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#1
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| Hallo! Ich hab eine Frage/ ein Problem. Ich bin 19 Jahre alt und bin seit dem 1. September in der Ausbildung zur Heilerziehungspflegerin in Baden-Württemberg. Nach der Mittleren Reife war ich auf dem Berufskolleg für Gesundheit und Pflege und hab jetzt Fachhochschulreife im Fach und Gesundheit und Pflege. Nach der Fachhochschulreife hab ich ein FSJ begonnen, was ich in meinem jetztigen Ausbildungsbetrieb absolviert habe. Ich liebe meinen Beruf und meine Einrichtung (hatte ja ein Jahr Zeit mir beides genaustens anzuschauen^^) und bin mir sicher: Ich will nichts anderes werden als HEP. Soweit ja noch kein Problem. Meine Einrichtung verlangt jedoch, dass ich auf eine bestimmte Schule gehe, welche über 100km von meinem Wohnort entfernt liegt und in der ich für 2 Wochen wohnen muss. Wobei auch das nicht das Problem ist. Ich war bereit das einzugehen. "Sind ja nur 3 Jahre." hab ich mir dabei immer gedacht. Jetzt ist die Situation folgendermaßen: Meiner Mutter wird Ende 2011/Anfang 2012 nach Berlin umziehen und ich möchte nicht ohne sie in BW bleiben. Geldmäßig wäre ich nicht abhängig von ihr, lebe auch in meiner eigenen Wohnung (wenn auch in der gleichen Straße wie sie^^) aber da ich schon meinen Vater verloren habe, kommt die räumliche Trennung von meiner Mutter für mich absolut nicht in Frage. Bin jetzt sehr verzweifelt, weil ich, wie gesagt, definitiv nichts anderes als HEP werden will. Soweit ich mich umgehört habe, komm ich mit Mittlerer Reife, FSJ und Fachhochschulreife in Berlin gut weg. Hab in meinen Abschlüssen 2,5er Schnitt. Wurde ja auch in meiner Einrichtung als Azubi eingestellt nachdem ich FSJ absolviert habe, ich denke das sind schonmal einige positive Aspekte. Ist es möglich, diese Ausbildung in BW abzubrechen und in B fortzuführen? Wenn ja, hat jemand Tipps, wie ich in einer Bewerbung den Abbruch erkläre? Vielleicht ein bereits verwendetes Schreiben, nur damit ich mal eine Vorstellung davon kriege? Bin wirklich verzweifelt und warte auf Antwort! |
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#2
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| Tach, Entschuldigung, aber: Ist das dein Ernst? Du bist 19 Jahre alt, hast eine eigene Wohnung, eine Ausbildungsstelle in deinem Traumberuf, die dir wirklich gefällt und Spaß macht, stehst auf eigenen Beinen und jetzt willst du das abbrechen, weil deine Mutter wegzieht? In eine 100km entfernte Einrichtung blockweise zu fahren ist doch auch kein riesen Drama. Unterkunft wird dir ja sicher vom Ausbildungsbetrieb gestellt. Dreh das doch mal um: Sie hat offenbar kein größeres Problem mit der Idee, diverse hundert Kilometer von dir entfernt zu sein. Wenn ich das so lese, klingeln bei mir die kleinen roten Glöckchen. Hast du denn vor Ort keinen Freundeskreis? Ist da niemand außer deiner Mutter? Dann ist das dein Problem, nicht der Umzug deiner Mutter. Ganz ehrlich, so wie ich das hier lese würde ich denken, dieser Umzug deiner Mutter könnte für dich sogar eine sehr wichtige Erfahrung sein, weil du merkst, dass es auch ohne sie geht. Sie ist ja nicht aus der Welt. Du kannst sie besuchen fahren. Wenn deine Mutter wegzieht und damit dein gesamter sozialer Umgang wegfällt, dann ist das doch ein ganz deutliches Zeichen, dass du dringend in deinem Leben ein paar Dinge neu ordnen solltest. just my 2 cent
__________________ All mankind is divided into three classes. Those that are immovable, those that are movable, and those that move. |
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#3
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| jap, ist definitiv mein ernst. wenn man sonst keine lebende verwandschaft mehr hat, dann überlegt man so etwas. |
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#4
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| Verwandtschaft ist eine Sache, aber wie kann deine Mutter in deinem Alter eine so bahnbrechende Rolle spielen, dass du deinen beruflichen Einstieg dafür riskieren würdest? Wer sagt denn, dass du in Berlin eine vergleichbare Ausbildungsstelle findest, in der du dich genauso wohl fühlst? Wieviele junge Leute in deinem Alter ziehen aus freien Stücken weit weg von der Verwandtschaft? Wieviele gehen sogar ins Ausland? Was ich dir zu vermitteln versuche, ist: Dass du so viel ohne Not aufgeben willst, nur um in Kurzdistanz zu deiner Mutter zu leben, ist nicht unbedingt normal für meine Begriffe.
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#5
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| Die Frage war auch nicht, ob du das normal findest oder nicht. Ich hab hier eine Frage gestellt, um Antwort zu erhalten. Und nicht um gesagt zu bekommen ich oder mein handeln wäre für irgendeine mir völlig unbekannte Person nicht normal. Mein Ding, meine Entscheidung und Gott sei Dank, muss ich mich nicht um die Meinung anderer Leute scheren. |
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#6
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| Hallo Bettdecke, es liegt in deiner Entscheidung, ob du deine Wunschausbildung abbrichst oder nicht. Du solltest dir nur im Klaren darüber sein, was für Nachteile daraus resultieren können. Niemand kann dir die Entscheidung abnehmen, aber solch ein Schritt sollte gut überlegt sein und nicht voreilig getroffen werden. Der Abbruch einer Ausbildung kommt nie gut an, dabei ist es erstmal egal aus welchem Grund. Vielleicht ringst du dich doch noch dazu durch, die Ausbildung durch zuziehen und später deiner Mutti zu folgen. Die Möglichkeit des gegenseitigen Besuches besteht ja auch noch.
__________________ Liebe Grüße Jenny Ich beantworte nach meinem besten Wissen und Gewissen und übernehme keine Haftung für die Richtigkeit und Vollständigkeit. Alle meine Beiträge sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. |
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