Ausbildung gekündigt, was tun?
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Ausbildung gekündigt, was tun?

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  #1  
Alt 16.07.2007, 07:49
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Hallo liebe Forenuser,

heute morgen sackte mein Herz in die Hose, als ich erfuhr, dass ich wegen wiederholtem male krank sein - gekündigt werde.
Bislang hatte ich eine Ausbildung als KAufmann für Bürokommunikation und ich war fast am Ende meines 2. ( von 3 ) Lehrjahrs.
Welche Möglichkeiten bieten sich mir jetzt, dass ich meine Ausbildung weiter mache - eventuell bei einer anderen Firma? Kann ich, sofern ich einen Job finde, dort direkt das arbeiten anfangen, oder ist eine abgeschlossene Ausbildung Pflicht?

Danke für die Hilfe
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  #2  
Alt 16.07.2007, 09:08
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Das isr schon krass. Meines Wissens nach kann trotz Krankheit nicht einfach so gekündigt werden, wenn wirklich eine richtige Krankheit vorlag. Das Gegenteil möchte ich niemeandem unterstellen, also bitte nicht falsch auffassen.

Hab da Seite gefunden, lies es dir mal durch Kündigung wegen Arbeitsunfähigkeit

Einen neuen Lehre steht nix im Wege, wenn du einen neuen Ausbildungsplatz findest. Aber im Hintergrund schwebt immer deine Kündigung wegen der Krankheit. Ich weiß nicht, inwieweit dein neuer Ausbilder darüber informiert wird oder informiert werden muss oder ob er sich darüber Einkünfte holen kann. Oft krank bedeutet für viele Arbeitgeber auch "Keine Lust zum Arbeiten".

Das ist immer wieder ne heikle Angelegenheit.
Ich drücke dir die Daumen, dass alles gut wird.

Viele Grüße
Kringel
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  #3  
Alt 16.07.2007, 10:19
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Eine Kündigung wegen Krankheit (ausserhalb der Probezeit - denn da muss man ja nicht begründen) ist NICHT zulässig! Geh damit zum Anwalt. Wenn du kein Geld für den Anwalt hast, gehe morgen früh zum örtlichen Amtsgericht und lass dir einen Antrag auf Rechtsbeihilfe geben. Mit dem Lappen kannst du dann zum Anwalt und die Kosten werden übernommen. Im Falle eines Prozesses kannst du denn Prozeßkostenhilfe beantragen, die in der Regel einem Auszubildenen, der grade kein Gehalt mehr erhält, bewilligt. Das große Stichwort heisst in diesem Fall "Kündigungsschutzklage"! Wohnst du noch zu Hause bei deinen Eltern oder hast du einen eigenen Haushalt zu bestreiten?

Hast du das Kündigungsschreiben schon erhalten oder wurde das heute vorab schonmal telefonisch mitgeteilt? Könntest du (sofern du das Schreiben schon in der Hand hälst) zumindest den Abschnitt mit der Begründung hier reinposten? Da stehen sicherlich die ein oder anderen Paragraphen, die ich mir gerne mal ansehen würde.
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  #4  
Alt 16.07.2007, 12:20
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Hallo,

vielen, vielen dank für eure Hilfe !
Die Sache hat sich mitlerweile etwas geändert, damit ihr euch ein klares Bild verschaffen könnt, hol ich etwas weiter aus.
Ich bekam in meinem ersten Ausbildungsjahr bereits eine Abmahnung. Darin stand, dass ich nicht engagiert genug wäre und mein Berichtsheft nicht ordentlich führen würde.
Ich hatte vorhin ein "vonaugezuaugegespräch" mit meiner Chefin und meiner Ausbilderin. Das Ende des Liedes war, dass ich die Fristlose Kündigung wegen der mir zusprechenden Rechtslage nicht unterschreiben wollte und sie mir deshalb eine saftige Abmahnung reingedrückten. Sie schrieben in dieser Abmahnung außerdem, dass wenn ich mich nicht an die (es sind etwas 6) Punkte halten würde, ich gekündigt werde. Selbstverständlich versuchen sie nun mit allen Mitteln mich rauszuwerfen. D. H. ich hab die nächste Zeit auf der Arbeit nichts zu lachen und werde wohl durchgehend gemobbt. Ich schließ auch die Möglichkeit nicht aus, dass sie mir irgendetwas unterstellen, was garnicht stimmt. Sie haben bereits in der Abmahnung ( ich erhielt sie vor ca. 1 std) einige Sachen hinzugefügt die garnicht Wahrheitsgemäß sind. Ehrlich gesagt, will ich nicht mehr dort hin und brauche dringend Hilfe. Meinen Rechtsanwalt kann ich erste gegen späten Nachmittag erreichen, daher weiß ich auch nicht ob ich etwas gegen das mobbing und den gewollten rausschmiss machen kann. Ich muss noch hinzufügen, dass ich bisher an 4 Berufsschultagen ( 2 Wochen ) unentschuldigt gefehlt habe, für die anderen beiden hab ich ein Artest.
Wisst ihr wie ich die Sache am besten angehen soll?

