Ausbildungsgehalt gesetzlich geregelt?! - Seite 2
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Ausbildungsgehalt gesetzlich geregelt?!

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  #11  
Alt 21.01.2009, 09:22
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Zitat von FreiBir Beitrag anzeigen
Hallo malvina,

deine Rechnung ist doch eine Milchmädchenrechnung. Wenn du die nächsten Jahrzehnte als ungelernte Kraft durch das Leben gehen willst, wirst du die Einbußen in der Zukunft haben.

Da würde ich mich doch lieber 3 Jahre zurücknehmen und was ordentliches lernen. Du kannst immer noch versuchen BAB zu bekommen, oder die Wochenenden mit Kellnern zu verbringen, damit du über die Runden kommst.

Ich würde mir das gut überlegen, es stehen 3-4 harte Lehrjahre, 30-40 Jahren Hilfsjobs gegenüber. Welche Alternative ist davon wohl die bessere?
Du hast natürlich recht was das angeht. Aber in meiner jetzigen Situation ist es eben nicht so einfach, da müsste ich wirklich eine Ausbildung finden die mich nach den Vorgaben bezahlt. Die Ausbildungsplätze die ich in Aussicht hatte, liefen beide darauf hinaus das es nur einen Bruchteil dessen geben könnte und das kann ich nun mal finanziell nicht tragen. Ich habe auch die Info dass ich keine Zuschüsse mehr kriege, da ich bereits eine Ausbildung habe (ich diese wohlgemerkt aus eigener Tasche bezahlt habe).

Zitat:
Zitat von mousepad89 Beitrag anzeigen
Ja das Recht auf Bildung hat auch jeder, es gibt eine Schulpflicht von neun Jahren in Deutschland und ein Sozial und Fürsorgewesen, das Trotz Hartz 4 und aktuellen Misständen seinesgleichen in der Welt sucht! Natürlich steht man im Wettbewerb, was glaubst denn du? Wo ist das anders? Bist du qualifiziert, bekommst du qualifizierte Arbeit, wenn welche da ist, bist du es nicht, dann nicht. So war es schon immer. Das ist nichts außergewöhnliches.
Eine Recht auf Ausbildung besteht nicht. Eine Ausbildung dient der persönlichen Zukunftsvorsorge und dem persönlichen Wunsch einen Beruf zu erlernen, wieso sollte da ein allgemeines Recht drauf bestehen??? Ausbildungen werden von den Betrieben unserers Landes als Qualifikation angeboten, der staatliche Einfluss ist desbezüglich doch eher gering oder

Also da du noch recht jung bist, ich nehme jetzt mal an unter 25??? Korrigiere wenn nötig bitte, und ich in deine Aussage hineininterpretiere das du bereits schlecht bezahlte Jobs ausführst um dich finanziell über Wasser zu halten, frage ich mich, wie du zu deiner Überzeugung und diesen, ich kann es nicht anders sagen, hohen Ansprüchen kommst? Ohne dir nahe treten zu wollen, übersteigst du einen dir angemessenen Lebensstil? Eine Ausbildung ermöglicht einem jungen Menschen, ein besseres Leben als das eines Jugendlichen zu führen, lediglich mit Kindergeld und Taschengeld, so der Normalfall. Es gibt kaum Ausbildungsberufe die mit weniger als 300 Euro vergütet werden, außer vielleicht 2 jährige einfache Lehrberufe oder ähnliches. Im Laufe der Ausbildung geht der Trend nach oben. Im kaufmännischen Bereich meines Wissens nach, bis an die 900 Euro oder ähnliches. Auch für nicht vermögende und bürgerlicheJugendliche, ermöglicht es sich so den Eintritt in ein abgesichertes, bürgerliches Leben zu tätigen. So der Ausbildungsgang, jetzt mal menschlich betrachtet. Wie kannst du schon ohne Ausbildung derlei Ansprüche haben und Kritik an dem System äußern, welches einem den sozialen Aufstieg auf vielfältigste Art und Weise ermöglicht??? Mit Kindergeld und den Förderungsmöglichkeiten BAB plus kleiner Zusatzleistungen ist ein angemessener Lebensstil in Würde erzielbar, einem Auszubildenden, dem kleinsten Glied in der betrieblichen Hierachie, zugestanden!!! Auf Kosten der Allgemeinheit zum Teil!!! Wo gibt es sowas in der Art und Weise denn noch??? Ich glaube kaum das, wie Freibier schon sagt, 30 Jahre 400 Euro keine Alternative darstellt. In Zeiten der wirtschaftlichen Rezession schon mal gar nicht. Weiterhin, so sehe ich das nach der Diskussion, ist deine Meinung allgemeinheitsgefährdet und Kostenverursachend in der Zukunft, das lediglich aufgrund deiner illusionären Meinug auf Ansprüche. Fakt ist, das sag ich dir jetzt mal, ja du hast Rechte, aber Ansprüche als ungelernter Jugendlicher oder junger Erwachsener hast du wenn, nur in deinem Kopf, aber sonst nirgends

