Schlechtes Anschreiben?
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Schlechtes Anschreiben?

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  #1  
Alt 11.01.2011, 11:42
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Standard Schlechtes Anschreiben?


Hallo Ihr Lieben!!!

Könnt Ihr bitte mein Anschreiben bewerten? Ich versuche schon seit einem Jahr einen Job zu finden, aber erfolglos.Kurz über mich: bin 30 Jahre alt, lebe in Deutschland seit 8 Jahren, habe 2009 die FH Köln absolviert mit dem Schwerpunkt BWL (externes Rechnungswesen suche Arbeit als Buchhalterin oder Mitarbeterin im Rechnungswesen und ähnliches. Leider kann ich keine praktische Berufserfahrung in Deutschland im Bereich Buchhaltung vorweisen, aber hoffe auf die Einarbeitungzeit und bin sehr fleissig!!

Also hier ist mein Anschreiben: würde mich auf jede Kritik und Änderungsvorschläge freuen!!!

Bewerbung als Sachbearbeiterin Buchhaltung in Teilzeit


Sehr geehrter Herr Mustermann,

auf der Suche nach einem lehrreichen und anspruchsvollen Arbeitsumfeld und wertvoller praktischer Erfahrung bin ich auf Ihr Unternehmen aufmerksam geworden. In der o.a. Stellenanzeige beschreiben Sie die Arbeitsfelder, die mit meinem ausbildungs- und persönlichen Profil übereinstimmen, so dass ich im höchsten Maße an der Mitarbeit in Ihrem Unternehmen interessiert bin.

Zu meiner Person:

Nach meinem ersten Hochschulabschluss im Ausland, sammelte ich erste Berufserfahrungen als kaufmännische Assistentin, in denen ich meine theoretischen Hochschulkenntnisse im kaufmännischen Management, in der Praxis umfangreich anwenden und vertiefen konnte. Nach meinem Umzug nach Deutschland nahm ich ein weiteres Studium an der Fachhochschule Köln auf um meine Qualifikation in der Betriebswirtschaftslehre zu erweitern.

Während meiner Tätigkeit als Praktikantin bei der Dresdner Bank im Bereich Personalwesen wurde ich zunehmend mit dem Bereich Business Operation Organisation konfrontiert. Mein Aufgabeninhalt in dieser Abteilung umfasste die Kassenauswertung für verschiedene Filialen, die Bearbeitung von Dokumentation sowie die Mitwirkung im Tagesgeschäft. Im Folgenden habe ich die Überzeugung gewonnen, dass der Bereich der Rechnungswesen/Controlling das richtige Berufsfeld für mich ist. Die Diplomarbeit habe ich zum Thema „Bilanzierung von Rückstellungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz" geschrieben.

Im Rahmen kaufmännischer Qualifizierung habe ich von Juni bis zum Dezember 2010 die „lernen Bohlscheid“ Akademie für Bildungsprojekte GmbH in Köln besucht und den Umgang mit dem DATEV-Programm in der Finanzbuchführung, Lohn und – Gehaltsbuchhaltung, Lexware Buchhalter gelernt. Ich hatte auch die Möglichkeit meine Englischkenntnisse erheblich zu verbessern. Im September habe ich die Englischprüfung (Level 2) beim Prüfungszentrum der LCCI (London Chamber of Commerce and Industry) in Köln geschrieben und erfolgreich bestanden.

Ich suche eine herausfordernde Aufgabe um meine Finanz- und Controllingkenntnisse in der Praxis anzuwenden und möchte meine Fähigkeiten und Fachwissen sehr gerne in Ihr Unternehmen einbringen. Zu meinen persönlichen Stärken zähle ich Lernbereitschaft, Belastbarkeit sowie Zielstrebigkeit. Ich stehe Ihnen gerne ab sofort zur Verfügung.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Mustermann Mustermann

Anlage


Vielen Dank !!
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  #2  
Alt 11.01.2011, 16:48
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ratsuchender befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Schlechtes Anschreiben?