Liebe Grüße
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  #5  
Alt 16.07.2007, 13:07
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Tatsache ist: Wenn du diese Ausbildung "schmeisst", dann wirst du sobald keinen Ausbildungsplatz mehr bekommen. Und einen Arbeitsplatz auch nicht.

Denn du wärest "vorbelastet", abgebrochene Ausbildung in Verbindung mit einem schlechten Arbeitszeugnis.

Ob dir das gefällt oder nicht: du befindest dich jetzt zwischen Hammer und Amboss.

Dir bleibt eigentlich nichts anderes, als die Lehre ordentlich zu beenden.

- Du erscheinst pünktlich zum Dienst.
- Du machst deine Arbeit so gut, wie es dir als Lehrling möglich ist.
- Du führst dein Berichtsheft und legst es regelmässig unaufgefordert vor.
- Du besuchst die Berufsschule.
- Du "feierst" nicht krank. Wenn du krank bist, legst du eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor. Und zwar sofort. Wenn du wegen Krankheit nicht zum Dienst erscheinst, sagst du sofort gleich morgens telefonisch Bescheid, damit man nicht auf dich wartet und darüber nachdenkt, was du jetzt wieder für einen Unsinn veranstaltest.
- Versuche, mehr Interesse und Engagement zu zeigen.
- Wenn du eine Arbeit erledigt hast, gehst du zu deinem Vorgesetzten/Ausbilder und fragst nach einer neuen Arbeit.
Wenn mal keine Arbeit für dich da ist, mach etwas: Hausaufgaben, Fenster putzen, Aschenbecher leeren, Bürogeräte säubern.
- Versuche, dein Erscheinungsbild zu verbessern: Kaugummikauen, Irokesenhaarschnitte, 10 Ohringe durch Ohrläppchen und Nase und zerschnittene Jeans sind vielleicht doch nicht so der Renner.

Im übrigen lässt du dich von deinem Rechtsanwalt beraten, was deine Rechte angeht, vor allem aber über deine Pflichten.
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  #6  
Alt 17.07.2007, 07:52
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So hart wie das für Dich klingen mag, aber ich würde mich der Ausführung von Nontestatum anschließen!!!
Da gibt es nur die Devise "Augen zu und Durch!" und das so gut wie möglich. Dir bleibt noch die Möglichkeit einen neuen Ausbildungsplatz zu suchen, wo Du diese Ausbildung beenden könntest. Nur mit der Begründung "WARUM?" sieht es dann auch nicht so rosig aus.
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Wer nichts macht, dem unterlaufen auch keine Fehler!!!
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  #7  
Alt 17.07.2007, 10:32
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Kann mich da auch nur anschließen.

Das 3. Lehrjahr wird hart werden, aber versuch es durchzuhalten und mach alles zum Wohlwollen der Chefin und der Ausbilderin. Aber vorsicht, nicht schleimen, denn das könnte dann auch wieder in die Hose gehen.

Es wird ganz bestimmt klappen

Viele Grüße
Kringel
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  #8  
Alt 14.12.2007, 13:51
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Hallo lieber Forenuser,

ich hab kein neues Thema eröffnet, da es immernoch das gleiche Problem ist.
Bislang lief alles gut, ich war seit dem damaligen Vorfall ein vorbildlicher Azubi.
Doch Heute traf mich der Schlag. Ich bin letzte Woche früher von der Schule heimgegangen, da es mir wirklich nicht gut ging. Ich hab meine Ausbilderin auch bescheid gesagt. Meine Ausbildering wurde zwischenzeitlich gekündigt und nun will mich mein Betrieb kündigen. Ich hab keine Beweise nichts. Ich muss aber auch dazu sagen, dass dieser Beruf mir nicht wirklich liegt und auch das Arbeitsklima die Hölle ist. Man darf einfach NICHTS sagen ohne gleich gemobbt zu werden und auch meine schulischen Leistung sind mehr als schlecht. Ich komm einfach nicht mehr nach, selbst wenn ich lerne schreibe ich keine guten Noten. Ich wüsste gerne was ich jetzt machen kann und wie die Chancen bei anderen Firmen stehen wenn man gekündigt wurde.
Das leben ist zum ****** es ist einfach **********!!!!!!!!!!! Wenn ich keine Familie und keine Freundin hätte wüsste ich nicht was mich auf der beschissenen Welt noch hält.

