Er lauert im Büro – Der Mausarm oder auch RSI-Syndrom genannt

Der Mausarm oder auch RSI-Syndrom genanntDie Krankheit trifft besonders Menschen, die beruflich fast ausschließlich am Computer arbeiten.

Ist man dann noch in der Freizeit häufig im Internet unterwegs oder vertreibt sich die Zeit mit Computerspielen und garniert das Ganze mit wenig Bewegung, kann die Diagnose schnell lauten: Mausarm. Ob Modekrankheit oder nicht, ob psychisch bedingt oder durch einseitige Belastung ist dabei ganz unerheblich. Die Folgen sind gravierend, der Arm schmerzt dauerhaft. Schlimmstenfalls muss man sogar eine Umschulung ins Auge fassen, doch sowohl die Versicherungen als auch die Behörden sind wenig geneigt, die Krankheit als Berufskrankheit anzuerkennen und entsprechende Versicherungsleistungen oder Umschulungsmaßnahmen zu zahlen.

Der Mausarm lauert im Büro

Der Mausarm – auch RSI-Syndrom oder Sekretärinnenkrankheit genannt – ist als Krankheit medizinisch anerkannt. Er entsteht durch Verkrampfung und Überlastung, die zu einer Entzündung des Unterarms und der Muskulatur führen. Meist äußert sich der Mausarm in Beschwerden am rechten Arm, der in der Regel die Maus bedient. Anfangs ist es nur ein Kribbeln im Arm und Sensibilitätsstörungen, mit Taubheit oder einem diffusen Schmerz, doch ein stechender Schmerz im Handgelenk, der sich bis in den Oberarm und die Schultern zieht deutet oft darauf hin, dass die Krankheit chronisch werden könnte. Nachts verschwinden die Beschwerden häufig, denn dann wird der Arm nicht belastet.

Bis die Ursache der Schmerzen herausgefunden ist, kann eine Zeit ins Land gehen. Deshalb ist es nicht selten, dass die Krankheit zuerst falsch behandelt wird: Halskrausen, rheumatische Schmerzmittel und Massagen können dafür sorgen, dass die Beschwerden sogar noch schlimmer werden. Es ist wichtig, dass das Krankheitsbild “Mausarm” erkannt und medizinisch korrekt behandelt wird, bevor sich die Schmerzen verschlimmern und die Krankheit am Ende tatsächlich chronisch wird.

Vorbeugende Maßnahmen sind wichtig

Gel-Mauspad mit HandauflageSind die Beschwerden durch den Mausarm erst einmal da, hilft meist nur noch, die beanspruchte Muskulatur eine Weile zu schonen. Das kann besonders bei Bürotätigkeiten schwierig werden, dreht sich hier doch fast alles um die Arbeit am Computer. Die Muskeln brauchen aber einige Zeit, bis sie wieder entspannt sind, und wochenlanges Krankschreiben wird sowohl für den Arbeitgeber als auch für den Arbeitnehmer schnell zum Problem. Letztlich gilt es deshalb, auf vorbeugende Maßnahmen abzustellen, die die beanspruchte Muskulatur wieder zur Ruhe bringen.

Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist die Basis für entspanntes Arbeiten, was auch die Armmuskulatur unterstützt. Auch Gel-Mauspads mit Handauflagen können helfen, die verkrampften Muskeln zu entspannen. Entzündungshemmende Salben wirken lokal und helfen, die Entzündung zu beseitigen. Besonders wichtig ist es aber, die beanspruchte Muskulatur zu stärken. Hier greifen sportliche Übungen, mit der Arme und Schultern aufgebaut und gleichzeitig entspannt werden.

Die Sache mit der Berufsunfähigkeit

Ein Mausarm ist medizinisch als Krankheit anerkannt. Die Ursachen können nicht nur in einer Beanspruchung der Muskulatur liegen, sondern auch psychischer Natur sein. Druck, Stress und Ärger am Arbeitsplatz können ebenso Gründe für das Krankheitsbild sein. Doch unabhängig von den Ursachen ist die Frage der Berufsunfähigkeit zu klären, wenn die Krankheit chronisch wird, so dass man eine Arbeit am Computer nicht mehr ausführen kann. Und genau hier beginnen in der Regel große Probleme.

Denn in Deutschland ist der Mausarm als Ursache einer Berufsunfähigkeit nicht anerkannt. Auch eine nötige Umschulung wird von den zuständigen Behörden häufig nicht akzeptiert. Für die Betroffenen ist das besonders bitter: Sie können in ihrem ursprünglichen Beruf nicht mehr arbeiten, erhalten aber keinerlei Unterstützung in Form von Umschulungsmaßnahmen oder Berufsunfähigkeitsrenten. Mit der Lösung der Problematik sind sie folglich auch finanziell auf sich allein gestellt.

2 Kommentare

  1. Das Problem hatte ich monatelang auch.

    Mein Tipp:

    Ich habe mir dann eine Maus gekauft, mit der ich auch mit der linken Hand gut zurechtkomme. So kann ich meiner rechten Hand mal ab und zu eine Pause gönnen. Das hilft ungemein.

  2. Ein ergonomischer Arbeitsplatz ist das A und O. Hier ein kleiner Tip von uns als Hersteller von Massage Pads:

    Wem Gel-Mauspads zu wabbelig sind oder wer auf seiner Handgelenkauflage schwitzt, sollte sich nach einer Auflage mit Massagefüllung umsehen. Es gibt einige Anbieter mit der nützlichen Füllung. Ihre Handgelenke werden es ihnen danken … Alles Gute, Ihr wristee.com -Team

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