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#1
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| Hallo liebe abcler, Wir sind nach einer google suche auf dieses Forum gestoßen und erhoffen uns Hilfe, wissen aber auch nicht ob wir hier richtig sind. Wir sind 2 Personen und haben jeweils im eigenen Elternhaus Probleme die uns sehr bewegen. Wir fühlen uns sozial eingeschränkt und denken darüber nach ob es uns in einer eigenen gemeinsamen Wohnung besser gehen würde. Wir wollen diesen Schritt, obwohl wir uns sicher sind zuhause ausziehen zu wollen, jedoch nicht überstürzen. Vorallem aus finanziellen bedenken. Person 1: 19 Jahre, Abiturient, ledig. Nach dem sitzenbleiben in der 9. Klasse ist das Jugendamt auf mich und meine Eltern aufmerksam geworden, sodass ich dann in einem Internat aufgrund von den "umständen" meinen Realabschluss 10. Klasse antreten musste. Danach bin ich jedoch wieder nach hause gekommen da betreuer zuversichtlich waren und ich einstimmte. Meine Familie, also mein Bruder, meine Mutter, sowie auch besonders mein Vater leiden/litten an Behinderungen bzw. gesundheitlichen einschränkungen. Mein verhältniss dazu war auch als Kind schon immer sehr anteilslos. Meine Mutter und mein Bruder sind arbeitsunfähig (haben das auch schriftlich) und können wenn es hochkommt bestenfalls für sich selber sorgen. Aufgrund dessen, haben sich meine Eltern mit all ihrem Geld (so auch etwas von meinem) ein Haus dazu gekauft sodas wir jetzt 2 nebeneinanderstehende Häuser besitzen. Besitzen kann man jedoch wegen des laufenden Kredites noch mehrere Jahrzehnte lang nicht sagen. Jetzt wo der vorhersehbare Fall eingetroffen ist das mein Vater verstarb ist der Kredit anscheinend nicht mehr zu bezahlen auch wenn meine Mutter auf biegen und brechen an dem Haus festhällt. Nach dem Tod meines Vaters an Krebs geht es zuhause nun drunter und drüber weil der rest der Familie, und mehr ist es leider nicht, nicht mehr zurechtkommt. Meine Mutter ist in meinen Augen nicht mehr zurechnungsfähig. Erst heute hat sie 1200 Euro für das Legen von Laminat ausgegeben. Eigentlich wollten die entfernten verwanten das umsonst machen als gefallen. Man sollte erwähnen das sie anfangs überhaupt kein laminat haben wollte!!! Das Laminat selber kostete natürlich wie das durchfüttern der Verwandten über eine Woche nochmal extra. Sie leistet sich öfter dinge....die sie sich beim besten willen eigentlich nicht leisten kann! Da ich miterbe bin und mich anfangs selbst habe breitschlagen lassen geht es nun mehr auch darum das ich selber nachher nicht in roten Zahlen ende. Wir haben bereits einen Sozialhelfer, oder wie sein Beruf sich auch nennt. Er hilft uns bei unseren Ausgaben und versucht eine art Plan zu machen, jedoch hat mein Vater ein solches Chaos hinterlassen das selbst er seit Monaten nicht durchsteigt und meine Mutter verschweigt ihm meines wissens auch das meiste. Ich bekomme momentan knapp 180 € Halbweisenrente sowie monatlich 212 € Bafög aufs Konto. Mein Vorschlag meine Mutter unter die Arme zu greifen um den Kredit abzubezahlen lehnte sie ab. "Sie würde sich schon an mich wenden wenn sie kein Geld mehr hätte". Bitte wie? Das Kindergeld in höhe von 164 € behällt sie sich momentan vor. Meine "einnahmen" liegen demnach bei 556 € Ich will von Zuhause raus, das Kapital des Erbes sowie den Kredit auf meine Mutter überschreiben und in eine Eigene Wohnung ziehen. Leider habe ich nur ein begrenztes Startkapital von 1-2 Tausend Euro. Mehr Sorgen machen mir da aber die unsicheren einkünfte, weil das Bafög sowie das Kindergeld an eine Schulische ausbildung gebunden sind. Allein von halbweisenrente kann ich eben auch keine Wohnung bezahlen. In aussicht habe ich im normalfall sonst noch 2 Jahre Schule bis zum Abitur. Für die überlegung das ich mit Person zwei zusammen in eine wohnung ziehe, was habe ich für Finanzierungsmöglichkten? Person 2 17(18 im April) Abiturientin,ledig Schon als Ich jünger war, ca 13 oder 14 bot mein Vater mir an Auszuziehen, er würde mich hinfahren und nichts mehr von mir hören wollen. Ich darf mir anhören wie assozial ich bin und wenn ich auch nur den kleinsten Fehler mache werde ich dafür runtergemacht. Schon in der Grundschule nannte er mich Schlampe und zur Kindergartenzeit wurde ich öfter geschlagen. Auch in der jungen Vergangenheit habe ich mitbekommen wie meine Geschwister geschlagen