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Die Anrede ist vorhanden - das ist gut. Warum??? Der Leser (Arbeitgeber/Personalchef/Personalleiter) fühlt sich dann auch angesprochen.
Es genügt nicht nur zu erwähnen, dass man aufmerksam wurde. Eine Recherche über die Firma ist angebracht. z.B. Welche Dienstleistungen bietet diese Firma an?


zum 1.Absatz:
Hier fehlt eine Begründung, warum du dich ausgerechnet bei dieser Firma bewirbst.
Auch das zu vermittelnde Interesse für die Tätigkeit fehlt.


zum 2.Absatz:
Achte auf die Wortwahl. Es hört sich nicht überzeugend an, ob du dir die zukünftige Tätigkeit auch wirklich zutraust.
Achte auf das Thema. Vermeide im Anschreiben Umzüge zu thematisieren. Dadurch entstehen beim Leser (Arbeitgeber/Personalchef/Personalleiter) noch mehr Fragen als das Anschreiben beantworten kann.


zum 3.Absatz:

Im Anschreiben werden bisherige Tätigkeiten aufgezeigt, aber im welchen Zusammenhang diese mit der zukünftigen Tätigkeit stehen dringt nicht wirklich durch.
Und was auch wichtig ist: Es wird auch nicht erwähnt für wen diese von Nutzen sein könnten.


zum 4.Absatz:

Auch hier wird nicht erwähnt für wen deine Kenntisse von Nutzen sein könnten.

>>Ich hatte auch die Möglichkeit meine Englischkenntnisse erheblich zu verbessern.<<
Dieser Satz entwertet dich als qualifizierte Mitbewerberin für die Tätigkeit.
Sprache lernt man sein Leben lang, ganz gleich welche Landessprache.
Und es ist ein Unterschied zwischen der Theorie und Praxis.
Es kommt auch auf die Situationen an, welchen Gesprächspartner (Privatkunde, Geschäftskunde usw.) du vor dir hast.

Auch hier vermisse ich das zu vermittelnde Interesse an der Tätigkeit und an der Firma. Die fehlen völlig.


zum 5.Absatz:

Im Anschreiben werden deine Stärken und Fähigkeiten aufgezeigt, aber für wen diese von nutzen sein könnten, wird nicht erwähnt. = Uninteressant für den Leser (Arbeitgeber/Personalchef/Personalleiter).



Endergebnis:
Du kannst gut formulieren. Deine Wortwahl wertet dich als Mitbewerberin im Anschreiben eher ab. Eigene Grenzen zu kennen ist gut, aber das ist nicht das Thema bei einer Bewerbung.
Ich finde, das kannst du besser.
Es ist angebracht das Anschreiben zu überarbeiten.
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Geändert von ratsuchender (11.01.2011 um 16:55 Uhr)
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Folgender Benutzer sagt Danke zu ratsuchender für den nützlichen Beitrag:
gordon (11.01.2011)

  #3  
Alt 04.09.2011, 13:30
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Merlin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Schlechtes Anschreiben?

Hi,

da ich mich in ähnlicher Position ohne ausreichende berufliche Praxis befinde, kann ich die zurückhaltende aber eigentlich gelungene Formulierung nicht als negativ hinstellen.
Es zieht sich keine SCHLEIMSPUR durchs Anschreiben wie ich das bei vielen Beispielen oft lese.

Es ist formal ziehmlich rund und höflich, etwas zurückhaltend und wirkt vieleicht unsicher auf den ersten Blick. Vieleicht zu ausführlich, was die Beschreibung des Bildungswegs anbetrifft, der dem Lebenslauf ja zu entnehmen ist.

Was nützt es, im Anschreiben großspurig daherzukommen, und beim Vorstellungsgespräch einen völlig anderen Menschen zu repräsentieren.

Grüße,
Merlin
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