5 Punkte die für einen Arbeitsplatz im Osten sprechen
Zwar ist das allgemeine Lohnniveau in Ostdeutschland immer noch niedriger als in Westdeutschland, trotzdem gibt es mindestens folgende gute Gründe, dort nach einem Arbeitsplatz zu suchen bzw. eine angebotene Arbeitsstelle anzutreten:
Große Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften und Akademikern
Zum einen bestehen in einigen Branchen bessere Beschäftigungschancen in Ostdeutschland als in Westdeutschland: Gesucht werden unter anderem gut ausgebildete Fachkräfte und Akademiker aus den Bereichen Chemie, Elektrotechnik, Baugewerbe und Solarindustrie sowie Mediziner. Vor allem „Heimat-Rückkehrer“ aus diesen Branchen sind gefragt, da sie Berufserfahrungen aus Westdeutschland mitbringen und so zur Verbesserung der ostdeutschen Wirtschaft beitragen können.
Niedrige Lebenshaltungskosten
Zum anderen sind in Ostdeutschland die Kosten für den Lebensunterhalt sehr viel günstiger als in Westdeutschland: Beispielsweise liegen die Quadratmeterpreise für eine Mietwohnung in den neuen Bundesländern derzeit deutlich unter Bundesdurchschnitt und auch Lebensmittel- und Strompreise sind um bis zu 15 Prozent niedriger. Dies kann den Einkommensnachteil zwar nicht vollständig ausgleichen, aber zumindest erheblich abmildern.
Besseres Kinderbetreuungsangebot
Ein weiterer Punkt, der für einen Arbeitsplatz im Osten spricht und vor allem Vorteile für Arbeitnehmer mit Familie und berufstätige Mütter bietet, ist das große und auch preiswertere Kinderbetreuungsangebot: In Ostdeutschland stehen für nahezu alle Kinder Krippen- oder Kindergartenplätze zur Verfügung; in Westdeutschland können dagegen nur etwa 80 Prozent aller Kinder in einer Kindertagesstätte betreut werden.
Geringere Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern
Zudem profitieren berufstätige Frauen in Ostdeutschland davon, dass hier die Unterschiede zwischen dem Einkommen von Männern und Frauen deutlich geringer sind: Während Frauen in den alten Bundesländern bei gleicher Qualifikation durchschnittlich nur rund 75 Prozent des männlichen Gehalts verdienen, sind es im in den neuen Bundesländern immerhin etwa 94 Prozent.
Entstehung attraktiver Wirtschaftsstandorte
Auch entstehen im Osten Deutschlands immer mehr attraktive Standorte mit hohem Wirtschaftswachstum und moderner Infrastruktur (z. B. Verkehrsanbindung, Bildungs- und Kulturangebote), wo sich renommierte Firmen ansiedeln und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. In den alten Bundesländern sind Wirtschaftswachstum und Arbeitsplatzangebot mit Ausnahme der großen Wirtschaftszentren wie Hamburg, München oder Frankfurt weitgehend stabil. Zu den aufstrebenden ostdeutschen Regionen zählen vor allem Berlin und Brandenburg sowie die Ballungszentren um Potsdam, Leipzig, Erfurt, Jena und Dresden. Hier haben insbesondere Nachfrage und Angebot in den Bereichen Dienstleistung, Handel, Gastronomie und Tourismus in den letzten Jahren stetig zugenommen.
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