Das Bewerbungsfoto – der reinste Sympathieträger
Das Bewerbungsfoto – der reinste Sympathieträger!

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Dies gilt im besonderen auch für Ihr Bewerbungsfoto. Hier und gerade bei Ihrer Bewerbung ist ein viel versprechendes Bild enorm wichtig. Es ist keine bloße Behauptung, wenn wir sagen, dass vielen Bewerbern dieses Szenario ziemlich in der Magengegend drückt. Fragen und Argumente, wie: „Weshalb so ein Aufwand, es ist doch nur ein Bild?“, „Wer kann sich das noch leisten?“, „Ein schneller Schnappschuss tut es auch!“ „Wem es nicht gefällt, selbst Schuld!“ oder „Außer Spesen nichts gewesen, deshalb spare ich mir das Geld.“, sind nicht ungewöhnlich. Vielleicht finden Sie sich in einer dieser Aussagen wieder. Haben Sie sich bisher einmal intensiv mit dem Grund, warum das Bewerbungsfoto eine so wichtige Rolle spielt, auseinander gesetzt? Stellen Sie sich eine Zeitschrift ohne Bildmaterial vor. Oder eine Tageszeitung mit vielen Bildern, verschiedener Menschen und alle gucken finster drein. Würde Ihnen das gefallen? Hätten Sie noch Lust zum lesen? Wie verhält es sich mit Ihrem Launometer? Ein anständiges Bewerbungsfoto ist so wichtig, weil Sie damit einen großen Teil Ihrer Persönlichkeit, Einstellung zur Sache und Ausdruck Ihrer Motivation preisgeben. Sie möchten diese Stelle unbedingt haben und freuen sich, Ihre Eignung in der neuen Firma unter Beweis zu stellen. Das ist ein Grund zur Freude und das sollte man Ihnen auch ansehen. Sie möchten diesen wichtigen Aspekt Ihrer Bewerbung nun einen tiefgründigeren Gedanken widmen. Wunderbar! Es wird sich gewiss lohnen.
Wo fangen wir an. Nehmen Sie sich einmal eines Ihrer alten Bewerbungsfotos zur Hand. Schauen Sie es sich genau an. Was empfinden Sie dabei? Wie wirken Sie darauf? Finden Sie sich sympathisch oder haben sie den Tag der Aufnahme bis heute nicht vergessen? Was würden Sie beim nächsten mal anders/besser machen?
Hinweis: Wenn es Ihnen nicht gut geht oder Sie eine persönliche Krise beschäftigt (Sie besorgt sind) empfiehlt es sich, den Termin beim Fotografen zu verschieben. In solchen Momenten ist es fast unmöglich Contenance zu bewahren. Wie heißt es gleich. Neuer Tag, neues Glück! Gute Laune und ein freier Kopf sind sozusagen Voraussetzung für ein strahlendes, sympathisches Endresultat.
Recherchieren Sie unbedingt nach einem professionellen und fachkundigen Fotografen! Denn eines wollen wir gleich vorweg nehmen. Kommen Sie niemals auf die Idee, die Automatenfoto-Box am Bahnhof (oder anderswo) aufzusuchen! Es sei denn Sie spekulieren auf eine Absage Ihrer Bewerbung. Der Erfolg wäre damit garantiert. Aber wir denken, dass ist nicht das Ziel, welches Sie anstreben. Achten Sie darauf, dass der Fotograf sich Zeit für Sie nimmt und auf Ihre Belange/Vorstellungen eingeht bzw. diese berücksichtigt. Sicher kann er Sie dahingehend beraten, ob die ausgewählte Kleidung zu Ihnen passt und überhaupt Ihrem Typ entspricht. Wenn möglich nehmen Sie sich doch einfach eine Wechselgarderobe mit. Informieren Sie sich über die Angebotspalette, in welcher Form und Art Bewerbungsfotos erstellt werden können. Ihre Bewerbungsunterlagen sind selbstverständlich Ihr ständiger Begleiter. So lässt sich mit Unterstützung des Fotografen schnell feststellen, ob Format, Farbe und Lichtintensität zum Layout Ihrer Bewerbung passt.
Hinweis: Um Kosten einzusparen empfiehlt es sich, vorab mehrere Fotostudios (wenn möglich) zu konsultieren und ein kostenloses Angebot einzuholen.
Klassisch in Farbe oder doch besser Schwarz/Weiß?
Immer häufiger wird empfohlen, Schwarz/Weiß-Bilder zu verwenden. Sicher ist es eine sehr gute Alternative zur herkömmlichen Farbaufnahme. Ein farbiges Bild ist aber dennoch sehr aktuell und nicht außer Mode gekommen. Mit einem Schwarz/Weiß-Bild lassen Sie dem Betrachter mehr Platz für Interpretationen. Es eignet sich zum Beispiel hervorragend zum kaschieren kleinerer Hautunebenheiten (bei Menschen mit blassem Teint wirkt eine S/W-Aufnahme optimal). Ein Foto in Schwarz/Weiß macht Sie ein wenig geheimnisvoll und verbirgt ein Stück Ihrer reellen Gesamterscheinung. Wer sich jedoch lieber in Farbe sieht, der soll und kann es auch so beibehalten. Sicher kann der Fotograf Sie dahingehend beraten und Ihnen verschiedene Varianten, abgestimmt auf Ihren Typ sowie der Branche, in der Sie sich bewerben möchten, vorschlagen. Alles in Allem sollten Sie aber Ihrem Typ treu bleiben und keinem in Mode gekommenen Trend hinterher laufen. Entscheiden Sie selbst.
