Ausbildungsgehalt gesetzlich geregelt?!
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Ausbildungsgehalt gesetzlich geregelt?!

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  #1  
Alt 19.01.2009, 13:07
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Standard Ausbildungsgehalt gesetzlich geregelt?!


Hallo ihr Lieben!

Mich würde interessieren ob es denn eigentlich wirklich einen gesetzlich geregelten Lohn in der Ausbildung gibt.

Wenn man auf die einschlägigen Seiten des AAs geht , um sich zu informieren stehen da immer bestimmte Beträge die man während einer Ausbildung bekommen sollte.

In der Praxis habe ich bis jetzt immer nur erlebt, das die Chefs einem von vorneherein sagen dass sie nur so und soviel bezahlen und nicht mehr und meistens dann auch noch die ganzen 3 Jahre durch.

Gibts es dort irgendwelche Regelungen an die sich die Ausbildungsbetriebe halten müssen?

LG
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  #2  
Alt 19.01.2009, 15:48
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Eine Erhöhung von Lehrjahr zu Lehrjahr muss gegeben sein.

Hier sogar eine Ansprechpartnerin für nähere Fragen zu dem Thema.
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Viele Grüße,

FreiBir

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malvina (20.01.2009)

  #3  
Alt 19.01.2009, 16:18
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Standard eine Erhöhung

alle jahre - ja
aber ansonsten gilt was im Lehrvertrag steht.
Das kann bei gleichen Berufen durchaus verschieden sein.
Zwecklos da als Lehrling auf die Barrikaden zu gehen und mehr zu verlangen.


Gruss

wellen
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  #4  
Alt 20.01.2009, 08:11
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Ja das ist ja eben das Dilemma. Ich kann es mir eben leider nicht finanziell erlauben, auf solche Angebote einzugehen. Ich werde mich da eventuell nur noch auf größere Unternehmen konzentrieren, oder eben von vorneherein ausschließen für ein kleineres Lehrgeld zu arbeiten.
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  #5  
Alt 20.01.2009, 17:46
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Zitat:
In der Praxis habe ich bis jetzt immer nur erlebt, das die Chefs einem von vorneherein sagen dass sie nur so und soviel bezahlen und nicht mehr und meistens dann auch noch die ganzen 3 Jahre durch.
Hallo Malvina. eine Ausbildung ist eher wie Schule, als wie ein Arbeitnehmerverhältnis. Man erhält kein Gehalt sondern Ausbildungsvergütung. Die Ausbildungsvergütung ist von Beruf zu Beruf unterschiedlich und gesetzlich geregelt, es gibt für jeden Beruf und jedes Lehrjahr eine Mindestausbildungsvergütung, diese jedoch ist zwischen den Ostdeutschen und Westdeutschebundesländern innerhalb einer Branche unterschiedlich. Das vorab. Nahezu jeder Betrieb orientiert sich an der gesetzlichen Mindestvergütung, doch größere Unternehmen zahlen öfters Zusatzleistungen wie ein überdurchschnittliches Weihnachts oder Urlaubsgeld, sie sind auch eher bereit Kosten zu erstatten, die in der Ausbildung anfallen. Die Ausbildungsvergütung variiert auch im geringen Bereich je nach Arbeitszeit. Wen eine 37 Stunden Woche die Regel oder die Mehrheit der Branche sind, du aber 40 Stunden die Woche arbeiten musst, kann es durchaus sein das der Betrieb von sich aus eine etwas höhere Lehrlingsvergütung bezahlt, als im Mindestsatz veranschlagt. Es gibt keine festen Richtlinien, angesichts der heutigen Zeiten wo große Abweichungen von der Mindestvergütung die Ausnahme stellen, wird sich da in Zukunft nicht viel dran ändern, glaube ich. Das ist meine persönliche Meinung. Da es sich bei den Erhöhungen für Azubis, ich nenne es jetzt wirklich mal so um Peanuts geht, ist das völlig uninteresssant oder? Du kannst erstens nicht damit rechnen und wenn ein Tarifvertragh der Branche geändert wird, hast du mit Glück mal 20 Euro mehr. Das war auch schon. Ist dann eine Glückssache. Ich weiß 20 Euro...immerhin...aber was hat das mit der eigentlichen Ausbildung zu tun?
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  #6  
Alt 20.01.2009, 17:51
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Standard Lehrjahre

sind eben keine Herrenjahre.
Das waren sie nie und werden es in 100 Jahren auch nicht sein.


