Bitte dringend um Meinungen zu/Hilfe bei Arbeitszeugnis
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Bitte dringend um Meinungen zu/Hilfe bei Arbeitszeugnis

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  #1  
Alt 19.10.2008, 16:25
am_ am_ ist offline
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Liebe Nutzer,

ich habe lange in einer öffentlichen Einrichtung gearbeitet, aus der ich nun ausscheide. Folgend der Zeugnisentwurf, den ich erhalten habe und Hintergründe.

Arbeitszeugnis:

Frau XXX, geboren am XXX, war in der Zeit vom XXX im Büro XXX als Sachbearbeiterin eingestellt.

Zu Ihren Aufgaben gehörte die Beratung und Betreuung von XXX, die verwaltungstechnische Abwicklung XXX (zu Tätigkeiten stehen noch ein paar Sätze, die ich selbst noch einmal überarbeiten und um Ergänzung bitten werde ...)

Frau XXX arbeitete sehr zuverlässig und systematisch. Dabei stellte sie sich vorausschauend auf neue Aufgaben ein und gestaltete ihre Arbeitsabläufe sehr rationell. Zudem besitzt sie ein ausgeprägtes Pflicht- und Verantwortungsbewußtsein, packt die ihr übertragenden Aufgaben mit viel Elan an und führt sie mit größter Beharrlichkeit durch. Größtem Arbeitsanfall ist sie jederzeit gewachsen.

Frau XXX bewältigte die anfallenden Aufgaben selbständig, ist sehr kreativ und entwickelte ausgezeichnete Lösungsvorschläge, die sich zudem durch klare und eindeutige Schlussfolgerungen und einem sehr hohen Grad an praktischer Verwertbarkeit auszeichnen. Sie war stets auf dem neuesten Kenntnisstand und sehr sicher in der Anwendung ihres Wissens.

Im Umgang mit Praktikanten und Partnerfirmen bewies Frau XXX bei einem vollkommen sicheren und sehr korrekten Auftreten stets ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und argumentierte äußerst sachlich. Von den Mitarbeitern wurde sie sehr geschätzt und voll anerkannt.

Frau XXX erfüllte die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollstem Zufriedenheit.

Frau XXX verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir wünschen ihr für ihre weitere Zukunft alles Gute und viel Erfolg.


Zum Hintergrund: Ich habe dort mehrere Jahre als wissenschaftliche Hilfskraft gearbeitet und anschließend eine Teilzeitstelle angeboten bekommen. Die habe ich angenommen und 1,5 Jahre als Angestellte weiter gearbeitet.
Ich hatte immer befristete Verträge (Anstellung in Projektarbeit, und deshalb jährlich Verlängerung). Geplant war mein Ausstieg im zuerst zum Mai 2008, um mich neuen Aufgaben zu widmen. Ich habe mich dann aber entschieden, noch ein Jahr weiter dort zu bleiben, und habe aufgrund der genannten Projektarbeit den Vertrag vorerst bis Nov 2008 verlängert bekommen. In der Zeit kam es zwischen mir und meiner direkten Vorgesetzten immer mal wieder zu Diskussionen, was letztendlich bei ihr zur Entscheidung geführt hat, den Vertrag nicht mehr bis zum Mai 2009 zu verlängern.
Wir haben trotz der Unstimmigkeiten immer gute Ergebnisse liefern können, und sie hat mir mehrmals bestätigt, dass ich meine Arbeit sehr gut mache. Auch bei der Mitteilung, dass sie den Vertrag für die letzten Monate nicht mehr verlängern wird, hat sie nochmals gesagt, dass meine Arbeitsergebnisse immer top waren und ihre Entscheidung rein gar nichts damit zu tun hat, sondern lediglich mit unseren Unstimmigkeiten. (eine grundsätzliche Verhaltensweise von ihr, die auch bei anderen Mitarbeitern dazu geführt hat, das Verträge nicht verlängert wurden)
Das Zeugnis selbst wird nicht von ihr sondern dem Chef der Abteilung ausgestellt, von dem ich glaube, dass er in der Zeugniserstellung kaum Erfahrung hat und vielleicht nicht genau über Bedeutung von Formulierung etc. bescheid weiß. Ich finde manche Formulierungen holperig und bin mir an einigen Stellen nicht sicher, was er sagen wollte ... ob das Absicht war oder er nicht weiß, was sie bedeuten könnten. Denn grundsätzlich wurde mir auch von ihm immer bestätigt, dass meine Arbeit super ist. Einige Formulierungen bestätigen das, andere scheinen das Gegenteil zu sagen ... wobei ich mich mit Zeugnisformulierungen auch wenig auskenne und weiß, dass es zwar Formulierungen gibt, die häufig gleich gedeutet werden können, aber keine "einheitliche Codierungsliste" existiert.
"Sie verlässt uns auf eigenen Wunsch" stimmt insofern, als dass ich in einem halben Jahr gegangen wäre, wollte aber ja im Grunde diese Monate noch arbeiten ... es stimmt also nicht ganz und ich bin unsicher, wie der Satz am besten lauten könnte ... wobei da wahrscheinlich jeder Satz unpassend scheint bzw. von irgendjemandem falsch gedeutet oder überbewertet werden könnte ....

