Unbefristeter Arbeitsvertrag soll befristet werden
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Unbefristeter Arbeitsvertrag soll befristet werden

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Alt 30.03.2009, 21:25
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30.03.2009 Nun ist es heute soweit gekommen, dass man meine Freund fristgerecht während der Probezeit gekündigt hat ohne Angaben von Gründen, was er auch darf. Die Probezeit läuft nämlich erst Mitte April 09 aus. Der wahre Grund ist aber, dass mein Freund sich auf die Vertragsänderung nachträglich auf einen "befristeten" Vertrag nicht eingelassen hat. Laut Erkundigung beim Arbeitsgericht heute hat man sowas auch noch nicht gehört, dass jemand nachträglich einen unbefristeten Vertrag in einen befristeten Vertrag umwandeln möchte. Schade für meinen Freund, dass es so gekommen ist, aber auch gut so, denn so hat er sich sicherlich Einiges in Zukunft erspart. Denn wer schon so anfängt?


29.03.2009
Wie soll sich mein Freund auf Folgendes am besten und richtigsten verhalten? Benötige dringend Antwort, wenn möglich noch heute[/COLOR]. Merci!


Hallo zusammen,

einer meiner Freunde wurde heute zu seinem Chef gebeten, welcher ihn seinen Vertrag vorlegte und mitunder ansprach, seinen jetzigen "unbefristeten" Vertrag nachträglich in einen "befristeten Vertrag für 1 Jahr" abzuändern. Aufgrund der jetzigen Wirtschaftslage wäre das so besser für sein Geschäft. Der Chef ist aber ebenso der Meinung, dass der bestehende Vertrag sowieso nur befristet sei, aber dies stimmt gemäß meiner eingehende Prüfung überhaupt nicht. Mein Freund hat einen von Anfang an "unbefristeten" Arbeitsvertrag.
In seinem Vertrag steht nur folgende Klausel ohne Angabe des Endes des Arbeitsverhältnisses:

§ 1 Beginn des Arbeitsverhätlnisses

1. Das Arbeitsverhältnis beginnt am 15.10.2008. Vor seinem Beginn ist die ordentliche Kündigung ausgeschlossen.
2. Die Probezeit beträgt 6 Monate
3. Während der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist 14 Tage ohne feststehenden Endtermin

Daraus entnehme ich, dass von Beginn an ein "unbefristeter" Vertrag besteht und auch die Probezeit seit 15 März 2009 vorbei/überstanden ist, also auch hier keine Kündigung mehr möglich ist.

