Ist ein Betriebswechsel das Richtige für mich?
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Ist ein Betriebswechsel das Richtige für mich?

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  #1  
Alt 28.07.2011, 14:43
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chrisssi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Frage Ist ein Betriebswechsel das Richtige für mich?


Hallo zusammen!

Ich habe mich hier extra für diesen Beitrag angemeldet, also hoffe ich, dass mich auch der ein oder andere Ratschlag erreicht.

Ein paar Infos vorab:
Im August 2010 habe ich meine Ausbildung als "Kauffrau für Bürokommunikation" in einem kleinen Betrieb (20 Mitarbeiter) begonnen. Anfangs erledigte ich typische Aufgaben für einen Lehrling im ersten Jahr: ein paar Briefe schreiben (via Copy & Paste hauptsächlich), Büromaterial bestellen. Kaffee für Besprechungen kochen, E-Mails weiterleiten und ab und an Telefondienst. Später fing ich noch an, ein paar Rechnungen zu schreiben.
Um Weihnachten rum entschloss ich mich dann dazu, meine Ausbildung direkt auf 2 Jahre zu verkürzen (war problemlos möglich, da ich Abitur habe), wodurch ich in der Berufsschule in eine "Verkürzerklasse" versetzt wurde, in der der Schulstoff im Schnellprogramm durchgenommen wird. Dort habe ich auch gute Noten - über einen Schnitt von 2,0 kann man denke ich nicht meckern.

Nun zu meinem Problem:
Ich bin jetzt genau seit einem Jahr in dieser Firma. Allerdings hat sich das Aufgabenspektrum, das ich bewältige, seit meinen ersten Wochen kein bisschen geändert. Ich lerne nichts von Personalwirtschaft oder Rechnungseingängen, Kontenführung und von Buchhaltung allgemein ganz zu schweigen! Zudem fühle ich mich schon seit einigen Wochen regelrecht überflüssig in meiner Firma, weil ich schon seit geraumer Zeit nichts anderes zu tun habe, als auf den "Empfangen"-Button in unserem Mail-Programm zu klicken. Auch auf wiederholten Nachfragen, ob denn etwas zu tun sei, kommt nur die Antwort "Im Moment nicht". Dafür ist mittlerweile unser Materiallager picobello aufgeräumt und in der Teeküche kann man quasi vom Boden essen. Auch Kaffee ist immer da - irgendwie muss ich mich ja schließlich beschäftigen!
Laut meiner Ausbilderin darf ich mir nicht anmerken lassen, dass ich nichts zu tun habe. Das lässt sich vielleicht für 1 oder 2, vielleicht auch 3 Tage durchhalten, aber nach Wochen kann man nicht mehr beschäftigt oder zumindest nicht gelangweilt aussehen. Zudem ist es sehr anstrengend, den ganzen Tag wirklich nichts zu tun, was meiner Laune, wenn ich abends nach Hause komme, nicht wirklich zu Gute kommt.

Heute habe ich meine Ausbilderin auf diesen Sachverhalt angesprochen: dass ich mich zur Zeit einfach nur überflüssig fühle und dass meine Arbeit auch genau so gut ein Praktikant übernehmen könnte. Zudem habe ich ihr auch von meiner Angst erzählt, dass ich auch daran denken muss, nach Beendigung meiner Ausbildung als ausgelernte Kauffrau für Bürokommunikation in jeder beliebigen Firma arbeiten können sollte (allein dieser Gedanke macht mich schon seit geraumer Zeit einfach nur fertig - ich habe schließlich noch nichts gelernt, was man nicht innerhalb von ganz wenigen Wochen lernen könnte).

Ihre einzige Reaktion war die folgende "Hm, kann ich jetzt auch nichts dran machen. Müssen wir mal schauen wie das weitergeht. Ich kann ja mal mit dem Chef sprechen". Und ein paar Minuten später "Ach nein, mit dem Chef sollte ich doch nicht sprechen, ich will ja bald eine Gehaltserhöhung und wenn der mitkriegt, dass nichts zu tun ist, kann ich die vergessen!"

Ich habe ihr unter anderem auch gesagt, dass ich zur Zeit ernsthaft mit dem Gedanken spiele, meine Ausbildung in einem anderen Betrieb weiterzumachen, so leid es mir auch tut. (Ich hätte sogar bereits welche, bei denen diese Chance bestünde. Hab ich ihr allerdings nicht gesagt. Dort könnte ich ggf. sogar als Azubi zu Industrie- oder Groß- u. Außenhandelskauffrau quereinsteigen)

Lange Rede, kurzer Sinn:
Findet ihr es in meiner Situation sinnvoll, tatsächlich den Betrieb zu wechseln? Immerhin habe ich meinen "alten" Betrieb relativ lieb gewonnen, sehe für mich dort allerdings keine Zukunft, zumal ich auch nach der Ausbildung ungern hierbleiben würde.

Ich hoffe, jemand hat sich tatsächlich den ganzen Text durchgelesen und kann mir einen Ratschlag bzgl. meines weiteren Vorgehens geben!

Liebe Grüße

Christina
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  #2  
Alt 28.07.2011, 18:56
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BigBooi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Ist ein Betriebswechsel das Richtige für mich?

