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#11
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| § 20 SGB II hat einfach gar nichts mit der Zumutbarkeit von Arbeit zu tun, dieser Paragraph bezieht sich ausschließlich auf den Regelsatz. Ich würde mir mal § 10 SGB II anschauen: § 10 Zumutbarkeit (1) Dem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen ist jede Arbeit zumutbar, es sei denn, dass 1.er zu der bestimmten Arbeit körperlich, geistig oder seelisch nicht in der Lage ist, 2.die Ausübung der Arbeit ihm die künftige Ausübung seiner bisherigen überwiegenden Arbeit wesentlich erschweren würde, weil die bisherige Tätigkeit besondere körperliche Anforderungen stellt, 3.die Ausübung der Arbeit die Erziehung seines Kindes oder des Kindes seines Partners gefährden würde; die Erziehung eines Kindes, das das dritte Lebensjahr vollendet hat, ist in der Regel nicht gefährdet, soweit seine Betreuung in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege im Sinne der Vorschriften des Achten Buches oder auf sonstige Weise sichergestellt ist; die zuständigen kommunalen Träger sollen darauf hinwirken, dass erwerbsfähigen Erziehenden vorrangig ein Platz zur Tagesbetreuung des Kindes angeboten wird, 4.die Ausübung der Arbeit mit der Pflege eines Angehörigen nicht vereinbar wäre und die Pflege nicht auf andere Weise sichergestellt werden kann, 5.der Ausübung der Arbeit ein sonstiger wichtiger Grund entgegensteht. (2) Eine Arbeit ist nicht allein deshalb unzumutbar, weil 1.sie nicht einer früheren beruflichen Tätigkeit des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen entspricht, für die er ausgebildet ist oder die er ausgeübt hat, 2.sie im Hinblick auf die Ausbildung des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen als geringerwertig anzusehen ist, 3.der Beschäftigungsort vom Wohnort des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen weiter entfernt ist als ein früherer Beschäftigungs- oder Ausbildungsort, 4.die Arbeitsbedingungen ungünstiger sind als bei den bisherigen Beschäftigungen des erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, 5.sie mit der Beendigung einer Erwerbstätigkeit verbunden ist, es sei denn, es liegen begründete Anhaltspunkte vor, dass durch die bisherige Tätigkeit künftig die Hilfebedürftigkeit beendet werden kann. (3) Die Absätze 1 und 2 gelten für die Teilnahme an Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit entsprechend. Eine Arbeit als ALG II-Empfänger abzulehenen, ohne dafür gekürzt zu werden ist fast aussichtslos. Mir sind nur wenige Fälle bekannt, in denen der Leistungsbezieher Recht bekam. Sinnvoller ist es, sich zu bewerben, evt. schlechte Bewerbung abgeben oder im bewerbungsgespräch durchblicken zu lassen, dass man kein Interesse hat. Allerdings muss man auch da vorsichtig sein, macht man das zu offensichtlich, kann auch das Folgen haben. Eine kleine Chance ergibt sich vielleicht aus dem entsprechenden Bescheid seitens der Behörde. Hier muss expliziet auf die mögliche Senkung der Leistung hingewiesen werden. |
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