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#1
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| Hallo zusammen, was mein Zeugnis angeht habe ich eine ganz schöne Odysse hinter mir. Möchte es euch kurz schildern und euch bitten mir zu sagen was ihr von dem Zeugnis haltet. Ich habe bei der DaimlerAG gearbeitet und habe im Dezember 2006 ein Abfindungsangebot angenommen. Diese Angebote wurden damals ausnahmslos jedem Mitarbeiter unterbreitet, da man Personal abbauen wollte. Es ging auch durch die Presse. Zum 31.12.2006 bin ich ausgeschieden und musste über 1,5 Jahre auf mein Zeugnis warten. Ich habe in verschiedenen Abteilungen gearbeitet, zuständig für die Zeugniserstellung ist jedoch der letzte Vorgesetzte den man in der Firma hatte (zusammen mit der Personalabteilung, die dann die durchlaufenen Stationen hinzufügt). In unserem Abschiedsgespräch fragte ich meinen damaligen Vorgsetzten ob er mir denn ein gutes Zeugnis schreiben würde. Er antwortete mir damals noch: "sogar ein sehr gutes". Dieser Vorgesetzte mag jedoch solcherlei Aufgaben nicht und ließ sich eben einfach so lange Zeit. Ich habe ihn, da ich von seiner Abneigung gegen solche Aufgaben weiß und geduldig sein wollte, auch erst nach 7 Monaten erstmals um mein Zeugnis gebeten. Danach habe ich ihn gebeten, nochmals gebeten, erneut gebeten, gebettelt und zum Schluss nachdrücklich darauf hingewiesen dass er verpflichtet ist mir ein Zeugnis zu schreiben. Das hat ihm wohl nicht gepaßt. Leider muss ich aber wegen eines Mietbetrügers, der in unserer vermieteten Wohnung haust, dringend wieder arbeiten gehen. Dies wußte auch mein Ex-Chef. Geschrieben hat er folgendes... Zeugnis Frau ... geb. geb. am XXX in XXX trat am ....... in den Bereich XXX der Daimler AG ein. Es folgen meine durchlaufenen Stationen. Dann die Tätigkeitsbeschreibung meiner letzten Stelle xxxxxxx xxxxxxx xxxxx Zum Schluss schreibt er: Frau XXXXX verfügt über ein solides Fachwissen. Die ihr übertragenen Aufgaben wurden stets mit Einsatzbereitschaft sorgfältig, genau und termingerecht jederzeit zu unserer vollen Zufriedenheit erledigt. Sie bewältigte ihren Arbeitsbereich sicher, ergriff Initiative und fand brauchbare Lösungen. In neuen Situationen fand sie sich zurecht und war auch in der Lage, komplizierte Zusammenhänge zu erfassen. Dabei zeichnete sie sich durch Urteilsvermögen und eine gute Auffassungsbabe aus. Auch starkem Arbeitsanfall war sie gewachsen. Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war einwandfrei. Frau XXX verlässt das Unternehmen zum 31.Dezember 2006 auf eigenen Wunsch. Wir bedauernd das Ausscheiden von Frau xxx und wünschen ihr für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute. Ich habe eine gefühlsmässige Interpretation auf Lager, die lautet, solide aber nicht besonders helle Mitarbeiterin, die zwar ihren Arbeitsbereich einigermaßen brauchbar abdeckte aber das war's auch schon... Ich bitte euch herzlich, nicht auch gefühlsmässig zu interpretieren. Es wäre mir wichtig, eine Antwort von jemandem zu erhalten, der sich mit der Thematik auskennt und vielleicht auch beruflich damit zu tun hat... Herzlichen Dank und Gruß, Hekate |
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#2
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| Zitat:
Der User "derWolf" ist aber recht kompetent und ich gehe davon aus, dass du noch eine Antwort erhälst. Auf einen möglichen Fehler möchte ich aber hinweisen: wenn wir hier vom Autobauer Mercedes sprechen, sollten die korrekten Unternehmensnamen Verwendung finden: zur damaligen Zeit warst du wohl in der DaimlerChrysler AG beschäftigt, nicht in der Daimler AG. Die Daimler AG entstand erst nach der Trennung von Chrysler/USA. Dies sollte im Arbeitszeugnis korrekt dargestellt werden.