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#1
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| Hallo liebe Forenmitglieder. Erst einmal finde ich es schön, dass es die Möglicheit gibt hier so gut zu informieren und dass einem auch zugehört wird. Aber erst einmal zu mir und meiner Vorgeschichte: Ich stehe vor einer riesen Entscheidung und habe zugleich ein großes Problem. Ich bin inzwischen 25 Jahre alt und bin derzeitig im 2ten Lehrjahr zum Fachinformatiker Systemintegration. Ich habe vorher eine schulische Ausbildung zum Assistent für Wirtschaftsinformatik gemacht und dachte immer, dass der Beruf des Informatikers mein Traum sei. Während meiner schulischen Ausbildung habe ich ein Praktikum in Richtung Webdesign/Webentwicklung in einer Webagentur gemacht und hatte dabei extrem viel Spass. Ich habe mein bisheriges damaliges Wissen, was die Erstellung von OnlineShops, Webseiten und Contentmanagement-Systemen weiter ausbauen und auf ein relativ hohes Niveua bringen können. Heute habe ich ein Nebengewerbe und verdiene mir mein "Taschengeld" von der Erstellung von Webseiten und OnlineShops (u.a. arbeite ich auch für die Webagentur) und konnte mir bisher auch eine gute Referenzliste aufbauen. Das ist schon lange zu meinem Hobby geworden und es erfüllt mich total. Für mich stand es damals fest, dass ich nur die Ausbildung zum Fachinformatiker Systemintegration machen möchte, damit ich danach noch einen weiteren "Schein" in der Tasche habe. Um es auf den Punkt zu bringen, habe ich festgestellt, dass mir die Ausbildung keinen Spass mehr macht und ich nicht wirklich produktiv sein kann, aufgrund des mangelnden Interesse. Es ist zwar alles schön, mal Router und Server und Rechenzentren von nahen zu sehen, diese auseinander zu schrauben und wieder zusammen, aber leider musste ich feststellen, dass mich das Ganze tiefgründiger nicht mehr interessiert. Ich weiß "Lehrjahre sind keine Herrenjahre", aber ich fühle mich inzwischen total unwohl und es ist inzwischen eine Quälerrei für mich geworden Mein Problem ist nun, dass ich jeden Tag (sei es Berufsschule oder Betrieb) mich quälen muss auf Arbeit zu gehen, obwohl ich meine Zeit produktiver und mit 200% mehr Spass gestalten könnte, wenn ich mein Nebengewerbe ausbaue und somit mindestens 8h am Tag produktiver wäre. Ich überlege schon seit längerer Zeit, die Ausbildung abzubrechen, weil mich die ganze Sache total belastet und ich Nachts schon kaum noch schlafen kann, weil mich das so sehr beschäftigt. Ich hätte die Möglichkeit, falls ich abbrechen sollte, weiterhin nebenbei für die Webagentur und anderee Kunden zu arbeiten und evtl sogar in einem halben Jahr bei denen fest anzufangen. Ich benötige dringend ein paar Tipps bzw Ratschläge. Ich danke schon mal im Voraus. Liebe Grüße |
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#2
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| ich kann da nur meine persönliche Meinung kundtun. Ich würde die Ausbildung nicht abbrechen, sondern beenden. Du kannst nicht damit rechnen, ewig selbständig/freiberuflich arbeiten zu können. Du musst einkalkulieren, dass irgendwann mal Umstände eintreten, die es geraten erscheinen lassen, das tägliche Brot als Arbeitnehmer zu verdienen. Dazu benötigst du aber einen einigermassen nachvollziehbaren und kontinuierlichen Lebenslauf, der auch ein gewisses Durchhaltevermögen und Beständigkeit signalisiert. Du kannst nicht wissen, was vielleicht in 20 Jahren ist. Wenn mir vor 20 Jahren einer gesagt hätte, dass ich heute einen Computer besitze und in einem Forum schreibe, dessen Standort in einer Stadt auf dem Gebiet der [ehemaligen] DDR ist, den hätte ich für komplett verrückt erklärt. Dir wird es ähnlich ergehen. Der technische Fortschritt wird sich besonders in deiner Berufsrichtung bemerkbar machen, ich wage nicht darüber nachzudenken, was so eine Computerkiste in 20 Jahren alles kann. Deshalb erscheinen mir abgeschlossene Berufsausbildungen als Fundament für die Zukunft absolut erforderlich zu sein.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Ich würde auch grundsätzlich jedem empfehlen die Ausbildung zu beenden, was ich damals auch zu meiner Schwester gesagt habe. Ich hätte niemals daran gegalubt, dass ich mal in die Situation gerate und nicht mehr weiter weiß. Ich habe wie gesagt immer geglaubt, dass es der Job schlecht hin is, aber das ist er nicht mehr für mich, ich bin nur noch oberflächlich daran interessiert und fühle mich total unwohl dabei. Das hat nichts damit zu tun, dass ich zu faul bin oder so, aber wenn mich die Arbeit nicht vom Hocker reißt und ich was lernen muss, was mich nicht mehr überzeugt, dann stelle ich mir die Frage, ob es das überhaupt noch bringt und nicht auch verschenkte Zeit ist. ?! |
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