Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland
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Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland

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  #1  
Alt 14.06.2010, 06:46
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  #2  
Alt 14.06.2010, 19:16
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Mich würde mal interessieren, wie es in 2 Jahren noch aussehen soll!
Arbeitsplätze überhaupt noch vorhanden??? Oder nur noch für einen Stundenlohn unter 5 €????
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  #3  
Alt 15.06.2010, 06:35
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zum Trotz ist meine persönliche Ansicht, dass es allgemein wieder aufwärts geht.
Allerdings ist persönliche Qualifikation immer erst das Sprungbrett zur guten beruflichen Laufbahn.

Gruss

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  #4  
Alt 10.06.2011, 10:36
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Standard AW: Arbeitsplatzvernichtung in Deutschland

PROFIT – AUSBEUTUNG - … UND WIE VIEL SKLAVEREI
Arbeit bestimmt unser ganzes Leben. Nicht nur, das wir mit Arbeit unseren Lebensunterhalt verdienen wollen oder sollten. Arbeit ist viel umfassender. Etwa fünfzig Lebensjahre schätzungsweise, wenn wir gesund bleiben, unseres Lebens bestimmt arbeiten und in der Regel damit das Geld verdienen einen Großteil unserer Zeit. Wir pflegen, wenn auch teils zwangsläufig, den Umgang mit Mitmenschen, mit Mitarbeitern wie auch häufig Kunden, mit Vorgesetzten und Chefs. Wir lernen Fertigkeiten, wir setzen unsere Fähigkeiten ein. Und nichts wird deutlicher wie in der heutigen Zeit hoher Arbeitslosigkeit: Wir brauchen Aufgaben, wir wollen gefordert sein, und die Arbeit sollte zur Zufriedenheit aller Beteiligten gelöst werden. Zweck der Arbeit sollte sein: Lebensunterhalt verdienen, Werte erschaffen und Werte erhalten. Aber was machen wir denn damit? Wir gehen in unverantwortlicher Weise mit unserer Arbeit, soweit wir noch welche haben, um! Ein reibungsloses Zusammenarbeiten ist kaum noch vorstellbar.
Der Mensch braucht Aufgaben, er soll gebraucht werden! Dies ist sicher auch der Zweck von Arbeit. Das Schlimmste ist früher und auch heute, keine Beschäftigung zu haben. Keine Beschäftigung zu haben ist für die Freizeit genauso schlecht wie im Beruf und vor allem in der Familie. Es mindert nicht nur das Selbstwertgefühl, es führt zu selbstzerstörerischem Verhalten mit Alkohol, Drogen, Spielsucht und Kriminalität. Und es führt zu Krankheiten. Es bedeutet den unaufhaltsamen sozialen Abstieg. Gibt es noch Arbeit für »Vollbeschäftigung«? Meine Antwort: Nein! Radikal – kurz – knapp. So radikal es klingt: Arbeit = Aufgaben = Beruf = Berufung? Derjenige kann sich glücklich schätzen, der heute von sich behaupten kann, seine Arbeit gerne zu machen, bei dem möglicherweise die Arbeit Berufung ist und wie ein Hobby Freude macht, und dazu noch finanziell damit auskommt.
Mehr Arbeit – mehr Zufriedenheit? Wohl nicht, aber es ist der Zeitpunkt zum Umdenken erreicht, wo bereits hochqualifizierte und gut ausgebildete Kräfte wegrationalisiert werden. Das kann keine gute Entwicklung sein. Menschliche Fähigkeiten werden hier bei uns einfach nicht mehr gebraucht, es wird auch keine Möglichkeit gesucht, diese neu einzusetzen. Die menschliche Arbeitskraft verkommt häufig zu einer »Wegwerfware«. Welchen Wert hat der ohne Beschäftigung dastehende Mensch? Wird man diese Leute selbst fragen, werden sie sich zu »NICHTS« und als »NICHTS« mehr wert fühlen! Das darf doch nicht sein!!