Gruss

wellen
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  #7  
Alt 20.01.2009, 18:03
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Möchte mich wellen, nochmal anschließen,

Zitat:
Ich werde mich da eventuell nur noch auf größere Unternehmen konzentrieren, oder eben von vorneherein ausschließen für ein kleineres Lehrgeld zu arbeiten.
also das ist dein gutes Recht. ABER, ich bitte dich ein paar Punkte zu beachten. Baut man sich im Kopf doch immer etwas zurecht, ist es noch lange nicht so das das Ergebniss genauso gut aussieht. Wie das Leid eines Architekten ...
Wenn du wie du sagst, von vorneherein für kleiners Lehrgeld nicht arbeiten gehst, hört sich das so an, als würdest du nur arbeiten gehen, wenn du dafür auf gut deutsch genug Kohle bekommst. Kann man haben die Meinung. Frage alternativ: Du gehst lieber nicht arbeiten, bevor du für weniger Geld arbeiten musst? Wie alt bist du denn, das du dir diese Einstellung wortwörtlich leisten kannst??? Du hast doch ausdrücklich von Finanziellen gesprochen oder? was meinst du mit solche "Angebote", u willst eine Ausbildung machen... ich glabe in der Formulierung liegt einfach das Problem, was Wellen auch aufgefallen zu sein scheint. DU musst dich anbieten, als Azubi...nicht die Stelle bietet sich dir an ... und ob du bei Siemens oder bei Harald Klumpfuss Bürokauffrau lernst, das nur ein Beispiel jetzt, bekommst du in der Masse dasselbe Geld. Bei Siemens vielleicht 20 Euro mehr, dafür verschwindeste da in der Masse, währed der Klumpfuss dich vernünftig ausbildet oder ähnliches oder jedem morgen mitnimmt, das du keine Fahrtkosten hast. Also da ist das Spektrum groß...aber habe keine Erwartungen an die großen Unterschiede. Stift bleibt Stift und Stifte mit Ansprüchen müssen meist anspruchslos sein
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  #8  
Alt 20.01.2009, 18:18
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Nein, ich habe das so nicht gemeint. Es ist mir sehr wohl klar das es während einer Ausbildung wenig Geld gibt.

Es ging mir eben darum festzustellen ob es gesetzlich geregelt ist und man da gewisse Rechte hat auf eine bestimmte Summe zu bestehn. Ich hatte mich eben im Internet über den Lohn informiert um abzuschätzen mit wieviel ich rechnen kann. Und später kamen dann beim Vorstellungsgespräch so Sachen wie "Sie müssen doch verstehn ich kann Ihnen nur so und soviel zahlen" bei einer anderen Stelle wollte mir der werte Herr weissmachen mir stünde maximal nur soundsoviel zu (was aber deutlich unter den Vorgaben im Internet war) etc. Ich möchte mich eben auch nicht für dumm verkaufen lassen.

Ja das mit dem Anbieten ist so eine Sache, ich vertrete ja sowieso die Meinung das jeder aber auch wirklich jeder ein Recht hat etwas beigebracht zu kriegen. Nur ist es hier in Deutschland ja leider so das man praktisch in einem Wettbewerb steht um überhaupt mal die Chance zu kriegen (ich komme nicht von hier ursprünglich deswegen ist mir das System auch etwas fremd). Und erlauben kann ich mir nicht eine Ausbildung zu machen in der ich nur 300 Euro/Monat bekomme. Dann muss ich eben in den sauren Apfel beissen und weiter als ungelernte Kraft mein Geld verdienen. Das ist zwar auch wenig aber reicht zum Leben, da ich im Falle einer Ausbildung auch wenig Chancen auf staatliche Hilfe habe.
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  #9  
Alt 20.01.2009, 18:52
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Hallo malvina,

deine Rechnung ist doch eine Milchmädchenrechnung. Wenn du die nächsten Jahrzehnte als ungelernte Kraft durch das Leben gehen willst, wirst du die Einbußen in der Zukunft haben.

Da würde ich mich doch lieber 3 Jahre zurücknehmen und was ordentliches lernen. Du kannst immer noch versuchen BAB zu bekommen, oder die Wochenenden mit Kellnern zu verbringen, damit du über die Runden kommst.

Ich würde mir das gut überlegen, es stehen 3-4 harte Lehrjahre, 30-40 Jahren Hilfsjobs gegenüber. Welche Alternative ist davon wohl die bessere?
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FreiBir

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  #10  
Alt 20.01.2009, 20:28
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Hallo malvina, vollkommen Richtig, du darfst dich nicht unter Wert verkaufen.
Das muss nicht sein, du hast Rechte als Azubi.
Selbst wenn dir im Vorstellungsgespräch mitgeteil wird das dir entgegen der Bestimmungen Gehalt gezahlt wird, kannst du die gerichtliche Vollstreckung deiner Ausbildungsvergütung erwirken...natürlich nach der Probezeit um dem Kündigungsschutz zu unterliegen. Es gilt, erzählen kann man viel und Ausbildung bleibt Ausbildung und zu der gehören deine Rechte, also volles Gehalt und deine Pflichten, ganz egal was der Chef über seine Vorstellungen von Gehältern hat. Du bist desbezüglich im Recht, sonst darf er halt nicht ausbilden, ist auch nicht schön in der heutigen Zeit, aber das solche Menschen damit Stimmung machen nach dem Motto "ja dann bilden wir eben gar nicht aus apüh...oder so^^" sollte jedem Azubi sch***egal sein, denn eine schlechte Ausbildung ist schlecht und bleibt schlecht und ist Ausbeuterei und bleibt Ausbeuterei auf dem Arbeitsmarkt. Daran sollte kein Arbeitnehmer Interesse haben!!! Meine Meinung!

