Habe schwere Probleme bei der Ausbildungssuche
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Habe schwere Probleme bei der Ausbildungssuche

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  #1  
Alt 05.04.2011, 20:44
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Hallo ,
Aufgrund meiner Ratlosigkeit und nachdem ich im Internet auch nicht viel gefunden habe was mir weiterhelfen könnte möchte ich mich nun an euch wenden.
Ich habe einen guten Hauptschulabschluss, ein schlechtes BVJ Zeugnis und ein noch schlimmeres BBS1 Abgangszeugnis (Mathenote: 6), was auch der Grund ist, warum ich bei meinen Bewerbungen immer nur mein Hauptschulzeugnis beifüge. Nach der Hauptschule wollte ich eigtl. direkt in die Ausbildung, hatte dementsprechend auch keine Lust auf die Schule und dafür auch wenig getan. Da ich leider auch nach dem verschwendeten BVJ Jahr immer noch keine Ausbildung gefunden hatte hang ich noch ein Jahr Schule mit drann, da Zuhause rumsitzen auch nicht das gelbe vom Ei ist. Dort hab ich mich dann mehr für meine Freunde und für Mädels interessiert, aber heute ist man ja auch wieder schlauer... Jedenfalls hatte ich die letzte Schule 2008 beendet, und seitdem hatte ich viele, viele, sogar sehr viele Praktikas bei den verschiedensten Arbeitgeber und den verschiedensten Tätigkeiten. Meist sahen diese so aus, dass mir zwei Monate lang ein Arbeitsvertrag versprochen wurde und nachdem ich dann sagte "entweder bekomm ich nun meinen Vertrag oder ich komme nicht mehr" ich auch direkt gehen konnte. Auch wurde ich vom Arbeitsamt gezwungen Praktikas bei Stellen zu machenn die von vornerein sagten dass sie keine Azubis übernehmen, da diese sich ja vllt. doch umentscheiden könnten.

2009 zog ich in der Hoffnung dass der Arbeitsmarkt in einer anderen Stadt besser aussieht zu meiner Freundin die bereits einen richtigen Job hat. 2010 hatte ich dann auch endlich dass Glück eine Ausbildung als Orth. Schuhmacher in RLP machen zu können, jedoch hielt das Glück nicht lange da es im Umkreis nur eine Berufsschule in Saarbrücken gab. Doch genau in diesem Jahr als ich anfing ging der Meister der Berufsschule in Rente und sie fanden keinen Ersatz, die nächste Schule war in Gotha, Blockunterricht, Jugendherberge, Verpflegungskostet bis zu 900€ während der Schulzeit. Das konnte ich mir einfach nicht leisten, ich hatte ein Lehrgehalt von 220,- und mein Chef wollte keinen Stratz dazu geben! Nun arbeite ich seitdem als Aushilfskraft auf 400,- Basis, habe ständig Vorstellungsgespräche und werde jedesmal nach meinen Zeugnissen gefragt und warum ich so lange angebl. nichts gemacht hätte. Wenn ich dann von den Praktikas erzähle in denen ich als billige Hilfskraft ausgenutzt wurde glaubt mir keine Sau, dass ich die Ausbildung abgebrochen hab wegen der finanziellen Situation auch nicht. Ich bin langsam am überlegen mich in größeren Städten wie Köln oder München zu bewerben, da ich mich hier echt schon fast überall beworben habe. Da ich zusammen mit meiner Freundin wohne und bei uns das Geld auch nicht so locker sitzt ist ein Umzug für uns finanziell auch nicht so einfach, oder gibt es möglichkeiten vom Amt auf Unterstützung zu hoffen? Ich weiss langsam nichtmehr wass ich machen soll. Ich bin nicht dumm, weiss wie man arbeitet (schnell, sauber, gewissenhaft), bin nett und zuvorkommend, bin immernoch verdammt lernfähig und würd mirn Bein fürne gescheite Ausbildung ausreissen!