Bitte um Hilfe!!
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  #9  
Alt 14.12.2007, 14:53
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Bislang lief alles gut, ich war seit dem damaligen Vorfall ein vorbildlicher Azubi.


Doch Heute traf mich der Schlag. Ich bin letzte Woche früher von der Schule heimgegangen, da es mir wirklich nicht gut ging. Ich hab meine Ausbilderin auch bescheid gesagt. Meine Ausbildering wurde zwischenzeitlich gekündigt und

nun will mich mein Betrieb kündigen.

Du hast keinen Arbeitsvertrag, sondern einen Ausbildungsvertrag. Wenn man dich hätte kündigen wollen, hätte man dies tun müssen, als die Gelegenheit dazu bestand. Da du aber selber sagst, dass du seither vorbildlich gewesen bist, kann man dir juristisch nichts anhaben. Auch schlechte Schulnoten sind kein Kündigungsgrund.

Ich hab keine Beweise nichts. Ich muss aber auch dazu sagen, dass dieser Beruf mir nicht wirklich liegt und auch das Arbeitsklima die Hölle ist. Man darf einfach NICHTS sagen ohne gleich gemobbt zu werden und auch meine schulischen Leistung sind mehr als schlecht. Ich komm einfach nicht mehr nach, selbst wenn ich lerne schreibe ich keine guten Noten. Ich wüsste gerne was ich jetzt machen kann und wie die Chancen bei anderen Firmen stehen wenn man gekündigt wurde.

Wenn du gekündigt wirst, sofort Kündigungsschutzklage erheben.

Das leben ist zum ****** es ist einfach **********!!!!!!!!!!! Wenn ich keine Familie und keine Freundin hätte wüsste ich nicht was mich auf der beschissenen Welt noch hält.

Das muss man alles mal mit anderen Augen betrachten.
Als mein Vater so alt war wie du heute, da hat man ihn nach Russland verfrachtet, ihm ein Gewehr in die Hand gedrückt und gesagt: da vorne ist der Feind, nun sieg mal schön. Was er sich dann dort ansehen durfte, waren von Panzerketten zermanschte Körper und schwerverwundete Kameraden, denen man das Gesicht weggeschossen hat.

Russlandfeldzug

Sowas bleibt uns doch heute alles erspart.

Gefrierfleischorden

Verwundetenabzeichen

Du musst nichts anderes machen, als eine Lehre zu absolvieren. Konzentriere dich darauf, den Berufsschulstoff zu schaffen und schlussendlich die Abschlussprüfung.

Du hast jetzt bereits zwei Jahre investiert, musst nur noch ca. 1 Jahr absolvieren, so billig kommst du nie wieder an einen Berufsabschluss.

Wirf diesen ganzen emotionalen Müll über Bord. Du musst nicht für andere mitdenken (nicht als Azubi !). Löse nur deine eigenen Probleme.





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  #10  
Alt 16.12.2007, 18:04
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Hallo KSKone,
etwas verstehe ich bei Deinen Ausführungen nicht!
Du schreibst, Deine schulischen Leistungen lassen sehr zu wünschen übrig.
Es gibt doch während jeder Ausbildung so etwas ähnliches wie eine Zwischenprüfung, eigentlich nach 1 1/2 Jahren. Korrigiere mich bitte, wenn es bei Euch anders läuft. Eine Zwischenprüfung für den praktischen und für den theoretischen Teil. Wie waren denn dort Deine Noten?
Eigentlich werden mit den Ausbildern auch Zwischengespräche geführt, so kenne ich es jedenfalls, es gibt Zwischenbeurteilungen. Wurdest Du denn dadurch nicht schon vorgewarnt?
Solltest Du deine Prüfung nicht bestehen, kann man sie immer einmal wiederholen. Steck den Kopf nicht in den Sand! Augen zu und durch!
Eine abgebrochene Ausbildung macht sich niemals gut.
Ich wünsche Dir viel Erfolg für die Zukunft!
Viele Grüße
Sanne
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