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#1
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| Hallo, Bin grad ziemlich am nachdenken. Ich fang mal am besten von vorne an. Hatte in der 10ten Klasse ein Praktikum im Einzelhandel gemacht, hat mir auch ziemlich Spaß gemacht, was mein Interesse an dem kaufmännischem erweckte. Hab 2007 mein Abitur beendet. War schon damals sehr an chemie interessiert. Wollte nur nich noch studieren, da ich keine lust mehr hatte ständig zu lernen. Deswegen habe ich nach einer Ausbildung gesucht. Wollte entweder was kaufmännisches machen oder was mit chemie. Hatte mich dann als Bankkaufmann beworben, hatte auch paar Vorstellungsgespräche, wurde aber nichts. Währenddessen hatte ich vom Arbeitsamt, Stellen für eine Ausbildung als Chemikant bekommen. Wurde dann von einer Firma als Chemikantauszubildener genommen. Nun seit 2 Jahren Ausbildung (von insgesamt 3 Jahren) bin ich leider unglücklich mit meiner Wahl. Am Anfang war die Ausbildung aufgrund von Lehrgängen etc.. vielseitig, doch nun wo ich nur noch in der Produktion bin (was auch in meinem späteren Beruf so sein wird) bin ich nur noch unglücklich, diese Ausbildung überhaupt gemacht zu haben, weil das im Sinne mit chemie nichts mehr zu tun hat, weil bei dem Beruf keine Theorie mehr vorhanden ist. Außerdem ist meine Haut sehr empfindlich und meine Hände selbst im Sommer oft trocken (was jetzt wirklich keine Ausrede ist..). Nun bin ich am überlegen diese Ausbildung noch zu beenden und dann eine 2te Ausbildung im kaufmännischen Bereich zu machen. Was haltet ihr davon?? Ist das sinnvoll? Bin jetzt 21, mit 23 Jahren wäre die Ausbildung als chemikant vorbei.... Wäre nett wenn ihr mir Tipps geben würdet bzw. Rat. Viele Grüße Sydow |
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#2
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| Meine unmassgebliche Meinung dazu: Die Ausbildung würde ich auf jeden Fall beenden, und zwar so gut wie möglich, also die Leistungen aus Desinteresse oder mangelnder Motivation nicht schleifen lassen. Einen Einstieg in's Kaufmännische schafft man später immer, da gibt es genug Praktika, Crashkurse usw., eine kaufmännische Lehrausbildung würde ich nicht explizit anstreben, weil man mit Kaufleuten die Strasse pflastern kann. Mit der Chemikantenausbildung kann man mehr anfangen: Verkauf, Umweltschutz - da würde ich mich mal bei der Agentur für Arbeit beraten lassen, in welche Berufe und Branchen man da einsickern kann. Und ich würde auch bei verschiedenen Unternehmen nachfragen und mich von den dortigen Personalsachbearbeitern informieren lassen. Anmerkung zum Schluss: wenn du andere fragst, ob sie den gleichen Beruf noch einmal erlernen würden, dann wirst du zu 99% hören, dass man sich seinerzeit für die schlechteste aller Möglichkeiten entschieden hat und dass man nie nimmer nicht und auf gar keinen Fall wieder diesen Beruf wählen würde. Der Grund ist: JEDE Arbeit ist im Kern Fron und Last, strahlt eine gewisse Ödnis aus und weil der Mensch altert und auf Dauer nicht gesünder wird, wird demzufolge auf der Job schwerer und mühseliger.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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