Falls jemand die selben Probleme hat oder mir vllt mit gutem Rat beistehen könnte würde ich mich sehr freuen, ich mach mir langsam wirklich angst um meine Zukunft
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  #2  
Alt 06.04.2011, 07:26
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Wie alt bist du?

Beziehst du ALG II ?

Gibt es über die Praktika entsprechende Praktika- bzw. Arbeitszeugnisse? Wenn nicht, kannst du diese noch beschaffen?
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Vash (06.04.2011)

  #3  
Alt 06.04.2011, 09:07
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Wie alt bist du?
20
Beziehst du ALG II ?
Nein
Gibt es über die Praktika entsprechende Praktika- bzw. Arbeitszeugnisse? Wenn nicht, kannst du diese noch beschaffen?
Nein leider nicht. In meinen Praktika ging es immer so zu, dass am Ende sehr viele negative Dinge über mich gesagt wurden die garnicht stimmen, damit sie ''erklären'' konnten warum sie mich nach zig Monaten doch nicht als Azubi übernehmen wollen. Ich war aber auch in dem oben genannten Betrieb der von vornerein sagte dass er keine Azubis übernimmt sehr gut aufgefallen, einer der Chefs dort fragte auch schon beim Inhaber ob sie sich es vllt doch noch überlegen wollen, aber leider nein. (Das war ein IT-Systemelektroniker Service der leider sehr wenige Aufträge zur Zeit hatte). Ich denke ich werde denen mal ne Mail senden und nachfragen ob sie mir ein Zeugnis schreiben können
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  #4  
Alt 06.04.2011, 09:21
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Standard AW: Habe schwere Probleme bei der Ausbildungssuche

Es geht einfach darum, nachweisbar darzustellen, wo und was du bisher gearbeitet hast.

Bei jedem Praktikum lernst du etwas.

Es ist also wichtig, dass du möglichst lückenlos deine Praktika und das dort Gelernte darstellen kannst. Man kann dann auch eine kreative Bewerbung schreiben, auch wenn früher ein paar Noten versemmelt wurden.
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  #5  
Alt 06.04.2011, 09:24
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Standard AW: Habe schwere Probleme bei der Ausbildungssuche

Wovon lebst du, wenn du nur einen Minijob hast?

Bist du krankenversichert? (Bis 23 kostenfrei in der elterlichen Familienversicherung möglich)
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  #6  
Alt 06.04.2011, 09:29
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Standard AW: Habe schwere Probleme bei der Ausbildungssuche

Meine Bewerbungen sind (ich möchte jetzt nich übertreiben) sehr gut. Ich saß auch schon öfters in Vorstellungsgesprächen, jetzt z.b. vor zwei Wochen bei einem der meinte ''Ich habe 40Bewerbungen und deine ist die beste die ich bekommen habe". Danach bekam ich auch direkt ein Praktikum und nach dem Praktikum ein Vorstellungsgespräch beim Inhaber. Der interessierte sich dann nur für die nicht mitgesendeten Zeugnisse und als ich ihm von den Noten erzählte konnte ich auch gleich wieder gehen.
Das Problem ist, dass ich im Lebenslauf keinen Platz mehr für Praktikas habe ^^;
Ich war auf 4 Schulen (Grundschule inbegriffen), und die Praktika muss ich schon so bezeichnen: "2008 bis 2010:Ausübung mehrerer Praktika und Aushilfsjobs, ua. als Einzelhandelskaufmann, IT-Systemelektroniker, Elektroniker, …"
Ich bin auch schon langsam am überlegen in meinem Lebenslauf zu lügen, in der Familie meiner Freundin sind ein paar selbstständig mit kleinen Unternehmen wie Wäschereien oder Verkaufsständen im Fußballstadium. Vllt. sieht es besser aus wenn ich angebe bei denen gearbeitet zu haben und mir von denen auch Zeugnisse schreiben lasse
Wie gesagt, für ne Ausbildung würd ich langsam alles tun

Edit: Meine Freundin verdient 900,- Netto dazu, also insgesamt haben wir ungefähr 1300,-. Unsere Wohnung kostet warm 415, von daher geht es im Moment. Versichert bin ich seit ich nicht mehr in der Ausbildung bin über meinen Vater.