Die Kleidung, ein heikles Thema
Zu tief, zu hochgeschlossen, zu langweilig. Die Frage nach dem Kleidungsstil ist für viele eine nervenaufreibende Angelegenheit. Machen Sie die Wahl Ihrer Kleidung abhängig von der Berufsbranche in der Sie sich bewerben. Wo ein Bäcker zum Beispiel keinen Anzug mit Krawatte nötig hat, muss sich ein Versicherungskaufmann schon mehr ins Zeug legen. Da die Modewelt heutzutage sehr vielseitige Kleidungsvarianten anbietet, hat man es mit der Auswahl auch nicht gerade einfach. Sofern Sie bei der Auswahl angemessener Kleidung Probleme haben, begeben Sie sich in ein Fachgeschäft und lassen sich ausgiebig beraten. Heraus sprießende Haare, durch eine halb geöffnete Knopfleiste des Hemds beim Manne, sind ebenso tabu wie ein Bauchnabeltiefer Einblick ins Dekolleté der Frau. Gegen Schminke hat niemand etwas einzuwenden, wenn Sie dezent aufgetragen wird. Kein Arbeitgeber möchte eine Angestellte oder einen Angestellten (wir meinen Männer ebenso wie Frauen), die/der womöglich noch während der Arbeitszeit den Lidstrich nachziehen muss. Es ist nicht nur der Eindruck, der entstehen könnte. Wer sich übermäßig an pinselt, versteckt seine natürliche Schönheit hinter einer Maske. Dabei haben Sie doch nichts zu verbergen. Sie sind eine Frau, deren Reize unübersehbar sind? Das ist schön. Wenn Sie aber glauben, ein Personaler ließe sich davon beirren/überzeugen, setzen Sie aufs falsche Pferd. Hervor blinzelnde BH-Spitze und überhaupt alles was die Reize einer Frau noch so unterstreicht, sind im Falle eines Bewerbungsfotos unangebracht. Der Arbeitgeber/Personaler erwartet da schon mehr von Ihnen. Und schließlich haben Sie doch auch eine Menge mehr zu bieten! Im Übrigen muss Kleidung nicht sexy sein, um einen ansprechenden Eindruck zu vermitteln. Die Farbe und auch die Art Ihrer Kleidung sollte Ihrem Typ entsprechen. Ganz wichtig ist vor allem, dass Sie sich in Ihrer zweiten Haut rundum wohl fühlen! Denn nur dann können Sie sich frei und ungezwungen verhalten/geben.
Wir kommen zur Platzieren Ihres Bewerbungsbildes
Sie haben die Wahl verschiedener Befestigungsmöglichkeiten. Zum einen bietet sich da der Lebenslauf an. Vorteil: Manchmal werden einzelne Dokumente einer Bewerbung entnommen, kopiert und an andere Abteilungen oder weitere gewichtige Personen übergeben. Nur das Deckblatt allein ist eher unwahrscheinlich, es verweilt weiter in der Bewerbungsmappe. Der Lebenslauf hingegen ist ein beliebtes Dokument, welches häufig den Betrachter wechselt. Wenn Sie das Bewerbungsbild nun auf dem Lebenslauf anbringen, ist es stets mit unterwegs. Jeder der Ihren Lebenslauf in die Hände bekommt, erhält einen ersten positiven Eindruck einer sympathischen Person. Das Deckblatt bietet wiederum einen perfekten Einstieg zur Eröffnung einer Bewerbungsmappe. Und auch hier kann ein Bewerbungsbild sehr ansprechend wirken. Der Nachteil hingegen ist bekannt. Doch, wer sagt eigentlich, dass trotz eines Deckblattes, dass Bewerbungsfoto nicht auf dem Lebenslauf platziert werden kann. Niemand! Wie Sie sich letztendlich entschliessen, überlassen wir Ihrer Entscheidungsfreiheit. Ihrer Kreativität und Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.
Fassen wir noch einmal kurz zusammen:
- keine Automaten- oder Urlaubsfotos, sondern professionelle vom Fotografen erstellt!
- Auf Art und Größe des Bildes achten. Lassen Sie sich dabei von einem fachkundigen Fotografen beraten. Ihre Bewerbungsunterlagen haben Sie zum abstimmen stets dabei!
- Kleidungsstil ist dem Beruf/der Branche angemessen. Grelle, kunterbunte Farben vermeiden (es sei denn, Sie bewerben sich als Modedesigner und tragen Ihr eigene Kollektion).
- Wer sich schminkt, achte bitte auf dezente Töne und ein insgesamt angenehmes Farbspiel/Erscheinungsbild.
- Lächeln ist natürlich immer erlaubt. Die Betonung liegt dabei auf lächeln! Sie sollen sich also nicht totlachen oder grinsend drein gucken, sondern wirklich nur angenehm, sympathisch und freundlich lächeln.
- Mit einem Bleistift vermerken Sie auf der Rückseite der Bildes Ihren Vor- und Zunamen. Beim Lösen vom Dokument, kann man es Ihren Unterlagen problemlos wieder zuordnen.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Fotografen und stets einen Grund zum lächeln.
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