Bewerben und Arbeiten in England


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Bewerben und Arbeiten in England

Aufgrund der oft schlechten Chancen im eigenen Land sind immer mehr, insbesondere jüngere Leute bereit, für einen guten Job ins Ausland zu gehen. Aufgrund der verhältnismäßig guten Wirtschaftslage und der vielen kulturellen und touristischen Angebote ist England für Auswanderungswillige ein beliebtes Ziel. Immerhin ist Großbritannien in Europa, was die Situation am Arbeitsmarkt betrifft, ein Vorzeigeland. Es hat eine vergleichsweise niedrige Arbeitslosenquote, von der alle Länder betreffenden Wirtschafts- und Finanzkrise mal abgesehen, ein hohes Wachstum der Wirtschaft und eine niedrige Inflationsrate.

Die Arbeitssituation in England

Mit entsprechenden Arbeitsmarktreformen, bei denen Arbeits- und Sozialamt zusammengelegt wurden sowie der Privatisierung der Dienstleistungsgesellschaft wurden viele neue Arbeitsplätze geschaffen. Das wirtschaftliche Zentrum Englands liegt in London. Schwerpunkt sind die Modeindustrie, der Tourismus und die Kultur. Die Engländer arbeiten im Schnitt 37,5 Stunden in der Woche, haben vier Wochen Urlaub und genießen aber anders als deutsche Arbeitnehmer keinen Kündigungsschutz.

Wer in Deutschland Arbeitslosengeld bezieht, kann sich auch um einen Job in England bewerben und dort das Arbeitslosengeld für weitere drei Monate fortgezahlt bekommen. Ist in dieser Zeit noch kein Job gefunden, hat man sich innerhalb einer Woche bei einem Jobcenter in England zu melden. Ähnlich wie in Deutschland gibt es in Großbritannien eine Sozialversicherungsnummer und adäquate Sozialversicherungsleistungen wie in Deutschland. Nur das Gesundheitssystem funktioniert etwas anders.

Englische Arbeitgeber beschäftigen gern gut qualifizierte ausländische Arbeitnehmer. Exzellente Sprachkenntnisse sind dabei eine Grundvoraussetzung, die an jeden Bewerber gestellt werden.
Wer nicht gleich nach England auswandern möchte, kann sogenannte „Work and Travel“ Angebote nutzen oder sich auf einen Praktikumsplatz bewerben. In dieser Zeit können Land und Leute näher kennengelernt und die Sprachkenntnisse aufgebessert werden. Außerdem kann in dieser Zeit der englische Alltag – wie gelebt und gearbeitet wird – hautnah erlebt werden.

Dabei lassen sich schnell einige Unterschiede zwischen deutscher und englischer Arbeitswelt feststellen. In England bedeutet arbeiten eher eine soziale Aufgabe als Leistungszwang. Der Umgang mit den Kollegen ist lockerer, der Umgangston sehr freundlich und der Arbeitsablauf nicht so stressig. Die Engländer kennen kein „Sie“ alle sind „You“ also Du. Das erleichtert Einiges und ist bei Weitem nicht so förmlich. Nach der Devise „Muddling Trough“ wird sich durchgewurstelt. Teamgeist und die sogenannten Soft Skills haben eine viel größere Bedeutung, als man das von Deutschland her kennt.

Die Bewerbung in England

Um einen Job in England zu bekommen, kann man sich bewerben, genau so, wie man das auch von Deutschland her kennt. Allerdings ist das Anschreiben anders aufgebaut. Es dient in England lediglich dazu, den Leser zu animieren, den CV (Curriculum Vitae – Lebenslauf) intensiv zu lesen. Das Anschreiben besteht aus drei Teilen. Zuerst werden der Grund des Schreibens und die Position, um die es geht, behandelt. Dabei wird auch darüber informiert, woher die vakante Stelle bekannt ist.

Als Nächstes beschreibt der Bewerber seine besonderen Eigenschaften. Er benennt seine Qualifikationen, informiert, warum er im Ausland arbeiten möchte und Ähnliches. Das heißt, ein Bewerber verkauft sich bestmöglich. Dabei werden das große Interesse am Unternehmen im Allgemeinen und die vakante Stelle im Speziellen hervorgehoben.

Wegen der angloamerikanischen Gesetzgebung bezogen auf die Rassendiskriminierung sind Bewerbungsfotos nicht gewünscht. Nur wenn das Unternehmen ausdrücklich ein Foto erwartet, wird es den Unterlagen beigelegt.

Curriculum Vitae – Der Lebenslauf

Der CV gehört zu den wichtigsten Bestandteilen der Bewerbung. Dennoch wird er knapp und prägnant gehalten. Hervorzuheben sind alle Stationen der bisherigen Ausbildung und die bisherigen beruflichen Aktivitäten. Bei der Auflistung wird umgekehrt chronologisch vorgegangen.
Grundsätzlich ist der CV wie folgt gegliedert:

• Personal Facts
• Experience and Career History
• Education and Qualifications
• Additional Skills
• Personal Interests

Detaillierte Angaben zu Religion, zur Rasse und zum Familienstand sind nicht notwendig. Auch über die Eltern wird keine Auskunft gegeben. Wenn Sie die Ausbildung beschreiben, ist mit der höchsten zu beginnen. Als Student geben Sie zusätzlich noch Informationen über Spezialisierungen, Praktika und Ähnliches an. Bei den additional Skills werden Informationen zu Fremdsprachen- und EDV-Kenntnissen erwartet oder zum Umgang mit Hightech Geräten. Sprachen, die lediglich Schulkenntnissen entsprechen sind wegzulassen.

