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Gewusst wie! – Kritik gegenüber dem Chef erfolgreich äußern

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  #11  
Alt 03.05.2007, 13:30
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Hallo JackQ,

Danke für den Tip, bin in der DDR aufgewachsen. Ich sah dies nur eher als Beschimpfung (da wir Ossis ja für manches zu ... sind).
Und ich denk mal, in Leipzig haben sich einige Firmen niedergelassen, die es bestimmt auch in Bremen oder sonstewo (in westlicher Himmelsrichtung) gibt. Die Stundenlöhne möcht ich aber nicht vergleichen!!!
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  #12  
Alt 03.05.2007, 15:21
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Zitat:
Ich finde die Aussage über "VEB Leipzig" etwas frech!!!

Tine9933, es besteht kein Grund, sich aufzuregen. Die ARGE Leipzig gehört zu den grössten ARGEN im Bundesgebiet und betreut ca. 50.000 Leistungsempfänger. Damit hat man eine Dimension erreicht, die durchaus einem VEB ---> Volkseigener Betrieb - Wikipedia gleichkommt.

Und wenn man sich die fnanzielle Struktur einer ARGE anschaut, dann sieht man von vorne bis hinten nur Staatsknete. Also warum darf man nicht mal einen Scherz machen und dieses Konstrukt einen volkseigenen Betrieb nennen?

Im übrigen würde ich es garnicht schlecht finden, wenn wieder VEBe gegründet und dort die Menschen eine Beschäftigunmg finden würden, die sonst nicht vermittelbar sind. Mit den erwirtschafteten Gewinnen könnte der Staat einen Teil seiner Sozialausgaben wieder refinanzieren.

Den Unternehmern Arbeitslose zuzutreiben, die billigst für diese arbeiten dürfen - Erntehelfer, zeitarbeit - halte ich für keine akzeptable Lösung. Da kann der Staat die Arbeitskraft der Menschen auch selber nutzen und dem Allgemeinwohl zuführen.
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  #13  
Alt 03.05.2007, 15:53
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Zitat:
sich in Leipzig arbeitslos zu melden. Von dort aus eine Stelle in Köln suchen und
Das wäre zwar theoretisch einfacher gewesen, aber man muss schon an Ort und Stelle sein, um bei der Arbeitsplatzsuche erfolgreich zu sein.

Man darf ja nicht vergessen, dass das wirtschaftliche Geschehen sich dadurch auszeichnet, dass eine Rationalisierungswelle auf die andere folgt und dass ständig mehr Arbeitsplätze vernichtet als geschaffen werden.

D.h., Arbeitsplätze sind rar, und waren immer rar. Arbeitslosigkeit ist kein Phänomen, von dem der "Westen" verschont ist/war und das nur in den "neuen" Bundesländern präsent ist.
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  #14  
Alt 03.05.2007, 19:03
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Hallo nontestatum,

Ich will das mit dem "VEB" nicht so direkt als Aufreger bezeichnen. Deine Antworten und Überlegungen zu anderen Themen fand ich bisher immer sehr gut durchdacht und habe diese geachtet. Umso mehr war ich über diese Aussage enttäuscht, weil ich sie eher beleidigend fand.

Das Thema Arbeitslosigkeit im Westen hatten wir zu DDR Zeiten in der Schule behandelt. Es ist ein Thema, mit dem wir Ostler erst lernen mussten umzugehen. Unsere Kinder leben da auch hinein, denen wird es "einfacher" mal damit klar zu kommen. (Oder es hoffentlich mal nie selbst kennen zu lernen.)

Trotzdem bin ich mit einigen "Machenschafften" nicht zufrieden. Wir sind nun fast 17 Jahre ein Deutschland. Aber immer hört man noch neue und alte Bundesländer, in den Gesetzesbüchern werden Unterschiede zwischen Ost und West gemacht, Arbeitgeber (irgendwo schon mal geschrieben) erbauen Firmen z.B. in Leipzig und Bremen, aber die Löhne für dieselbe Arbeit sind krass unterschiedlich. Ich muss ehrlich sagen, zu DDR Zeiten hatte ich weniger Geld in der Tasche, aber mir ging es nicht so beschi... wie jetzt. Ich würde jederzeit wieder in einem VEB arbeiten. Denn wir sind kein vereintes Deutschland (ausser auf der Landkarte) und ich glaube auch nicht mehr daran.