Geändert von Vash (06.04.2011 um 09:31 Uhr)
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  #7  
Alt 06.04.2011, 09:40
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Zitat:
Zitat von Vash Beitrag anzeigen
in der Familie meiner Freundin sind ein paar selbstständig mit kleinen Unternehmen wie Wäschereien oder Verkaufsständen im Fußballstadium.
Edit: Meine Freundin verdient 900,- Netto dazu, also insgesamt haben wir ungefähr 1300,-. Unsere Wohnung kostet warm 415, von daher geht es im Moment. Versichert bin ich seit ich nicht mehr in der Ausbildung bin über meinen Vater.
Aus der Familensituation sollte man etwas machen.

Wäscherei: kannst du waschen und perfekt bügeln? Nee? dann lerne es dort .
Kannst dich anschliessend in jedem Geschäft für Weisse Ware (Waschmaschinen ...) bewerben, weil du weisst, um was es geht.

(Nur mal so als Beispiel, analysiere, welche Möglichkeiten du hättest.. )
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  #8  
Alt 02.05.2011, 18:31
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Hallo Vash,

es geht leider vielen so wie Dir. Erst müssen sie nach dem Hauptschulabschluss diverse Ehrenrunden an Berufsvorbereitungs-Dingenskirchens drehen, werden dabei demotiviert und dann ist der Lebenslauf im Eimer.

Ich habe mal darüber nachgedacht, welche Möglichkeiten ich für Dich sehe. Hier erste Gedanken:


Von der Berufspraxis zum Berufsabschluss:


Wenn Du mehrere Jahre in einem Bereich gearbeitet hast, gibt es die Möglichkeit eine Externenprüfung abzulegen.

Beispiel: Du hast mehrere Jahre als Ungelernter in einem Lager gearbeitet. Dann könntest Du eine Externenprüfung als Fachkraft für Lagerlogistik ablegen.

Diese Möglichkeit der Externenprüfung gibt es für die meisten Berufe. Voraussetzung ist stets, dass Du nachweisen kannst, mehrere Jahre Berufserfahrung im entsprechenden Bereich zu haben.

Der Nachteil: Das schulische Wissen muss man sich selbst aneignen bzw. Kurse und Bücher dafür suchen. Durch Googlen lässt sich beides finden, siehe z.B. hier:

lagerlogistik externenprüfung - Google-Suche

Die Schwierigkeit besteht ohne Zweifel darin, dass es sehr schwer ist, eine Arbeitsstelle ohne Ausbildung zu finden und dann auch noch jahrelang im selben Bereich zu arbeiten, denn es hilft nicht, wenn man mal in einem Lager jobbt, dann als Hilfsverkäufer, dann wieder bei einer Reinigungsfirma oder in einer Fabrik.
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Liebe Grüße, Melete

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  #9  
Alt 02.05.2011, 18:33
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Bundeswehr:

Diese Möglichkeit gefällt nicht jedem, bietet jedoch - wenn man sich das vorstellen kann und einigermaßen sportlich ist - durchaus sehr gute Möglichkeiten.

Die Bundeswehr bietet nämlich auch Schulabschlüsse und Ausbildungen an. Infos z.B. hier:

Aus- und Fortbildung

Da heißt es:

Die Bundeswehrfachschulen bieten länger dienenden Soldatinnen und Soldaten auf Zeit im Rahmen ihres gesetzlichen Anspruchs auf allgemeinberuflichen Unterricht neben Vorbereitungs- und Auffrischungslehrgängen alle wesentlichen Abschlüsse des Zweiten Bildungswegs an. An einigen Schulen kann eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Erzieher absolviert werden. Die Ausbildung an den Bundeswehrfachschulen kann - gestaffelt nach Verpflichtungszeit - bereits bis zu zwei Jahre vor dem Ende der Dienstzeit begonnen werden.

