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#1
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| Hallo zusammen, ich habe folgendes Problem: Mitte Oktober habe ich bei einem Bekleidungsgeschäft angefangen. Die ersten zwei Wochen wurden mir, quasi als Probezeit, auf 400Euro-Basis abgerechnet, ab November sollte ich dann als Teilzeitkraft angestellt werden. Seit Anfang November wird mir immer wieder ein Arbeitsvertrag versprochen, bislang habe ich keinen bekommen. Schon allein in der vergangenen Woche wurde mir wieder zweimal zugesichert, den Vertrag zu liefern. Im November habe ich 92 Stunden gearbeitet. Jetzt wurden mir wieder 400 Euro überwiesen, von den 92 Stunden also 42,95 abgerechnet. Als ich meinen Chef zur Rede stellte, bezeichnete er das als Vorschuss und erklärte mir, ohne Vertrag könne er mich nicht als Teilzeitkraft abrechnen. Den Vertrag würde er mir am Wochenende per mail schicken, sobald er dann unterschrieben ist, würde er mir den Rest abrechnen. Natürlich kam am Wochenende kein Vertrag. Nun habe ich die Nase voll. Ich brauche das Geld sehr dringend, schließlich muss ich Miete, Essen, Auto, Versicherungen...bezahlen. Ich möchte den Arbeitgeber wechseln, weil ich mir ziemlich sicher bin, dass ich dort ausgenützt werde. Dem Laden geht es nicht sehr gut, vermutlich will sich mein Chef die Krankenkassenbeiträge für mich sparen und zögert das Ganze hinaus. Ich habe die Chance auf eine neue Stelle ab Januar und habe hierfür auch schon einen Vertrag bekommen. Welche Möglichkeiten habe ich, mir das Geld für die geleisteten Stunden, das mir doch eigentlich zusteht, zu holen? Mir wäre es auch neu, dass ich nur auf Basis einer schriftlichen Vereinbarung als Teilzeitkraft abgerechnet werden kann, schließlich gelten rein rechtlich auch mündliche Verträge. Für ein paar Tipps in dieser verfahrenen Situation wäre ich sehr dankbar. |
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#2
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| Wenn Du ab Januar einen neuen Arbeitgeber hast musst Du auf jeden Fall das jetzige Arbeitsverhältnis schriftlich kündigen! Auch ist hier (wenn Du es beweisen kannst) ein rechtlich wirksamer Arbeitsvertrag auf Teilzeitbasis entstanden. Mündliche Verträge sind wirksam (ausser befristete Verträge, hier wäre die Befristung unwirksam). Also ich würde schriftlich kündigen und gleichzeit schriftlich mein Geld einfordern mit einem gesetzten Termin. Ich hoffe Du kannst die Stundne nachweisen? Zeugen?
__________________ Dies ist nur meine persönliche Meinung. Ich bin kein Rechtsanwalt. Irrtümer vorbehalten |
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#3
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| Die Stunden habe ich schriftlich und liegen bei der Abrechnungsstelle vor. Zeugen gibt es theoretisch jede Menge, bei den Kollegen besteht da dann nur oft die Gefahr, dass sie im Notfall dann doch nicht aussagen, um selbst keinen Ärger zu bekommen. Aber dann werde ich das so versuchen, dann gilt vermutlich die gesetzliche Kündigungsfrist von zwei Wochen, in der Richtung wurde mündlich sonst nichts vereinbart. Vielen Dank für die Hilfe |
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#4
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| ich sehe hier eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum 15ten oder Monatsletzten! Die Probezeit war ja nur für die ersten 2 Wochen vereinbart.
__________________ Dies ist nur meine persönliche Meinung. Ich bin kein Rechtsanwalt. Irrtümer vorbehalten |
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#5
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| Dein Boss hätte auch die Möglichkeit, dein Arbeitsverhältnis über einen Midi-Job [401€ bis 800€] abzuwickeln. Auskunft erteilt die Krankenkasse. Ein Midijob ist für einen Arbeitgeber ähnlich vorteilhaft wie ein Minijob. Ein Midijob ist sozialversicherungspflichtig, man erwirbt dabei Rentenansprüche und Anwartschaft auf ALG I.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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