Arbeitslosenquoten anderer Länder, Europa und USA


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Arbeitslosigkeit begleitet die Menschheit, seit der Zeit, da Arbeitskraft gegen Entlohnung eingetauscht wurde und dieser Handel zur Lebensgrundlage wurde. Politische Beachtung, mit dem Aspekt der Beseitigung, oder wenigstens Senkung, wird diesem Umstand erst seit Ende der 60iger Jahre, dem Ende der „fetten Zeiten“ der Wirtschaftswunder, geschenkt. Unabhängig, ob die Arbeitslosenquote, gemessen zum Beispiel am Europäischen Mittelwert, hoch oder niedrig in einem Land ausfällt, so besteht doch kein Zweifel daran, dass jeder Arbeitslose einer zu viel ist. Arbeitslosenquoten stehen als Barometer der landeseigenen, aber auch weltwirtschaftlichen Lage.

Die „Europäische Union“ gab für den Juni 2008 den Mittelwert von 7,1% an, dass entspricht einer Zahl von insgesamt etwas mehr als 16 Mio. Arbeitslose europaweit. „Arbeitslose“ sind immer nur jene Personen, die bei den jeweilig zuständigen Behörden als solches gemeldet sind. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine „Dunkelziffer“, denn rechnete man nicht registrierte Menschen hinzu, würde sich diese Quote um ein Vielfaches erhöhen. Wie sieht es aber in den einzelnen Ländern aus und wie steht Europa im Vergleich zu den USA da?

Arbeitslosenquoten verschiedener europäischer Länder

Polen meldete für September 2008 eine Quote von 6,5% und senkte die Arbeitslosigkeit seit 2005 um mehr als 10%. Ähnlich sieht es in der Slowakei oder in Griechenland aus. Die Slowakei meldete für 2005 noch eine Quote von 18,2% an, für September 2008 wurden „nur“ noch 10,00% Arbeitslose angegeben.

Griechenland musste 2005 noch mit 10,5% Arbeitslosen „kämpfen“, 2008 sank der Wert auf 7,5% und nähert sich so mit großen Schritten dem europäischen Mittelwert an.
Ganz anders sieht es dagegen in Tschechien aus. Während im Jahr 2005 noch 8,3% Arbeitslose zu Buche standen, verringerte sich der Prozentwert für Mitte 2008 auf 6,5%.

Vorbildlich erscheinen die Niederlande, Dänemark und Norwegen!
Die Niederlande standen mit 4,6% bereits 2005 an der positiven Spitze und konnten die Quote bis September 2008 auf sagenhafte 2,5% senken.
Dänemark stand 2005 noch bei 5,4% und gab für September 2008 eine Quote von 2,9% an.
Auch Norwegen hat einen positiven Abfall im Vergleich 2005 zu 2008 mit von 4,4% auf 2,4% zu verzeichnen.

Schweden dagegen hat derweil zwar einen Abfall seit 2005 von 6,4% auf 6,1% für das Jahr 2008 zu verzeichnen, jedoch auch eine Erhöhung um 0,6% im Vergleich zu 2007.
Während sich in vielen Ländern die Arbeitslosenquote zu verbessern schien, waren auf der Verliererseite Irland und Groß Britannien.
Irland stand im Jahr 2005 mit einer Arbeitslosenquote von 4,5% weit unter dem europäischen Mittel und auch wenn im Juni 2008 der Wert ebenfalls das Mittel nicht erreichte, so stieg er doch auf 6,6%.
Groß Britannien bietet ein ähnliches Bild. Mit einem Wert von 4,7% schloss die Insel das Jahr 2005, im Jahr 2006 war die 5% -Grenze um 0,5% überschritten. Der September 2008 zeigt mit dem Wert von 5,6% nur wenig Veränderung.

Deutschland selbst scheint dem europäischen Mittelwert punktuell nach zu jagen: mit 9,5% im Jahr 2005 und heutigen 7,1% konnte die Arbeitslosigkeit stetig abgebaut, aber auch nur mit Müh und Not auf den europäischen Mittelwert gebracht werden.

Arbeitslosigkeit in Europa und den USA

Vergleicht man Europa nun mit den USA muss man feststellen, dass die USA nicht so schlecht da stehen, wie man vielleicht vermutet. 2005 wurden aus den Vereinigten Bundesstaaten 5,5% Arbeitslose gemeldet, wobei dieser Wert sich bis Ende 2007 auf unter 5% verringerte. September 2008 änderte sich das Bild mit Eintritt der Finanzkrise schlagartig: die Arbeitslosenquote stieg auf 6,1% an.

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