Die Schweiz grenzt im Süden an Deutschland und bietet nicht nur landschaftlich ein attraktives Bild. Auch wirtschaftlich betrachtet steht die Schweiz gut da. Ein Land, in dem Deutsche gern arbeiten und leben.
Die Schweiz zeichnet sich traditionell durch ihre Neutralität aus. Sie ist wirtschaftlich unabhängig, und obwohl mitten in Europa liegend, weder in der EU noch Mitglied im Europäischen Währungsverbund. Die gültige Währung ist der Schweizer Franken. Die Hauptstadt ist Bern, die größte Stadt Zürich. Andere große, bekannte Städte sind Genf, Basel, Lausanne und Luzern.
Die Schweizer haben zu den Deutschen ein gutes Nachbarschaftsverhältnis, auch wenn sich einige Schweizer – seit vermehrt Deutsche zum Arbeiten ins Land strömen – sich manchmal genervt äußern. Bereits 2007 haben laut einer Schweizer Statistik mehr als 115.000 Deutsche in der Schweiz gearbeitet, sie sind damit die größte Gruppe der in der Schweiz tätigen „Gastarbeiter“.
Die Schweizer Wirtschaft und Chancen für deutsche Arbeitnehmer
Weltweit steht die Wirtschaft der Schweiz für Stabilität und Solidität. Vorherrschend sind mittlere und kleine Betriebe, aber es gibt auch eine Reihe von Großkonzernen wie zum Beispiel in der Pharmaindustrie. Weltweit einen Namen haben Schweizer Präzisionsuhren und auch in etlichen anderen Technologiefeldern belegt die Schweiz weltweit Spitzenpositionen. Dazu gehören die Werkzeug- und Maschinenindustrie, die Agrochemie und die Medizintechnik.
Gleichermaßen wie die Schweizer Uhren sind die Schweizer Banken sowie die Finanz- und Versicherungsunternehmen weit über die Ländergrenzen der Schweiz hinaus bekannt. Zu anderen, auch sehr wichtigen Wirtschaftszweigen gehören der Handel, das Bau- und das Dienstleistungsgewerbe sowie die Tourismusbranche und das Hotel- und Gastgewerbe. Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise gibt es in der Schweiz nur eine verschwindend geringe Zahl an Arbeitslosen. In vielen Bereichen können die offenen Stellen nicht mit Schweizer Arbeitskräften besetzt werden, sodass sich die Situation für ausländische Arbeitnehmer verbessert hat. Die Zahl ausländischer Arbeitnehmer ist in den letzten Jahren stets gestiegen, obwohl Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigungen kontingentiert werden.
Die Sprache der Schweizer
Die Schweiz ist in drei große Sprachräume gegliedert. In der zentralen Schweiz und im Osten wird Deutsch (Schweizer-Deutsch) gesprochen. Im Westen des Landes spricht man überwiegend Französisch und im Kanton Tessin sowie in Teilen Graubündens wird vorwiegend Italienisch gesprochen. Die Schriftsprache ist Deutsch. Nicht jeder Deutsche sollte also davon ausgehen, dass er sich in der Schweiz überall problemlos verständigen kann.
Die schriftliche Bewerbung in der Schweiz
Ganz ähnlich wie in Deutschland sind die Bewerbungsformalitäten in der Schweiz. Üblich und erwünscht sind schriftliche Bewerbungen. Bewerbungen via E-Mail sollten nur erfolgen, wenn sie vom Arbeitgeber ausdrücklich erbeten sind. Das in Deutschland übliche Deckblatt kennt man hier nicht und auch ein Bewerbungsfoto ist eher untypisch.
Ganz wichtig hingegen ist eine Liste mit Referenzen, die zum Vorstellungsgespräch mitgebracht wird. Sie sollte Namen, Funktionen, Telefonnummern und Adressen von Vorgesetzten oder Personen enthalten, die den Bewerber beruflich kennen und Fürsprechen können.
Ansonsten wird ein etwa einseitiges Anschreiben erwartet und ein chronologisch aufgebauter unterschriebener Lebenslauf, der nicht länger als zwei Seiten sein soll sowie Kopien von Zeugnissen. Andere Nachweise über Qualifikationen sind nur auf speziellen Wunsch beizufügen. In der Schweiz werden Bewerber nicht ausschießlich nach Zeugnissen, sondern eher nach Persönlichkeitsmerkmalen ausgewählt. Deshalb sind Referenzen gefragt. Bei vielen Arbeitgebern ist es gängige Praxis, dass vom Bewerber grafologische Gutachten eingeholt werden. Der Lebenslauf und das Anschreiben werden einer gründlichen Analyse unterzogen.
Das Vorstellungsgespräch bei einem Schweizer Unternehmen
Auch in der Schweiz wird nur mit Wasser gekocht und die meisten Vorstellungsgespräche laufen ähnlich wie in Deutschland. Selbst die Kleiderordnung entspricht den deutschen Geflogenheiten. Pünktlichkeit sollte selbstverständlich sein. Bewerber sollten im Vorstellungsgespräch auf die Frage, warum sie in der Schweiz leben und arbeiten möchten, eine gute Antwort parat haben. Für den Bewerber kann es von Vorteil sein, wenn er sich mit den rechtlichen Besonderheiten bei der Einstellung von Ausländern vorab selbst vertraut macht. Auch solche Themen wie Arbeitszeiten, Urlaub, Höhe des Gehalts sollten bekannt sein. Darüber wird im Rahmen des Vorstellungsgesprächs wahrscheinlich gesprochen. Einen positiven Eindruck macht das Zeigen von Eigeninitiative, wenn es um die Einholung der Arbeitsbewilligung geht.
