Bewertung Arbeitszeugnis - "Mädchen für alles" benötigt Hilfe
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Bewertung Arbeitszeugnis - "Mädchen für alles" benötigt Hilfe

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  #1  
Alt 28.04.2010, 23:43
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Beitrag Bewertung Arbeitszeugnis - "Mädchen für alles" benötigt Hilfe


hallo,

ich habe mein Arbeitszeugnis erhalten und benötige dringend Hilfe beim Lesen zwischen den Zeilen.

Ich war die vergangenen zwei Jahre befristet in einem Seniorenwohnheim für ca. 35 Bewohner als Mitarbeiter im Technischen Dienst (Elektriker, EDV-Administrator, Hausmeister) angestellt. Wenigstens steht es so im Arbeitsvertrag.

Dazu muss ich jedoch sagen das diese Einrichtung ihre Dienste unter der Trägerschaft eines wesentlich größeren und renommierteren Seniorenheims mit insgesamt 4 Häusern und über 300 Betten anbietet. Räumlich sind beide Firmen durch eine Verbindungstür getrennt. Bis vor zwei Jahren hatte ich einen Arbeitsvertrag und meinen Arbeitsplatz eben bei diesem Träger. Anstelle eines mir in Aussicht gestellten unbefristeten Vertrages bot man mir seinerzeit nach zweijähriger Betriebszugehörigkeit einen 2 Jahresvertrag bei der "Tochterfirma". Durch diesen damaligen Wechsel änderte sich im Grunde genommen rein gar nichts. Weder die Vorgesetzten, das Büro, noch der Aufgabenbereich etc.
Mindestens 95% meiner Arbeit betrafen auch weiterhin die Belange der "Muttergesellschaft".

Lange Rede kurzer Sinn. Kann ich vom Arbeitgeber verlangen das der Name und auch die Betriebsgröße der Muttergesellschaft, für die ich letztendlich zuständig war, im Zeugnis erwähnt werden? Die Beschreibung "für weitere Unternehmen" oder "andere Betriebe" finde ich nicht richtig.

Vor der Erstellung des Zeugnisses fand ein Gespräch mit meinem direkten Vorgesetzten statt. Anhand eines von der Personalabteilung ausgehändigten Bewertungsbogens mit allen möglichen Kriterien (Fachwissen, Auffassungsgabe, Denk- und Urteilsvermögen, Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Arbeitsweise, Zuverlässigkeit, Arbeitsqualität, Ordnung, zusammenfassende Leistungsbeurteilung, Führung) bewertete er alle aufgeführten Punkte mit "gut".

Die Tätigkeitsbeschreibung entspricht soweit den Gegebenheiten. Nun ja, dass der Arbeitgeber mir auch attestiert ein Bild aufhängen zu können finde ich dann doch merkwürdig.

Auf Grundlage des Bewertungsbogens des Abteilungsleiters wurde dann das Zeugnis im Personalbüro erstellt:

-------------------------------------------

Zeugnis

Herr XXX, geboren am 00.00.0000, war in der Zeit vom 01.04.2008 bis 31.03.2010 als Mitarbeiter des Technischen Dienstes in der xxx GmbH beschäftigt.

In der xxx GmbH werden 40 Bewohner/-innen. In unserem Hause arbeiten wir nach christlichem Leitgedanken und stellen die Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns. Wir arbeiten nach dem Pflegemodell von xxx.

Herr xxx war in der Abteilung Technischer Dienst eingesetzt, in der er einerseits für die xxx GmbH und andererseits auch für weitere Unternehmen vorwiegend für den Bereich Elektrik verantwortlich war. Dazu gehörten im Wesentlichen das Montieren von Lampen, das Installieren von Steckdosen, das Verlegen von Leitungen und Kabelkanälen, das Einbauen von Sicherungen, das Verdrahten von Schaltkästen und Dosen, das Anschließen von Herden, das Kontrollieren der Lüfter sowie die Fehlersuche bei Störungen.

Außerdem war Herr xxx EDV-Administrator unserer Gesellschaft und anderer Betriebe. Hierzu gehörte die Erweiterung und Wartung der vorhandenen IT-Infrastruktur mit ca. 60 Rechnern einschließlich der Durchführung kleinerer Reparaturen. Ebenso übernahm er die Planung, Bestellung und Installation neuer Hardware-Komponenten sowie die Installation von Software und die Datensicherung. Bei Anwenderfragen gab er Hilfestellung.

