Was ist das Geheimnis guter Schüler?
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Was ist das Geheimnis guter Schüler?

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  #1  
Alt 10.01.2008, 09:42
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  #2  
Alt 10.01.2008, 10:32
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mein bester schulfreund, damals der hatte es nicht noetig zu lernen, der saß zuhause, hat nintendo gespielt, und rummgedamelt, und hier fußball da nen bisschen zeit vertroedelt und hatte nur gute noten geschrieben, der hat nichts gemacht, ich war damals auch ein bisschen faul, nur bei mir liefs nicht sogut, auf die realschule schaffte ich es dann trotzdem noch...

anfangs mit ziemlichen problemen, und da habe ich dann angefangen mit ein system auszukluegeln, und zwar musst du mit system lernen, nicht vor ner klassenarbeit 3stunden lernen, das hat keinen effekt.

ich habs dann meistens so gemacht, das ich in der schule die sachen in steno abgeschrieben habe, und die sachen zuhause nochmal neu geschrieben habe, so habe ich evtl. eine stunde am tag zuhause geopfert, hat aber den effekt das du dir die sachen langsam durchliest, und nochmal hinschreibst, so bleibt auch alles haengen, zudem hast du deine mappen super sauber und ordentlich und kassierst da auch schonmal ne 1, und musst vor ner arbeit nicht ellenlang lernen, sondern hast so schon alles im kopf mit dem system hatte ich dann in der zehnten klasse einen abschluss von 1,5 dieses system behalte ich bis heute auch in der berufsschule so bei...
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  #3  
Alt 10.01.2008, 12:04
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Nein bitte nicht! Das habe ich befürchtet! Es wird von geborenen Genies gesprochen, die wie von Zauberhand alles können und zu den Besten gehören.

Ich glaube nicht an Genies. Vielleicht hier und da, eine Laune der Natur. Oder das Umfeld Deines Freundes war dafür prädestiniert. Seine Eltern hatten schon einen (vielleicht hohen) Schulabschluss und konnten ihm sagen "wie es geht". Denn alleine um das - individuelle, hirngerechte Lernen - selber herauszufinden braucht man Jahre. Ich habe zumindest einige Zeit dafür gebraucht. mal habe ich des ausprobiert, dann wieder was anderes. Vielleicht hat er ja doch gebüffelt wie ein Tier und hat es vor den Freunden anders dargestellt um anzugeben - wie Kids halt so sind.

Ich glaube eher daran, dass sich die Leute ihr Können erarbeiten. Wie man an die Sache herangeht und wie ausdauernd man sich damit beschäftigt. Wenn Du Dich mit einer Sache so lange beschäftigst bis Du seine Natur erkennst wirst Du zum Könner.

Ich kann mich noch erinnern, am Anfang war die ganze Lernerei für die Schule eine tierische Quälerei. Manchmal wenn ich etwas nicht verstehen konnte, versuchte ich dieser unangenehmen Situation aus dem Weg zu gehen. Dann stand ich vom Schreibtisch auf, hing vor dem Kühlschrank, oder vor dem Spiegel, machte den Fern an, ging in den Garten, oder rief Freunde an um mit ihnen um die Blöcke zu ziehen. Bis ich irgendwann merkte, dass ich nicht weiter kam und immer mehr den Anschluss verlor. Ich setzte mich hin und habe die Situation beobachtet und analysiert. Dieses "aufstehem vom Schreibtisch" war tatsächlich...sagen wir mal, unbewusst. Es ging eingentlich nur darum dieser unangenehmen Situation (nicht verstehen, nicht weiterkommen, verzweifeln etc.) aus dem Weg zu gehen. Irgendwie bekam ich es aber nicht in den Griff. Bis ich irgendwann mein Fuß mit einem Gürtel an den Stuhl gebunden habe. Bei jedem unbewussten Versuch aufzustehen blieb ich hängen. Hätte ich wirklich aufstehen müssen, musste ich erst mal den komplizierten Knoten lösen. Damit hat es funktiniert. Anstatt also aufzustehen, habe ich dann das komplizierte Kapitel bei Seite gelegt, inzwischen etwas anderes gemacht, meinem Hirn eine "leichtere Lektüre" gewährt und nach einer Stunde ging ich wieder das schwierige Thema erneut an. Habe ich ein Kapitel nicht verstanden habe ich mich so lange wiederholt damit beschäftigt und aus unterschiedlichen Perspektiven versucht heranzutreten bis die Aha-Erlebnisse purzelten.

Also am Anfang habe ich mich wirklich gequält. Bis ich einen Punkt erreicht habe an dem ich die "Lust am Lernen" bekam und es war mir ein starkes Bedürfnis mich dem Lernvorgang zu unterwerfen. Ab da, wurde die Sache zum Selbstläufer. Es war tatsächlich so, dass das Lernen und der Konzentrationsvorgang währenddessen, bei mir im Organ Hirn ein Lustgefühl hervorrief. Ich glaube das hatte etwas mit der Intension der Konzentration zu tun. Na, sagen wir mal wie ein Kleinkind, das sich in sein Spiel vertieft und dabei sein Umfeld nicht mehr wahrnimmt oder den Ruf seiner Mutter.

