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#1
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| Hallo, ich hätte da mal ein paar Fragen. Ich bin 22 und lebe noch daheim. Ich möchte von daheim ausziehen, habe aber nur einen Hauptschulabschluss. Ein Jahr habe ich gearbeitet, im Juni wurde das Arbeitsverhältniss beendet. Seit dem weiß ich nicht so recht wohin mit mir. Ich bin jetzt auf der Suche nach einer Ausbilung 09. Ich bin auch recht optimistisch, dass ich etwas finden werde. Jetzt das eigentliche Problem. Ich möchte so schnell wie möglich von daheim ausziehen. Ich möchte in eine Stadt ziehen, die 300 km von meinem Wohnort entfernt liegt. Meine Frage, wenn ich ausziehe, was bekomme ich finanziert bzw. was könnte ich beantragen? Mir geht es um die Zeit bis September nächsten Jahres. Ich möchte also die Zeit überbrücken, in der ich mir Arbeit suche. Die Wohnung usw. muss ja finanziert werden. Gäbe es da Möglichkeiten? MfG Jenny Geändert von Franky (03.12.2008 um 11:18 Uhr) |
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#2
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| Wenn Du kein Einkommen hast, um eine eigene Wohnung zu finanzieren, brauchst Du über einen Umzug garnicht weiter nachzudenken. Von was lebst Du momentan? ALG+Mutti+Vati? Eine eigene Wohnung kannst Du Dir jedenfalls finanziell nicht leisten, Du wärst auf Unterstützung angewiesen, also auf ALG2? Bevor Du das bekommst, werden erstmal die Einkommensverhältnisse Deiner Eltern geprüft. Sie sind nämlich bis 25 für Dich unterhaltspflichtig, vorher darfst Du nicht ausziehen, es sei denn Du erfüllt bestimmte Voraussetzungen (hast ein Kind oder Ausbildungsplatz ist weiter weg oder Du hast Arbeit, ...). Suche Dir bitte erst Arbeit, bevor Du an einen Umzug in eine eigene Wohnung denkst, um diese dann auch selbst finanzieren zu können!
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. Geändert von Ratgeberin (08.12.2008 um 20:37 Uhr) |
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#3
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| einen Bericht am Fernseher der die Situation von über 60 - jährigen Rentnern in der BRD darstellt, welche nur eine sehr geringe Rente erhalten. Eine Frau hält sich mit Pfandflaschensammeln über Wasser. Sie hätten Anspruch auf staatl. Unterstützung würden diese aber nie beantragen. Alle Achtung. Gruss wellen
__________________ Die Schule ist nur die Saat - der Beruf ist die Ernte Beiträge stellen keine Rechts- oder Steuerberatung dar, ein Beratervertrag kommt nicht zustande. - keine nichtssagenden Politikerworte - bitte !! Wehret den Anfängen! „Principiis obsta, sero medicina paratur" |
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#4
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| Sobald du eine Ausbildung hast kannst du BAB beantragen, um dir eine Wohnung zu finanzieren. Das sind im höchsten Fall 222 Euro plus Fahrkosten zur Ausbildungsstätte. So ca. 40 Euro. Findest du keine Wohnung für 222 Euro, musst du deine Ausbildungsvergütung oder dein Kindergeld mit in die Miete einbeziehen. Solltest du durch deine Jugend "schwerwiegende soziale Gründe" nachweisen könne, z.B. durch Drogensucht, Schläge deiner Eltern oder ähnliches, wäre unter Einhaltung viler Formalitäten jetzt schon ein Auszug möglich. Informiere dich bei der ARGE und beim Jugendamt wie das laufen könnte. Liegen keine "schwerwiegenden sozialen Gründe" vor und bekommst du keinen Ausbildungsvertrag, stehen dir außer Kindergeld keine staatlichen Leistungen zu bis du das 25. Lebensjahr vollendet hast. An deinem 26. Geburtstag würde dir dann ein Paragraph 5 Sozialwohnungsschein zustehen, wenn du bis dahin immer noch nichts geleistet hast, um selbst dir und der gesellschaft dienlich zu sein. Wenn ich mal ganz ehrlich bin, in deinem Alter sieht es nicht mehr rosig aus, nur mit einem Hauptschulabschluss. Selbst eine Festeinstellung im geringfügig qualifizierten Sektor bietet dir heutzutage keine Sicherheiten mehr, das hast du selbst gemerkt. Nutze die Gunst der Stunde, die letzte Chance, solange du noch halbwegs als Jugendlich anzusehen bist, etwas zu lernen und zwar von zu Hause aus. So wie es alle anderen auch tun müssen, inklusive mir. Der Gedanke während der Ausbildung, gerade bei Ausbildungen für Hauptschüler, ist man in der Lage ein bürgerliches, eigenes Leben zu führen, der irrt gewaltig. Gut futtern, bei Muttern...überleg was du tust! Viel Glück!!! |
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