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| man hat Ihnen hier eine gute Note 3 ausgestellt. In den einzelnen Angaben zu den Tätigkeiten fehlt das gewisse Etwas. So wäre es aus meiner Sicht besser. Zum Schluss schreibt er: Frau XXXXX verfügt über ein sehr gutes und fundiertes Fachwissen. Die ihr übertragenen Aufgaben wurden stets mit grosser Einsatzbereitschaft,sehr sorgfältig, genau und termingerecht jederzeit zu unserer vollsten Zufriedenheit erledigt. Sie agierte in ihrem Arbeitsbereich mit grosser Sicherheit , ergriff Initiativen und fand brauchbare Lösungen. In neuen Situationen fand sie sich sofort zurecht und erfasste komplizierte Zusammenhänge sicher. Dabei zeichnete sie sich durch gutes Urteilsvermögen und eine sehr gute Auffassungsbabe aus. Auch starkem Arbeitsanfall stand sie souverän gegenüber. Ihr Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Kollegen war stets einwandfrei. Frau XXX verlässt das Unternehmen zum 31.Dezember 2006 auf eigenen Wunsch. Wir bedauernd das Ausscheiden von Frau xxx sehr und wünschen ihr für die Zukunft weiterhin viel Erfolg und persönlich alles Gute. Grüsse wellen
__________________ Die Schule ist nur die Saat - der Beruf ist die Ernte Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande. - keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !! Wehret den Anfängen! „Principiis obsta, sero medicina paratur" |
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Hekate (11.08.2008) | ||
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#4
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| Hallo wellen, das war aus meiner sicht eine gute antwort. In meinem Arbeitszeugnis stand: Wir haben Herrn ... als einen interessierten, ruhigen und fleißigen Lehling kenngelernnt. Er war pünktlich, einsatzbereit und jederzeit zuverlässig. Sein Verhalten gegenüber Vorgesetzten und Mitarbeitern war jederzeit einwandfrei. Was würdest du daraus schließen? würde mich sehr über eine antwort freuen. Danke. |
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#5
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| Hekate: Meiner unmassgeblichen persönlichen Meinung nach ist das Zeugnis nicht in Ordnung und sollte nachgebessert werden: Zitat:
So, wie sich das Zeugnis darstellt, wirft es eine Menge Fragen auf. Meiner Ansicht nach ist hier eine Beratung durch einen Rechtsanwalt für Arbeitsrecht fällig.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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Hekate (11.08.2008) | ||
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#6
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| Hallo Hekate, ... zunächst wäre es wichtig gewesen den zu würdigenden Zeitraum zu kennen, außerdem... der Text kommt mir bekannt vor, wurde er schonmal irgendwo eingestellt? Einige wirklich hilfreiche Hinweise hast du ja bereits erhalten, insbesondere was die korrekte Firmenbezeichnung, die Datierung und die Verwendung des entsprechenden Firmenpapiers angeht. Ein Zeugnis das sich durch einen Fehler der hier gemacht wird als deutlich später ausgestellt offenbart wird als "anrüchig" angesehen. Jetzt ein paar Impressionen zu dem von dir eingestellten Zeugnistext... Zitat:
Präsens ist hier im Übrigen richtig. Zitat:
Außerdem ist die Platzierung eher unüblich. Zitat:
... Kundenkontakt hattest du keinen? Zitat:
Zitat:
__________________ ... schöne Grüße Wolf Die in meinen Beiträgen enthaltenen Aussagen stehen nur und ausschließlich für meine persönliche Meinung. Sie stellen keine, wie auch immer geartete, Rechtsberatung dar. Ich bin kein Jurist. |
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Hekate (11.08.2008) | ||
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#7
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| Hallo Moca Es sind die kleinen Zusatzwörtchen die oftmals eine Verbesserung des Zeugnisses erreichen. Jobwechsel Tücken und Lücken im Zeugnis - Job & Karriere - sueddeutsche.de Bei deinem Zeugnis stört mich das Wort ruhig. Sorry - aber das klingt im oft doch stressigen Arbeitsleben etwas "verschlafen" Auch sollte ein Bedauern über deinen Weggang zum Ausdruck kommen. Dann natürlich noch "sehr" fleissig bzw. engagiert. Wünsche Dir noch viel Erfolg im weitern Verlauf deines Schaffens. Grüsse wellen