wurden. An die letzte Situation kann ich mich noch erinnern, mein Vater hatte etwas dagegen das mein kleiner Bruder sich die Haare mit Gel herrichtet, dazu hatte er eine Anmerkung auf das Rauchverhalten meines Vaters gemacht woraufhin er eine kassiert hat. Gerade ich weiß zwischen geschlagen werden und geohrfeigt zu werden zu unterscheiden. Ich komme in erster Linie nicht mit meinem Vater zurecht und finde auch bei meinen Geschwistern und auch bei meiner Mutter keinen halt, weil sie ebenso unterdrückt werden. Mein Vater drohte auch damit sich selbst umzubringen und ich habe bis heute Angst davor das er ausrastet. Das schlimmste jedoch ist, das wir in der Öffentlichkeit wirken wie eine ganz normale Familie. Im Urlaub wurden wir sogar von anderen gelobt wie nett der umgamg mit einander ist und was für eine Tolle Familie wir wären. Wenn eine Freundin von mir kommt tut er immer "pissnett" und auch meine Mutter möchte mich besänftigen das mein Vater es nicht so meint und ähnliches. Doch was soll ich nachhinein damit anfangen? Ein Weiterer Punkt ist und darum ist mir die Anonymität auch wichtig, dass mein Vater meine Mutter in der eigenen Praxis arbeiten lässt, sie Steuermäßig jedoch als Hausfrau angibt. Sie verdient daher kein Geld, hat kein eigenes Vermögen und kann nicht mal einkaufen gehen ohne sich auf eine Diskussion einzulassen. Meine Mutter hat mir einmal erzählt das sie wenn sie in der Stadt wäre, nichteinmal vernünftig nach hause käme, weil sie absolut kein Geld hätte und nicht einmal zuhause an welches käme um einen Taxifahrer im nachhinein zu bezahlen. Die Sorge ist auch, das wenn wir auffliegen würden trotzdem an ihn gebunden wären, weil er alles Geld besitzt und wir vollkommen von ihm abhängig sind. Wir würden alle auf der Straße sitzen. Das Bafög das auf mein Konto gezahlt wird, soll ich meinem Vater auszahlen. Er will die hälfte davon und lässt sie sich bar geben. Vom Kindergeld sehe ich nichts. Von dem halben bafög, rund 100 Euro, soll ich allerdings selbstständig Klamotten, Fahrkarten, Schulreisen und wenn wir in Urlaub fahren sogar 300 Euro fahrtgeld bezahlen!? Ich habe also keine Möglichkeit mich in Vereinen anzumelden oder mir hobbys anzueignen die ich möchte, weil mir diese Freiheit nicht gelassen wird. Keine Selbstverwirklichung. Die meiste Zeit verbringe ich bei meinem Freund, über den ihr oben schon mehr gelesen habt. In den Ferien versuche ich von zuhause weg zu kommen und bleibe dann längere Zeit bei meinem Freund wo man mich auch eher behandelt als wenn ich dort wohnen würde und nicht so als wäre ich ein Gast. Mein Freund bezahlt vieles, so wie ich natürlich auch dusche und alles in anspruch nehme was man eben benutzt wenn man mehrere Tage bei jemandem verbleibt. Ich habe nicht einmal genug Geld dafür die gemeinsamen Ausgaben mit ihm zur hälfte zurückzugeben Obwohl wir sehr sparsam und bedacht handeln und die dritte Person im Haushalt damit noch gar nicht abgerechnet wäre. Wenn ich zwischendurch wieder nach hause soll finde ich mein Zimmer als Abstellkammer wieder, mit Dingen die weder mir gehören, noch das ich damit etwas zu tun hätte. Ich darf dann erst wieder weg wenn mein Zimmer aufgeräumt ist und finde mich wieder in dem Haushalt wieder den ich oben schon beschrieben habe. Manchmal bin ich auch nur einen einzigen Tag weg und finde mich in einer Müllhalde wieder. Im allgemeinen ist die Lebensvorstellung meines Vaters für mich nicht vertretbar. Ich besitze ohne sein wissen ein Handy und sollte am besten im rock einen auf braves Mädchen machen. Meine Sachen werden durchwühlt, er sieht nicht ein das ich zu meinem Freund möchte und versucht mich so gut es geht von ihm abzuhalten. Mein Freund durfte nicht einmal als er mich nach hause gebracht hatte auf die Toilette gehen, er solle das Haus von ihm nicht betreten. Wenn mein Freund mich nun begleitet sorgen wir dafür das mein Vater gar nicht mitbekommt das mein Freund mich gebracht hat, weil dies nur unnötig stress geben würde. Mein Problem liegt wahrscheinlich auch im verständniss, weil viele Leute Probleme mit ihren Eltern haben, wobei es bei mir eine recht krasse Variante ist. Ich bekomme Momentan 212 € bafög und Kindergeld, wobei ich mir im Kindergeld nicht mal sicher sein kann als welches Kind ich überhaupt gerechnet bin. Gibt es eine aussicht irgendwie aus meinen Elternhaus auszuziehen? Kann ich irgendwo