Lösungsansätze: Wo gibt es noch bezahlbare Arbeit? Wie kommen wir zu neuen Arbeitsge-bieten? Möglichkeiten bestehen beim ersten Hinsehen m.E. nur bei Tätigkeiten, die heute als Hilfsarbeiten bzw. minder qualifizierte Arbeit wie z.B. in Haushalten. Dann kommen im Gegensatz dazu noch Möglichkeiten bei hoch qualifizierten Tätigkeiten, vorneweg in Forschung und Technik. Vorgenannte Arbeiten müssen einen anderen Stellenwert bekommen. Im übrigen klingt der Begriff Hilfsarbeit negativ. Oft genug sind Hilfsarbeiten derart schwer oder gesundheitsschädlich, das sie eine viel bessere Entlohnung, ja fast schon vereinzelt mehr als dem eines Facharbeiters bezahlt, und Anerkennung haben müssten. Ein richtiger Stellenwert erreicht die Politik jedoch nicht dadurch, dass verlangt wird, jede Hilfstätigkeit anzumelden und mit Abgaben belastet!
Zunächst trete ich dem Urteil entgegen, man könne heute nur alle Arbeiten mit einem Studium bzw. Hochschulabschluss gut lösen. Viele Arbeiten, ich bin der Meinung, der überwiegende Teil aller vorhandenen Arbeit kann mit Kreativität, mit guter Beobachtungsgabe und Eingehen auf Bedürfnisse, die letztlich dem Kunden dienen, gut gelöst werden. Hochschulausbildungen sind leider häufig zu theoretisch, entsprechende schlechte Ergebnisse werden durch angeblich gut (theoretisch) ausgebildete Manager erzielt.
Arbeit ist ein knappes Gut. Leben wir gesünder mit weniger Arbeit? Meine Meinung ist: Jein. Die Antwort kann nicht eindeutig sein. Für viele ist es in der Vergangenheit Wunschdenken, weniger Arbeit zu haben. Andererseits kostet mehr Freizeit mehr Geld, was zunächst verdient sein sollte.
Gefühle? Auch die sind in Deutschland eher fehl am Platze. In der Arbeitswelt sollten wir wie Maschinen funktionieren. Mehr noch: Verschleiß- oder Abnutzungserscheinungen sind genauso schädlich wie Krankheiten. Das heißt, in Deutschland, wahrscheinlich in ganz Europa, gilt das hier Gesagte für die Arbeitswelt. Wo soll das noch hinführen??
Arbeit muss einen neuen Wert bekommen! Zuerst müssen wir alle wieder lernen, Arbeit als etwas Erstrebenswertes zu sehen, ihr einen bedeutsamen, achtenswerten Inhalt zu geben. Vielleicht ist es dazu nötig, ein Jahrhundert zurück zu denken. »Arbeit« hat in unserer Gesellschaft eine falsche Wertigkeit! Wie viel Arbeitsstunden werden für irgendwelche Statistiken, Erhebungen, Kontrollen durchgeführt. Die Vernetzung führt unweigerlich zu mehr Kontrollen, die nicht immer sinnvoll erscheinen. Arbeiten sollte mehr im Sinne von Dienen, im gegenseitigen Helfen, verstanden werden, dann würde das eine neue Qualität geben.
Absolute Beherrschung durch Kontrollen. Verfolgt man die Handhabung z.B. von Steuersachen in den Finanzbehörden, so muss man glauben, wir haben alles offen zu legen. Dieses Wunschdenken steckt inzwischen auch schon in den Köpfen vieler Politiker. Die Vernetzung der Computer macht es möglich, dass wir bald keinen Schutz des Privaten mehr haben.