Viel erfolg MFG
Mich würde in erster Linie mal interessieren, woraus Du ableitest dass ich hohe Ansprüche habe?!

Ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass mir in Büroberufen wohlgemerkt Angebote unterbreitet wurden, die ich so nicht erwartet habe. Deshalb wollte ich mich dieses Jahr bezüglich dessen informieren, um in solchen Situationen auch ausreichende Kenntnisse über die Regelungen zu haben. Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass man mit einem gewissen Lehrgeld nicht auch über die Runden kommen kann, aber ich kann mir das eben in meiner Situation (Wohnung muss bezahlt werden, wenig Anspruch auf Förderung) nicht so schnell mal erlauben nur einen Bruchteil dessen zu kriegen.

Über die Sache mit dem Recht auf Ausbildungen lässt sich streiten. Ich frage mich nur wo in diesem von Dir angesprochenen Wettbewerb nur die Leute bleiben die eben schlechte Schulabschlüsse haben aufgrund von familiären Situationen, Herkunft oder auch einfach nur geringer Intelligenz. Was haben die denn dann schlussendlich für Möglichkeiten?! Die Schulpflicht hilft da herzlich wenig wenn man abgeht und keine Perspektiven hat außer eben H4. Wenn man nach der Schule direkt mit einer Tätigkeit versorgt werden würde, bräuchte man H4 unter 25 gar nicht zu haben. Ganz zu schweigen davon welche Qualität hier teilweise der Schulbesuch hat und was dann aber schlussendlich selbst bei Einstellungstests verlangt wird. Ich sage nur Pisa lässt grüßen.

Warum ist meine Meinung kostenverursachend und allgemeinheitsgefährend? Ich fände es nur angebracht, dass Jugendliche nach dem Schulabschluss direkt mit einer Ausbildung versorgt werden würden. Und nicht mit einem höheren Vergütung oder dergleichen, nein es sollte einfach gewährleistet sein dass jeder gewisse Fähigkeiten beigebracht kriegt, die einem schlussendlich ermöglichen den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Ich finde das im Gegenteil sehr nützlich für die Gesellschaft die Leute würden mehr an sich glauben, nach etwas streben und eben nicht auf H4 sitzen.
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  #12  
Alt 22.01.2009, 00:45
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Zitat:
Ich habe eben die Erfahrung gemacht, dass mir in Büroberufen wohlgemerkt Angebote unterbreitet wurden, die ich so nicht erwartet habe. Deshalb wollte ich mich dieses Jahr bezüglich dessen informieren, um in solchen Situationen auch ausreichende Kenntnisse über die Regelungen zu haben. Ich habe auch nirgendwo behauptet, dass man mit einem gewissen Lehrgeld nicht auch über die Runden kommen kann, aber ich kann mir das eben in meiner Situation (Wohnung muss bezahlt werden, wenig Anspruch auf Förderung) nicht so schnell mal erlauben nur einen Bruchteil dessen zu kriegen.
Hallo, also ich stimme dir desbezüglich 100% zu, es kann nicht sein das du eine Ausbildung für weniger Geld machen sollst, als dir zusteht. Das ist Ausbeuterei. Azubis, die gut sind, kommen einen Betrieb so schon billiger als eine gelöernte Kraft, auch wenn der Arbeitgeber für deine Lehre nicht nur dein Gehalt bezahlt.
Ddesbezüglich hast du Ansprüche, du darfst dich nicht unter Wert verkaufen, gerade weil du mit deiner Berufserfahrung sowieso andere Qualifikationen mitbringst. Stimme ich dir zu!

