Hilfe! Sehr unglücklich mit der Ausbildung!
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Hilfe! Sehr unglücklich mit der Ausbildung!

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  #1  
Alt 03.08.2009, 13:58
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Standard Hilfe! Sehr unglücklich mit der Ausbildung!


Hallo miteinander,

ich weiß einfach nicht mehr weiter. Bin 18 Jahre alt und mache gerade eine Ausbildung zur Industriekauffrau, bin jetzt ab September im 2. Lehrjahr. Ich bin wirklich sehr unglücklich mit der Ausbildung. 1. Wegen den Leuten hier in der Firma. Die sind sehr unfreundlich, schikanieren mich, zum Teil gehen manche sogar zu meiner Ausbilderin und sagen Dinge, die garnicht stimmen, wie zB dass ich mich während meiner Arbeitszeit mit privaten Dingen beschäftigen würde. 2. Ist es der Beruf an sich. Ich habe im Laufe der letzten Monate einfach gemerkt dass der Beruf überhaupt nichts für mich ist. Ich habe eigentlich mit den Aufgaben keine Schwierigkeiten und auch in der Berufsschule ein ordentliches Zeugnis mit dem Durchschnitt 2,4. Doch ich kann einfach nicht den ganzen Tag im Büro vor dem Computer sitzen und irgendwelche langweiligen, einfältigen Aufgaben erledigen. Ich brauche einfach Bewegung und Abwechslung in meinem Beruf. Es ist jetzt wirklich schon so weit, dass ich nachts nicht schlafen kann und die ganze nacht am heulen bin, weil ich am nächsten Tag wieder zur Arbeit gehen muss. Sogar während der Arbeit kann ich mich oft nicht zusammenreissen und muss ich auf der Toilette oder sonst wo verstecken, damit man nicht sieht wie schlecht es mir geht. Ich halte es hier wirklich nicht mehr aus. Obwohl es wirklich so schlimm ist würde ich nie die Ausbildung hinschmeissen, bevor ich nicht ne neue Stelle hätte. Ich würde dieses Thema so gerne mal bei meinen Eltern ansprechen aber ich denke sie verstehen das einfach nicht, wie sehr mich das fertigmacht. Sie denken immer ich soll froh sein ne Stelle zu haben. Ja, bin ich ja auch irgendwie aber was bringt es mir wenn es mir absolut keinen Spaß macht und wenn ich eigentlich etwas komplett anderes machen möchte? Dann bringt es mir auch nix die Ausbildung abzuschließen, weil ich dann, wenn ich fertig bin, sowieso ne neue Ausbildung machen müsste. Ich würde so gerne versuchen mich als Krankenpflegerin zu bewerben. Allerdings hab ich Angst, dass mein Zeugnis dafür zu schlecht sein könnte. Hatte meine Mittlere Reife mit 2,6 abgeschlossen. Was sagt ihr dazu? Würdet ihr an meiner Stelle auch versuchen etwas anderes zu finden? Oder wäre es besser ich schließe diese Ausbildung ab, obwohl sie noch 2 Jahre geht und es mich jeden Tag mehr fertigmacht, da hin zu gehen.

Danke schon im Voraus für die Hilfe.
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  #2  
Alt 03.08.2009, 14:25
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bosse befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Also wenn ich mir deinen Beitrag durchlese, muss ich eigentlich nichts mehr hinzufügen. 2,6 mittl. Reife ist doch nun wirklich mehr als OK! Und das wichtigste, du weisst bereits, was du gern machen würdest.
Also Bewerbung schreiben und abschicken. Wenn es nicht funktioniert, versuch über nen Praktikum in einem Krankenhaus einzusteigen.

Aber mal Hand auf´s Herz, wenn ich mir vorstelle, dass du nachts nicht schlafen kannst und sogar während der Arbeitszeit verschwindest, um allein zu sein und das bereits nach dem 1. Jahr landest du dadurch früher oder später beim Therapeuten. Denn das macht dich psychisch und dadurch auch physisch fertig, kannst nix mehr essen und so.

Und drittens - was allgemeines, kannst du dich erinnern, wann du das letzte Mal richtig herzhaft gelacht hast?

Mein Rat, kümmere dich um was anderes, rede aber vorher mal mit deiner Ausbilderin. Und bewirb dich als Krankenpflegerin!

