| | |||||||
| Registrieren | Blogs | Hilfe | Interessengemeinschaften | Kalender | Suchen | Heutige Beiträge | Alle Foren als gelesen markieren |
| |
| | LinkBack | Themen-Optionen | |
|
#1
| |||
| |||
| Hallo, ich werde nun bald 29. Mein Problem ist schlicht, daß ich bisher noch keine Ausbildung abgeschlossen habe. Ich bin derzeit ALGII Empfänger und will weg davon. Ich habe den Realschulabschluss mit guten Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern, und sonst habe ich eigentlich nichts vorzuweisen. Ziemlich dünn, ich weis. Früher habe ich eine Ausbildung versucht anzufangen, aber nach einigen Monaten abgebrochen, da ich während der Ausbildung große Probleme hatte innerhalb des Betriebes. Danach hatte nur einige Gelegenheitsjobs gemacht. Jetzt sitze ich hier rum Lebenslauf und weis nicht, was ich machen soll. Ich finde, dass es das Papier eigentlich nicht wert ist. Ich komme mir auch irgendwie total minderwertig vor. Ich habe deshalb schon große Probleme überhaupt eine Bewerbung abzuschicken. Ich war allerdings auch krank und hatte Depressionen, die ich jetzt nicht mehr habe. Dennoch die Frage: Macht es überhaupt noch Sinn, dass ich mich bewerbe? Der Beruf wäre Mediengestaltung oder etwas in der Richtung. Oder gibt es Alternativen, eine Ausbildung schulisch zu machen? Was ich vergessen habe: Ich kann etwas Javascript und Html, bringt mir aber nichts, weil ich auch da keine Zeugnisse habe. Geändert von R327G (10.04.2011 um 16:23 Uhr) |
|
#2
| |||
| |||
| Nein denke nicht das alles Hoffnungslos ist, aber du solltest langsam was tun sonst ist es irgendwann hoffnungslos. Ja es gibt schulische Ausbildungen in der Pflege oder physiotherapie zb. ob es in der Richtung die du machen willst was gibt weiß ich nicht, aber lass dir eins gesagt versink nicht im Selbstmitleid sondern tu was. es gibt Branchen da wirst du auch mit 29 ohne probleme Ausbildungen bekommen zb Gastronomie und es gibt Branchen da wird es schwerer weil der Markt gesättigt ist. Ich weiß zwar nicht was du 13 jahre lang gemacht hast aber nun mal hoch und tu was dann wird das auch was, du solltest auch mal zur Berufsberatung.mfg |
|
#3
| ||||
| ||||
| Zitat:
Hast du bereits mit dem Jobcenter gesprochen, wie die zur Sache stehen? Bitte diesen Hinweis zur Kenntnis nehmen: § 45 BBiG Industrie- und Handelskammer zu Köln :: Zulassung zur Abschlussprüfung gemäß § 45 (2) BBiG / Externen-Prüfung
__________________ Lieber himmlischer Vater, ein neuer Tag beginnt. Gib mir neue Kraft und Geduld. Tröste mich durch dein Wort. Erquicke mich in meiner Mattigkeit. Sei du bei mir, wenn Schmerzen kommen und ich mutlos werde. Laß mich den Tag bestehen und dankbar annehmen, was Menschen mir Gutes erweisen. Du bist mein Vater, dir vertraue ich mich an. |
|
#4
| |||
| |||
| Zitat:
Hast dich den schon für eine Ausbildung entschieden? Oder (Fach)Abitur nachmachen. Heutzutage kannst auch beides machen. Auf einem Berufskolleg kannst dein fachbezogene Hochschulreife aboslvieren und nebenher net Ausbilung zum Assistent xyz. Durch die Ausbilung bist du zwar nicht berufstauglich, aber du bekommst anschließend leichter eine Ausbildung bzw. studium. |
|
#5
| ||||
| ||||
| Im Bereich Mediendesign tummeln sich viele Akademiker. Der gesamte Design-Bereich ist eine Jung-Branche. Bereits Anfang 30 wird's überhaupt schwierig, noch einen Arbeitsplatz zu bekommen, und zwar MIT Berufserfahrung. Dasselbe gilt für die Werbe-Branche, Event-Branche, den Bereich Social Media, die Mode-Branche und einige andere. Du solltest Dir eine Branche aussuchen, bei der das Alter nicht gleichermaßen ein Ausschlusskriterium ist. Gute Möglichkeiten kann es in der Pflege-Branche geben, falls Du Dir das irgendwie vorstellen kannst. In der IT-Branche würde ein Einstieg für Dich höchstwahrscheinlich auf eine Arbeit im Call-Center hinauslaufen (Kunden-Support). Muss aber auch nicht schlecht sein. Wenn Du mit dem Jobcenter über eine Ausbildung sprichst, dann achte darauf, dass man Dir nicht eine Umschulung andrehen will. Du brauchst eine ERSTausbildung oder eine wirklich gute Qualifizierung im IT-Bereich.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