Zitat:
Mich würde in erster Linie mal interessieren, woraus Du ableitest dass ich hohe Ansprüche habe?!
Daran: Wenn man auf die einschlägigen Seiten des AAs geht , um sich zu informieren stehen da immer bestimmte Beträge die man während einer Ausbildung bekommen sollte.

In der Praxis habe ich bis jetzt immer nur erlebt, das die Chefs einem von vorneherein sagen dass sie nur so und soviel bezahlen und nicht mehr und meistens dann auch noch die ganzen 3 Jahre durch.

Ja das ist ja eben das Dilemma. Ich kann es mir eben leider nicht finanziell erlauben, auf solche Angebote einzugehen. Ich werde mich da eventuell nur noch auf größere Unternehmen konzentrieren, oder eben von vorneherein ausschließen für ein kleineres Lehrgeld zu arbeiten.

War ohne die weiteren Beiträge, bischen missverständlich formuliert... kann passieren, wurde jetzt ja aufgeklärt.

Zitat:
Über die Sache mit dem Recht auf Ausbildungen lässt sich streiten. Ich frage mich nur wo in diesem von Dir angesprochenen Wettbewerb nur die Leute bleiben die eben schlechte Schulabschlüsse haben aufgrund von familiären Situationen, Herkunft oder auch einfach nur geringer Intelligenz. Was haben die denn dann schlussendlich für Möglichkeiten?! Die Schulpflicht hilft da herzlich wenig wenn man abgeht und keine Perspektiven hat außer eben H4. Wenn man nach der Schule direkt mit einer Tätigkeit versorgt werden würde, bräuchte man H4 unter 25 gar nicht zu haben. Ganz zu schweigen davon welche Qualität hier teilweise der Schulbesuch hat und was dann aber schlussendlich selbst bei Einstellungstests verlangt wird. Ich sage nur Pisa lässt grüßen.