Eine betriebsbedingte Kündigung ist natürlich möglich aus angeblich "wirtschaftlichen Gründen", aber dies müßte sein Chef ihm erstmal belegen. Außerdem macht es für mich keinen Sinn, warum der Chef versucht, nun einen "befristeten" Vertrag aus seinem "unbefristeten" Vertrag zu machen. Wenn der Chef eine "betriebsbedingte Kündigung aus wirtschaftlichen Gründen" wirklich vorweisen/belegen kann, ist es ohnehin egal, ob ein Vertrag nun "befristet" oder "unbefristet" ist. Mein Freund arbeitet im Gärtnerbetrieb, in einem Geschäft, die u.a. auch Blumen verkaufen, Pflanzenpflege durchführen und Pflanzenwartungen bei außenstehenden Kunden durchführen. Die gesamten Mitarbeiter ohne Chef belaufen sich auf 4 Mitarbeiter, demnach würde auch das Kündigungsschutzgesetz bei meinem Freund nicht greifen, falls der Chef vorhat, ihn betriebsbedingt zu kündigen, wenn er sich auf die Vertragsänderung nicht einlässt, was ich befürchte. Sollten es doch mehr als 5 Mitarbeiter sein, die dort beschäftigt sind, würde das Kündigungsschutzgesetz greifen und der Chef müßte seine wirtschaftlichen Gründe dem Gericht ggf. darlegen, so aber wird er sich streuben dürfen. Was mich an der ganzen Geschichte einfach stutzig macht, ist, dass sein Chef nie Zeit hatte, endlich mal meinen Freund seinen restlichen Urlaub aus 2008 zu gewähren/darauf einzugehen, mit ihm zu reden, trotz mehrmaligen freundlichen Bitten. Alle anderen Mitarbeiter haben sogar teilweise ihren Jahresurlaub 2009 schon eingetragen und können planen, er aber nicht, noch nicht mal den Rest aus 2008. Da mein Freund sehr stark körperlich dort arbeitet, wirlich sehr große kiloschwere Untertöpfe alleine schleppen muß ohne Hilfsmittel, kommt er natürlich auch ab und an ins Schwitzen, das bleibt bei solch einem Beruf nicht aus. Ich war erschüttert zu hören, dass sein Chef ihm im selben Gespräch mit der Vertragsänderung fragte, ob er sich überhaupt immer mal dusche, da sich jemand beschwert hätte, er würde stinken", einen Namen wollte er aber nicht nennen. Mein Freund hat weder die Möglichkeit, sich dort zu duschen nach körperlicher Arbeit, noch während der Wartungsarbeiten. Wenn, dann nur zuhause. Mein Freund ging auf diese Anregung nicht, da war er zu überrascht. Ich finde es überhaupt anzüglich, eine solche Frage mit auch solch ausgewählten Worten überhaupt zu stellen, ob man generell dusche,...das ist eine Frechheit. Mir kommt die ganze Geschichte eher so vor, als mobbe man ihn bedacht, weil sein Chef zu spät gemerkt hat, dass seine Probezeit bereits seit 15 März 09 ausgelaufen ist. Sein Chef versucht es nun auf eine andere Tour. Ebenfalls stellt sein Chef ihm nicht mehr verkehrssichere Fahrzeuge zur Verfügung, bei dem bei einem nun sogar der TUV abgelaufen ist, bei dem anderen die Bremsen nicht mehr richtig greifen und zu wirklich Eiseszeiten, wo alles tief gefroren war, er noch mit Sommerreifen fahren mußte. Hierüber hat mein Freund sich desöfteren freundlich beim Chef geäussert, dies instant zu setzen, da mein Freund sonst mit in der Haftung bei einem Unfall fallen könnte, von einer Fahrt mit einem solchen Auto bis auf weiteres absehen muß. Mein Freund bat den Chef, die Sachen nun endlich in Stand zu setzen, ansonsten ist er nicht verpflichetet solche Fahrzeuge noch zu fahren. Das stimmt auch, denn es handelt sich bei den Fahrzeugproblemen wirklich um extrem verkehrswidrige Sachen, keine Kleinigkeiten mehr, über die man mal hinweg sieht.
Sicherlich wird sein Chef ihn gleich morgen früh über die Vertragsänderung auf "befristeten Vertrag für 1 Jahr" nochmal ansprechen. Wie soll er sich da nun am besten und richtigsten verhalten?
Ich habe ihm gesagt, er soll auf gar nichts eingehen oder unterschreiben, wenn es böse kommt, dann kann er es nur auf gerichtlichen Wege wohl mit diesem Chef angehen. Ich würde mich auf keinen Fall auf einen "befristeten" Vertrag einlassen, auch wenn ein anscheinend böses Mobbing anfängt. Mein Feund ist wirklich immer freundlich und zuvorkommend und auch bei den Kunden beliebt,...das hat er einfach nicht verdient. Ich hoffe auf eine schnelle Antwort, wenn möglich noch heute. Vielen lieben Dank im voraus. Desweiteren steht in seinem Arbeitsvertrag folgende Klausel, wo ich der Meinung bin, dass dies gar nicht Rechtens ist, mehr oder weniger Altbacken:

Herr XY erklärt, dass er an keiner ansteckenden krankheit leidet, keine körperlichen oder gesundheitlichen Mängel, insbesondere chronische Erkrankungen verschwiegen hat und zum Zeitpunkt des Abschlusses des Arbeitsvertrages nicht den Bestimmungen des Schwerbehindertengesetzes unterliegt.

Ist das überhaupt Rechtens, so eine Floskel überhaupt aufzuführen?

Geändert von Wissbegierig (31.03.2009 um 20:19 Uhr)
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