Die Gruppendiskussion: Ein wichtiges Element im Assessment Center


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Was ist eine Gruppendiskussion?

Gruppendiskussion ist eine Herausforderung für alle Teilnehmer

Eine Gruppendiskussion ist eine berufliche Herausforderung für alle Teilnehmer. Für gewöhnlich nehmen daran 4 – 6 Bewerber, ein Beobachter und ein Moderator teil. Nach einer Zeitvorgabe von 15 – 45 Minuten diskutieren die Teilnehmer der Gruppendiskussion kontrovers über ein vorgegebenes Thema. Der Beobachter achtet dabei vor allem auf soziale Kompetenzen wie zum Beispiel Einfühlungsvermögen, Informationspolitik, Kooperationsfähigkeit und Überzeugungskraft und auf das Aktivitätspotenzial der Bewerber wie zum Beispiel Selbstwertgefühl, Zielstrebigkeit und Durchsetzungsvermögen. Zusätzlich wird beobachtet, ob die Bewerber systematisch denken und handeln können. Dabei kommt es vor allem darauf an, ob sie kombinieren, entscheiden, Probleme erkennen und Lösungen finden können. Als Bewerber hat man also die Chance, zu zeigen, was man kann.

Wozu dient eine Gruppendiskussion?

Eine Gruppendiskussion dient dem zukünftigen Arbeitgeber in erster Linie dazu, einen besseren Eindruck von den Fähigkeiten seiner Bewerber zu bekommen. Den Bewerbern wiederum bietet sich die Chance, zu zeigen, wie gut sie im Vergleich mit den anderen Bewerbern abschneiden. An einer Gruppendiskussion teilzunehmen bedeutet also auch, einen Konkurrenzkampf zu führen. Das ist eine spannende Erfahrung, die hilft, sich weiterzuentwickeln. Der Beobachter macht sich während der Gruppendiskussion ein umfangreiches Bild davon, ob die geforderten Fähigkeiten bei den Bewerbern vorhanden sind. Eine Gruppendiskussion ermöglicht es also, Eigenschaften wie Kontaktfähigkeit, Integrationsfähigkeit, Selbstdisziplin, Zuhörfähigkeit, Rhetorik, Führungspotenzial oder doch zumindest die Motivation zur Führung bei den Bewerbern sichtbar zu machen.

Wo werden Gruppendiskussionen eingesetzt?

Gruppendiskussionen im Job- & Karrierebereich werden überwiegend im Assessment Center (assessment: eng. Bewertung, Abschätzung) durchgeführt. Hier durchlaufen Bewerber verschiedene Tests, unter anderem die Gruppendiskussion. Damit wird die Eignung der Bewerber erforscht und ausgewertet.

Gruppendiskussionen werden aber auch in der Marktforschung eingesetzt. Hier bestehen die Teilnehmer aber meist aus Konsumenten, Testern oder bestimmten Zielgruppen.

Welche Vorteile gibt es?

Ein großer Vorteil von Gruppendiskussionen im Job ist natürlich die Möglichkeit, wirklich zur Firma passende Mitarbeiter zu finden. In diesem Fall stellt die Gruppendiskussion ein hervorragendes Instrument zur Bewerberauswahl dar. Mit Gruppendiskussionen können vergleichsweise viele der geforderten Fähigkeiten am Bewerber direkt wahrgenomen werden. Daraus resultiert natürlich eine geringere “Versagerquote” der letztendlich eingestellten Bewerber. Aber auch die Bewerber haben Vorteile davon. Sie bekommen die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten zu zeigen und sich durchzusetzen.

Gibt es auch Nachteile?

Der wohl größte Nachteil von Gruppendiskussionen im Bewerberverfahren ist die Zeit und die hohen Kosten, die dafür aufgewendet werden müssen. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass Beobachterfehler auftreten können. Dazu zählen Beurteilungsverzerrungen aus den verschiedensten Gründen. Einer davon ist der
Kontakt – Effekt. Das bedeutet, dass ein Bewerber, der schon mehrfach Kontak zum Beobachter hatte, unter Umständen besser oder schlechter bewertet wird als die Übrigen, die noch keinen Kontakt zum Beobachter hatten. Ein weiterer Fehler kann in dem eigenen Anspruchsniveau des Beobachters liegen. Auch hier können Beurteilungsverzerrungen auftreten. Die Nachteiel für Bewerber sind unter anderem die verzerrten Beobachtungsmöglichkeiten. Hat man nämlich die geforderten Kompetenzen, ist aber etwas schüchtern oder wird von anderen Bewerbern überstrahlt, kann man seine Fähigkeiten nicht wirklich präsentieren.

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