Die optimale Bewerbung in 10 Schritten


Bewährte Tipps, immer wieder hilfreich! Mit unserer Kurzanleitung für ein optimales Ergebnis Deiner Bewerbungsmappe möchten wir Dich bei Deiner bevorstehenden Arbeit unterstützen und Punkte aufzeigen, auf die Du achten solltest. Warum? Weil ein organisierter Ablauf mit vorheriger guter Vorbereitung Dir zum einen Erleichterung bringt und zum anderen viel Zeit erspart. Mit diesem Grundgedanken bieten wir Dir nachfolgende Hilfestellung, gegliedert in zehn Punkten an:

Der erste und wichtigste Punkt:

Sammle so viele Informationen wie nur möglich über die Firma bei der Du Dich um eine Anstellung/einen Ausbildungsplatz bewerben möchtest! Liegt Dir eine Stellenausschreibung vor, setze Dich damit sorgfältig auseinander und prüfe welchen Anforderungen Du in wie weit gerecht werden kannst. Bestenfalls nimmst Du Dir dafür ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand. Darauf kannst Du erst einmal ganz ungezwungen alles das niederschreiben, was Dich für die Stelle/den Ausbildungsplatz qualifiziert. Diese Notiz wird Dir später beim Erstellen/Formulieren der einzelnen Schriftstücke (besonders dem Lebenslauf und dem Anschreiben) helfen. Anfangs festgehalten wirst Du Dich anhand der Niederschrift daran erinnern, mit welchen Vorzügen und Argumenten Du dem potentiellen Arbeitgeber von Deiner Eignung überzeugen kannst. Obwohl eine gute Vorbereitung das A und O einer erfolgreichen Bewerbung ist, wird dieser Punkt oft vernachlässigt. Schreibe nicht wild drauf los, sondern nimm Dir für diesen ersten Punkt viel Zeit, kehre in Dich, finde heraus was Dich für die zu besetzende Position geeignet macht und gehe insbesondere auf die Wünsche/Vorstellungen/Anforderungen des Arbeitgebers ein!

Punkt zwei:

Für Deine Dokumente verwendest Du einfaches, weißes, unliniertes und für den Drucker geeignetes Papier im DIN A4-Format. Bei Branchen mit höherer Gehaltsklasse kann auch auf hochwertigeres Papier zurück gegriffen werden.

Punkt drei:

Die einzelnen Dokumente einer Bewerbung sind mit dem PC zu schreiben. Wenn kein PC vorhanden ist, erfüllt auch eine qualitativ hochwertig gute Schreibmaschine ihren Zweck. Handgeschriebene Schriftstücke, wie zum Beispiel ein handgeschriebener Lebenslauf sind nur auf Wunsch/Verlangen anzufertigen!

Punkt vier:

Bevor Du nun beginnst Deine Tatstatur zu quälen, begebe Dich in die Seiteneinstellung Deines Textverarbeitungsprogramms und lege eine angemessene Rand-Einteilung fest. Orientieren kannst Du Dich dabei an den Grundlagen der Norm DIN 5008 (aus dem Jahr 2001 und der Aktualisierung/Erneuerung in 2005) und DIN 676.

Punkt fünf:

Individualität erreichst Du, wenn Du Dir selber (Deinem Schreibstil) treu bleibst. Was wir damit sagen möchten ist, ein Schreiben kann sich sehr schön anhören, wenn man über Kreativität im Satzbau verfügt, ist aber nicht immer ausschlaggebend über Erfolg oder Niederlage einer Bewerbung. Der Schreibstil sollte nicht abgedroschen oder gekünstelt wirken. Jedoch übertrieben oder mit Floskeln übersät muss die Formulierung auch nicht ausfallen. Viel wichtiger ist, dass die Sätze verständlich, kurz und aussagekräftig formuliert sind und alle wichtigen Fakten (siehe dazu noch einmal Punkt eins, denn nun kommen Deine Notizen zum Einsatz) beinhalten. Bekanntlich macht Übung den Meister (wobei auch noch kein Meister vom Himmel gefallen ist), so ist es auch mit dem eigenen Wortschatz, der sich nach und nach (verständlich) erweitert. Es kann sogar vorkommen, das zu Deinem eigenen Erstaunen ungeahnte Sätze aus Dir heraus sprudeln. Einfach ausprobieren und dran bleiben! Achte zudem auf eine übersichtliche und klare Gliederung. Stimme die einzelnen Absätze inhaltlich aufeinander ab. Insgesamt sollte sich alles flüssig und ansprechend zu lesen sein.

Punkt sechs:

Rechtschreibung und Grammatik müssen sitzen! Du denkst Dir nun prima, ein Problem weniger, denn dafür gibt es ja die vorinstallierte Rechtschreibprüfung in Deinem Textverarbeitungsprogramm. Hilfreich ist das schon, aber Vorsicht! Auch ein Genie wie Dein PC macht Fehler, die einen ganz schön auflaufen lassen können. Grammatik- und Rechtschreibfehler sind Gift für Deine Bewerbung. In der Regel bedeuten sie das AUS und die Bewerbung wird aussortiert. Lasse Deine Bewerbung deshalb immer von weiteren Personen gegen lesen/beurteilen, auch dann wenn Du der Meinung bist alles richtig gemacht zu haben!

