Arbeitszeugnis-Die betriebsbedingte Kündigung
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Arbeitszeugnis-Die betriebsbedingte Kündigung

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  #1  
Alt 15.11.2007, 01:13
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Hallo Forum-Gemeinde,

aus wirtschaftlichen Gründen bin ich gezwungen einen meiner Angestellten zu kündigen, da das Unternehmen noch in den "Kinderschuhen" steckt und die Aufträge in letzter Zeit zurückgehen muss ich mich wohl oder übel von ihm, trennen. Das Problem ist dass er bisjetzt sehr gute Arbeit geleistet hat und ich möchte ihm dementsprechend ein sehr gutes AZ erstellen, wobei ich durch meine Internet-Recherche herausgefunden hab dass die "betriebsbedingte Kündigung" oft negativ vom zukünftigen Arbeitgeber bewertet wird.

Wie kann ich den Schlussatz am besten formulieren und dem Leser klarmachen dass die Kündigung tatsächlich durch wirtschaftliche Gründe zustandegekommen ist?

Mein erstelltes AZ:

Arbeitszeugnis
Herr X, geboren am XXXX in Bochum, war in der Zeit vom 1. November 2007 bis zum 30. November 2007 in unserem Unternehmen als Leiter des Kundenservice beschäftigt.
Herr X hat sich schnell und sicher in das Aufgabengebiet eingearbeitet und seine Tätigkeiten selbstständig und gewissenhaft durchgeführt. Die an ihn gestellten Aufgaben in der Auftragsannahme und -bearbeitung, sowie beim Dokumentenmanagement und der Kundenstammverwaltung, hat Herr X mit großem Fleiß zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeübt und unseren Erwartungen in jeder Hinsicht in bester Weise entsprochen.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war immer freundlich, kooperativ und einwandfrei. Wir danken Herrn X für die stets gute Zusammenarbeit und bedauern sehr, das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen betriebsbedingt zu kündigen.

Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.



Könnt ihr mir sagen was ihr davon haltet und eventuell ein paar Tipps geben?
Musste ja niemanden bisjetzt zwecks solchen Umständen kündigen

Vielen dank im voraus.
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  #2  
Alt 15.11.2007, 01:53
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Zitat:
war in der Zeit vom 1. November 2007 bis zum 30. November 2007
War er wirklich nur 4 Wochen tätig?
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  #3  
Alt 15.11.2007, 03:09
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Am 1. Nov hat er angefangen und ich werde ihn zum Ende des Monats kündigen müssen, er arbeitet erst seit 2 Wochen bei mir.
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  #4  
Alt 15.11.2007, 03:38
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WEie alt ist dein Mitarbeiter?
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  #5  
Alt 15.11.2007, 03:53
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Ist das nicht Off-Topic? Er ist 25.
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  #6  
Alt 15.11.2007, 04:33
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... kein Off-Topic.

Entlassungen sind eine ernste Angelegenheit, aber wenn man schon dazu gezwungen ist, sollte man das Bestmögliche daraus machen. Dazu gehört das Wissen, welche sozialen Folgen eine Entlassung verursacht und wie der Entlassene in das soziale Netz eingebettet ist. Wäre der Kandidat unter 25, hätte er deutliche Probleme zu erwarten (ALG II).

***
Arbeitszeugnis

Herr X, geboren am XXXX in Bochum, war in der Zeit vom 1. November 2007 bis zum 30. November 2007 in unserem Unternehmen als Leiter des Kundenservice beschäftigt.

Hier stellt sich die Frage, ob ein 25jähriger die Stelle eines Serviceleiters ausfüllen kann oder ob das nur ein toller Titel ist.

Herr X hat sich schnell und sicher in das Aufgabengebiet eingearbeitet und seine Tätigkeiten selbstständig und gewissenhaft durchgeführt.

Diese Aussage wird dadurch in Frage gestellt, dass das Arbeitsverhältnis bereits nach ca. 14 Tagen gekündigt wird. Das bedeutet üblicherweise, dass der Arbeitnehmer völlig unfähig ist.

Die an ihn gestellten Aufgaben in der Auftragsannahme und -bearbeitung, sowie beim Dokumentenmanagement und der Kundenstammverwaltung, hat Herr X mit großem Fleiß zu unserer vollsten Zufriedenheit ausgeübt und unseren Erwartungen in jeder Hinsicht in bester Weise entsprochen.

Diese Beschreibung der Tätigkeiten deuten auf den Arbeitsplatz eines Sachbearbeiters hin, aber nicht auf einen Serviceleiter.

Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kunden war immer freundlich, kooperativ und einwandfrei. Wir danken Herrn X für die stets gute Zusammenarbeit und bedauern sehr, das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen betriebsbedingt zu kündigen.