Ein Blick auf den Link "Bundeswehrfachschulen":

Bundeswehrfachschulen

Auszug:

Bundeswehrfachschulen sind bundeseigene Bildungseinrichtungen des zweiten Bildungsweges. Soldaten auf Zeit, die sich für mindestens vier Jahre zu einem Dienst in der Bundeswehr verpflichtet haben, sowie BO 41 haben einen Anspruch auf Förderung ihrer schulischen und beruflichen Bildung am Ende und nach der Wehrdienstzeit. Der Anspruch auf schulische Bildung wird durch entsprechende Bildungsmaßnahmen an den Bundeswehrfachschulen verwirklicht. Der Unterricht wird von fachlich qualifizierten zivilen Lehrkräften mit Erfahrungen in der Erwachsenenbildung erteilt.

In relativ kurzer Zeit können so Bildungsabschlüsse wie Mittlere Reife, Fachschulreife und Fachhochschulreife, die bundesweit anerkannt sind, erworben werden. Auch berufsbildende Lehrgänge wie zum Beispiel "Staatlich anerkannter Erzieher" gehören zum Bildungsangebot. Auffrischungslehrgänge regenerieren das vorhandene Wissen, schließen Wissenslücken und bereiten auf den Besuch eines Bildungslehrgangs oder eine Aufnahme- oder Einstellungsprüfung vor.

Soldaten auf Zeit mit einer Verpflichtungszeit von sechs Jahren und mehr können die Bundeswehrfachschule bereits vor Ende ihrer Dienstzeit unter Freistellung vom militärischen Dienst besuchen. Der Umfang dieses Rechtsanspruchs ist jedoch unterschiedlich und richtet sich nach der individuellen Verpflichtungszeit.


Weitere Infos über den Erwerb der einzelnen Schulabschlüsse, Berufe etc. geben die weiteren Links in der linken Menüleiste.
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  #10  
Alt 02.05.2011, 18:34
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Schulische Ausbildung mit gleichzeitigem Erwerb des mittleren Schulabschlusses

Eine weitere Möglichkeit sehe ich in einer schulischen Ausbildung für Dich. Mit einer schulischen Ausbildung kann man oft auch gleich einen mittleren Schulabschluss erwerben.

Der Vorteil: Du bräuchtest erst einmal keinen Arbeitgeber, der Dich einstellt, und könntest Dich im Anschluss mit mittlerer Reife / Fachoberschulreife und abgeschlossener Berufsausbildung bewerben.

Der Nachteil: Du hast eben hinterher wieder keine Praxiserfahrung, die nachweisbar bzw. als solche anerkannt ist - abgesehen von einem Praktikum, das sehr häufig Bestandteil der schulischen Ausbildung ist.

Nichts desto trotz wäre Deine Ausgangssituation anschließend erheblich besser als jetzt.

Finanziert werden könnte das Ganze eventuell mit Schüler-BAFöG. Sollte das für Dich infrage kommen, kann ich Dir dazu mehr Infos geben.

Stelle hier mal bei Bildungsbereich "Allgemeinbildung mit Berufsbezug" und gebe bei Bildungsanbieter "Berufsfachschule" und Deinen Ort ein:

KURSNET - Bildungsangebote einfach finden

Und dann stelle auch mal bei Bildungsbereich "Berufsausbildung" und gebe bei Bildungsziel "Fachoberschulreife" oder "Mittlere Reife" und Deinen Ort ein:

KURSNET - Bildungsangebote einfach finden

Du kommst dann auf eine Auswahl (bei der einiges auch nicht infrage kommt) und bei Anklicken einzelner Möglichkeiten auf eine Seite, auf der verschiedene Bildungseinrichtungen mit ihrem Angebot untereinander aufgelistet sind - mit verschiedenen Infos, z.B. Voll- oder Teilzeit, Dauer, Gebühren. Der Link in der Überschrift führt auf weitere Informationen, ein weiterer Link auf die Homepage der Einrichtung.

Achte gleich auf der Übersichtsseite mit den Bildungseinrichtungen darauf, ob die Schule Geld kostet. Es gibt für Berufsausbildung immer auch Schulen, die kein Geld kosten.
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