Punkt sieben:

Wir sind nun beim Punkt angelangt wo Deine Werke ihre Vollendung finden, nämlich indem Du alle einzelnen Schriftstück in einer Mappe miteinander vereinst. Achte beim einheften auf die richtige Abfolge! Vermeide auf jeden Fall Flecken, zerknittertes Papier, Eselsohren und verschmierte Druckerschwärze. Denke erst gar nicht daran etwas durchzustreichen oder zum Radiergummi zu greifen. Bei Fehlern druckst Du das betroffene Dokument noch einmal aus. Lege viel Wert auf ordentliche Kopien und einen farblich ansprechenden Ordner (gängige Farben sind Blau, Grau, Schwarz oder ganz schlicht Weiß, Transparent).

Punkt acht:

Sympathie vermittelst Du mit einem professionellen Bewerbungsfoto. Eine Journalistenregel besagt „Bild schlägt Text“. So ist es in der Tat. Der erste und wichtigste Blickfang in Deiner Bewerbungsmappe ist das Foto. Es hinterlässt beim Betrachter einen Eindruck, welcher recht unterschiedlich ausfallen kann, je nach dem wie Du Dich auf dem Bild gibst, wie Deine Mimik ist, was Du trägst. Ist der Arbeitgeber von der Person die ihm freundlich, sympathisch entgegen lächelt positiv angetan, wird er sich mit diesem Eindruck im Hinterkopf Deinen Unterlagen widmen. Beachte! Das Bewerbungsbild macht fünfzig Prozent einer Bewerbung aus und sollte deshalb sorgfältig/professionell erstellt und ausgewählt werden.

Punkt neun:

Hat alles seine Richtigkeit steckst Du die Mappe, mit dem darauf liegenden Anschreiben in einen passenden und ausreichend frankierten Briefumschlag. Da das Anschreiben immer schnell griffbereit sein sollte, ist es auf der Mappe drauf am besten aufgehoben. Als Anlage genügt daher der Verweis auf die Bewerbungsmappe.

Punkt zehn:

Als letzten Punkt möchten wir Dir nahe legen keinen Termin zum Vorstellungsgespräch zu erbetteln. Auch wenn Du aufgeregt sein solltest, warte ungefähr ein bis zwei Wochen ab. Immer noch keine Reaktion? Dann könntest Du die Firma telefonisch kontaktieren oder einfach persönlich vorbei schauen und nach dem Stand der Dinge fragen.

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Bisher gibt es 3 Kommentare. »

  1. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Hofa Garmisch und Sandra Ruppert, workpool.jobs erwähnt. workpool.jobs sagte: Bewerber: Die optimale Bewerbung in 10 Schritten http://ow.ly/DHa7 (via @arbeitsabc) [...]

  2. Eine optimale Bewerbung im 21. Jahrhundert wäre wohl eine E-Mail-Bewerbung gewesen… Sicher gibt es noch einige Firmen, die eine Postbewerbung wünschen, aber die Bewerbung per E-Mail ist längst etabliert und sollte daher definitiv mit erwähnt werden. Allerdings müsste man dann die Liste um ein paar Punkte ergänzen beziehungsweise die einzelnen Punkte überarbeiten.

    Und noch eine Anmerkung: Der Hinweis jemanden Korrektur lesen zu lassen, um Rechtschreibfehler zu vermeiden, ist natürlich absolut wichtig und richtig. Aber ich denke nicht, dass jemand sofort aussortiert wird nur wegen der Rechtschreibfehler. Ich würde mal behaupten, dass 80% der Bewerbungen mindestens einen Fehler haben. (Und selbst bei diesem Blogbeitrag sind mir eins, zwei Kommafehler aufgefallen – deshalb ist der Artikel ja auch nicht gleich schlecht ;-) )

  3. Hallo Daniela,

    vielen Dank für dein Kommentar!

    Recht hast du, E-Mail Bewerbungen sind sehr gefragt. Dennoch gibt es genügend Unternehmen, die die schriftliche Bewerbung bevorzugen. Deshalb ist es grundsätzlich wichtig, wenn`s nicht eindeutig aus dem Stellengebot hervorgeht, zu klären, auf welchem Weg die Bewerbung erfolgen soll. Abgesehen davon, sind die hier dargestellten Punkte, bis auf zwei, sieben und neun, auch bei der E-Mail Bewerbung zu beherzigen. So oder so, ist es immer gut, ein schriftliches Exemplar griffbereit zu haben. Denn es kann sein, das der Arbeitgeber zusätzlich noch eins anfordert. Spätestens aber zum Vorstellungsgespräch ist die Bewerbung mitzunehmen.

    Zur Rechtschreibung, ok, wegen eins, zwei fehlenden oder falsch gesetzten Kommas wird man vielleicht nicht gleich aussortiert (wobei man schon aufpassen sollte, da ein Komma die Bedeutung/Verständlichkeit eines Satzes beeinflusst). Wenn dann noch die Rechtschreibung nicht stimmt, kann es schon eng werden. Hat sich doch ein kleiner Fehler eingeschlichen, ist das sicher kein Beinbruch. Ich würde es aber nicht drauf ankommen lassen. Lieber einmal mehr drüber schauen, zumal das ja nun wirklich keinen Aufwand bedeutet.

    LG Sandra

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