Des Weiteren übernahm Herr xxx allgemein anfallende Arbeiten des Technischen Dienstes, wie das Ein- und Ausräumen von Bewohnerzimmern, den Transport und die Überprüfung von Pflegebetten und anderen Möbeln, das Aufhängen von Bildern, das Austauschen von Sanitärzubehör sowie andere anfallende Arbeiten der Sanitäranlagen, Sperrmüllbeseitigung sowie den Winterdienst. Im Rahmen des Rufbereitschaftsdienstes war er für die Sicherstellung der einwandfreien Funktion der gesamten technischen Anlage zuständig.

Herr xxx zeigte sich als einsatzbereiter und sehr zuverlässiger Mitarbeiter, der verantwortlich und jederzeit selbstständig eingesetzt werden konnte. Aufgrund seiner guten Fachkenntnisse war er in der Lage, auf die gegebenen Situationen eines Altenzentrums angemessen und richtig zu reagieren.

Alle ihm übertragenen Aufgaben erfüllte er stets zu unserer vollen Zufriedenheit.

Im Umgang mit den alten Menschen zeigte sich Herr xxx stets freundlich und hilfsbereit. Sein Verhalten zu Vorgesetzten und Mitarbeitern war einwandfrei.

Der von vorneherein befristete Vertrag endete zum 31.03.2010. Wir danken Herrn xxx für seine Mitarbeit und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.

xxx, 31.03.2010

Xxx
Geschäftsführung

xxx
Leiter Technischer Dienst


---------------------------------


Entspricht das so formulierte Zeugnis jetzt wirklich in der Beurteilung durchweg einem "gut" oder tendiert es eher zu einem "befriedigend".

Ich weiß es nicht richtig einzuschätzen.

vorab schon mal danke für die Hilfe.

mike2010
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  #2  
Alt 29.04.2010, 09:50
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Guten Morgen Mike,

Zitat:
Zitat von mike2010 Beitrag anzeigen
Lange Rede kurzer Sinn. Kann ich vom Arbeitgeber verlangen das der Name und auch die Betriebsgröße der Muttergesellschaft, für die ich letztendlich zuständig war, im Zeugnis erwähnt werden?
... einerseits sehe ich da schon einen diesbezüglichen Anspruch, andrerseits wird es wohl so sein dass der Arbeitgeber sich dagegen wehren wird dieses Vertragsgemauschel im Zeugnis zu dokumentieren.

Zitat:
Zitat von mike2010 Beitrag anzeigen
In der xxx GmbH werden 40 Bewohner/-innen.
... steht das wirklich so in deinem Zeugnis?

Zitat:
Zitat von mike2010 Beitrag anzeigen
Entspricht das so formulierte Zeugnis jetzt wirklich in der Beurteilung durchweg einem "gut" oder tendiert es eher zu einem "befriedigend".
... im Grunde stehen die im wertenden Teil verwandten Formulierungen für je eine durchaus gute Beurteilung, besonders viel Mühe hat sich der Verfasser aber offensichtlich nicht gemacht, hat er doch für die Würdigung von Fachwissen, Auffassungsgabe, Denk- und Urteilsvermögen, Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit, Arbeitsweise, Zuverlässigkeit, Arbeitsqualität, Ordnung, zusammenfassende Leistungsbeurteilung in gerade mal drei Zeilen gepackt.
__________________
... schöne Grüße

Wolf





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  #3  
Alt 29.04.2010, 14:59
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Standard Bewertung Arbeitszeugnis

Hallo Wolf,

danke für die Stellungnahme. Die Schreibfehler stehen wirklich im Zeugnis. Ich hatte alles bis auf die Daten 1:1 übernommen. Werde hier auf alle Fälle um eine Änderung bitten und auch versuchen ob sie dazu bereit sind die Trägerschaft der Hauptgesellschaft im Firmenprofil zu erwähnen. Macht jetzt irgendwie den Eindruck als spielte sich alles in einer kleinen Familienpension ab.
Die Beurteilung hatte ich mir auch etwas ausführlicher erhofft. Aber wenn diese Kürze nicht negativ gewertet werden kann werde ich wohl damit leben müssen.
Ich melde mich noch mal und gebe Bescheid wie es ausgegangen ist.

mike
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