Form des tabellarischen Lebenslauf
Tabellarischer Lebenslauf – Äußere Form
Hinsichtlich der äußeren Form eines Lebenslaufes werden unterschiedliche Ansichten zum Teil sehr vehement vertreten. Dabei kommt es weniger darauf an, ob beim Lebenslauf z. B. die Zeiten rechts oder links auf dem Blatt stehen, die Tätigkeiten in Stichworten oder als Aufzählung formuliert werden oder ob das Bewerbungsfoto Bestandteil des Lebenslaufes sein soll. Wichtig ist eine vollständige, übersichtliche und Harmonische Darstellung des eigenen Werdegangs, damit der Leser schnell findet, was er sucht.
Um sich den geschilderten schnellen Überblick zu verschaffen, raten Fachleute dazu, die letzte Tätigkeit als erstes zu nennen und den Lebenslauf umgekehrt chronologisch aufzubauen. Begründet wird diese Form damit, dass die letzte oder derzeitige Position von Interesse ist und nicht so sehr, was der Bewerber in der Vergangenheit gemacht hat.
Wir von Arbeits-abc.de meinen, dass ein solcher Aufbau dann sinnvoll ist, wenn man sich aus einer Arbeitsstelle heraus bewirbt und eine gewisse Karriere aufweisen kann.
Was aber, wenn sich jemand aus der Arbeitslosigkeit heraus bewirbt oder gerade Schule oder Studium abgeschlossen hat? Mit dem Prädikat “Arbeit suchend” möchte man sich ja nicht gerade an erster Stelle präsentieren.
Wählen Sie in diesem Fall die chronologische Form eines tabellarischen Lebenslaufes, d. h., listen Sie Ihren Werdegang in seiner zeitlichen Abfolge auf.
Soll die eigene Weiterbildung, der in der heutigen Zeit ein beachtlicher Stellenwert beigemessen wird, im Lebenslauf besonders hervorgehoben werden? Das können Sie machen. Aber: achten Sie auf den Umfang der Verhältnismäßigkeit zwischen beruflichen Tätigkeiten und beruflicher Fortbildung. Der Autor dieses Beitrages kennt aus seiner beruflichen Erfahrung genügend Menschen, die in relativ jungen Jahren gezwungen waren, eine Umschulung zu absolvieren. Ihnen fehlte häufig zwangsläufig sowohl in ihrem alten als auch in ihrem neuen Beruf die Erfahrung. Sie konnten z. T. keine sehr langen Verweilzeiten in einem Unternehmen vorweisen. Eine Untergliederung des Lebenslaufes in berufliche Erfahrungen und Fortbildung führte also dazu, dass diese Bereiche schon von der Optik her wenig proportional waren und dem Leser suggerierten, der Bewerber habe sich von Bildungsmaßnahme zu Bildungsmaßnahme geschleppt, aber kaum “gearbeitet”!
Lassen Sie in so einem Fall Ihre beruflichen Fortbildungen Bestandteil des chronologisch aufgebauten, tabellarischen Lebenslaufes werden.Worauf kommt es bei einem Lebenslauf noch an?
weiter: Vermeidung von Lücken
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