Hab einen angenehmen Tag
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lischen (06.08.2009)

  #3  
Alt 04.08.2009, 07:42
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Erstmal vielen Dank für die Antwort.
Ja, das mit dem Therapeuten, da is wohl was wahres dran. Wenn ich ehrlich bin könnte ich jetzt schon einen gebrauchen, so wie ich zurzeit drauf bin.
Wann ich das letzte mal wirklich richtig gelacht hab? Daran kann ich mich wirklich nicht mehr erinnern...
Also ich werde mich auf jeden Fall jetzt auf die Suche nach was anderem machen. Denkst du, es wäre besser, bevor ich anfange, mich zu bewerben, mit meiner Ausbilderin zu reden? Ich dachte dass ich das Thema vllt mal anspreche, wenn ich schon für 2010 ne neue Stelle habe. (Falls ich überhaupt eine find) Ich denke, dass ich zuerst ein Praktikum machen werde bevor ich mich bewerbe. Dann muss ich halt mal ne Woche oder 2 von meinem Urlaub dafür opfer, aber das ist es mir auch auf jeden Fall Wert. Naja dann ist da noch das Thema mit meinen Eltern.. ich hab echt richtig Panik davor, sie darauf anzusprechen. Es ist nicht so dass sie irgendwie streng wären, im Gegenteil, sie sind echt toll und eigentlich kann ich mit ihnen über alles reden. Nur, wenns um meine Ausbildung geht.. ich weiß nicht. Mein Dad sagt ja schon, nur weil ich in letzter Zeit des öfteren krank war, dass ich aufpassen soll damit ich bloss nicht meine Stelle verliere, usw. Aber früher oder später muss ich wohl mit ihnen drüber reden. Spätestens dann, wenn auf einmal irgendwelche Bewerbungsschreiben mit der Post zu uns geschickt werden. Ich hoffe wirklich sehr, dass ich es schaffe ne andere Stelle zu finden. Und wenn nicht, dann glaube ich nicht wirklich, dass ich es noch lang aushalte ohne irgendwelche Nervenzusammenbrüche oder Ähnliches.
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  #4  
Alt 05.08.2009, 22:43
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Ailis befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hallo,

willst du das denn wirklich noch ein Jahr durchhalten?
Ehrlich gesagt, du hast nichts davon, wenn du nach der Ausbildung nervlich am Ende bist. Das motiviert ja dann auch nicht gerade zu einer neuen Arbeit.
Ja, das sehen viele anders und ich bin normalerweise auch der Typ, der rät "bewirb dich nebenbei", aber wenn es jemandem so schlecht geht, dann hat es meiner Meinung nach keinen Zweck, weiterzumachen. Dass du öfter krank bist ist ja auch ein Zeichen dafür, dass es eigentlich nicht mehr geht.

Krankenpflegerin ist natürlich was völlig anderes, aber so kannst du ja ganz gut in deinen Bewerbungen begründen, warum du was anderes machen möchtest.

Hast du auch mal an Apotheke gedacht? PTAs oder PKAs haben normalerweise auch recht viel Bewegung, müssen auch Bürokram etc. machen (vor allem natürlich die PKAs), aber haben auch mit Kunden und Gesundheit zu tun (PTAs).
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lischen (06.08.2009)

  #5  
Alt 06.08.2009, 08:09
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lischen befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Das Problem ist, dass ich es wohl nich ein Jahr durchhalten MUSS. Ich kann nicht einfach die Ausbildung abbrechen ohne sicher etwas anderes zu haben, und auch wenn ich was anderes hab muss ich wohl noch so lange hierbleiben, bis ich dann bei der neuen Stelle anfangen kann. Wenn ich vorher abbreche, und kein Geld mehr verdiene, kann ich mein Auto nicht mehr verhalten.. und da ich hier aufm Dorf wohne, und eigentlich abhängig vom Auto bin, kann ich das schlecht machen..

An Apotheke hab ich wirklich noch nicht gedacht.. ist aber wirklich ne gute Idee. Krankenpflegerin passt zwar besser, weil ich den Leuten ja helfen möchte. Gut, das macht man in der Apotheke auch..
Ich werd mich mal erkundigen, was in dem Beruf so gefordert wird, und dann mal schauen. Danke für den Tipp
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  #6  
Alt 07.08.2009, 23:03
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Ratgeberin befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Hallo lischen!

Also mir gefällt deine Einstellung. Ein nahtloser Übergang in einen anderen Ausbildungsberuf schadet deinem Lebenslauf nicht so sehr, als würdest du die Ausbildung abbrechen. Das Risiko, dass du keinen geeigneten Ausbildungsplatz findest, ist einfach zu groß.

Wenn du was neues sicher hast, dann kannst du mit deinem Arbeitgeber über eine Auflösung des Ausbildungsvertrages sprechen. Dann musst du vielleicht gar nicht mehr so lange dort aushalten.

Ansonsten solltest du unbedingt das Gespräch mit deinen Eltern suchen. Das du alles in dich hineinfrisst, ist eine doppelte Belastung für dich. Vertraue dich deinen Eltern an, danach wird es dir besser gehen.

Viel Erfolg beim bewerben!
Und alles Gute!
__________________
Liebe Grüße Ratgeberin
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Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen.
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