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#1
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| Hallo liebe Leute, ich neu hier und brauche Eure Hilfe. Ich bin auf Arbeitssuche und gerade dabei meine Bewerbung zu verbessern. Ich finde es aber total schwierig meinen bunten Lebenslauf werbetechnisch aufzumotzen. Also: Ich habe 15 Jahre als Altenpflegehelferin gearbeitet und dann aufgrund eines Burn-out eine Umschulung als Kosmetikerin gemacht. Direkt nach der Ausbildung war ich 6 Monate arbeitslos und bin dann für ein Jahr ins Ausland gegangen wo ich berufsfremd gearbeitet habe (Zeugnisse vorhanden). Habe auch noch diverse Scheine von Massagekursen, Trauerbegleitung, Naturheilverfahren und anderen Kursen, die ich in den letzten Jahren belegt hatte. Jetzt bin ich fast 4 Monate wieder in der Heimat und immer noch arbeitslos. Mittlerweile bin ich soweit mich in jedem Job zu bewerben, z.B. als Kassiererin (habe das vor 20 Jahren schon mal gemacht -Zeugnis vorhanden). Doch wie formuliere ich das am besten, das es nicht nach "Letzter-Strohhalm-Mentalität" aussieht? Auch wenn es genau so ist. Habe keinerlei Berufserfahrung als Kosmetikerin ausser 2 Praktika. Kann man das schönschreiben? Zeugnis ist gut. Und wie verpacke ich das Auslandsjahr? Sollten ich die diversen Kurse gar nicht erwähnen, da sie meinen Lebenslauf unstrukturiert aussehen lassen oder sie als Zeichen meiner vielseitigen Interessen und meiner Eigeninitiative gerade betonen? Was meint Ihr und wie verkaufe ich das am besten? Könnt Ihr mir helfen? Vielen lieben Dank. Sura |
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#2
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| Willst du noch im Pflegedienst arbeiten? Da alle deine angesprochenen Kurse auf eine ganzheitliche Pflegerichtung hindeuten? Ansonsten würde ich die Kurse schon erwähnen, aber versuchen diese unter ein Gesamtthema zu fassen. Z.B. in einem Vorstellungsgespräch zu behaupten, dass du den Altenpflegerjob nach 15 Jahren körperlich/psychisch nicht mehr durchgestanden hast, aber eigentlich in diesem Bereich bleiben wolltest. Du hast dann aber eine Kosmetiker-Ausbildung gemacht zum Geldverdienen (schreibst du natürlich nicht, wenn du dich in Kosmetiker verwandten Berufen umsiehst) und weil du eine Weile der Belastung entkommen wolltest. Dann hast du dir die Arbeit mit älteren, schwerkranken Menschen wieder zugetraut und begonnen dich so weiterzubilden, dass du wieder mit älteren Menschen arbeiten kannst, aber du wolltest nicht mehr nur in die Pflege. Hier kommt dann Massage, alternative Heilkunde u.ä. ins Spiel. Ich denke dann bekommen deine Weiterbildungen eine Richtung. |
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#3
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| Anknüpfend an teeblatt: Richtig verstanden?- seit 4 Monaten nach Rückkehr aus dem Ausland arbeitslos? Bekommst du ALG I oder H4? Keinen Lebenslauf, sondern ein "Drehbuch" in deinem angenommenen Alter zu haben ist keine Schande, sondern eine Chance! ![]() Kannst mir ja mal per PN ein paar weitere Infos geben. Vielleicht kann ich dich etwas unterstützen ![]() M.l.G.! soisrecht2 |
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#4
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| @Teeblatt: nein, in der Pflege will und kann ich nicht mehr arbeiten. Gelte als berufsunfähig und habe deswegen ja die Umschulung bekommen. Dummerweise habe ich auch alle Kurse vor der Umschulung gemacht und eine zweijährige Ausbildung macht man auch nicht "nur" zum Geldverdienen, zumal im Kosmetik-Bereich die Löhne im Keller sind. Hast Du vielleicht ein paar Formulierungshülsen für mich? Besonders für das Auslandsjahr? @soisrecht2: Jupp, während der Umschulung in Hartz IV gerutscht und nach meiner Rückkehr dringeblieben. Mir geht das SOOO auf den Keks... Sura |
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#5
