Was tun wenns nichts zu tun gibt?
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Was tun wenns nichts zu tun gibt?

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  #1  
Alt 22.06.2009, 12:58
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SuperTramp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo,

die Geschäftsführung hat uns im März mitgeteilt, unser Produktionsstandort in diesem Jahr geschlossen werden soll.

Seit dem sind alle Projekte (Entwicklung), die ich vorher bearbeitet habe abgebrochen, es gibt kaum noch etwas in der Firma für mich zu tun.

Anfangs habe ich noch meine Bewerbungsunterlagen vervollständigt und einige nützlichen Dinge erledigt aber mittlerweile langweile ich mich den ganzen Arbeitstag, sitze eigentlich nur noch die Zeit ab.

Es gibt allerdings noch 2-3 Maschinen die ich technisch betreue, so dass ich nicht gänzlich abkömmlich bin.


Habe schon eine Menge Minus- Stunden, weil ich es oft nicht bis zum Feierabend aushalte und eher nach Hause gehe.
Urlaub habe ich auch nicht mehr viel.

Die Verhandlungen zw. Betriebsrat und Geschäftsführung verlaufen sehr langsam, es gibt noch keinen offiziellen Termin für Schließung. Der Betriebsrat versucht die Schließung im Interesse der Beschäftigten soweit wie möglich herauszuzögern.

Das ganze kann noch ein paar Monate so gehen.
Für mich ist es ein absolutes Grauen.

Was kann ich tun, was könnt Ihr mir raten?
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  #2  
Alt 22.06.2009, 13:06
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Ist deine Kündigung seitens deines Arbeitgebers vorgesehen oder wirst du an einen anderen Standort versetzt?

Hast du die Situation bereits mit der Agentur für Arbeit besprochen?
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Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter.
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SuperTramp (22.06.2009)

  #3  
Alt 22.06.2009, 13:29
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SuperTramp befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Es ist zwar noch nichts beschlossen, aber es wird wohl nach der Schliessung eine Transfergesellschaft geben.

Jedenfalls werde ich in der Firma nicht weiterbeschäftigt.
Mit der Arbeitsagentur habe ich noch keinen Kontakt, da es noch keinen offiziellen Schliessungstermin gibt, fühlen die sich noch nicht zuständig (habe ich von einem Kollegen erfahren).

Geändert von SuperTramp (22.06.2009 um 15:30 Uhr)
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  #4  
Alt 22.06.2009, 16:30
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Standard Was willst du (Zielsetzung) ? Die Transfergesellschaft?

Hallo SuperTramp,

zuerst solltest du DICH fragen, was DU in Zukunkt tun möchtest.

Beim jetzigen Arbeitgeber bleiben? Neuen Arbeitgeber? Dich selbstständig machen? Die Abfindung, das Kurzarbeitergeld und die Arbeitslosenunterstützung kasssieren? In Rente gehen?

Sodann, für wie groß du die Chancen und Risiken der einzelnen Alternativen einschätzt und inwieweit sich das eine gefahrlos mit dem anderen kombinieren lassen könnte (Abfindung mitnehmen und ein Jahr Transfergesellschaft, um dann kurz vor der Arbeitslosigkeit doch noch schnell einen tollen neuen Job zu finden).

Meiner Erfahrung nach zeigt sich, dass Ungewissheit gepaart mit Untätigkeit in deiner Situation die schlechteste aller Lösungen ist. Also solltest du auf jeden aktiv werden und bleiben!

Sicher spielen persönliche Rahmenbedingungen eine Rolle (Alter, Beruf, Region, Mobilität, Familie, Bankkonto etc.) Aber du solltest jetzt anfangen, dich umzuorientieren. Oder nicht? Warum nicht? Weil du einen neuen Job angeboten bekommen könntest ohne, dass der Sozialplan abgeschlossen und deine Abfindung gesichert ist? Dann kannst du immer noch überlegen. Die schlechteste aller denkbaren Zukunftsperspektiven muss das aber nicht sein.

Weitere Infos zur Transfergesellschaft und die mit ihr verbundenen Risiken für die von ihr übernommenen Mitarbeiter findest du auf Transfergesellschaft - Infos und Erfahrungsaustausch zur Transfergesellschaft
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  #5  
Alt 22.06.2009, 17:48
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Zitat:
Zitat von Insider-Online Beitrag anzeigen
Hallo SuperTramp,

zuerst solltest du DICH fragen, was DU in Zukunkt tun möchtest.

