Die 14 größten Fehler bei der Jobsuche
Wenn die Jobsuche nicht erfolgreich verläuft, muss dies nicht zwangsläufig etwas mit mangelnder fachlicher Eignung zu tun haben. Vielmehr liegt es oft am Such- und Bewerbungsweg sowie an der Art der Selbstpräsentation in den Bewerbungsunterlagen und im Vorstellungsgespräch. Folgende Fehler sollten unbedingt vermieden werden:
1. Falscher Suchweg
Wer sich nur auf öffentlich ausgeschriebene Stellenanzeigen aus der Tageszeitung oder in bekannten Online-Jobbörsen bewirbt, muss damit rechnen, dass sich darauf eventuell mehrere hundert Bewerber melden. Persönliche Kontakte, das Erstellen eines Bewerberprofils in Business-Netzwerken oder die Suche auf Unternehmenswebseiten sollten nicht unterschätzt werden.
2. Falscher Bewerbungsweg
Ob klassisch schriftlich oder online – es sollte immer die Bewerbungsart gewählt werden, die ausdrücklich vom Unternehmen gewünscht ist, damit sie nicht gleich im Papierkorb landet. Im Zweifelsfall gilt: Besser vorher im Unternehmen nachfragen!
3. Unordentliche Bewerbungsunterlagen
Ordentliche Bewerbungsunterlagen mit allen wichtigen Bestandteilen, d.h. mindestens Anschreiben, Lebenslauf mit Foto und Kopien von Zeugnissen, und einer ansprechenden Gestaltung sind ein absolutes Muss. Denn wenn der Personalverantwortliche schon hier einen schlechten Eindruck gewinnt, wird er sich wahrscheinlich nicht die Mühe machen, die Bewerbung zu lesen.
4. Zu umfangreiche Bewerbungsunterlagen
Dabei gilt es jedoch, sich auf die wesentlichen Angaben zu beschränken, weil Personaler in der Regel nicht die Zeit haben, eine 20-seitige Bewerbung zu prüfen. Für das Anschreiben reicht in der Regel eine Seite, für den Lebenslauf genügen zwei Seiten, um sich selbst und seine Qualifikationen darzustellen.
5. Falsche Anrede
Wenn das Anschreiben an die falsche Person adressiert ist oder mit einem allgemeinen „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginnt, zeigt dies dem Personaler, dass sich der Bewerber im Vorfeld nicht über seinen Ansprechpartner informiert hat. Auch der Name eines Konkurrenzunternehmens hat in einer Bewerbung nichts verloren.
6. Übertriebene Selbstdarstellung
Eine Bewerbung dient zwar dazu, die eigenen Qualitäten dem jeweiligen Unternehmen interessant zu präsentieren. Auf zu viel Eigenlob oder sogar Lästereien über frühere Arbeitgeber und Kollegen sollte aber verzichtet werden. Auch sollten Erfolge und Leistungen immer mit konkreten Beispielen belegt werden, um nicht arrogant oder unglaubwürdig zu wirken.
7. Verwendung von Standardfloskeln
Personaler interessieren vor allem die eigenen Gedanken des Bewerbers, weil sie den für eine Stelle am besten geeigneten Bewerber finden möchten, der sich von seinen Konkurrenten abhebt. Zwar können Standardformulierungen aus Bewerbungsratgebern durchaus eine wertvolle Hilfe bei der Vorbereitung sein, sollten aber nicht blind übernommen, sondern jeweils individuell an die eigenen Qualifikationen sowie das Stellenprofil bzw. das Unternehmen angepasst werden.
8. Unprofessionelles Bewerbungsfoto
Ein Bewerbungsfoto ist in Deutschland keine Pflicht, wird aber von den meisten Personalverantwortlichen stillschweigend erwartet, weil sie dadurch einen ersten Eindruck gewinnen können, ob ein Bewerber auch äußerlich als potentieller Unternehmensvertreter in Frage kommt. Auf ein unprofessionell gemachtes Automatenfoto oder ein verpixeltes, selbst am Computer nachbearbeitetes Bild sollte deshalb verzichtet werden.
9. Überhebliche Forderungen
Bei einer Bewerbung geht es immer zuerst um die Frage, was der Bewerber einem Unternehmen bieten kann, und nicht darum, was der Bewerber vom Unternehmen zu erwarten hat. Forderungen im Bewerbungsanschreiben wirken daher überheblich – außer das Unternehmen wünscht zum Beispiel ausdrücklich, dass eine konkrete Gehaltsvorstellung genannt wird.
10. Lückenhafter Lebenslauf
Lücken im Lebenslauf erwecken schnell den Eindruck, der Bewerber wolle etwas verheimlichen (z. B. Arbeitslosigkeit). Gelogen werden sollte zwar nicht, weil dies nicht nur peinlich sein, sondern auch arbeitsrechtliche Konsequenzen haben kann, es können aber beispielsweise mehrere zeitnahe Tätigkeiten zusammengefasst und so Lücken kaschiert werden.
11. Unangemessene Kleidung
Für das Bewerbungsfoto und das Vorstellungsgespräch sollte Kleidung gewählt werden, die dem Dress-Code des jeweiligen Unternehmens entspricht. Je nach Branche muss es nicht immer ein korrektes Business-Outfit sein, der Schlabberpulli, das kleine Schwarze, zu viel Make-up sowie Tattoos und Piercings sind in der Regel jedoch nicht erwünscht.
12. Unhöflichkeit
Unternehmen legen großen Wert auf die Umgangsformen von Bewerbern. Flapsige Sprüche, gereizte Reaktionen auf schwierige Fragen und Desinteresse im Vorstellungsgespräch können so schnell das Aus bedeuten.
13. Mangelnde Vorbereitung
Am meisten sind Unternehmen daran interessiert zu erfahren, warum sich ein Bewerber gerade hier beworben hat. Wer die wichtigsten Eckdaten, Produkte und Leistungen des Unternehmens sowie seine eigenen Motive nicht kennt und nennen kann, hat schlechte Karten.
14. Unpünktlichkeit
Personalverantwortliche haben durchaus Verständnis dafür, wenn sich ein Bewerber unverschuldet verspätet oder den Termin nicht einhalten kann (z. B. wegen Verkehrsstau, Erkrankung). Allerdings nur, wenn er sich zuverlässig zeigt und dies unverzüglich mitteilt.
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Tweets die Die 14 größten Fehler bei der Jobsuche erwähnt -- Topsy.com am 9 November 2009:
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Christian Rutz und Daniela Steckel, Sandra Ruppert erwähnt. Sandra Ruppert sagte: Die 14 größten Fehler bei der Jobsuche http://bit.ly/1Emwyc "Wer einen Fehler gemacht hat und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten." [...]