Tückisch – Die größten Fehler im Lebenslauf

Er ist der schnelle Wegweiser für jeden Personalchef, und er ist die wichtige Visitenkarte für jeden Bewerber auf dem Weg zum neuen Job: der Lebenslauf.

Aussagekräftig soll er sein, alle wesentlichen Inhalte soll er abdecken, und er muss diversen Formalien genügen. Doch so wichtig der Lebenslauf als Bestandteil einer guten Bewerbung ist, so sehr kann man eben auch den einen oder anderen Fehler machen, der im schlimmsten Fall sogar zum Karriere-Killer wird. Welche Tücken sollte man im Lebenslauf also unbedingt umgehen?

Ganz wichtig: Die Kontaktdaten

Ein Personalchef liest Tag für Tag unzählige Bewerbungen von Kandidaten, die mehr oder weniger geeignet sind, in seinem Unternehmen zu arbeiten. Zuerst fällt der Blick fast zwangsläufig auf den Lebenslauf, dort sollten die wesentlichen Punkte detailliert aufgelistet sein. Wenn aber die persönlichen Daten wie die E-Mail-Adresse oder die Telefonnummer nicht plakativ auf der ersten Seite stehen, wandert die ganze Bewerbung meist sofort in den Papierkorb – ohne dass der Personalchef einen Blick auf die Bewerbungsunterlagen wirft, versteht sich. Denn langwierig nach den Kontaktdaten zu suchen, die sich im besten Fall irgendwo auf dem Anschreiben befinden, kommt für die meisten Personaler nicht in Frage, dazu fehlt ihnen schlicht die Zeit.

Umgekehrt chronologisch: Der berufliche Werdegang

Ein guter Lebenslauf muss die beruflichen Stationen in chronologischer Reihenfolge enthalten. Dabei sollte der aktuelle Job ganz oben stehen, damit sofort ersichtlich ist, welche nun gerade die aktuelle Position ist, die der Bewerber innehat. So weiß der Personalchef auf den ersten Blick, wie es um die aktuelle Berufserfahrung bestellt ist.

Die Angaben zum beruflichen Werdegang müssen Informationen zur Dauer des Beschäftigungsverhältnisses enthalten, doch auch der Arbeitgeber muss genannt sein. Damit ist es aber noch nicht genug, denn ein aussagekräftiger Lebenslauf geht darüber noch hinaus. Erfahrene Bewerber binden auch die Tätigkeiten und den Aufgabenbereich im Lebenslauf mit ein und geben dem potenziellen neuen Vorgesetzten damit ein übersichtliches und aussagekräftiges Bild der beruflichen Erfahrung. Als einer der größten Fehler im Lebenslauf gilt deshalb, die beruflichen Stationen lediglich aufzulisten. Die Jobbezeichnungen allein zu nennen, genügt definitiv nicht. Vielmehr ist immer eine aussagekräftige Beschreibung der wichtigsten Tätigkeiten erforderlich, damit der Aufgabenbereich genau und präzise erläutert wird.

Auch relevant: Die Berufsausbildung

Der umgekehrt chronologische Lebenslauf enthält auch Angaben zur Berufsausbildung und zum Studium. Hier darf man immer auch die Studienschwerpunkte und die Abschlussnoten angeben. Auch bei der Berufsausbildung gilt, dass der letzte Abschluss ganz oben steht, damit der höchste Schulabschluss schnell zu erkennen ist.

Die wichtigste Devise: Kurz und knapp

Auskünfte über Schulungen und Fortbildungen, die nicht in einem Zusammenhang zur gewünschten Position stehen, gehören nicht in den Lebenslauf. Auch Details zur Grundschulausbildung, zum Beruf der Eltern oder Geschwister, zur Religion oder zum Gesundheitszustand haben hier nichts verloren. Letztlich gilt gerade im Lebenslauf die Faustregel, nur so viele Informationen unterzubringen, wie es unbedingt erforderlich ist. Weniger ist an dieser Stelle einfach mehr, deshalb sollte man sich auf das Wesentliche konzentrieren und dieses Wesentliche auf das eigentliche Jobprofil zuschneiden. Der rote Faden muss also immer gewahrt werden, gleichzeitig muss der Lebenslauf individuell an die jeweilige Stelle angepasst werden.

Die Sache mit den Lücken im Lebenslauf

Nur noch selten läuft eine Karriere oder eine berufliche Entwicklung heute nach einem einheitlichen Schema und immer geradeaus, denn Brüche und Sprünge in der beruflichen Entwicklung sind absolut an der Tagesordnung und häufig auch gewollt. Deshalb sind solche Ausreißer immer im Lebenslauf aufzudecken, im besten Fall steht man offen zu einer mehrmonatigen Auszeit zwischen Studium und Berufseinstieg, denn das kommt immer besser an als eine haarsträubende Geschichte, die kein Personaler glauben mag. Und letztlich ist es absolut tabu, im Lebenslauf ein Versprechen zu geben, das man nicht halten kann.

Fremdsprachenkenntnisse sollten also nur so gut beurteilt werden, wie sie eben sind, und auch Angaben zu IT-Kenntnissen, die nicht vorhanden sind, lässt man im Lebenslauf besser weg. Auch ein außergewöhnliches Hobby hat im Lebenslauf nichts zu suchen, deshalb konzentriert man sich im besten Fall auf das Wesentliche für die zukünftige Tätigkeit.

Letztlich soll im Lebenslauf nur stehen, was wirklich mit dem neuen Job zusammenhängt, damit der Personaler sich schnell ein Bild von seinem potenziellen Mitarbeiter machen kann. Sogar Nebentätigkeiten müssen nur dann erwähnt werden, wenn sie in einem direkten Zusammenhang zu der neuen Aufgabe stehen, anderenfalls spart man sich die Nachfragen eines Personalchefs besser.

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