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#1
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| Ich habe im September 2010 eine Zweitausbildung zur Industriekauffrau begonnen. Ich bin seit August 10 staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondetin und habe meinen Abschluss recht gut hinbekommen (2,33). Da es sehr schwer ist ohne jegliche praktische Vorkenntnisse eine Festanstellung zu bekommen und gleich in diesen (oder ähnlichen) Job einzusteigen habe ich mich dazu entschieden eine Zweitausbildung zu machen (um eine Zusatzqualifikation zu haben und auch ein bisschen praktische Erfahrungen zu sammeln). Soweit so gut... jetzt kommt das große ABER: ich bin überhaupt nicht zufrieden...ich lerne so gut wie überhaupt nichts...keiner fühlt sich zuständig, mein "Ausbilder" hat null Ahnung, es interessiert auch keinen wie es mir in der Schule geht etc. ich sitze scho seit September in der gleichen Abteilung (wobei man das überhaupt nicht so nennen dürfte) und schreibe für meinen Chef Briefe oder putze für Seminare die Räume und staubsauge oder putze die Tische von meinem Chef. Ich arbeite 40 Stunden in der Woche mache meistens um die 3 Überstunden pro Woche ... habe aber nur 20 Urlaubstage und bekomme 300 € netto. (Die Überstunden werden weder ausbezahlt, noch bekommt man sie als Urlaubstage zurück) man nennt es dort "betriebliches Engagement". Ich habe eine sehr interessante Stellenanzeige in der Zeitung gesehen und will mich nun dort als Sekretärin bewerben (sehr gute Englischkenntnisse vorausgesetzt). Das große Problem: wie erkläre ich in dieser Bewerbung warum ich diese Zweitausbildung abbreche? Ich bin durchaus sehr belastungsfähig und lasse nichts an mich ran, aber diese sogenannte "Ausbildung" macht mich fertig, jeden Tag gehe ich mit einem schlechten Gefühl in die Arbeit und will alles hinschmeißen. Weitere 2 Jahre stehe ich nicht durch. Habt ihr Tipps wie ich das Problem am Besten in der Bewerbung beschreibe? Ich wäre euch sehr dankbar wenn ihr mir schnellstens helfen könntet |
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#2
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| Selbst wenn sich Ihr früherer Arbeitgeber absolut unerträglich benommen hat – sagen Sie nichts darüber. Es würde ein schlechtes Licht auf Sie werfen. Der potenzielle neue Arbeitgeber müsste sich Sorgen machen, dass Sie später auch Nachteiliges über ihn sagen.! Versuchen Sie, objektiv zu bleiben, und suchen Sie die „Schuld“ an beiden Seiten. -Beispielformulierungen- -Sie sind einfach nicht mit dem Vorgesetzten zurechtgekommen- Die Chemie hat nicht gestimmt. Das hat sicherlich an beiden Seiten gelegen. Da ist es besser, einen Schlussstrich zu ziehen. -Mobbing am Arbeitsplatz- Die Tätigkeit hat mir Spaß gemacht, und mein Arbeitgeber war in Ordnung. Aber in der Beleg- schaft kam es zu privaten Eifersüchteleien und schließlich zu Mobbing. Da dachte ich: Bevor ich mir hier ein Magengeschwür hole, suche ich mir lieber eine andere Stelle und fange neu an. -Pech in Serie- Auch wenn es unwahrscheinlich klingt: Ich hatte gleich mehrmals hintereinander Pech und landete auf Stellen, bei denen das Verhältnis zwischen Vorgesetzten und Belegschaft sehr angespannt war. Natürlich habe ich mir überlegt, ob ich da überempfindlich bin – das glaube ich aber nicht. Ich arbeite gern mit anderen zusammen. Nur muss eben das Klima stimmen. |
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#3
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| Du hast einen Ausbildungsplatz und damit einen Ausbildungsvertrag. Dein Ausbilder hat dich daher auszubilden und dich nicht mit ausbildungsfremden Arbeiten zu beschäftigen. Du bist alt genug: kämpfe für deine Ausbildung, hole dir bitte auch Rat am Ort, z.B. bei der zuständigen Gewerkschaft. DGB-Jugend ~ Online-Beratung Wenn du dich unterbuttern lässt, ruinierst du nur deinen Lebenslauf.
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
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