Das Auswahlverfahren in der Schweiz ist mit dem in Deutschland vergleichbar. Mithilfe strukturierter Interviews oder auch durch Assessment-Center werden die besten Bewerber ausgesucht.
Passende Stellenangebote und Arbeitgeber in der Schweiz finden
Da die Schweiz nicht Mitglied der EU ist, gestaltet es sich grundsätzlich etwas schwieriger als in anderen Ländern Europas einen Job zu finden. Eine Aufenthaltsgenehmigung, in der die Arbeitserlaubnis eingeschlossen ist, bekommt ein deutscher Bewerber nur dann, wenn ein Schweizer Bewerber nicht den Voraussetzungen des Arbeitgebers entspricht.
Jeder Kanton in der Schweiz hat nur ein bestimmtes Kontingent an Aufenthaltsbewilligungen zur Verfügung, das in bestimmten Abständen neu festgesetzt wird. Wer in der Schweiz eine Arbeit sucht, darf sich maximal für drei Monate zum Zweck der Arbeitssuche im Land aufhalten. An die öffentliche Arbeitsvermittlung können sich deutsche Bewerber nicht wenden, die ist für ausländische Arbeitskräfte nicht zuständig. Sehr hilfreich bei der Suche nach einem Job sind regionale Arbeitsvermittlungszentren wie zum Beispiel unter www.treffpunkt-arbeit.ch/jobsuche/Jobs/einfache_suche/, sowie Internetrecherchen und Inserate in großen Schweizer Tageszeitungen.
Löhne und Gehälter sind hoch
Die Löhne und Gehälter in der Schweiz sind verglichen mit anderen Länder sehr hoch. Am besten verdient man in den großen Städten, wie Zürich und Basel.
Weiterführende Informationen
• Publikation der Agentur für Arbeit: Mobil in Europa – Schweiz (PDF Dokument)
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Ich hab ein knappes Jahr in der Schweiz gearbeitet. Der Verdienst war gut, aber die Lebenserhaltungskosten waren auch dementsprechend hoch. Was mir sehr gut gefallen hat, war das Arbeitsklima und die Gegend. Aber gegen Heimweh ist kein Kraut gewachsen und so lebe und arbeite ich wieder in Deutschland. Ich kann aber jedem empfehlen es arbeitsmäßig mit der Schweiz zu versuchen, wenn er nicht zu heimatgebunden ist.
Grüße
Klaus
Bewirbt man sich in der Schweiz um eine Stelle, sollte man einige Dinge beachten, die von den Regelungen hierzulande abweichen. Unser Unternehmen vermittelt auch häufig Kandidaten in die Schweiz und hat daher bereits einige Erfahrungen mit den dortigen Gepflogenheiten machen können. Um Interessenten eine Bewerbung in die Schweiz zu erleichtern, haben wir auf unserer Homepage einige wichtige Informationen und nützliche Links zusammengetragen.
Alles zu diesem Thema finden Sie hier:
http://www.vesterling.com/?pid=1009
MFG,
Angerer Julia
Ich möchte in der Schweitz arbeiten als geprüfter Polierer im Straßen+Tiebau. Was verdiend mann so. Was für Arbeitzzeiten hat man.
Hoi zäme
@admin – Besten Dank für den sehr guten Beitrag!
Anmerken muss ich, daß die Bewerbungen per Mail auch in der Schweiz extrem an Interesse gewonnen haben und die schriftlichen Bewerbungen gern mit etwas Verzögerung beim Arbeitgeber gesehen werden.
@schönberger – Die besten Chancen auf deinen ersten Job in der Schweiz hast du über sogenannte Personal- Temporärbüros in der Schweiz. Die wenigsten Bauunternehmungen stellen “Ausländer” bei ihrem ersten Job in der Schweiz direkt an, sondern gehen bei Festanstellung im Rahmen TRY & HIRE über diese Büros.
Der Tarifvertrag ist im Moment zwar nicht wirksam, es wird sich aber als Richtlinie daran gehalten.
Arbeitszeit: LMV: Baugewerbe
AUSSER KRAFT PER 31.12.2011
ARBEITSZEIT
pro Tag pro Woche pro Monat pro Jahr
8.1 h 40.5 h 176 h 2112 h
Quelle: http://www.realisator.ch/gavs/gav/lmv_bauhauptgewerbe.htm
Aus meinen Erfahrungen schaffst in der Saison aber mindestens 45-50h wöchentlich.
Lohn: für Polier bitte bei V nachsehen
ttp://www.realisator.ch/gavs/gav/lmv_bauhauptgewerbe.htm
Bei Festanstellung in der Bauunternehmung, bitte für Informationen zum Lohn, den Lohnrechner des SGB benutzen.
http://www.lohnrechner.ch/usage/hoch-und-tiefbau.html
Hoffe etwas geholfen zu haben.
Bei weitern Fragen steht euch das free-job Team gern auch telefonisch zur Verfügung.
http://www.free-job-schweiz.ch & http://www.freiearbeitsstelle.info
Wir wünschen allen eine schöne Zeit.