Ausbildungsabbruch in Österreich
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Ausbildungsabbruch in Österreich

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  #1  
Alt 16.01.2008, 08:32
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Wahres Beispiel, Freunde:

Das Amt kommt mit der Bereitstellung von Ausbildungsstellen nicht richtig klar. Einzelne Bewerber wollen eine Ausbildung z.B. in Österreich machen.

Kommt ein chancenloser junger Mann mit seiner Mutter zu uns und bewirbt sich auf eine Ausbildungsstelle als Koch in einem 4- Sterne- Haus bei uns.

Gründliches, mehrstündiges Vorgespräch und letztlich Vorbereitung auf die ihn zu erwartende Situation in der österr. Gastronomie sowie die Erklärung zur Ausübung des Kochberufes.

Wenige Wochen nach seinem Antritt geht uns der unterschriebene Lehrvertrag zu. 3 Jahre bis zum erfolgreichen Abschluss.

Und nun kommts:

Heute, 5 Wochen nach (!) dem Hinschmiss der Lehre erfahren wir von seiner Mutter von dessen Lehrabbruch. Eine telefonische Rückfrage beim Amt ergab:

Er ist überfordert und es ist doch eigentlich eine Dreistigkeit vom österr. Lehrsystem, englisch und französisch lernen zu müssen (hä, wie bitte?).

Außerdem hätte er zu wenig Schule gehabt und nichts gelernt.

Und- das ist eindeutig die Aussage der Beamtin!

Fazit:

Nun steht er ohne Lehrstelle da, das Amt steckt ihn in eine "berufsfördernde Maßnahme" und er wird einer der unterqualifizierten künftigen H4- Empfänger.

Lehrstellen sind hier rar gesät und Gastronomie und wird ohnehin von Pauschalkräften beherrscht.

Seht ihr ein solches Ausbildungsangebot auch als Chance und welche Meinung habt ihr über das von mir Geschilderte?

M.l.G.!

soisrecht2
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  #2  
Alt 28.01.2008, 08:52
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Franky befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Der Jugendliche hatte seine Chance, schade das es so gelaufen ist. Schade für alle diejenigen, die eine solche Ausbildungsstelle auch als Chance ansehen.

Zitat:
Er ist überfordert und es ist doch eigentlich eine Dreistigkeit vom österr. Lehrsystem, englisch und französisch lernen zu müssen (hä, wie bitte?).

Außerdem hätte er zu wenig Schule gehabt und nichts gelernt.
Da er wohl zu wenig gelernt hatte, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt gewesen damit anzufangen.
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Franky
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  #3  
Alt 28.01.2008, 09:21
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Eine solche Ausbildung ist auf jedenfall eine Chance.
Weiterbilden muß man sich sein ganzes Leben lang und darf nicht stehen bleiben.
Wenn Fremdsprachen zum erforderlichen Profil gehören dann MUSS man auch bereit sein sich diese anzueignen. Es gibt ja genug Kurse wo man das kostengünstig machen kann.
Ich merke es schon bei mir im Verkauf, daß ohne Englisch gar nichts geht und habe auch durch unsere Nähe zu Frankreich sehr oft französisch sprechende Kunden wo ich mich dann leider entschuldigen muß, daß ich keins kann.. da kommt man sich schon sehr **** vor. Hatte leider auf der Schule die gloreiche Idee Latein zu lernen.
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  #4  
Alt 28.01.2008, 10:22
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Standard Hallo!

Dieses Enlisch und Französisch lernen- in der Gastronomie in Österreich- gehört zum Ausbildungsplan.

Also bekommen die jungen Leute diese Sprachkenntnisse kostenlos geboten.

Und?:

Wir können es einfach nicht verstehen, dass die alleinerziehende Mutter des Jungen sich ersthaft Sorgen um dessen Lehrabbruch macht- andererseits das Amt gegen dieses Ausbildungssystem mobil macht und dem Abbrecher Recht gibt.

Das ist wirklich schon eine verkehrte Welt...

Es scheint heute nicht mehr als moralische Pflicht verstanden zu werden, das Beste aus einem Leben machen ZU MÜSSEN. Es ist ja so schön bequem...

"Bekomme ich vom Amt zu wenig oder nichts mehr- na und? Dann gehe ich eben 'pfuschen', da reichts auch."

Das, Freunde, bekommen wir sehr oft zu hören und wir erleben es auch.

Und der Staat? Man befördert so eine Entwicklung- s.o.

M.l.G.!

soisrecht2
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  #5  
Alt 28.01.2008, 11:53
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Wie alt war denn der junge Herr? Schulbildung?
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  #6  
Alt 28.01.2008, 12:59
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Standard Servus, nonte!

20 Jahre jung, Hauptschulabschluss, BVJ Gastro. Zeugnisse so la,la ...

Erscheinungsbild: Groß, kräftig, schwarzhaarig, Auftreten steht im Widerspruch zu seiner abgelieferten Bewerbung. Gute schauspielerische Leistung- Benotung 1-10: 9,6

Und, das Ergebnis kennen wir.

Lebt übrigens wieder vom Amt und ist in eine weitere Maßnahme als Tiefbauer (helfer) integriert worden. Vom Koch zum Erdmuckel...

M.l.G.!

soisrecht2
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  #7  
Alt 28.01.2008, 13:08
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Seine Entscheidung war natürlich kontraproduktiv.

Selbst wenn es so sein sollte, dass man den Beruf - aus welchen Gründen auch immer - nicht schafft, hätte ich solange gelernt, wie es geht.

Denn das, was man gelernt hat, das bleibt einem, auch ohne Abschluss.

Diese Strategie wäre besser gewesen, denn hier erwartet ihn ja auch nur Perspektivlosigkeit.
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