Beim jetzigen Arbeitgeber bleiben? Neuen Arbeitgeber? Dich selbstständig machen? Die Abfindung, das Kurzarbeitergeld und die Arbeitslosenunterstützung kasssieren? In Rente gehen?


Ich würde am Liebsten beim jetzigen Arbeitgeber bleiben,

Sodann, für wie groß du die Chancen und Risiken der einzelnen Alternativen einschätzt und inwieweit sich das eine gefahrlos mit dem anderen kombinieren lassen könnte (Abfindung mitnehmen und ein Jahr Transfergesellschaft, um dann kurz vor der Arbeitslosigkeit doch noch schnell einen tollen neuen Job zu finden).

Meiner Erfahrung nach zeigt sich, dass Ungewissheit gepaart mit Untätigkeit in deiner Situation die schlechteste aller Lösungen ist. Also solltest du auf jeden aktiv werden und bleiben!

Sicher spielen persönliche Rahmenbedingungen eine Rolle (Alter, Beruf, Region, Mobilität, Familie, Bankkonto etc.) Aber du solltest jetzt anfangen, dich umzuorientieren. Oder nicht? Warum nicht? Weil du einen neuen Job angeboten bekommen könntest ohne, dass der Sozialplan abgeschlossen und deine Abfindung gesichert ist? Dann kannst du immer noch überlegen. Die schlechteste aller denkbaren Zukunftsperspektiven muss das aber nicht sein.

Weitere Infos zur Transfergesellschaft und die mit ihr verbundenen Risiken für die von ihr übernommenen Mitarbeiter findest du auf Transfergesellschaft - Infos und Erfahrungsaustausch zur Transfergesellschaft
Ich würde am Liebsten die Zeit nutzen und mich fortbilden. Das mache ich ja eigentlich auch schon, aber alles im Selbststudium durchzuführen ist sehr mühsam und man bekommt keine Zertifikate.

Einen Lehrgang vom jetzigen Arbeitgeber bekomme ich nicht mehr.

Lehrgänge werden erst in Transfer- Gesellschaft angeboten, deren Qualität ist mir hinreichend bekannt, da einige Mitarbeiter schon vor einem Jahr in eine solche übergehen mussten.

Es ist so, dass ich auf der einen Seite so bald wie möglich einen neuen Job antreten will und es sieht auch ganz gut aus.

Andererseits möchte ich natürlich auch meine Abfindung kassieren und auch den anderen Mitarbeitern (vorallem den Älteren) ermöglichen so lange wie möglich dort weiterarbeiten zu können.
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  #6  
Alt 23.06.2009, 14:05
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Insider-Online befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Klingt VIEL-versprechend

Gut, ich lese aus deinen Worten: Du möchtest

- beim jetzigen Arbeitgeber bleiben
- dich fortbilden (was dir dein jetziger Arbeitgeber nicht bieten kann)
- dich evtl. in der Transfergesellschaft fortbilden, über deren Nachteile du gut informiert bist
- einen neuen Job beim neuen Arbeitgeber (was gar nicht so schlecht aussieht)
- deine Abfindung nicht in den Sand setzen
- anderen Kollegen helfen.

Fazit: Du willst entweder alles oder von allem etwas? Das Leben und erst recht das Arbeitsleben, am allerwenigsten in der heutigen Zeit und wie es scheint bei deinem Arbeitgeber ist aber kein Wunschkonzert. Du solltest für dich selbst etwas konkreter werden. Oder willst du den neuen Job, wenn er sich hoffentlich mit der Abfindungszahlung garnieren lassen könnte. Und wenn nicht? Dann doch lieber den Transfer mit Kurzarbeitergeld Null und Fortbildung?

Natürlich ist es eine gute Strategie, keine Alternative von vornherein auszuscheiden, mehrgleisig zu fahren und zu sehen, wohin und wieweit die einzelnen Wege führen, um immer erst konkret dann zu entscheiden, wenn eine Entscheidung von dir gefordert wird. Das ist sogar das insgesamt erfolgversprechenste Vorgehen.

Und aktiv bist du ja, kannst sogar anderen noch helfen. Gratuliere. Ich denke, du hast die besten Voraussetzungen. Wenn du Entscheidungshilfe in Form eines Gedankenaustausches brauchst, dann melde dich gern.

Alles Gute und gib mal Nachricht, wie es mit dir und deinen Kollegen so weitergeht.

Gruß Insider-Online (neuplacement - Gruppenoutplacement Transferagentur Transfergesellschaft)
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