Warum ist meine Meinung kostenverursachend und allgemeinheitsgefährend? Ich fände es nur angebracht, dass Jugendliche nach dem Schulabschluss direkt mit einer Ausbildung versorgt werden würden. Und nicht mit einem höheren Vergütung oder dergleichen, nein es sollte einfach gewährleistet sein dass jeder gewisse Fähigkeiten beigebracht kriegt, die einem schlussendlich ermöglichen den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Ich finde das im Gegenteil sehr nützlich für die Gesellschaft die Leute würden mehr an sich glauben, nach etwas streben und eben nicht auf H4 sitzen.
Forum ist Forum, können wir gerne drüber reden, mir macht es Spaß. Sagen wir mal so, ja wo bleiben die Leute??? Also die Jugendlichen haben ja noch Glück. Die unterste der untersten Schicht schafft erstmal auf normalem Weg den HSA im besten Fall, danach werden sie dann auf unsere Kosten in BVJ und Kurse und vorbereitene Jahre, alles übers Arbeitsamt geregelt, hineingesteckt oder ins JAW, irgendwelche Stiftungen und Bildungsträger um sie "fit " zu machen. Die selbst bekommen sowieso nichts mit, was eigentlich los ist, den Eltern ist es egal oder sie sind machtlos und diejenigen die merken in was für einer ******* sie stecken, kommen damit nicht zurecht und betrinken sich und werden kriminell oder psychisch krank oder sonst was, damit sind sie dann sozialfälle und beruflich etc. sind sie sowieso weg vom Fenster...so die Spirale bis sie mit 30 rehabillitiert an der Waschstraße stehen oder es immerhin in Zeitarbeit geschafft haben als Packer. So ist es halt. ABER du schlägst vor gleich alle nach der Schule mit arbeit zu versorgen...hmmm, also ich bin sozial, ich versteh auch deinen Gedankengang, doch diejenigen aus der "Schicht", die echt wollen (trotz familiärer und sozialer Sch***), die packen es. Ich habe es auch geschafft und mit mir ne ganze Reihe und der Rest "sieht die Zeichen der Zeit" nicht. Dafür kann der Staat nichts, oder??? Drogen , Schwänzen, HS versaubeutelt, dann nettwerweise BAB da Schlägerei, Ärger ohne Ende wieder nichts gelernt, mit ach und Krach den HSA (freundlicherweise) ja und dann? mit 18? Dumm wie Brot und nur mit HSA? Wahrscheinlich noch dünn wie ne Scheibe Brot, was soll ein Betrieb mit so jemandem??? Was in aller Welt was? An die Säge im Metallbau kannste auch ein Praktikanten stellen, dafür musst du nich son erwachsenes Kind nehmen, dir auch noch den Ärger mit dem Ausbildungsvertrag aufhalsen, wenn der eh nie kommt und ständig allen mit Rückenschmerzen kommt und sein Jambahandy pausenlos klingelt. Glaube mir ich kenne diese Bratzen, ich weiß wovon ich rede. Mit 19 stecke ich die beruflich schon alle in die Tasche, ohne mich rühmen zu wollen, die sind so doof, sie verstehen es nicht... das ganze Prinzip Arbeit verstehen sie nicht. Leider. Diese Leute haben keine Perspektive. Du und ich sind diejenigen die noch eine winzige Perspektive haben. So sieht die Realität aus. Natürlich gibt es auch andere. Junge, sozial schwache, sind oft motiviert. Sie kommen pünktlich, lernen und versuchen so gut sie können. Bei solchen drücken wir ein Auge zu. Lassen sie mitlaufen freundlicherweise und versuchen ein Teil ihres Lehrlingsgehalts aus Stiftungen zu bekommen, doch dieses Stifte können einfach nicht das Leisetn was ein Azubi eigentlich können muss. Sie sind zu klein, zu schwach, zu kindlich. Und gerade in Metall versucht man viele zu integrieren, die Hälfte davon zerstört unser Betriebsklima und wird wieder schnell entsorgt, obwohl da welche bei sind die bereits ihre 3 Ausbildungschance haben. Also so richtig verloren geht keiner, in Deutschland. Alle die privat jammern, gehts eigentlich noch zu gut, denn sie begreifen betrieblich rein gar nichts. Mir wurden sogar Reifen zerstochen, obwohl ich diesem Typen echt was beibringen wollte. Der war schon 20, ich 19, das hat ihm nicht gepasst. Er konnte nichts, wollte sich nichts sagen lassen, hat mich verarscht. Ich habe ihm intern eine zweite Chance gegeben bis das Maß voll war. Ab zum Chef und weg damit. Am nächsten tag hatte ich zerstochee Reifen und jetzt kommst du!!! Soll der doch Hartz 4 bis zur Rente kriegen, oder Putzen gehen, vielleicht kann er das ja! Du siehst nur der soziale Wille und das gute Denken, reichen in der Praxis nicht aus. Dennoch wird, unsere Firma,weiterhin ausbilden und jungen Menschen eine Chance geben, auch wenn diese sie nicht sehen. MFG Viel Erfolg
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  #13  
Alt 22.01.2009, 06:17
Benutzerbild von wellen
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wellen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Also

ich kenn auch jemanden, der ist so gut geschult und wie mir seine Eltern
versicherten überqualifiziert, dass er keine Arbeit findet und jetzt H4 Empfänger ist. So kann man es natürlich auch machen wenn man glaubt nichts arbeiten zu müssen.

Gruss

wellen
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