Das Auslandspraktikum


AuslandspraktikumDas Auslandspraktikum ist für viele junge Leute eine sehr gute Erfahrung, die zwischen Schulausbildung und Beginn des Studiums oder der Berufsausbildung für einen längeren Zeitraum eingeschoben wird. Das Auslandspraktikum bietet die entscheidenden Vorteile, in die Berufswelt eines anderen Landes Einblicke zu erhalten und gleichzeitig Sprachkenntnisse und das Wissen über die Kultur des Gastlandes zu erweitern. Auch der Selbständigkeit ist ein solcher Auslandsaufenthalt sehr dienlich. Verschiedene Studiengänge setzen auch ein Pflichtpraktikum im Ausland voraus oder empfehlen zumindest ein studienbezogenes Auslandpraktikum innerhalb der Studienzeit.

Aber welche Voraussetzungen muß der Auslandspraktikant denn eigentlich erfüllen, um dann seine Erfahrungen im Land der Wahl machen zu können? Eine der wichtigsten Bedingungen, die es zu erfüllen gilt, ist natürlich ein solides Basiswissen der entsprechenden Landessprache. Keine oder nur geringe Sprachkenntnisse würden hier große Probleme aufwerfen und die effizient genutzte Zeit im Ausland deutlich reduzieren. Bestehen gute bis sehr gute Grundkenntnisse in der Sprache des Landes, das für das Auslandspraktikum ausgewählt wurde, lassen sich dann durch praktische Anwendung und gezielte Kurse im Gastland die Sprachkenntnisse verfeinern und perfektionieren. Für verschiedene Länder ist ein Visum erforderlich, das es rechtzeitig zu beantragen gilt. Gültige Ausweispapiere sollten hierfür natürlich selbstverständliche Voraussetzung sein.

Ein Auslandspraktikum ist keine vierzehntägige Urlaubsreise und sollte deshalb auch entsprechend gründlich vorbereitet werden. Neben der Aktualisierung der Ausweispapiere, die nicht während des Aufenthaltes des Auslandsaufenthaltes ihre Gültigkeit verlieren sollten, sind auch andere formelle Abwicklungen zu erledigen. So sollte der Auslandspraktikant schon vor Antritt der Reise über einen Arbeitsvertrag verfügen, der deutlich die Art der Tätigkeit, die Bezahlung, eventuelle Urlaubsansprüche, Pflichten, Leistungen und den Arbeitsort beschreiben. Hier könnte es zu bösen Überraschungen kommen, wenn diese Grundlagen nicht für beide Vertragspartner schriftlich fixiert wurden. Bei der Information über den Praktikumsplatz oder den -anbieter findet der Praktikant häufig schon wichtige Informationen über die Bezahlung. Teilweise sind Angebote auch vorab schon als “unpaid offers” deklariert. Auch wenn dies nicht der Fall ist, sollte man sich vor Überraschungen schützen und die generell ungeregelte Bezahlung des Auslandspraktikum schriftlich vereinbaren. Möglicherweise sollte auch im Vorfeld des Auslandspraktikums ein Stipendium beantragt werden, denn auch ein bezahltes Praktikum deckt längst nicht alle Kosten, die bei dem Aufenthalt entstehen. Das monatlich zur Verfügung stehende Budget muß feststehen. Auch Versicherungsfragen gilt es vor Beginn des Praktikums zu klären. Im Regelfall ist es so, dass Auslandspraktikanten im Rahmen ihres Studiums mit der European Health Insurance Card der Gesetzlichen Krankenversicherungen ausreichend versorgt sind. Für alle Praktikanten ist es aber sinnvoll, rechtzeitig vor dem Antritt des Praktikums bei der aktuellen Krankenkasse noch einen Besuch abzustatten, um die eigene Versicherungssituation beim Auslandsaufenthalt zu klären. Wichtig ist auch eine ausreichende Haftpflicht- und Unfallversicherung, denn auch Studenten sind im Ausland nicht über die Versicherung der Heimatuniversität versichert.

Vor Überlegung, ob ein Auslandspraktikum absolviert werden soll, fragen sich die meisten natürlich, warum ein Auslandspraktikum sinnvoll ist. Tatsache ist, dass einige Studiengänge dieses Auslandspraktikum voraussetzen. Auch ein Auslandssemester kann Teil eines Studiums sein. Für alle anderen gilt, dass der Aufenthalt im Ausland unter alltäglichen Bedingungen – also außerhalb des Urlaubs – viel intensivere Einblicke in das Leben in diesem Land bietet, als dies bei einem Aufenthalt für wenige Wochen überhaupt möglich wäre. Auch Sprachkenntnisse lassen sich leichter und wesentlich effizienter im entpsrechenden Land erlernen, als dies durch einen Sprachkurs im eigenen Land möglich ist. Zudem möchten viele junge Leute die Zeit nach dem Abitur noch einmal für Auslandserfahrungen nutzen, was dann im Studium oder in der Einbindung ins Berufsleben nur noch schwer durchführbar ist.

Und wie lange sollte ein Auslandspraktikum nun im Idealfall dauern?

Spätestens mit der Beantragung von Stipendien oder Bafög werden Voraussetzungen hinsichtlich der Dauer des Auslandspraktikums gestellt. So muß für den Bezug von Bafög ein Auslandspraktikum mindestens drei Monate dauern und zudem auch der Ausbildung förderlich sein. Innerhalb eines Studiums ist ein Auslandssemester mit entsprechender Dauer sinnvoll. Wer zwischen Schule und Beruf das Auslandspraktikum einschiebt, tut dies sehr häufig für etwa ein Jahr, um auch ausreichenden Einblick in die Kultur und die Gewohnheiten des Gastlandes zu erhalten und zudem genügend Zeit zu haben, die Sprache des Gastlandes auch wirklich perfekt zu erlernen.

Gerade im außereuropäischen Ausland gibt es viele Verhaltensregeln, die uns sehr fremd sind. Allerdings ist es für einen Auslandspraktikanten sehr wichtig, diese zu kennen und zu beherzigen, um den eigenen Aufenthalt im Ausland nicht durch Mißverständnisse zu trüben. So sollte sich der angehende Praktikant rechtzeitig durch Literatur und Medien über bestimmte Gewohnheiten, Regeln, Rituale – also über die gesamte Kultur des Landes – informieren. Besonders die Regeln des täglichen Miteinander sollten dabei stark berücksichtigt werden.

Auf speziellen Messen, also Job- und Branchenmessen, in Fachliteratur, in Magazinen oder durch Erfahrungsaustausch mit ehemaligen Auslandspraktikanten erhält der angehende Auslandspraktikant hilfreiche und wichtige Informationen für die finanzielle Förderung, die für die Finanzierung des Auslandspraktikums beantragt werden kann. Neben Bafög und Stipendium gibt es viele öffentliche und private Einrichtungen, die bei der finanziellen Förderung des Auslandspraktikums unterstützend zur Seite stehen.

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  1. Der Grund warum ich nach Spanien ging war, um v.a. die Sprache und die Menschen kennen zulernen. Dieses Wissen kam mir bei der anschließenden Jobsuche sehr zugute, hatte zwei Vorstellungsgespräche und beim zweiten wurde ich genommen. Ich konnte spanisch und das war der ausschlaggebende Punkt. Nur aus Fun würd ich das aber keinem empfehlen, nur wenn man danach ein Ziel hat. Denn warum sollte man ein Jahr als Au-Pair nach USA gehen, um danach Fachkraft für Lebensmitteltechnik zu lernen.

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