(Bein anbinden...Lustgefühl im Hirn...Das muss sich doch für andere psychopathisch anhören. Oder? Gut dass sich hier anonym schreiben kann. )


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Geändert von helen3 (10.01.2008 um 14:05 Uhr)
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  #4  
Alt 10.01.2008, 22:31
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naja gut, in dem sinne kann ich das nicht nachvollziehen, ich bin von geburt an ein wissbegieriger mensch, und wissenshungrig, allerdings hatte ich eine zeit lang wie gesagt eben keinen bock zum lernen, weil es doch viel mehr spaß macht, mit freunden draußen im sommer zu spielen, oder ne runde am rechner zu daddeln...

ich bin aber definitiv davon ueberzeugt das sowas auch angeboren sein kann, ich habe das ja beobachtet, mein damaliger bester schulfreund hat wirklich sich die zeit mit dingen vertroedelt, an die ich nichtmal im schlaf gedacht habe... da steckte ja kein trick hinter, das er mal doch die nase ins buch gesteckt hat, sondern es war wirklich so das es ihm angeboren war, aus spontanitaet konnte der dir sachen vorrechnen, und dir sachen erklaeren, das war wahnsinn, und man merkte dann auch oft, das der vater in ihm spricht, das war naemlich auch ein ziemlich kluges koepfchen, aber da die beiden sich nicht sonderlich mochten, bezweifle ich, das er ihm irgendwelche dinge erklaert hat ^^ und deshalb bin ich der ueberzeugung das nicht nur aussehen, sondern auch persoenliche werte, und intelligenz vererbbar sind...

klar hast du deinen eigenen willen, und ist jeder mensch anders, aber der grundstein ist bei vielen oftmals identisch...

ebenso wie bei meinem arbeitskollegen, ich habe noch nie so einen intelligenten mann getroffen... der alles mit logik und verstand macht, der bei allen sachen mitdenkt, und sein sohn geht auch in eine profilklasse auf ein gymnasium, und macht sein abitur eben halt in 2jahren...

und sowas kann nicht nur vom sozialen umfeld kommen, oder das deine eltern dich an deinen schreibtisch peitschen, da spricht man dann schon eher von "veranlagung" ja und woher kommt die? ja die ist eben angeboren...
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  #5  
Alt 11.01.2008, 15:21
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Hallo,
ja das gleiche Phänomen kenne ich auch, da zockt jm stundenlang WoW und schafft ein 2er Abi, auf einem techn. Gymi wohlbemerkt. Und sobald man ihn irgendwas frägt, kommt nur blödsinn raus.. aber ich habs mal genauer beobachtet, während der Schule hört er genau hin, er lässt sich nicht ablenken, falls doch liest ers sofort nach und hackt danach.

Ansonsten ist zuhause üben die einfachste Methode, täglich 1-2 Stunden opfern, vor- und nachbereiten! Ich gehöre zu den stinkfaulsten, ich würde gerne wissen, wie man überhaupt mit dem lernen anfängt.

Gruß
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  #6  
Alt 11.01.2008, 16:26
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Also das mit dem konzentrierten Mitarbeiten und Zuhören in der Schule, ich muss sagen...das wirkte Wunder. Ich war in der Schule - ausgenommen vielleicht am Anfang (aber welches Kind sitzt schon gerne stundenlang, freiwillig am Schreibtisch?) - eine der Besten. In der Klasse war ich die beste. Mein Abi war ein Überflieger. Ab und zu hab ich auch mal blau gemacht, eigentlich habe ich oft blau gemacht aber komischerweise wusste ich immer die Antworten auf Fragen aus der Theorie der während den Stunden gelehrt wurde. Ich war selber erstaunt. Aber es lag wirklich nur daran, dass ich mich während den Stunden stark konzentrierte und dem Lehrer fast an den Lippen hing. Für mich gab es niemanden anderen in der Klasse als mich und den Lehrer und ich habe mich von nichts und niemandem ablenken lassen. Manchmal waren Mitschüler sogar sauer, quasi nach dem Motto: warum ich es wieder weiß und sie nicht. Aber es war keine Zauberei sie waren nur unkonzentriert und ließen manchmal ihre Gedanken schweifen. Allerdings, ich glaube die Konzentrationsfähigkeit muss schon vorhanden sein. Oder seine Gedanken schnell wieder zurückholt wenn man sich beim Träumen erwischt. Ich glaube, je öfter man das macht, desto leichter kann man seine Gedanken fokusieren.

Der Anfang war bei mir eine Quelerei. Zuerst zwang mich meine Mutter, dann zwang ich mich bis ich meinen inneren Schweinehung endlich in den Boden gestampft, geknebelt und gefesselt habe. Aber ab dem Zeitpunkt bin ich nicht mehr nach Hause gegangen sondern gelaufen um fortzufahren.

