Arbeiten ohne Arbeitsvertrag
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Arbeiten ohne Arbeitsvertrag

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  #1  
Alt 11.04.2008, 13:41
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annada befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo!
Ich habe mein Problem schon woanders beschrieben, hab jetzt eine Folgefrage.

Kurz zur Situation: Hab zwischen zwei Unternehmen gewechselt (mit gleichem Chef), der neue Arbeitsvertrag war so schlecht, dass ich ihn nicht unterschreibe. Hatte ein Gespräch mit Chef und ihm die Gründe erklärt, hat gemeckert, gesagt, ich soll noch mal drüber schlafen und er meldet sich (der alte Vertrag wird erst mit Unterschreiben des Neuen ungültig).
Ich arbeite jetzt seit knapp 2 Wochen in der neuen Firma und der Chef meldet sich... NICHT.

Fragen:
Wie sieht das rechtlich aus?
Akzeptiere ich mit dem Arbeiten irgendwie den neuen AV?
Gibt´s da irgendwelche Spitzfindigkeiten, warum er sich nicht meldet? Fristen?


Hoffentlich könnt ihr mir helfen,
Danke!
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  #2  
Alt 11.04.2008, 14:27
Benutzerbild von Cindel
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Cindel befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Nach meinem Verständnis bleibt dann der alte Gültig.

Ich kenne einen ähnlichen Fall, indem Mitarbeiter zu einem neuen Arbeitsvertrag gedrängt wurden, oder man ihnen die Kündigung androhte. Der Fall war natürlich komplexer als hier beschrieben.

Eine 100% Antwort kann ich dir leider nicht geben.
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  #3  
Alt 11.04.2008, 14:54
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rosinenbomber befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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der alte arbeitsvertrag verliert seine gueltigkeit ja erst, wenn du den neuen unterschrieben hast, und somit ist er meiner meinung nach, nach wie vor gueltig, kann mir kaum vorstellen das es irgendwelche fristen gibt oder das er dich uebers ohr hauen will, nur muesst ihr ja irgendwie weiter verfahren, wenn er in dem vertrag nichts aendert, und du dich den schlechten bedingungen nicht unterwerfen willst...
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  #4  
Alt 11.04.2008, 17:21
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Standard Hallo annada!

Die arbeit, die Du derzeit ausführst, sind an die Vereinbarungen des derzeit gültigen Arbeitsvertrages gebunden. Und das wäre, solange Du den Neuen nicht unterschrieben hast, der Alte. Fragt sich nur, wer von Euch beiden am längeren Hebel sitzt. Kann gut sein, das man mit Kündigung droht. Der Vertrag wäre dann allerdings anfechtbar, da er unter Drohung zustande kam. Einem Bekannten von mir erging es ähnlich. Ihm wurde ein neuer Vertrag (mit vorheriger Änderungskündigung) unter die Nase gehalten, wo er weniger Urlaub bekommen hätte. Er weigerte sich, erkundigte sich, bekam die selbe Auskunft und hats beim alten Vertrag belassen. Das Arbeitsverhältnis zwischen ihm und seinem Chef ist seitdem miserabel, weil er der einzige ist, der nicht unterschrieben hatte.
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  #5  
Alt 11.04.2008, 20:37
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Standard Das ist schon erzwungen!

Bei einem solchen korrupten Vorgesetzten würde ich nicht arbeiten wollen!
-Der benutzt Dich als Spielball und Du lässt Dir das gefallen, zeig ihm diskret, dass Du selbstbewusst bist und weisst, was Du willst- Den NEUEN VERTRAG!!!! -Aber mit Inahlten, wo beide mit leben können!

Ich weiss warum der Chef sich nicht bei Dir meldet - Der möchte Druck ausüben- der denkt sich: "Haja, lass den nur abwarten, der alte Vertrag läuft aus und der/die muss den neuen Vertrag abschließen, um an Arbeit zu kommen!"
-So sieht's aus!!!!

Geändert von Benutzerfreundlich (11.04.2008 um 20:46 Uhr)
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  #6  
Alt 11.04.2008, 20:41
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Standard Hau auf den Putz, zeig ihm im ruhigen Ton, wer Du bist

Du musst mal auf den Putz hauen, das lernt man schon in der Ausbildung, man muss sich nicht alles gefallen lassen, schon gar nicht als Arbeitnehmer!
-Wenn er den NEUEN VERTRAG nicht ändern will, dann geh' zum Betriebsrat oder zur Gewerkschaft, aber bitte mach irgendwas...
-Was willst Du denn noch verlieren!?
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  #7  
Alt 12.04.2008, 13:31
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Danke für Eure Antworten!
Im neuen Job arbeite ich schon.
Das Gespräch beim Chef war schon so, dass ich ganz klar gesagt habe, dass ich den neuen Arbeitsvertrag zu den Konditionen nicht unterschreibe. Habe besseres Festgehalt (hätte ja sonst weniger als vorher), keine Probezeit (hab vorher schon ein Jahr teils in der Firma gearbeitet) und gleiche Wochenarbeitszeit gefordert. Der Chef hat gesagt, das ich hier über meine Kündigung rede. Daraufhin hab ich geantwortet, dass er mir kündigen muss, da ja der alte Vertrag noch gültig ist. Anderweitig bewerben tu ich mich sowieso!

Das es dazu kommen muss! Vertrauensverhältnis/ -basis ist nicht mehr. Und dann wird immer gesagt: wir (Firma) sind eine große Familie...
Bin inzwischen soweit, dass ich noch mehr Gehalt verlange als ich vorher hatte. Aber dieses ewige hingehalte macht mich ...
Habe jetzt ein Gesprächstermin am nächsten Donnerstag. Mal sehn!

Geändert von annada (12.04.2008 um 13:36 Uhr)
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  #8  
Alt 12.04.2008, 16:41
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Standard Gut, dass Du Dich woanders schon umschaust...

... den in dieser "familliären" Firma würde ich keine Monate länger mehr bleiben.
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  #9  
Alt 12.04.2008, 22:01
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Standard Umschauen ist gut,

aber als Architektin weiß ich auch, dass sich auf Stellenausschreibungen sehr viele bewerben. War schon bevor ich den Job bekommen habe nach dem Studium kurz arbeitslos. Der Chef weiß auch was in der Branche los ist...
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  #10  
Alt 13.04.2008, 14:57
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Zitat:
Zitat von Ratgeber Beitrag anzeigen
Die arbeit, die Du derzeit ausführst, sind an die Vereinbarungen des derzeit gültigen Arbeitsvertrages gebunden. Und das wäre, solange Du den Neuen nicht unterschrieben hast, der Alte. Fragt sich nur, wer von Euch beiden am längeren Hebel sitzt. Kann gut sein, das man mit Kündigung droht. Der Vertrag wäre dann allerdings anfechtbar, da er unter Drohung zustande kam. Einem Bekannten von mir erging es ähnlich. Ihm wurde ein neuer Vertrag (mit vorheriger Änderungskündigung) unter die Nase gehalten, wo er weniger Urlaub bekommen hätte. Er weigerte sich, erkundigte sich, bekam die selbe Auskunft und hats beim alten Vertrag belassen. Das Arbeitsverhältnis zwischen ihm und seinem Chef ist seitdem miserabel, weil er der einzige ist, der nicht unterschrieben hatte.

Am längeren Hebel sitzt letztendlich sowieso der Chef. Der wird mit Sichwerheit kein problem haben, den freie gewordenen Arbeitsplatz zu den neuen Konditionen zu besetzen, denn vor der Tür scharren sie schon mit den Hufen.
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