|
#6
| ||||
| ||||
| Folgende Möglichkeiten der Finanzierung einer Ausbildung gibt es für Dich: Für eine duale Ausbildung: Berufsausbildungsbeihilfe (BAB): Das ist eine betriebliche Ausbildung mit Besuch einer Berufschule. Dafür musst Du allerdings einen Ausbildungsbetrieb finden, was bei Deinem bisherigen Lebenslauf schwer ist. In diesem Fall wäre BAB das richtige Finanzierungsinstrument. Du würdest dann KEIN ALG II mehr bekommen, sondern von der BAB leben. BAB steht grundsätzlich jedem für eine Erstausbildung zu, der seinen Lebensunterhalt nicht anderweitig bestreiten kann. Eine Erstausbildung darf Dir auch nicht verboten oder abgelehnt werden. Lese Dich bitte durch diese Seite mit den ganzen Links mal durch, falls eine betriebliche Ausbildung für Dich infrage kommt: Berufsausbildungsbeihilfe - www.arbeitsagentur.de Für eine schulische Ausbildung: Schüler-BAFöG Für eine schulische Ausbildung bräuchtest Du keinen Ausbildungsbetrieb. Eine schulische Ausbildung würde ich Dir empfehlen, weil Du dann eine richtige, staatlich anerkannte Ausbildung erzielen könntest (und nicht nur irgendwelche Kurse, die nicht gleichermaßen anerkannt sind), ohne auf tausend Bewerbungen bei Arbeitgebern hoffen zu müssen. Infos findest Du hier: Schüler-BAföG - BAföG-FAQ - Studis Online Evtl. hättest Du Anspruch auf Elternunabhängiges BAFöG. Infos darüber gibt es hier: Elternunabhängiges BAföG - BAföG-FAQ - Studis Online Auch in diesem Fall würdest Du KEIN ALG II mehr beziehen, sondern von dem BAFöG leben, und niemand kann Dir eine solche Ausbildung verbieten. Hier findest Du das für Dich zuständige Amt für Ausbildungsförderung: BAföG: Studium (einschließlich Praktika) im Inland Und hier die BAFöG-Regelungen im Einzelnen: BAföG: Bundesausbildungsförderungsgesetz - BAföG Wenn die Schule Geld kostet, so gibt es folgende Möglichkeiten der Finanzierung für Dich: Bildungskredit BVA Internet: Bildungskredit - finanzielle Förderung für Ausbildung und Studium Bedingungen für Schüler hier: BVA Internet: Voraussetzungen für Schüler/innen Oder aber die Finanzierung über den Bildungsgutschein, zu dem ich gleich noch mehr schreibe. IT-Qualifizierungskurse oder kostenpflichtige schulische Ausbildung ohne Schüler-BAFöG: Bildungsgutschein Der Bildungsgutschein wird vom Jobcenter finanziert. Dabei werden die Kosten des Kurses oder der Schule übernommen und Du erhältst gleichzeitig weiterhin ALG II. Die Gewährung eines Bildungsgutscheins ist eine KANN-Leistung. Im Gegensatz zu den o.g. Finanzierungsmöglichkeiten hast Du also keinen Anspruch darauf, sondern bist darauf angewiesen, dass Dein Sachbearbeiter beim Jobcenter zustimmt. Wenn Du keine Ausbildung machst, sondern nur Qualifizierungskurse in IT belegst, kommt jedoch überhaupt nur der Bildungsgutschein für Dich infrage. Informationen findest Du hier: Bildungsgutschein - www.arbeitsagentur.de Weitere Tipps Ich kann Dir gerne noch weitere Tipps geben, z.B. wo Du Schulen für eine schulische Ausbildung finden kannst oder wie Du einen Bildungsgutschein beantragen kannst etc. Überlege vorher noch einmal, was alles beruflich für Dich infrage kommen könnte: - IT? - Vielleicht auch Pflege? - Etwas anderes?