Ich bitte um eine Beurteilung des Zeugnisses, Kommentare zu Formulierungen und Anregungen zur Überarbeitung.

Was macht das Zeugnis für einen Eindruck?
Wo ist's "komisch"?
Fehlt was?
Geht irgendetwas gar nicht?
etc.

Ich freue mich über alle Anregungen und danke dafür schon einmal!
Grüße und allen einen guten Start in die neue Woche,
am_
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  #2  
Alt 19.10.2008, 20:30
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hallo Am_,

... deutlich wird dass der Verfasser, der sich sicherlich einige Grundkentnisse im Schreiben von Arbeitszeugnissen angelesen hat (mehr aber nicht) in ungefähr das wiedergibt was du berichtest. So wird deine Arbeitsleistung als positiv aber nicht eindeutig sehr gut beschrieben -dein Sozialverhalten, insbesondere gegenüber (deiner speziellen) Vorgesetzten lässt jedoch sehr zu wünschen übrig.

Ansonsten ist das Arbeitsverhältnis und dessen Beendigung unrichtig beschrieben, ich lese weder etwas von einer Befristung noch von deren Ablauf.


Wolf





Zitat:
Zitat von am_ Beitrag anzeigen
Liebe Nutzer,

ich habe lange in einer öffentlichen Einrichtung gearbeitet, aus der ich nun ausscheide. Folgend der Zeugnisentwurf, den ich erhalten habe und Hintergründe.

Arbeitszeugnis:

Frau XXX, geboren am XXX, war in der Zeit vom XXX im Büro XXX als Sachbearbeiterin eingestellt.

Zu Ihren Aufgaben gehörte die Beratung und Betreuung von XXX, die verwaltungstechnische Abwicklung XXX (zu Tätigkeiten stehen noch ein paar Sätze, die ich selbst noch einmal überarbeiten und um Ergänzung bitten werde ...)

Frau XXX arbeitete sehr zuverlässig und systematisch. Dabei stellte sie sich vorausschauend auf neue Aufgaben ein und gestaltete ihre Arbeitsabläufe sehr rationell. Zudem besitzt sie ein ausgeprägtes Pflicht- und Verantwortungsbewußtsein, packt die ihr übertragenden Aufgaben mit viel Elan an und führt sie mit größter Beharrlichkeit durch. Größtem Arbeitsanfall ist sie jederzeit gewachsen.

Frau XXX bewältigte die anfallenden Aufgaben selbständig, ist sehr kreativ und entwickelte ausgezeichnete Lösungsvorschläge, die sich zudem durch klare und eindeutige Schlussfolgerungen und einem sehr hohen Grad an praktischer Verwertbarkeit auszeichnen. Sie war stets auf dem neuesten Kenntnisstand und sehr sicher in der Anwendung ihres Wissens.

Im Umgang mit Praktikanten und Partnerfirmen bewies Frau XXX bei einem vollkommen sicheren und sehr korrekten Auftreten stets ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und argumentierte äußerst sachlich. Von den Mitarbeitern wurde sie sehr geschätzt und voll anerkannt.

Frau XXX erfüllte die ihr übertragenen Aufgaben stets zu unserer vollsten Zufriedenheit.

Frau XXX verlässt uns auf eigenen Wunsch. Wir wünschen ihr für ihre weitere Zukunft alles Gute und viel Erfolg.


