Befürchte demnächst gekündigt zu werden
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Befürchte demnächst gekündigt zu werden

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  #1  
Alt 29.09.2009, 18:24
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Hallo erstmal,

Könnte ein bisschen ausführlich werden der Text

ich mache zur Zeit eine Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik(bin noch in der Probezeit) und bin schon seit Anfang an total unglücklich, ich kenne ja den Spruch "Ausbildungsjahre sind keine Herrenjahre" aber sowas habe ich nicht erwartet.

Mal zu meinem Problem, ich muss häufig Überstunden machen und arbeite in der Regel zwischen 9 und 13 Stunden dazu auch schon mal Samstags. Meinen ersten Lohn bzw. meine erste Vergütung habe ich verspätet bekommen( und mit knapp 300 € im ersten Jahr Netto ist es auch nicht gerade viel) und mich deswegen beschwert, genau wie wegen den Überstunden, nur was man mir dann gesagt hat war, dass ich wüsste wo die Tür wenns mir nicht passt.

So dazu ist laut Vertrag mein Chef mein Ausbilder doch dieser ist soviel ich weiß überhaupt keine gelernte Fachkraft für Lagerlogostik bzw. Fachlagerist und ist auch nicht häufig da bzw. kommt spät und geht früh. Dazu kommt, dass ich häufig in der Produktion arbeiten muss, sprich am Fließband, beigebracht wurd mir bisher wenig bis garnix, das meiste hab ich von den anderen Azubis oder mir selbst beigebracht.

Jetzt habe ich heute nicht eingesehen, dass wenn um 16 Uhr regulär bei mir Feierabend ist, und ein LKW für 18 - 19 Uhr geordert wurde, wider Überstunden zu machen. Habe den Chef gesucht, da ich mal gelesen habe, wenn ich Überstunden mache muss dieser auch anwesend sein, der war aber wider mal nicht im Haus, hab dann abgestempelt und bin ab nach hause gefahren.

Im Lager selbst ist nur EIN Mitarbeiter(auch keine gelernte Kraft) und wir 4 Azubis, und ich komm mir da nur verarscht vor auf deutsch gesagt. Bin echt am überlegen was ich jetzt machen soll, denn lernen kann ich da nichts, wir haben ja nicht einmal Gabelstapler. Und Ameisen sind kaum welche da. Dazu habe ich erfahren, dass der Laden seit Juni Insolvenz ist, und das vor mir ein Azubi auch die Probezeit da nur malocht hat, also fast nur Produktion etc. und dann gekündigt hat.

Was würd auf mich zukommen, wenn ich kündige oder gekündigt werde ?
Hatte noch nie Lücken im Lebenslauf, aber ich geh da echt kaputt......


Mit freundlichen Grüßen


evtl. kommt noch was dazu, bin aber gerade ziemlich aufgeregt.

Geändert von Neumühler (29.09.2009 um 18:28 Uhr)
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  #2  
Alt 29.09.2009, 18:38
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Wie alt bist du?

Lebst du noch bei den Eltern?
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  #3  
Alt 29.09.2009, 18:39
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Bin 18, und ja ich lebe noch bei meinen Eltern.
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  #4  
Alt 29.09.2009, 19:46
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Zitat:
dass der Laden seit Juni Insolvenz ist,
Der Laden ist insolvent, das bedeutet unter anderem, dass er keine Beschäftigten mit vollem Lohnanspruch bezahlen kann. Deshalb werden dann auch Auszubildende eingestellt, die hauen nicht so schnell ab und sind bis zum Anschlag erpressbar. So kommt es dann auch dazu, dass Azubis ausbildungsfremd eingesetzt werden.

Den Beruf der Fachkraft für Lagerlogistik sollte man ausserdem richtig einstufen. Diese Berufsbezeichnung wurde eingeführt, damit Leute ohne Berufsabschluss und geringer Qualifikation sich auch einmal Facharbeiter schimpfen durften.

Denn diese Ausbildungsinhalte sind auch in den kaufmännischhen Berufen eingebunden.

Da der Laden sich in der Insolvenz befindet, würde ich mich sofort bei der Agentur für Arbeit ausbildungssuchend melden und versuchen, die Ausbildung in einem anderen Betrieb fortzusetzen.

Zitat:
Was würd auf mich zukommen, wenn ich kündige oder gekündigt werde ?
Wenn du selber kündigst, macht sich das in deinem Lebenslauf nicht gut. Ein Azubi kostet üblicherweise relativ viel Geld, und wenn bereits ein Ausbildungsabbruch vorliegt, dan kann er nächste Ausbilder nicht sicher sein, dass ihm das gleiche passiert.

Solltest du/deine Familie bedürftig im Sinne des SGB II sein (Hartz IV), so würdest du bei einer Eigenkündigung eine 100%-Leistungssperre erhalten.
Davon bliebest du nur verschont, wenn du ganz klar und eindeutig nachweisen könntest, dass der Ausbilder seinen Ausbildungsvertrag nicht einhält.