Überforderung von Leuten durch ein hohes Maß an Technik. Technik ist nicht gleichbedeutend mit Fortschritt. nämlich dann nicht, wenn sie störanfällig und nicht ausgereift ist. Oftmals sind Mitarbeiter dadurch bedingt auch überfordert, weil die Technik den Menschen beherrscht, und nicht umgekehrt. Es sollen oft gleichzeitig mehrere Arbeiten oder Kontrollen durchgeführt werden, die nicht in engem Zusammenhang stehen. Unser Gehirn ist schlecht dafür gerüstet, ständig gleichzeitig mehrere Abläufe zu kontrollieren, die nichts miteinander zu tun haben.
Wissensvermittlung und Ausbildung: Sollen die Mitarbeiter nicht zu viel wissen, oder ist es zu anstrengend und teuer, zu informieren. Mit Betriebsgeheimnissen hat es häufig nichts zu tun. Innerbetrieblich wird in der überwiegenden Zahl der Betriebe zu wenig an Informationsaustausch, an Wissensvermittlung und Weiterbildung geleistet.
Billigjobs – was nützen sie, wenn nicht einmal die Lebenshaltungskosten davon finanziert werden können? Geschweige denn, dass noch Geld zum Konsumieren da ist?! Wie sollen wir damit ein wirtschaftlich gesundes Deutschland erreichen? Ja, für die Minderheit der eh’ schon Reicheren! Diejenigen, die mit Niedriglöhnen „abgespeist“ werden, bleibt nichts anderes, als durch Schwarzarbeit ihr Einkommen aufzubessern.
Fusionen, Globalisierung, Beteiligungen, Verschmelzungen, Unternehmensverkäufe. Machen wir uns alle selbst überflüssig? In der Politik wird meistens von »Wachstum« und »Wachstumsraten« geredet. Unsinn in der heutigen Zeit. Der Schwerpunkt der Gespräche müsste auf Werterhaltung, Beschäftigungssicherung, und angepasster Betriebsfortführung liegen. Viele Unternehmensverkäufe, Globalisierungen u.a. erweisen sich inzwischen als unvorteilhaft und nicht tragfähig. In den Anfängen der vergangenen Jahre hieß es, durch Fusionierungen und Globalisierungen habe der Verbraucher Preisvorteile. Das Gegenteil scheint einzutreten. Die Ziele von mehr Marktbeherrschung und besseren Betriebsergebnissen werden vielfach nicht erreicht. Und wenn bessere Ergebnisse erzielt werden, profitieren nicht die Arbeiter, sondern nur Manager. Der Grundsatz der Volkswirtschaftslehre, wonach Angebot und Nachfrage sich gegenseitig selbst regeln, trifft m.E. nicht mehr zu, zumindest häufig nicht mehr.
Sparzwang: Sparen einige Firmen sich kaputt? Ich habe verstärkt den Eindruck von alledem, was ich mitbekomme. Nicht nur, das angestelltes Personal auf ein Minimum reduziert wird. Auch an Geräten, an Arbeitswerkzeugen und anderen Hilfs- und Produktionsmitteln wird gespart. Wenn viel zu tun ist, sollen nur zu knapp begrenzt Überstunden gemacht werden. An Schulungs- und Einweisungskosten und der dafür erforderlichen Zeit wird extrem gespart. „Der/ die Mitarbeiter können ja von den Kollegen das erforderliche Wissen abfragen.“ Das ist eine Antwort, die halb- herzig klingt.
Ausverkauf der deutschen Wirtschaft: Wie viele Unternehmen sind denn noch im Besitz deutscher Bürger, deutscher Unternehmer? Ich lese ständig von Beteiligungen, Verschmelzungen und Veräußerungen an ausländischen Unternehmen und Unternehmern. Natürlich ist das eine Möglichkeit, Steuern zu sparen, und damit Einkünfte ins Ausland mit niedrigeren Steueranteilen zu verlagern. Wann werden endlich Bedingungen im Inland geschaffen, damit diese Notwendigkeit nicht mehr besteht. Dann noch: Es gibt einige recht fragwürdige Unternehmer und Unternehmen, die finanzschwache GmbH’s aufkaufen, meist mit Sitzverlagerung ins Ausland. Damit sich Unternehmer (meist unfähige!) sauber waschen können.
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