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#1
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| Hallo, ja wie soll ich anfangen?! Also, ich habe eine 15 Jährige Tochter, die seit ein paar jahren immer mal wieder austickt... ständig verursacht sie ärger zu hause, sie schwänzt schule,kommt einfach nach der schule, wenn sie dann mal da ist, nicht nach hause... meint sie brauch trotz ihrer 6 in mathe nix tun usw. einen schulwechsel hat sie aufgrund ihres verhaltens schon hinter sich! ich bin seit 2005 mit ihr in psychischer behandlung, sie war schon in der KJP für drei monate...vor kurzem hat sie aufgrund ihres enormen übergewichts ne kur gemacht, wo man dann auch mehr am verhalten arbeitete als am gewicht! ich/wir kämpfe/n und mache/n alles was mir/uns möglich ist, aber auch das alles lässt sie kalt... sie belügt uns nach strich und faden, man kann ihr einfach gar nichts mehr glauben!!! wir haben ihr tausend chancen gegeben,aber sie nutzt uns nur aus! ich muss dazu sagen das ich mit ihrem vater schon seitdem sie ein halbes jahr alt ist, nicht mehr zusammen bin...sie ist mit meinem jetztigen lebensgefährten aufgewachsen, den sie eigentlich immer als ihren vater akzeptierte! nun ist es vorgestern eskaliert, sie hat wiedermal insgesamt sechs tage schule geschwänzt, und lügt uns noch an! mein lebensgefährte hat ihr das handy und ihren fernseher weggenommen und ihr gesagt, das sie hier nichts mehr zu erwarten hat, weil er einfach die nase voll hat(ich im übrigen auch)sie macht einfach was sie will,sie hält sich absolut nicht an regeln,weil sie das nicht einsieht!!!warum auch?!sie glaubt wirklich das sie uns auf der nase rumtanzen kann!jetzt haben wir ihr gesagt,sie kann in ihrem zimmer bleiben und rufen,wenn sie was möchte...wir wollen sie auf keinen fall mehr im wohnzimmer sehen... nun möchte sie, weil sie hier nichts merh zu lachen hat, zum jugendamt gehen! hat sie da überhaupt ne möglichkeit untergebracht zu werden?! denn wir sind auf jeden fall fertig! meine nerven sind runter, ich kann nicht mehr! Geändert von nontestatum (18.09.2010 um 10:41 Uhr) |
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#2
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| Deine Tochter kann zum Jugendamt gehen und um Heimunterbringung bitten. Genauso können auch Eltern ihre Kinder in staatliche Obhut geben. Eines ist aber klar: ist das Jugendamt involviert, wird man die nicht mehr so schnell los. Sollte deine Tochter wirklich "enorm übergewichtig" sein, also eine ausgewachsene Adipositas vorliegen, wäre ein Heimaufenthalt vermutlich gar keine so schlechte Idee, besser auf jeden Fall als eine gelegentliche Reha.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Zitat:
Hat sich vielleicht mal jemand Gedanken darüber gemacht, das vielleicht masives Mobbing das Schule schwänzen begünstigen und wie hat sich die Kur auf das Mädchen ausgewirkt und wieso darf ein Kind in Momenten in denen es die Eltern am meisten braucht nicht mehr ins Wohnzimmer und muss vereinsamen? Ich denke auch, dass hier Konsequenz und vielleicht auch die Unterbringung in einer Jugendgruppe notwendig ist, aber trennen wir das doch bitte von der Adipositas! |
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#4
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| @ Teeblatt Wenn das Mädchen ADIPÖS ist, dann wird man das Problem nicht in kurzer Zeit lösen, sondern man braucht eine lange Zeitspanne. Heimaufenthalt bedeutet: Nahrungsaufnahme unter kontrollierten Bedingungen und unter Aufsicht von ausgebildetem Heimpersonal. Man hätte damit die Chance, das Übergewicht innerhalb von drei bis vier Jahren abzubauen und zu normalisieren. Im Umfeld des Elternhauses halte ich das für nicht machbar. Dann hat das Mädchen ein gravierendes soziales Defizit, an dem sich offenbar bereits Fachleute die Zähne ausgebissen haben. Auch hier ist mit Abhilfe im Umfeld des Elternhauses ganz offensichtlich nichts zu bewirken. Man kann trefflich Überlegungen darüber