Zum Hintergrund: Ich habe dort mehrere Jahre als wissenschaftliche Hilfskraft gearbeitet und anschließend eine Teilzeitstelle angeboten bekommen. Die habe ich angenommen und 1,5 Jahre als Angestellte weiter gearbeitet.
Ich hatte immer befristete Verträge (Anstellung in Projektarbeit, und deshalb jährlich Verlängerung). Geplant war mein Ausstieg im zuerst zum Mai 2008, um mich neuen Aufgaben zu widmen. Ich habe mich dann aber entschieden, noch ein Jahr weiter dort zu bleiben, und habe aufgrund der genannten Projektarbeit den Vertrag vorerst bis Nov 2008 verlängert bekommen. In der Zeit kam es zwischen mir und meiner direkten Vorgesetzten immer mal wieder zu Diskussionen, was letztendlich bei ihr zur Entscheidung geführt hat, den Vertrag nicht mehr bis zum Mai 2009 zu verlängern.
Wir haben trotz der Unstimmigkeiten immer gute Ergebnisse liefern können, und sie hat mir mehrmals bestätigt, dass ich meine Arbeit sehr gut mache. Auch bei der Mitteilung, dass sie den Vertrag für die letzten Monate nicht mehr verlängern wird, hat sie nochmals gesagt, dass meine Arbeitsergebnisse immer top waren und ihre Entscheidung rein gar nichts damit zu tun hat, sondern lediglich mit unseren Unstimmigkeiten. (eine grundsätzliche Verhaltensweise von ihr, die auch bei anderen Mitarbeitern dazu geführt hat, das Verträge nicht verlängert wurden)
Das Zeugnis selbst wird nicht von ihr sondern dem Chef der Abteilung ausgestellt, von dem ich glaube, dass er in der Zeugniserstellung kaum Erfahrung hat und vielleicht nicht genau über Bedeutung von Formulierung etc. bescheid weiß. Ich finde manche Formulierungen holperig und bin mir an einigen Stellen nicht sicher, was er sagen wollte ... ob das Absicht war oder er nicht weiß, was sie bedeuten könnten. Denn grundsätzlich wurde mir auch von ihm immer bestätigt, dass meine Arbeit super ist. Einige Formulierungen bestätigen das, andere scheinen das Gegenteil zu sagen ... wobei ich mich mit Zeugnisformulierungen auch wenig auskenne und weiß, dass es zwar Formulierungen gibt, die häufig gleich gedeutet werden können, aber keine "einheitliche Codierungsliste" existiert.
"Sie verlässt uns auf eigenen Wunsch" stimmt insofern, als dass ich in einem halben Jahr gegangen wäre, wollte aber ja im Grunde diese Monate noch arbeiten ... es stimmt also nicht ganz und ich bin unsicher, wie der Satz am besten lauten könnte ... wobei da wahrscheinlich jeder Satz unpassend scheint bzw. von irgendjemandem falsch gedeutet oder überbewertet werden könnte ....

Ich bitte um eine Beurteilung des Zeugnisses, Kommentare zu Formulierungen und Anregungen zur Überarbeitung.

Was macht das Zeugnis für einen Eindruck?
Wo ist's "komisch"?
Fehlt was?
Geht irgendetwas gar nicht?
etc.

Ich freue mich über alle Anregungen und danke dafür schon einmal!
Grüße und allen einen guten Start in die neue Woche,
am_
__________________
... schöne Grüße

Wolf





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Ich bin kein Jurist.
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  #3  
Alt 19.10.2008, 21:19
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Hallo Wolf,
vielen Dank für die schnelle Rückmeldung zu meinen Fragen!
So in etwa war mein Eindruck ...
Wie könnte man das Ende gestalten, bzgl. der Befristung?

Der befristete Vertrag von Frau XXX endet zum 30.11.2008. Wir danken ihr für die stets gute Zusammenarbeit. Für die Zukunft wünschen wir Frau Am alles Gute und weiterhin viel Erfolg.

Könnte man das vorschlagen? Ist das üblich?

Vielen Dank für weitere Rückmeldung!
Und einen guten Wochenstart,
am_

Geändert von derWolf (21.10.2008 um 11:17 Uhr)
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  #4  
Alt 21.10.2008, 11:16
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Hallo Am,

... ich würde die Befristung und die mehrfachen Verlängerungen bereits im ersten Absatz kommunizieren.

Zitat:
Zitat von am_ Beitrag anzeigen
Der befristete Vertrag von Frau XXX endet zum 30.11.2008. Wir danken ihr für die stets gute Zusammenarbeit. Für die Zukunft wünschen wir Frau Am alles Gute und weiterhin viel Erfolg.
... das wäre eine Möglichkeit, wobei m.E. nichts dagegen spricht auch das Ausscheiden eines befristet eingestellten Mitarbeiters zu bedauern.

Wolf

... ich denke es ist in deinem Interesse wenn ich gleich deinen Nachnamen aus deinem Beitrag entferne
__________________
... schöne Grüße

Wolf





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  #5  
Alt 21.10.2008, 16:05
am_ am_ ist offline
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hallo wolf,
vielen dank für beides , den tipp zur erwähnung und das entfernen meines namens ...
dann werd ich das mal angehen mit den änderungsvorschlägen,
viele grüße,
am_
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