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| Wenn du alle Kurse vor der Umschulung gemacht hast, ist das alles ja noch viel einfacher als ich angenommen habe. Also deine Begründung im Vorstellungsgespräch ist folgende: Du hast natürlich deinen Beruf aus Berufung gewählt und als du gemerkt hast, dass du nicht mehr in der Lage warst den Beruf weiter auszuüben, hast du natürlich erst berufsnahe Weiterbildungsmöglichkeiten gesucht. Dabei hast du (z.B. über den Massagekurs) gemerkt, dass du dir auch einen Berufswechsel vorstellen kannst und Kosmetikerin gelernt. Jetzt kommt es für "Hülsen" natürlich darauf an, auf was für Stellen du dich bewerben willst. Auch wenn das jetzt vielleicht komisch rüberkommt, aber das erste was mir einfiel war Leichenkosmetikerin. Du hast sicherlich oft genug den Tod gesehen, du hast Trauerbegleitung gemacht und bist Kosmetikerin, ideale Vorraussetzungen also und gut bezahlt wird das auch.Vielleicht wäre das ja was für dich. In einer Bewerbung für Einzelhandelskauffrau u.ä. würde ich gar nicht so sehr die Einzelheiten betonen, sondern mich auf wesentliche Dinge beschränken: Erfahrung im Umgang auch mit schwieriger Klientel, Erfahrung im Bestellen und Inventur führen (Kosmetikerin), große Sorgfalt im Umgang mit Material und menschlichen Ressourcen (Altenpflegerin) und eine große Bereitschaft neues zu lernen und umzusetzen. Das langt, alles weitere erst im Vorstellungsgespräch. |
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#6
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| ... und noch mal zum Auslandsaufenthalt: Warum, Leute- warum nur halten sich viele völlig blauäugig zum Arbeiten im Ausland auf und denken nicht daran, was danach kommt? Warum denkt niemand daran, dass neben dem Geldverdienen noch Ansprüche hier in D- vor allem für den Fall der Rückkehr- erworben und nachgewiesen werden müssen! Es tut sich doch keiner selbst einen Gefallen, wenn man nur für den Augenblick lebt. (sura, mache dir per PN alles fertig, damit es bei dir weiter geht. Wo hast du im Ausland gearbeitet?) M.l.G.! soisrecht2 |
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#7
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| Hi. @Teeblatt: Leichenkosmetikerin? Hab' da vor ewigen Jahren mal drüber nachgedacht, aber da ich damals schon mit 'nem heftigen Burn-out zu tun hatte (Depressionen usw.), hab' ich das verworfen. Der Umgang mit Tod und anderem Elend fördert nicht eben die Lebensfreude... Und soweit ich weiss, ist das auch eine eigene Ausbildungsrichtung (Balsamiererin), da man halt nicht nur schminkt wie am lebenden Objekt, sondern auch alles über Konservierungstechniken (Flüssigkeitsaustausch) und "Wiederherstellungschirugie" (bei Unfallopfern usw.) wissen muss. Aber auf jeden Fall 'ne kreative Idee. ![]() Merci für all die Tipps. ![]() @soisrecht2: Verstehe Deine Kritik nicht. Statt in D auf Staatskosten mit Hartz VI rumzukrebsen, bin ich aktiv geworden. Ich hatte die Möglichkeit ein einjähriges Arbeitsvisum für Kanada zu bekommen und da dies eine einmalige Chance war, hab' ich die genutzt. Lebenserfahrung ist vielleicht kein Gut, dass sich in barer Münze auszahlt, aber bringt einen persönlich weiter. Ansonsten war ich als Au-pair 4 Monate in Spanien (ewig her) und bin 3 Monate durch Neuseeland gereist. Und welche Ansprüche meinst Du? Rente? Merci für Deine Hilfe. ![]() Sura |
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#8
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| ... zu diesem Thema mag sicher berechtigt sein, betrifft dich aber nicht in diesem Falle. Hat auch nichts mit H4 zu tun, sondern ganz einfach mit der Tatsache, dass die meisten nicht wissen, wie und wann sie einen Anspruch auf ALG I nach ihrer Rückkehr aus dem europ. Ausland haben. Übrigens nach ihrem ausl. Einkommen- und nicht nach der deutschen "üblichen Einstufung"- wie gern behauptet wird. so long soisrecht2 |
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