Seh es mal so, in Leipzig werden diese 50.000 Arbeitslosen alle in der Agentur geführt. Bei uns hier im Landkreis Döbeln werden die Empfänger von ALG I bei der Agentur geführt und die von ALG II bei der Kommune. Dadurch sind die Zahlen geteilt. Und dann erfährt man irgendwann mal aus der Tagespresse, dass die Kommune die Zahlen der Arbeitslosen verschönert hat.
Und was die jetzt im Fernsehen bringen das es mit der Wirtschaft aufwärts geht, hier bekommt man nichts mit. Und für einen Stundenlohn von 5,70€ kann es sich keiner leisten 50km (einfache Entfernung) täglich auf Arbeit zu fahren.

Ach ja, die bei der Kommune wollen ja, dass am besten alle ins Ausland arbeiten gehen sollen. Klar macht das Land leer und tut alles flach walzen!!! Manchmal fragt man sich sich, wie einige Leute in der Kommune an den Job gekommen sind.
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  #15  
Alt 03.05.2007, 22:11
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Zitat:
Denn wir sind kein vereintes Deutschland (ausser auf der Landkarte) und ich glaube auch nicht mehr daran.
Das darf man so traurig nicht sehen.

Es sind viele Fehler gemacht worden - auch politisch gewollt oder akzeptiert - aber man hat auch viel erreicht.

Dass die Umwälzungen die Menschen in den "neuen" Bundesländern härter treffen als die in den "alten" Bundesländern, ist doch auch klar.

Die bestehenden Probleme von heute müssen anders hinterfragt werden:

Die Gretchenfrage lautet heute:

Kann ein Deutscher in Deutschland mit einem polnischen Lohnniveau bei einem deutschen Preisgefüge überleben?

Das Problem, was wir jetzt erleben, ist kein Ost- oder westdeutsches Problem, sondern ein globales.

Solange die Unternehmer um die Erdkugel wandern können, Völker erpressen und bei dem produzieren lassen, der ihnen den billigsten Preis macht - ohne Rücksicht auf Umwelt und soziale Vorgaben, solange haben wir hier auch keine stabilen Rahmenbedingungen. Dazu kommen dann noch die internationalen Spekulationen mit den Geldströmen.

Falls es ein Trost ist: die Geschäftsleute und Bosse, die nach den "Wende" in der "DDR" aufgetaucht sind, die haben "wir" im "Westen" schon die ganze Zeit davor ertragen müssen ....
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  #16  
Alt 04.05.2007, 21:22
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Hallo nontestatum,

das könnte doch en endlosen Gesprechstema werden. Seit Ihr froh, dass Ihr diese Bosse auf uns abschieben konntet???
Und ich seh das doch als west- und ostdeutsches Problem!!! Ich habe heut einen Arbeitsvertrag mit einem Stundenlohn von 5,77€ unterschrieben (weil ich Arbeiten will!!!). Das sind ostdeutsche Löhne. Im Westteil würde bestimmt niemand für das Geld arbeiten gehen. Unsere Löhne müssen ja auch erst an die Euren angeglichen werden, aber die Preise in den Läden, die konnte man seit der Wende mit denen von Euch gleichstellen. Also ist Ostdeutschland auch schon ein Billiglohnland???
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  #17  
Alt 05.05.2007, 01:03
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das könnte doch en endlosen Gesprechstema werden.In der Tat ... Seit Ihr froh, dass Ihr diese Bosse auf uns abschieben konntet???Die haben sich nicht abschieben lassen, die sind selber gekommen ...
Und ich seh das doch als west- und ostdeutsches Problem!!! Aber doch nicht mehr nach 17 Jahren. Man muss sich darüber im klaren sein: wir sitzen alle in der Galeere und rudern. Ob wir dabei auf der linken oder auf der rechten Ruderbank sitzen, spielt keine Rolle. Trommeln und die Peitsche schwingen - das tun die Mächtigen im Lande, auf jeden Fall nicht der kleine Mann auf der Strasse. Ich habe heut einen Arbeitsvertrag mit einem Stundenlohn von 5,77€ unterschrieben (weil ich Arbeiten will!!!). Das sind ostdeutsche Löhne. Im Westteil würde bestimmt niemand für das Geld arbeiten gehen.wer erzählt denn sowas? Es wäre schön, gäbe es hier noch Jobs für 5 EUR. Unsere Löhne müssen ja auch erst an die Euren angeglichen werden, aber die Preise in den Läden, die konnte man seit der Wende mit denen von Euch gleichstellen. Also ist Ostdeutschland auch schon ein Billiglohnland???
GESAMT-Deutschland wird zu einem Billiglohnland werden.
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  #18  
Alt 06.05.2007, 07:50
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Aber doch nicht mehr nach 17 Jahren. Warum wir nicht, die Politiker machen es uns doch immmer noch vor!

Es wäre schön, gebe es hier noch Jobs für 5 Eur. Wieso? Willst Du für das Geld arbeiten gehen? Da bleibt das Land voller Hartz IV "Mitglieder"!
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