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#8
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| Zitat:
zum schluss heist es: Leider haben wir durch betriebliche Umstrukturierung (was auch wiklich so war, auflöung eines lagers) gegewertig keine Möglichkeit zu einer Anstellung von Herrn ... im Unternehmen, so das wir das beschäftigungsverhältnis zum vereinbarten Ende des Ausbildungsvertrags zum .... beendet haben. Wir danken Herrn ... für die erbrachtebn Leistungen in unserem Unternehmen und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute. |
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#9
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| Hallo Moca, ... ich möchte dir empfehlen dein Zeugnis vollständig, incl. aller relevanten Daten und Informationen, in einem eigenen Thread einzustellen. Dieses herumorakeln an einzelnen Formulierungen hat eher etwas von Kaffeesatzlesen als von einer halbwegs seriösen Analyse. Wolf Zitat:
__________________ ... schöne Grüße Wolf Die in meinen Beiträgen enthaltenen Aussagen stehen nur und ausschließlich für meine persönliche Meinung. Sie stellen keine, wie auch immer geartete, Rechtsberatung dar. Ich bin kein Jurist. |
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#10
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| Hallo, erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten und eure Hilfe. @nontestatum: Ja, wir sprechen vom besagten Autobauer. Als ich dort anfing hieß es noch Daimler-Benz AG. Habe 16 Jahre dort gearbeitet. Den richtigen Briefbogen (DaimlerChrysler) haben sie glücklicherweise genommen und auch das Datum dem Austritt entsprechend auf den 31.12.2006 eingefügt. Es wurde nur die Tätigkeitsbeschreibung meiner letzten Stelle aufgeführt, da der Vorgesetzte der zuletzt bekleideten Stelle das Zeugnis schreiben darf/muss... Findest Du das Wort "brauchbar" nicht eher etwas ... äh... abwertend? Jeder muss wohl in seinem Arbeitsumfeld immer wieder nach irgendwelchen Lösungen suchen, aber wäre "gute" Lösungen oder "effektive" oder so ähnlich nicht besser? @wellen: eine gute Note 3... das würde bedeuten, es ist nicht schlecht genug um sich bei einem Rechtsanwalt drüber zu beschweren, oder? Wenn ich meinen Ex-Chef dazu bewegen könnte die Formulierungen nach Deinen Vorschlägen zu ändern wäre es immer noch eine gute 3 oder? @derWolf: Ein später ausgestelltes Zeugnis ist anrüchig, glücklicherweise haben sie es zurückdatiert. Aber es lag wirklich ausschließlich an meinem Vorgesetzten dass es so lange dauerte. Er hatte einfach keine Lust und es gibt dort keine Instanz die ihn zu irgendwas zwingen würde. Hätte der damalige Briefbogen nicht mehr vorgelegen, wem hätte ich das je plausibel machen können? Wie dem auch sei und völlig unabhängig davon wie mein Ex-Chef mich letztlich einschätzt - es steht einem Arbeitgeber doch eigentlich nicht zu, mich 1,5 Jahre warten zu lassen oder? Schon gar nicht wenn er "Weltkonzern" sein will. Führungskräfte herrschen dort wie kleine Könige und wenn sie selbst nicht den Charakter haben, mit den Mitarbeitern nach gewissen moralischen Grundsätzen umzugehen hat man eigentlich niemanden an den man sich wenden kann. Mit diesem Zeugnis zieht er 16 Jahre meiner wirklich engagierten und mit Freude getanen Arbeit in den Schmutz. Und das nur weil ich - kleine Angestellte bzw. noch schlimmer HAUSFRAU - es wagte, ihn an seine Pflichten zu erinnern. Wie eitel. Was für eine "Note" ist das Zeugnis denn aus Deiner Sicht? Die Platzierung des Abschnittes mit den Aufgaben ist unüblich? Kannst Du mir das evtl. noch etwas erläutern? Wenn mit "Kunden" auch einfach andere Externe gemeint sind, doch, hatte ich schon (mit Behörden, anderen Firmen usw.). Den Text hatte ich übrigens noch nirgendwo eingestellt... aber ist ja auch kein Wunder, irgendwie klingt ja doch alles ähnlich.. ;-) Viele Grüße Hekate |
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