Die Rubrik personal Interests ist in England wichtig. Ganz anders als in Deutschland werden die Hobbys gern im CV gesehen. Dadurch kann sich der Personaler ein besseres Bild von der Persönlichkeit des Bewerbers machen. Die Hobbys brauchen nicht mit dem Beruf in Verbindung stehen. Wichtig ist, dass es tatsächlich Hobbys sind, denn sollte es zum Bewerbungsgespräch kommen, wird häufig danach gefragt.

Verlangt der Arbeitgeber die Arbeitszeugnisse in englischer Sprache, wird empfohlen, einen Translator zu nutzen, der gerichtlich beeidigt ist.

Besonderheiten beim Vorstellungsgespräch

Haben Sie auf ihre Bewerbung eine Rückmeldung bekommen und werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, dann ist die erste Hürde bereits genommen. Das Unternehmen hat zumindest Interesse. Jetzt gilt es, beim Interviewer einen positiven Eindruck zu machen. Das heißt, auf so ein Vorstellungsgespräch bereitet man sich intensiv vor. Dazu gehört, sich ausreichend über das Unternehmen zu informieren. Fragen zur Stelle vorzubereiten und auch andere Fragen zu stellen, die von Ihrem Interesse an diesem Unternehmen zeugen. Zum Vorstellungsgespräch sind die Originale der Zeugnisse und Referenzen mitzubringen. Selbstverständlich wird den Personalleiter besonders interessieren, warum man als Deutscher in England leben und arbeiten möchte. Wer sich hier entsprechend vorbereitet, kann weitere Punkte sammeln, die den Job näher bringen.

Wie findet man gute Stellenangebote und passende Arbeitgeber?

Die Suche nach einem guten Job ist in England nicht leichter als in Deutschland. Es gibt sie in den Bereichen der Telekommunikation, im Gesundheitswesen und in der Dienstleistungsbranche. Neben dem hervorragenden Fachwissen, das eine unbedingte Voraussetzung ist, muss man, um in England zu arbeiten, nicht nur englisch sprechen können, sonder auch wollen. Festanstellungen gibt es eher in der Stadt als in ländlichen Gebieten. Hoch qualifizierte Arbeitnehmer haben gute Chancen. Die deutschen Arbeitnehmer sind aufgrund ihrer deutschen Tugenden sehr beliebt. Ihre Qualitätsarbeit und sprichwörtlicher Fleiß wird sehr geschätzt.

Ähnlich wie in Deutschland kann man in England über private Arbeitsvermittlungsagenturen, oder die staatliche Arbeitsvermittlung einen Arbeitgeber suchen. Weiterhin bieten sich Tageszeitungen und das Internet für die Jobsuche an. Auch Initiativbewerbungen sind häufig erfolgreich.

Um in England leben und arbeiten zu können, ist kein Einreisevisum nötig. Es reicht ein Personalausweis oder der Reisepass. Wer bereits ausgewandert ist, hat ein halbes Jahr Zeit, um Arbeit zu finden, sonst droht die Ausweisung.

Englisch lernen per Fernkurs

Das Institut für Lernsysteme bietet Ihnen verschiedene Englisch-Fernkurse an, mit dem Sie die englische Sprache in Wort und Schrift erlernen können.

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Ein Kommentar

  1. Tina Fischer 23. April 2012 at 13:09 - Reply

    Arbeiten in England- ist auf gar keinen Fall zu empfehlen!
    Ich arbeite seit anderthalb Jahren in England in einer Werbeagentur und bereue es bitter dass ich Deutschland verlassen habe.

    - Es gibt in England in den ersten 12 Monaten keinen Kuendigungsschutz, das heisst im Klartext; man kann in den ersten 12 Monaten jeden Tag ohne Angabe von Gruenden gefeuert werden.!

    - Man hat in England kein Recht auf ein wohlwollendes Zeugnis, das heisst der Arbeitgeber kann schreiben was we will. Man bekommt in England meistens schon ein schlechtes Zeugnis wenn man es nur wagt zu kuendigen. Man hat kein Recht ein Zeugnis anzufechten.

    - Es gibt keine soziale Absicherung. Kein Abeitslosengeld 1. Wenn man seinen Job in England verliert sitz man auf der Strasse, das wissen die Arbeitgeber hier natuerlich und dementsprechend werden in England die Arbeitnehmer wie Dreck behandelt.

    - Die Gehaelter sind wesentlich niedriger als in Deutschland. Die Miete doppelt so hoch und auch die Lebensmittel sind ungefaehr doppelt so teuer.

    - Wenn man sich auf eine neu Position bewirbt zahlen die Firmen nicht die Reisekosten fuers Vorstellungsgespraech.

    - Wenn man eine neue Stelle in einer anderen Stadt angeboten bekommt, zahlen die Firmen nicht den Umzug, d.h. der muss komplett selbst finanziert werden.

    - Die Englaender sind extem Deutschfeindlich.
    Das war schon immer so und wird sich auch nie aendern. Jeder Deutsche der in England laenger gelebt und gearbeitet hat kann ein Lied davon.singen. Als Deutscher hat man in England keine Karriere Chancen. Es gibt in England keine Deutschen in Fuehrungspositionen- wird es auch nie geben.

    Haette ich diese Informationen vorher gehabt, waere ich nie nach England gegangen.
    England ist ein Land ohne berufliche Perspektiven fuer deutsche Arbeitnehmer, auch nicht fuer super qualifizierte.

    Ich kann Jedem nur abraten in England zu arbeiten.

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