Hilfe bekommen, Finanzielle, oder wegen meinem Vater? Was könnte ich für eine Unterstützung bekommen? Und ist mein Vater überhaupt berechtigt über mein Bafög zu verfügen?? -------------------- Unser gemeinsames Ziel liegt darin von zuhause wegzukommen, wir verstehen uns ganz gut und würden wohl auch ohne die sozialen Probleme zusammenziehen wollen, jedoch wissen wir uns finanziell nicht auszuhelfen. Vielleicht wäre es besser zu warten bis wir beide über 18 sind was im April der Fall wäre. Wenn es vorteilhaft wäre würden wir aber auch schon vorher in eine eigene Wohnung ziehen. Wir erhoffen das uns Jemand tipps geben kann, oder jemand klipp und klar sagt das unser vorhaben nur sehr schwer durchzuführen ist. Wir suchen Kontaktstellen und beratungen zu unseren Problemen und vorstellungen. Wenn wir etwas ausschlaggebenes vergessen haben werden wir versuchen noch darüber zu schreiben, oder wenn fragen auftreten. Wir wissen das das hier eine Menge text ist und vielleicht trotzdem schlecht zu beurteilen, erhoffen uns aber trotzdem das sich jemand unserer annimmt und versucht uns zu helfen. Eisblume |
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#2
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| Kurz und bündig: Zunächst seid ihr bis 25 euren Eltern ausgeliefert, weil ihr euch selber noch nicht ernähren könnt und das SGB II vorsieht, dass Eltern bis 25 in der Pflicht sind. Es gibt aber wie immer Ausnahmeregelungen: § 22 SGB II, Absatz 2a: Zitat:
Die schwerwiegenden sozialen Gründe werden streng geprüft, dazu müsst ihr das Problem der Arge/Jobcenter vortragen, auch das Jugendamt wäre (noch) zuständig. Sofern elterliches Vermögen/Einkommen verwertbar ist, sitzen die Eltern dabei natürlich mit im Boot. Einfach wird die Sache nicht ...
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Hallo und entschuldigung das ich mich nicht meldete. Das meine Eltern, in meinem Fall nur noch meine mutter, mich nicht unterhalten kann liegt auf der Hand. Zudem waren meine eltern vor 2 Jahren so intelligent einen Bausparvertrag im bafögamt nicht anzugeben. Wenn es läuft wie es gerade läuft darf ich von meinem nicht mehr vorhanden geld (das meine Eltern mir ja von meinem Konto beim hauskauf abbuchten) noch den vollen Bafögsatz von 2 Jahren zurückzahlen. - Dann bekomme ich also, kein neues bafög mehr, weil ich erbe eines hauses bin zu 1/4. - Habe deshalb ein viertel des horrenden kredites abzubezahlen. - Und darf mir nun noch eigene Schulden anlasten, da der Bafög antrag ja auf meinem Namen läuft. In so fern es eben auch eine Bewusste falschangabe meiner Eltern war, darf ich evtl sogar noch mit einem bußgeld rechnen ? Vieleicht kann mir da jemand helfen?Nun das mit der eigenen Wohnung hat sich somit dann erledigt. Momentan wollen wir beide zusammenziehen, aber nun mehr in der Wohnung bei meiner mutter. Wie ich diese Schulden abbezahlen soll, ist mir fremd. Man sagte mir ich sollte meine Situation mal dem Bafögamt mitteilen. Meint ihr das bringt irgendwas ? Erstmal den Bausparvertrag auf meinem Namen laufen zu lassen um steuern zu sparen, um mir dann das Geld wieder wegzunehmen, mich bafög beantragen zu lassen um dann davon auch was zu nehmen um mich dann alles irgendwann wieder zurückzahlen zu lassen ? Man kann sich vorstellen das ich mich recht verarscht fühle oder?! |
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#4
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| Ich denke, die einzig richtige Vorgehensweise wäre, juristischen Rat eines Rechtsanwaltes für Sozialrecht einzuholen, der eure Unterlagen sichtet und ordnet und feststellt, wie das Haus zu halten und zu finanzieren ist. Dann sind sicherlich auch Verhandlungen mit der finanzierenden Bank fällig. Wenn du in dem elterlichen Haus wohnst, stellt es gegenüber der Arge/Jobcenter "Schonvermögen" dar, solltest du ALG II beantragen müssen. Wenn du mit deinem Freund zusammenziehst, bildet ihr bei ALG II spätestens nach einem Jahr eine sogenannte Einstehungsgemeinschaft nach § 7 SGB II, das bedeutet sinngemäss, wer verdient, zahlt. Zum Thema Bafög wird sicherlich noch ein anderer User antworten. Eure Probleme sind so tiefgreifend, dass ihr ohne professionelle Hilfe nicht weit kommt. Achtung! Rechtsanwälte kosten Geld, bitte immer zuerst fragen, was deren Hilfe und Beratung kostet.
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