Wir wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

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Da das Arbeitsverhältnis nur 4 Wochen lang bestand, sollte man diese Beschäftigung als vorübergehenden Job / Aushilfsjob deklarieren. Darüber solltest du dich mit deinem Mitarbeiter unterhalten, ob er sich meiner Ansicht anschliesst. Vielleicht ist das für dich ein unangenehmes Gespräch, aber als Chef bleiben dir solche Gespräche nicht erspart.

Ich selber würde eine andere Möglichkeit bevorzugen: Umwandlung des jetzigen Arbeitsverhältnisses in einen MIDIJOB (401€ - 800 €), die Krankenkasse und dein Steuerberater informieren dich dazu, dein Mitarbeiter beantragt dann Aufstockung ALG II bei der ARGE/Jobcenter: Das würde ihm Zeit verschaffen, eine passende Arbeit zu finden. Ausserdem würde seine Anwartschaft auf ALG I geschont. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für euch.


Bitte unterrichte deien Mitarbeiter, dass er sich SOFORT arbeitsuchend melden soll.

Arbeitslosigkeit droht - www.arbeitsagentur.de

WICHTIG ===>>> § 37 b SGB III http://www.arbeitsagentur.de/zentral...rbeitsuche.pdf
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  #7  
Alt 15.11.2007, 05:07
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Danke für die Antwort.

Bin aber jetzt irgendwie durcheinander...

Zu 1)
Ok, das mit dem Titel klingt schon unpassend (Leiter des Kundenservice), er war ja auch für die Stelle vorgesehen, aber leider gab es sozusagen dazu keine "Zeit" ihn für diese Stelle vorzubereiten, jeder meiner Mitarbeiter durchschläuft als aller erstes die typischen "Newbie-Aufgabenfelder" (in dem Fall die Sachbearbeitung von Aufträgen, etc)
um erstmal Fuß zu fassen und die Kenntnise von früher wieder aufzufrischen.
Aber das wär ja nicht das Problem, die Position kann man ja schnell umändern damits zu den Aufgabenfeldern passt. Schlimm wärs wenn ich die Aufgabenfelder der Position anpassen würde, so dass er beim nächsten AG ins offene Messer läuft.

Zu 2)
Und genau das sollte es ja nicht bedeuten, ich dachte der Satz wäre sozusagen Note 1, so dass keiner ein falschen Eindruck kriegen soll...

Und die Idee mit dem Aushilfsjob hab ich ihm bereits unterbreitet, davon war er allerdings nicht so sehr begeistert und irgendwie würde es ja auch nichts an der Tatsache ändern dass er nur 4 Wochen gearbeitet hat und gekündigt wurde, meiner Meinung nach ist das sogar ein größerer Tiefschlag.

Wie kann ich das jetzt am besten formulieren oder wie kann ich konkret sagen dass ihn keine Schuld für die Kündigung trifft?

P.S.: Diese Schmerzhafte Nachricht hab ich ihm bereits übermittelt, habe auch versucht ihn woanders (bei Kollegen in anderen Filialen) unterzubringen, sieht aber momentan einfach schlecht aus
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  #8  
Alt 15.11.2007, 06:00
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Welchen Beruf hat er denn erlernt ?
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  #9  
Alt 15.11.2007, 06:46
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Er hat Versicherungskaufmann gelernt, war aber soweit ich weiss lange nicht in der Branche tätig...3 Jahre oder so?
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  #10  
Alt 15.11.2007, 07:02
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Vorschlag für ein Arbeitszeugnis:

Arbeitszeugnis


Herr X, geb. xx.xx.xxxx in ......., wohnhaft .........., wurde kurzzeitig in der Zeit vom xx.xx.xxxx bis xx.xx.xxxx als ...(Berufsbezeichnung) ... eingestellt, um unser Stammpersonal zu unterstützen.

Zu seinem Aufgabengebiet gehörten im wesentlichen folgende Arbeiten:

..........
.............
.................

Herr X hat sich schnell und sicher in das Aufgabengebiet eingearbeitet und seine Tätigkeiten selbstständig und gewissenhaft durchgeführt.

Alle Arbeiten wurden von Herrn X mit großem Fleiß zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt und unseren Erwartungen wurden in jeder Hinsicht in bester Weise entsprochen.

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Das Arbeitserhältnis endet fristgerecht innerhalb der Probezeit.

Wir danken Herrn X für die stets gute Zusammenarbeit und bedauern, das Arbeitsverhältnis aus wirtschaftlichen Gründen nicht fortführen zu können.

Wir wünschen Herrn X alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

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