Das, was an deiner Ausbildung derzeit wertvoll ist, ist die Möglichkeit, die Berufsschule zu besuchen. Achte bitte darauf, die bestmöglichen Noten zu erzielen.

Schau bitte nach, ob in deinem Ausbildungsvertrag enthalten ist, dass du einen Gabelstaplerführerschein machst. Wenn ja, siehe zu, dass du diesen so schnell wie möglich macht. Ist das nicht vorgesehen, so fragst du die Agentur für Arbeit nach entsprechender Unterstützung. Durch die Insolvenz bist du von Arbeitslosigkeit bedroht, hast also das Recht, die Dienste der Agentur in Anspruch zu nehmen.

Tritt bitte in die Gewerkschaft ein, als Azubi zahlst du nur geringe Beiträge.

IG Metall - Start



---> Dr. Azubi --> DGB-Jugend ~ Online-Beratung
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Neumühler (26.01.2010)

  #5  
Alt 26.01.2010, 13:45
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Hallo war länger nicht mehr hier, mittlweile ist das eingetreten was ich befürchtet habe, ich wurde gekündigt. Freitags war ich noch normal arbeiten und habe mich erkundigt, wann ich denn endlich mal mein Geld sehe,weil auch ich habe laufende Kosten, Montags war ich in der Schule, hatte was früher aus und wollte nach Hause was essen bevor ich arbeiten gehe, da hat auch schon der Postbote geschellt, und mir die Kündigung überreicht.

Ist schon fast 3 Monate her, und mittlerweile liegt auch schon eine Klage von meinem Anwalt beim Arbeitsgericht vor, da ich immer noch kein Geld bekommen habe, wo mittlerweile von Oktober an 5% Zinsen pro Monat hinzu kommen, die Internetseite meines ehemaligen Aubsildungsbetriebes ist schon länger nicht mehr im Betrieb, und der Betrieb hatte nicht mal auf das Schreiben meines Anwalts reagiert. Alles ziemlich komisch da, bin im Endeffekt sogar froh da weg zu sein.

Momentan bewerbe ich mich um Ausbildungsplätze dazu habe ich noch am 01.02 ein Termin bei einer Berufsschule für einen Einjährigen Lehrgang im Bereich Wirtschaft und Verwaltung, und bemühe mich dazu noch um einen Aushilfsjob.


So das wars auch schon, ich denke ich werde hier jetzt wider ein bisschen öfter vorbei schauen, und danke euch für die Tipps, die ich bei der nächsten Ausbildung definitiv beachte.


Edit: Eine Frage habe ich anschließend noch, soll ich im Lebenslauf die "Ausbildung" erwähnen, oder einfach mal weglassen ?

Geändert von Neumühler (26.01.2010 um 15:10 Uhr)
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  #6  
Alt 26.01.2010, 17:48
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Die Ausbildung sollte im Lebenslauf erwähnt werden, mit dem Hinweis, Betrieb insolvent.

Frage: hast du ein Ausbildungszeugnis erhalten?
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  #7  
Alt 26.01.2010, 18:26
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Nein habe ich nicht, das einzige Schritfstück, welches ich erhalten habe, ist meine Kündigung. Seit der Kündigung habe ich den Chef auch nicht einmal mehr erreicht, genau so wenig wie mein Anwalt, am Telefon wurde ich abgewimmelt, teilwese wurde garnicht erst dran gegangen, wenn meine Nummer sichtbar war, und wie oben schonmal geschriben, auf die Schreiben meines Anwalts kamen überhaupt keine Reaktionen.

Geändert von Neumühler (26.01.2010 um 18:33 Uhr)
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  #8  
Alt 26.01.2010, 18:34
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Es ist nachvollziehbar, warum ein insolventer Betrieb kaum noch telephonisch erreichbar ist.

Bitte persönlich hingehen, am besten mit einem vom Rechtsanwalt formulierten Text, und dort ein Ausbildungszeugnis verlangen.

Ist der Laden nämlich vollständig dicht und nicht mehr besetzt, ist der Zug abgefahren.
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  #9  
Alt 26.01.2010, 18:37
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Vollständig dicht ist er nicht, habe noch teilweise Kontakt zu meinen ehemaligen mit Azubis, und die arbeiten da immer noch, jedoch hat sich mit dem Geld nichts geändert, auch die bekommens teilweise erst anderthalb Monate später und zum Teil ausschließlich Bar ausgezahlt.

Im Februar (10.02 ca.) findet schonmal die erste Verhandlung statt, das Schreiben habe ich letzte Woche erhalten, mit der Info, sollte mein ehemaliger Arbeitgeber nicht erscheinen, bekommt der Laden besuch.
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