Aber 1-2 Stunden Üben haben bei mir nie gereicht. Ich wollte damals etwas so lange üben, bis nichts mehr übrig blieb und ich es wirklich erfasst habe, wirklich bis ins Innerste erfasst habe. Ein Buch von einem Verlag hat mir nicht gereicht.



Geändert von helen3 (11.01.2008 um 17:04 Uhr)
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  #7  
Alt 12.01.2008, 08:30
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Hallo Helen,
ich sehe das auch so, und zum letzten Satz, ich finde diese Aussage ist typisch weiblich, ohne sexistisch zu werden. Die Frauen haben irgendwie mehr Angst und pauken deshalb bis zum bitteren Ende, das konnte ich öfters beobachten und bewundern.

Gruß
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  #8  
Alt 14.01.2008, 10:16
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Angst? Eigentlich nicht. Es war...wie soll ich sagen... wie eine kleine Flamme, die in mir brannte. Ich wollte immer die Beste sein oder zumindest zu den Besten gehören. Notfalls hätte ich mich wohl selber im Zimmer eingeschlossen und den Schlüssel aus dem Fenster geworfen.
Ich glaube die Jungs packt der Ehrgeiz später, nachdem sie die erste Hormonflut überwunden haben . Aber ich fürchte dann ist es schon zu spät.


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  #9  
Alt 14.01.2008, 12:26
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Irgendwie kommt mir die Problematik bekannt vor .
Während meiner Schulzeit ist mir alles auch mehr oder weniger zugeflogen...allerdings entpuppte sich das bald als Nachteil, denn bis zur 10. Klasse habe ich mich selten auf eine Arbeit vorbereitet - das gespeicherte Wissen aus den Hausaufgaben hatte völlig ausgereicht und auf dem Heimweg ab und zu mal im Buch geschmökert (und aufpassen, dass man nicht vom Auto überfahren wird). In der Oberstufe kam dann auch gleich die Retourkutsche und ich bin derbe auf die Fresse gefallen, weil ich das "Lernen" nie wirklich gelernt habe...es folgte gleich in der 11. Klasse die Extrarunde und ich war gezwungen, mir ein Konzept auszudenken. In den naturwissenschaftlichen Fächern hatte ich nie ein Problem, Sprachen und künstlerische Dinge allerdings sind mir bis heute ein Graus.
In meiner Ausbildung gehörte ich dann aufgrund meiner Begesiterung für die Biologie und Medizin am Anfang zu den Überfliegern (der Finger war schon oben, da hatte der Dozent die Frage noch nichtmal ausformuliert). Ergebnis = die anderen Mitschüler waren demotiviert (wieso soll ich mich anstrengen, nachzudenken, die weiss das ja eh und antwortet als erste) und es gab dann das ein oder andere Gespräch vom Dozenten. Früher hatte ich mir Karteikarten gemacht oder Plakate an die Wand gehängt, um komplexe Zusammenhänge besser zu verdeutlichen. Und als ich einer Kollegin Nachhilfe gegeben habe, hatte ich auch dazu geraten und siehe da: es hat funktioniert. Vielleicht ist es ja auch für den ein oder anderen "Hilfesuchenden" hier eine gute Alternative zum stundenlangen frustrierenden Bücherlesen.

Ich glaube übrigens nicht, dass "Lernvermögen" zwangsläufig vererbt ist - in meiner Familie bin ich (so traurig es klingt) die einzige, die einen höheren Abschluß als den der Hauptschule hat und eine abgeschlossene Berufsausbildung - daher kann ich das also nicht haben . Aber ich denke, dass die soziale Prägung und die daraus möglichweise resultierende Wissbegierigkeit daraus entstehen kann, dass man sieht, wie man nicht werden will. Und es ist mit Sicherheit auch Charakterabhängig...es gibt genug Kinder oder Jugendliche, die sich von Kameraden ablenken lassen und es "cooler" finden, mit denen um die Häuser zu ziehen, anstatt sich hinzusetzen und was für die Zukunft zu tun.
Die Einsicht kommt natürlich irgendwann, aber meistens ist es dann schon zu spät - die Weichen sind gestellt.

Interessant an der Stelle ist vielleicht, wie man als Eltern agieren und schon früh Kinder fördern kann, dass Lernen nichts negatives oder lästiges ist, sondern auch Spaß machen kann.
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  #10  
Alt 14.01.2008, 14:47
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Zum sog. familiären Gen, ich glaube, dass die Eltern nur eine Vorbildfunktion weitergeben. Das beschränkt sich nicht auf die Qualitäten im einzelnen (Handwerklich begabt, etc), sondern aufs Gesamtverhalten, sehr schwierig ist es dann, wenn beide Eltern einen völlig unterschiedlichen Charakter und Umgang haben.

Gruß
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