Zitat:
Ja das mit dem Anbieten ist so eine Sache, ich vertrete ja sowieso die Meinung das jeder aber auch wirklich jeder ein Recht hat etwas beigebracht zu kriegen. Nur ist es hier in Deutschland ja leider so das man praktisch in einem Wettbewerb steht um überhaupt mal die Chance zu kriegen (ich komme nicht von hier ursprünglich deswegen ist mir das System auch etwas fremd).
Ja das Recht auf Bildung hat auch jeder, es gibt eine Schulpflicht von neun Jahren in Deutschland und ein Sozial und Fürsorgewesen, das Trotz Hartz 4 und aktuellen Misständen seinesgleichen in der Welt sucht! Natürlich steht man im Wettbewerb, was glaubst denn du? Wo ist das anders? Bist du qualifiziert, bekommst du qualifizierte Arbeit, wenn welche da ist, bist du es nicht, dann nicht. So war es schon immer. Das ist nichts außergewöhnliches.
Eine Recht auf Ausbildung besteht nicht. Eine Ausbildung dient der persönlichen Zukunftsvorsorge und dem persönlichen Wunsch einen Beruf zu erlernen, wieso sollte da ein allgemeines Recht drauf bestehen??? Ausbildungen werden von den Betrieben unserers Landes als Qualifikation angeboten, der staatliche Einfluss ist desbezüglich doch eher gering oder

Zitat:
Und erlauben kann ich mir nicht eine Ausbildung zu machen in der ich nur 300 Euro/Monat bekomme. Dann muss ich eben in den sauren Apfel beissen und weiter als ungelernte Kraft mein Geld verdienen. Das ist zwar auch wenig aber reicht zum Leben, da ich im Falle einer Ausbildung auch wenig Chancen auf staatliche Hilfe habe
Also da du noch recht jung bist, ich nehme jetzt mal an unter 25??? Korrigiere wenn nötig bitte, und ich in deine Aussage hineininterpretiere das du bereits schlecht bezahlte Jobs ausführst um dich finanziell über Wasser zu halten, frage ich mich, wie du zu deiner Überzeugung und diesen, ich kann es nicht anders sagen, hohen Ansprüchen kommst? Ohne dir nahe treten zu wollen, übersteigst du einen dir angemessenen Lebensstil? Eine Ausbildung ermöglicht einem jungen Menschen, ein besseres Leben als das eines Jugendlichen zu führen, lediglich mit Kindergeld und Taschengeld, so der Normalfall. Es gibt kaum Ausbildungsberufe die mit weniger als 300 Euro vergütet werden, außer vielleicht 2 jährige einfache Lehrberufe oder ähnliches. Im Laufe der Ausbildung geht der Trend nach oben. Im kaufmännischen Bereich meines Wissens nach, bis an die 900 Euro oder ähnliches. Auch für nicht vermögende und bürgerlicheJugendliche, ermöglicht es sich so den Eintritt in ein abgesichertes, bürgerliches Leben zu tätigen. So der Ausbildungsgang, jetzt mal menschlich betrachtet. Wie kannst du schon ohne Ausbildung derlei Ansprüche haben und Kritik an dem System äußern, welches einem den sozialen Aufstieg auf vielfältigste Art und Weise ermöglicht??? Mit Kindergeld und den Förderungsmöglichkeiten BAB plus kleiner Zusatzleistungen ist ein angemessener Lebensstil in Würde erzielbar, einem Auszubildenden, dem kleinsten Glied in der betrieblichen Hierachie, zugestanden!!! Auf Kosten der Allgemeinheit zum Teil!!! Wo gibt es sowas in der Art und Weise denn noch??? Ich glaube kaum das, wie Freibier schon sagt, 30 Jahre 400 Euro keine Alternative darstellt. In Zeiten der wirtschaftlichen Rezession schon mal gar nicht. Weiterhin, so sehe ich das nach der Diskussion, ist deine Meinung allgemeinheitsgefährdet und Kostenverursachend in der Zukunft, das lediglich aufgrund deiner illusionären Meinug auf Ansprüche. Fakt ist, das sag ich dir jetzt mal, ja du hast Rechte, aber Ansprüche als ungelernter Jugendlicher oder junger Erwachsener hast du wenn, nur in deinem Kopf, aber sonst nirgends

Viel erfolg MFG
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