Vermittlungsvorschläge zu weit weg... darf ich ablehnen?
Zurück   Arbeit und Karriere Forum > Arbeitslosigkeit > Arbeitslosengeld ALG I


Vermittlungsvorschläge zu weit weg... darf ich ablehnen?

Antwort
 
LinkBack Themen-Optionen Bookmark and Share
  #1  
Alt 05.10.2011, 13:07
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 05.10.2011
Beiträge: 2
Bedankte sich: 0
0 Danksagungen in 0 Beiträgen
Stefan87 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Vermittlungsvorschläge zu weit weg... darf ich ablehnen?


Hallo zusammen,
habe ein Problem: ich bin seit ca. 3 Monaten Arbeitslos, zu Beginn wurde mit dem Vermittler im Beratungsgespräch vertraglich vereinbart, dass ich mich im Umkreis von 40km bewerbe und dies auch dokumentiere und beim nächsten Termin vorlege. Gesagt getan. Nun habe ich eine neue Beraterin beim AA bekommen und die meint das 40km zu wenig seinen, da sie mir kaum Angebote bieten könne und hat den Umkreis auf 100km angehoben. Nun bekomme ich Vermittlungsvorschläge die sogar 150km weit weg sind.

Ich bin damit absolut nicht einverstanden, habe ja nicht umsonst zu beginn den Umkreis von 30km angegeben, würde vllt. max. 50km fahren aber doch keine 150km? Oder soll ich dann arbeiten um den weg zur Arbeit finanzieren zu können? (Umzug kommt nicht in Frage da Berufseinsteiger und noch bei Eltern wohnend, sprich kein Geld.)

Kann ich die Vermittlungsvorschläge die nicht der Vertraglichen Vereinbarung entsprechend einfach ablehnen? Weil sonst sehe ich keinen Sinn wieso diese Eingliederungsvereinbarung überhaupt geschlossen wurde.

Ich bedanke mich schon mal für Eure Antworten.

Gruß
Stefan

Geändert von Stefan87 (05.10.2011 um 13:10 Uhr)
Mit Zitat antworten

  #2  
Alt 06.10.2011, 14:22
Benutzerbild von Counselor
Guru
 
Registriert seit: 15.05.2010
Beiträge: 1.272
Bedankte sich: 5
149 Danksagungen in 149 Beiträgen
Counselor befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Vermittlungsvorschläge zu weit weg... darf ich ablehnen?

Die Zumutbarkeit von Arbeit richtet sich bei ALG I nach dem § 121 SGB III, bei ALG II nach den § 2 und 10 SGB II.

Meiner Ansicht nach hat es aber keinen Zweck, über die Zumutbarkeit von Arbeit zu diskutieren. Ich gehe davon aus, dass du unter 25 bist, oder wenn du etwas älter sein solltest, bist du auf jeden Fall jung und leistungsstark.

Das ALG I beträgt 12 Monate, 3 Monate sind bereits verbraucht, du kannst ja fast schon über ALG II nachdenken, damit wäre dann eine denkbare Diskussion sowieso abgehakt.

Ein Umzug ist durchaus vorstellbar und zumutbar, die Agentur für Arbeit unterstützt auch Umzüge, zwar nur minimal, aber wenig ist besser als nix.

Grundsätzlich ist es so, dass man sich auf Vermittlungsvorschläge der Agentur für Arbeit bewerben muss, und zwar ernsthaft, nachweisbar und sofort.

Die Tatsache, dass du dich bewirbst, heisst nicht, dass du bereits zu einem Vostellungsgespräch eingeladen wirst oder dass dich der Arbeitgeber sofort einstellt. Schliesslich ist das gesamte Bundesgebiet von Arbeitslosigkeit betroffen, und die Arbeitgeber werden sich vermutlich erst aus dem örtlichen Arbeitslosenpool versorgen.

Sinn der Eingliederungsvereinbarung ist es, dich dazu zu bewegen, dass du Versicherungleistungen (Sprich:ALG I) oder Sozialleistungen (Z.B. ALG II) nicht mehr in Anspruch nimmst. Leute in Arbeit, Brot und Verdienst zu bringen, ist da ein eher entfernteres Ziel, die Agentur kann keine Wunder bewirken und das Jobcenter erst recht nicht.
__________________
Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt.
Gib mir neue Kraft und Geduld.
Tröste mich durch dein Wort.
Erquicke mich in meiner Mattigkeit.
Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde.
Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen,
was Menschen mir Gutes erweisen.
Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an.
Mit Zitat antworten

  #3  
Alt 07.10.2011, 09:55
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 05.10.2011
Beiträge: 2
Bedankte sich: 0
0 Danksagungen in 0 Beiträgen
Stefan87 befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Vermittlungsvorschläge zu weit weg... darf ich ablehnen?

Danke für die Antwort.

Hatte vorher nie im Leben etwas mit irgendwelchen Sozialleistungen am Hut gehabt. Wusste ehrlich gesagt nich, dass es so schlimm ist keine Arbeit zu haben bzw. das Gefühl zu haben "nicht gebraucht zu werden" und fast nur Absagen zu kassieren. Jedoch werde ich deswegen nicht den Kopf in den Sand stecken und mich aufs Wasser führen lassen und mich entweder in eine völlig andere Region aufzwingen lassen bzw. die Branche wechseln wie die Berater der AA mir vorgeschlagen haben. Nach 3 Monaten Arbeitslosigkeit gebe ich doch nicht einfach meine mehrjährige (recht angesehene) Ausbildung auf! Fakt: ich bin mit der Arbeit der Berater nicht zufrieden, alles pfeifen (zumindest die ich bisher hatte, nicht persönlich nehmen)... schaffe es auch ohne deren Hilfe/Vermittlungsvorschläge!!
Mit Zitat antworten

Antwort




Themen-Optionen



Zurück   Arbeit und Karriere Forum > Arbeitslosigkeit > Arbeitslosengeld ALG I


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 20:49 Uhr.


Powered by vBulletin® Version 3.8.5 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO 3.3.2 ©2009, Crawlability, Inc.
Template-Modifikationen durch TMS
Copyright (c) arbeits-abc.de Alle Rechte vorbehalten.