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. Geändert von Melete (13.04.2011 um 17:24 Uhr) |
|
#7
| |||
| |||
| Zitat:
Mein Rat wäre, mache dein Abitur nach. Und studiere oder mach eine Ausbildung wo du praktische Erfahrung sammeln kannst. Stichwort duales BA mit Hochschule, oder staatlicher geprüfter (Web) Inf. auf einer Akademie (Ausbildung) |
|
#8
| ||||
| ||||
| Abi und Studium würde ich Dir nur nebenberuflich empfehlen oder eine Ausbildung, mit Der Du gleichzeitig die Fachhochschulreife erwerben kannst. Dann hast Du gleich beides in der Tasche, bist dann aber auch schon Anfang 30. Das ist der schnellste Weg. Dann könntest Du Dich immer noch zu einem nebenberuflichen Studium entschließen oder aber - wenn es gar nicht mit einer Arbeitsstelle klappen will - zu einem hauptberuflichen Studium. Wenn Du erst das eine, dann das andere machst, wärst Du schon 32 bis zum Abi und würdest dann noch mal ein Studium von 4 bis 5 Jahren draufsetzen. Dann wärst Du mit 36 oder 37 immer noch nicht im Berufsleben angekommen. Das kommt nun wirklich nicht gut bei Arbeitgebern an. Unternehmen, die ein duales Studium anbieten (wie eine Ausbildung, nur dass man, statt zur Berufsschule zu gehen, phasenweise studiert) stellen sehr hohe Anforderungen an die Bewerber. Wie sahen denn bislang Deine Chancen bei Arbeitgebern aus? Wenn Du das anstreben willst, würde ich Dir trotzdem vorher eine Ausbildung empfehlen, damit Du schon mal was in der Tasche und damit auch eine Alternative hast, falls es nicht klappt. Der staatlich geprüfte Informatiker (es gibt verschiedene Fachrichtungen) ist keine Ausbildung, sondern eine Weiterbildung. Dafür wird in der Regel die Abschlussprüfung in einem anerkannten und für die Zielsetzung der Fachrichtung einschlägigen Ausbildungsberuf (einschließlich des Berufsschulabschlusses) vorausgesetzt. Außerdem ist eine entsprechende Berufspraxis nachzuweisen. Das könnte also erst in soundso vielen Jahren anstehen, aber nicht jetzt. Hier findest Du Ausbildungsberufe: BERUFENET, Berufsinformationen einfach finden - Suche Einfach Stichwort in das Suchfeld eingeben, z.B. IT. Wichtig: Auf der Seite mit der Liste, die dann erscheint, oben rechts bei "Filtern nach" Ausbildungsberufe einstellen. BFS bedeutet Berufsfachschule. Das sind die schulischen Ausbildungen, von denen ich oben geschrieben habe, für die Du erst einmal keinen Arbeitgeber brauchst.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. Geändert von Melete (14.04.2011 um 11:45 Uhr) |
|
#9
| |||
| |||
| Hab ich oben doch geschrieben, aber mit so einer Ausbildung wird man keinen Job bekommen. |
|
#10
| ||||
| ||||
| Ausbildungsplätze bei Arbeitgebern werden oftmals schon 1 oder 2 Jahre im Voraus vergeben. Viele, die gerade erst einen guten Realschulabschluss gemacht haben, müssen zig Bewerbungen schreiben, um eine Ausbildungsstelle zu finden. Davon können einige hier im Forum ein Lied singen. Nun hat R327G vor ich weiß nicht wie vielen Jahren einen Realschulabschluss gemacht und in den vielen Jahren dazwischen nur ein paar Gelegenheitsjobs vorzuweisen. In dieser Situation sollte man sich auf keinen Fall darauf versteifen, einen Ausbildungsbetrieb zu finden, sondern auf jeden Fall einen Plan B in der Tasche haben. R327G hat nicht mehr jahrelang Zeit, auf eine Ausbildung zu warten. Es könnte z.B. so aussehen:
Dabei müsste möglichst auch gleich Kontakt mit mehreren Berufsfachschulen aufgenommen werden, weil auch dort (bei entsprechend vielzähliger Nachfrage) ein Auswahlverfahren stattfindet. In einem ersten Schritt ist sehr wichtig, dass R327G ÜBERHAUPT eine Ausbildung bekommt. Ansonsten würde sein Leben so weitergehen wie bisher. Zeit für jahrelange Versuche und jahrelanges Warten auf eine eventuell doch noch kommende Chance hat er nicht mehr. Dabei ist eine Erstausbildung wie das Legen eines Grundsteins. Er kann später immer noch durch Weiterbildungen die Berufsrichtung wechseln. Aber dieser Grundstein sollte nun möglichst ohne weitere Verzögerung gelegt werden. Findet sich eine Berufsfachschule, an der er parallel auch die Fachhochschulreife erwerben kann, so könnte er überlegen, ob das für ihn infrage kommt. Wir wissen doch auch gar nicht, inwiefern ihm Lernen überhaupt liegt. Parallel eine Berufsausbildung und das Fachabi machen, nachdem der letzte Schulabschluss etliche Jahre zurückliegt, ist durchaus ein starker Schritt. Handwerklicher Beruf? Wenn ihm das Lernen vieler theoretischer Dinge nicht liegt, so wäre auch von einer IT-Ausbildung abzuraten. Dann würde ich einen handwerklichen Beruf empfehlen. Es gibt Handwerksberufe, für die händeringend Azubis gesucht werden. Da können evtl. auch Leute eine Chance bekommen, die nicht so gerade Lebensläufe haben. Die Betriebe bilden in der Regel für den eigenen Fachkräftebedarf aus, so dass auch die Chancen auf Übernahme gut wären, falls sich eine Ausbildungsstelle findet. Deutsche Handwerker werden übrigens auch im Ausland gerne eingestellt. Wenn deutsche Arbeitgeber zu sehr auf den Lebenslauf gucken, dann wäre dies später eine weitere Chance für R327G. Aber auch hierfür gilt: Ich würde auf jeden Fall einen Plan B empfehlen, also Ausbildungsbetrieb suchen, aber gleichzeitig Berufsfachschule. Und für handwerkliche Berufe gibt es normalerweise nur die duale Ausbildung. Also müsste man zwei Berufe gleichzeitig ins Auge fassen.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |