächspartner auch etwas über Ihre zukünftige Arbeit, damit Sie ein besseres Bild bekommen. Achten Sie darauf, nicht zu viel zu erzählen, sondern hören Sie zu.

10. Erlaubte Fragen

Natürlich wird Ihr potenzieller Chef Sie fragen, warum Sie sich für die Stelle interessieren und warum Sie der oder die Richtige dafür sind. Auf solche Fragen sollten Sie Antworten parat haben. Übertreiben Sie es nicht, legen Sie sachlich und freundlich Ihre Stärken dar, verweisen Sie im Zweifel auch auf Herausforderungen und vergessen Sie nicht, frühere Erfolge zu erwähnen – das aber immer im richtigen Verhältnis.

11. Unerlaubte Fragen

Schwierig wird es mit unerlaubten Fragen, die im Vorstellungsgespräch nicht zulässig sind. Die Bandbreite ist groß, und es ist Fingerspitzengefühl gefragt, wie Sie damit umgehen möchten. Bleiben Sie im Zweifel bei der Wahrheit, vergessen Sie Ihren Charme nicht und setzen Sie Ihr freundlichstes Lächeln auf. Verkneifen Sie sich bitte die Bemerkung, dass diese Frage gerade gar nicht erlaubt ist – das dürfen Sie allenfalls denken.

12. Der Endspurt

Es ist fast geschafft, das Vorstellungsgespräch scheint erfolgreich gelaufen und nähert sich dem Ende. Machen Sie auf dem letzten Meter bitte keinen Fehler mehr, selbst wenn es um die Frage nach dem Gehalt geht. Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel, doch beharren Sie im Zweifel nicht auf Ihrer Forderung. Bei Bedarf können Sie sich Bedenkzeit erbitten, wenn Ihnen ein Ansinnen nicht gefällt. Auch hier gilt: Bleiben Sie höflich und freundlich, dann umschiffen Sie auch die letzten unangenehmen Fragen.

13. Die Verabschiedung

Das Vorstellungsgespräch ist beendet, jetzt steht noch die Verabschiedung an. Denken Sie an den Händedruck und den Blickkontakt, vergessen Sie das Lächeln nicht und verabschieden Sie sich mit einer freundlichen Grußformel und der Anmerkung, dass Sie sich freuen, bald von Ihrem Gesprächspartner zu hören. Ein letztes ebenso freundliches Nicken in Richtung Vorzimmer – und dann haben Sie Ihr hoffentlich erfolgreiches Vorstellungsgespräch hinter sich gebracht.

2 Kommentare

  1. Täglich erleben wir bei unserer Arbeit, wie wichtig eine gute Präsentation der eigenen Persönlichkeit für ein gelungenes Vorstellungsgespräch ist. Daher haben wir einige Tipps zusammengetragen, die Bewerbern dabei helfen können ein Vorstellungsgespräch erfolgreich zu meistern.

    Viel Erfolg bei der Bewerbung,

    MFG,

    Angerer Julia

    Assistance

    Vesterling Consulting GmbH

  2. Stef Onnen on

    Tolle Regeln! Aber was mit dem Stress? Wie soll man sich verhalten, wenn es schwer etwas im Generell zu sagen? “Zuhören” ist ja gut. Ich versuche immer zu viel sagen, damit mein Ziel ist – etwas Interessantes zu sagen. Vielleicht ist es mehr wie ein Gestammel;/

    Ich dachte, vielleicht Hilfsmittel? Wie Karteien oder auf dem Zettel alles haben. Vielleicht Minikopfhörer, heutzutage alles wirkt mit einem Smartphone.
    Ich würde gern darüber lesen.

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