anstellen, was Ursache und was Wirkung ist. Das Ergebnis einer solchen Analyse ist aber für das Mädchen wenig hilfreich, egal, wie das Ergebnis aussieht. Massgeblich ist nur: Ist das Mädchen fett, ist sie sozial geächtet, isoliert und erledigt, auch mit Folgen für die spätere Ausbildungssuche und für ihr weiteres Leben. Können aber die Probleme während eines Heimaufenthaltes gelöst werden, Gewichtsabbau, Charakterformung und vielleicht sogar ein Schulabschluss und eine Berufsausbildung, dann hätte sich der Heimaufenthalt sehr gelohnt. Und wenn die räumliche Trennung von den Eltern zu einer Verbesserung der Kind-Eltern-Beziehung führt, wäre allein dies bereits Erfolg genug.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#5
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| Zitat:
Ein Heimaufenthalt ist vielleicht notwendig,weil das Kind psychische Probleme hat und vermutlich ist das hohe Gewicht die Folge und nicht die Ursache davon (kann die soziale Isolation aber begünstigen). Mal ganz abgesehen davon, dass ich hier noch nichts davon gelesen habe, ob denn durch Untersuchungen ausgeschlossen wurde, dass das Übergewicht körperliche Ursachen hat. Im Übrigen kann hohes Gewicht auch der Grund sein warum man massiv von seiner nahen Umwelt gemobbt wird. Damit meine ich konkret die Familie und nicht den Bekanntenkreis. Aus eigener leidvoller Erfahrung kann ich nur sagen, dass meine Familie mich mehr beleidigt hat als andere, mich mit wenig Kalorien oder Nulldiäten im Kindesalter körperlich und psychisch mißhandelt hat und in Ärzten und Erziehern willige Helfershelfer fand, die alle der Meinungwaren, dass Übergewicht per se das Schlimmste ist, was ein Mädchen haben kann. Teilweise wurde mir sogar ein Recht auf Leben abgesprochen und ich bin da nicht die einzige. Erst als Erwachsene habe ich Ärzte und Ernährungsberater getroffen, die vernünftig mit dem Problem Adipositas umgehen können. Also nochmal, ich sehe das Übergewichtsproblem auch, aber ich plädiere dafür es nicht in den Vordergrund zu schieben, da oft genug von dummen Menschen das Gewicht als Grund vorgeschoben wird, dass man kein gutes Leben haben kann und die tatsächlichen Ursachen werden nicht untersucht. So als würden mit den Kilos auch alleProbleme, wie mangelndes Selbstvertrauen, der Selbsthass, und die mangelnde Liebe von allein verschwinden. Vermutlich nicht, aber wie gesagt, das ist nicht das Hauptproblem. und noch zum Abschluss, fett ist nicht das richtige Adjektiv, das richtige Adjektiv ist dick, oder übergewichtig und ich erwarte von einem Forum, dass jede Form von Diskriminierung gegenüber Arbeitslosen und Hartz 4 Empfängern ablehnt, sich nicht mit seiner Wortwahl für die Diskriminierung von Übergewichtigen stark macht. |
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#6
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| Zitat:
- du bekommst keine Lehrstelle - du bekommst keinen Job - und wenn man trotz allem einen Ausbildungsplatz bekommen hat oder eine Arbeit, dann muss man sich die Anerkennung erstmal verdienen, die anderen von selbst in den Schoss fällt. Und selbst dann, wenn man es endlich geschafft hat, sich seinen kleinen Microkosmos zu erobern - irgendwann kommt ein neuer Boss und das Theater beginnt neu. Oder es kommt irgendein Hübschling und zerstört in Tagen das, was du in Jahren aufgebaut hast. Dicke werden nie anerkannt, auch wenn so getan wird als ob.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#7
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| nun meine Erfahrung ist anders, aber eigentlich ist jetzt genau das passiert, was ich vermeiden wollte. Wir reden über das Gewicht. Stell dir einfach vor diese Anfrage wäre ohne die Bemerkung zum Gewicht des Mädchens gekommen, was hättest du der Familie geraten? Das was man bei einer Normalgewichtigen tun würde, das ist auch das Richtige für die Dicke. Und wegen Übergewicht kommt man nicht drei Monate in die Psychiatrie. |
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