Die Mittagspause – Zeit zum Abschalten


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Gesunde Ernährung in der MittagspauseArbeitspausen sind in Deutschland nach § 4 des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG) vorgeschrieben:

Danach müssen alle Arbeitnehmer, die sechs bis neun Stunden täglich arbeiten, mindestens 30 Minuten Pause machen dürfen (am Stück oder 2x 15 Minuten), um sich zwischendurch entspannen zu können. Grund dafür ist, dass entsprechend der natürlichen Leistungskurve des Menschen, nach sechs Stunden ununterbrochener Arbeit die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit rapide abnimmt. Zudem belegen arbeitsmedizinische Studien, dass die meisten Menschen vormittags am leistungsfähigsten sind, aber ab der Mittagszeit in ein „Leistungstief“ fallen, in dem dann Fehler oder auch Arbeitsunfälle besonders häufig vorkommen. Vorgebeugt werden kann dem allerdings durch eine Mittagspause, wie sie in vielen Firmen und Institutionen üblich ist. Wie sie genutzt wird, ist dabei dem Arbeitnehmer weitgehend selbst überlassen; sie sollte aber vorwiegend der Ruhe und Erholung dienen.

Mit den folgenden Tipps können Sie mehr Genuss in ihre Mittagspause bringen und sie besser nutzen, um neue Kraft für anstehende Arbeitsaufgaben am Nachmittag zu tanken:

Nehmen Sie sich genug Zeit zum Essen!

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts Innofact (2008) verzichtet rund ein Viertel aller Beschäftigten aus Stress oder Zeitmangel komplett auf eine Mahlzeit während der Mittagspause. Vor allem wer vormittags schon einen großen Berg Arbeit abgearbeitet hat, sollte sich aber unbedingt die Zeit nehmen, um zu essen und seine „Energiespeicher“ wieder aufzufüllen. Denn mit knurrendem Magen weiterzuarbeiten, erhöht das Stressempfinden eher noch. Zudem ist es wichtig, sich zum Essen ausreichend Zeit zu nehmen und dabei viel zu trinken, da erst etwa nach 20 Minuten ein Sättigungsgefühl eintritt, das signalisiert, ob auch die richtige Menge gegessen wurde.

Achten Sie auf gesunde Ernährung!

Ebenfalls nach Angaben von Innofact ernähren sich die Beschäftigten, die in der Mittagspause essen, eher ungesund: Bevorzugt werden dabei fettiges, vitamin- und ballaststoffarmes Fast Food vom Imbiss (z. B. Currywust mit Pommes, Pizza, Hamburger) sowie „Kalorienbomben“ vom Bäcker. Solche Lebensmittel helfen jedoch meist nur kurzfristig, den Energielevel hochzuhalten, weil der Körper schnell wieder nach „Nachschub“ verlangt (z. B. Heißhungerattacken). Leicht verdauliches sowie vitamin- und ballaststoffreiches Essen wie zum Beispiel Reis- und Pastagerichte, mageres Fleisch, Fisch und Geflügel ohne fettige Saucen sowie Obst, Gemüse, Salat und fettarme Milchprodukte machen dagegen nicht nur satt, sondern auch fit und aktiv: Sie sie belasten den Kreislauf weniger und enthalten wichtige Nährstoffe (z. B. Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium und Eisen, Proteine, ungehärtete Fettsäuren), die die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit erhöhen.

Sprechen Sie in der Mittagspause nicht nur über den Job!

Wer seine Mittagspause nicht allein verbringen will, verwendet sie auch gerne dazu, sich mit Kollegen auszutauschen. Die Gespräche sollten sich jedoch nicht nur auf den Job beziehen, wenn es sich vermeiden lässt. Schließlich ist die Mittagspause ja zum Abschalten gedacht und Arbeitsaufgaben und Probleme können anschließend wieder während der bezahlten Arbeitszeit besprochen werden. Ein netter, lockerer Plausch (z. B. beim gemeinsamen Mittagessen oder einem kurzen Verdauungsspaziergang an der frischen Luft) kann dagegen dazu beitragen, sich kurzzeitig zu „zerstreuen“ und die Stimmung zu heben.

Legen Sie ein kleines Nickerchen ein!

In immer mehr Büros wird die Mittagspause auch für ein kurzes Nickerchen genutzt (so genanntes „Power Napping“). Wissenschaftliche Studien wie die der Harvard-Universität Boston (2007) bestätigen, dass schon 10 bis 15 Minuten Dösen die geistige Reaktions- und Aufnahmefähigkeit steigern können. Wer sich um die Mittagszeit sehr müde fühlt, sollte sich deshalb nicht künstlich mit Kaffee wach halten, sondern sich ruhig ein paar Minuten gönnen, um sich „abzuschotten“ und im Schreibtischstuhl zurückzulehnen oder vielleicht auch auf der Iso-Matte bzw. im firmeneigenen „Ruheraum“ bequem die Füße auszustrecken. Länger als 30 Minuten sollte das Nickerchen allerdings nicht dauern, da das Gehirn sonst auf „Tiefschlaf“ umschaltet und die Müdigkeit anschließend noch stärker ist als vorher.

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2 Kommentare

  1. Steffen 10. März 2009 at 14:17 - Reply

    Seit dem ich mit dem Rauchen aufgehört habe, kann ich meine Mittagspause in Ruhe verbringen. Ich muss nicht mehr schlingen, um mir nach dem Essen in der halben Stunden noch eine Zigarette zu genemigen. Hab 5 Minuten Zeit gespart. Übrigens für alle noch Raucher. Ich schmecke jetzt mehr und hab nur knapp 4 Kilo zugenommen.

  2. Beate 18. März 2009 at 19:31 - Reply

    Eine halbe Stunde Mittagspause finde ich viel zu kurz. Ich esse recht langsam, da brauche ich allein schon eine halbe Stunde zum essen. Dann würden noch die Zeiten für den Kantinenbesuch dazu kommen. Eine ganze Stunde halte ich für ideal, zumal der Körper so die Nahrung auch noch richtig verdauen kann.

    Einen schönen Tag noch.

    Beate

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