Ich habe im Moment das gleiche Problem mit meiner Firma. Meine Branche ist war eine andere und von mangelnder Arbeit ich nicht klagen, aber ich verstehe gut wie du es meinst. Wie sieht denn dein Ausbildungsrahmenplan für das nächste Jahr aus? Dein Arbeitgeber/Ausbilderin wird dir demnach doch sicher neue Kenntnisse vermitteln müssen, oder nicht? Frag doch mal deine Ausbilderin nach Kursen, die du evtl. besuchen könntest. Für meinen Beruf ist die IHK zuständig und die bieten jede Menge Kurse an. Ausserdem gibt es bestimmt auch möglichkeiten für AZUBI-Austausch / Überbetriebliche Ausbildungsmöglichkeiten. Ich meine deine Ausbilderin muss verständnis dafür haben, dass Du etwas lernen möchtest. Wenn du dich im voraus schon mal bei google informierst und ihr Vorschläge liefern kannst, machst du es ihr auch leichter... Auf jeden Fall ist sicher, dass du am Ende auch Recht bekommen wirst, weil du ja auch Recht hast und deine Noten sprechen ja auch dafür, dass man dich fördern sollte..Hoffe, dass ich helfen konnte
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  #3  
Alt 28.07.2011, 19:27
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chrisssi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard AW: Ist ein Betriebswechsel das Richtige für mich?

Zuerst einmal danke, dass tatsächlich jemand meine "Wall of Text" durchgelesen hat!

Meine Ausbilderin hat sich leider gänzlich uneinsichtig gezeigt und mit Aussagen wie "Aber wenn ich Ihnen das beibringe, hab ich ja hinterher gar nichts mehr zu tun! Ich will ja schließlich noch nicht ganz aufhören" geglänzt. Sie hat anscheinend absolut nicht verstanden (oder verstehen wollen), dass ich mich auch in einem anderen Büro zurechtfinden sollen könnte.

Der Ausbildungsrahmenplan... nun ja, der ist eine Sache für sich. Da sind Dinge teilweise so schwammig formuliert, dass sie sowohl alles, als auch nichts bedeuten könnten. Ich habe ihn mir auch heute auf der Arbeit mal wieder vorgenommen und geschaut, was ich schon kann und was davon ich auf der Arbeit und was in der Schule gelernt habe. Das Resultat davon war, dass so ziemlich alles, was ich bisher gelernt habe, aus dem Schulunterricht stammt. Außer Briefe schreiben, ans Telefon gehen und E-Mails weiterleiten.

Wir kriegen auch regelmäßig von der IHK Angebote zu Zusatzkursen für Azubis. Leider hält meine Ausbilderin nicht viel davon ("Telefonieren lernen können Sie ja schließlich auch hier"), außerdem ist die Firma zur Zeit knapp bei Kasse, da werden lieber neue Rechner angeschafft, als dem Azubi seine Lehrmittel zur Verfügung zu stellen

Blöderweise sind gerade ja Sommerferien, sonst würde ich mal in der Schule meinen Klassenlehrer fragen, was der dazu zu sagen hat. Ich bin ja sicherlich nicht die erste, die über solche Probleme klagt.
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  #4  
Alt 28.07.2011, 21:29
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Standard AW: Ist ein Betriebswechsel das Richtige für mich?

Ok, wenn da wirklich nichts zu machen ist und du dir ohnehin nicht vorstellen kannst in Deinem jetzigen Betrieb nach der Lehre weiter zu arbeiten, dann würde
ich Dir schon raten den Betrieb zu wechseln. Wenn Du sogar die Chance hast, bspw. eine Ausbildung zur Industriekauffrau zu machen, dann würde ich das schon tun.

Nur wirst du eine vier wöchige Kündigungsfrist einhalten müssen und im neuen Betrieb wahrscheinlich wieder Probezeit haben.

Das ist egtl. auch der Grund warum ich mich nicht traue den Betrieb zu wechseln. Zum einen wäre der neue Betrieb zwar Top und international erfolgreich, zum anderen habe ich aber schon gehört, dass das Betriebsklima dort alles andere als gut ist.

Jetzt wären wir wieder genauso weit und brauchen Hilfe von anderen
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  #5  
Alt 28.07.2011, 21:56
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Hallo Crissi,

ersteinmal ist das für deine keine schöne Sittuation. Es ist richtig und wichtig das du das Gespräch mit deiner Ausbilderin gesucht hast. Es ist ihre Pflicht dir die Sachen beizubringen welcher der Lehrplan* (den du hoffentlich bekomemn hast) vorschreibt. Das ist der Plan wo steht was du am ende der Ausbildung wissen musst damit du überall in diesem Beruf arbeiten kannst. Auch ist es wichtig das du dieses weist für die Abschlussprüfung. Oder was machst du wenn du in der mündlichen Prüfung stehst und erklären sollst wie man ein Konto führt? Soviel zur Theorie...

Nun es ist nicht so einfach die Ausbildung zu wechseln wie immer alle denken. Der erste Ansprechpartner ist da nämlich die IHK. Diese alleine kann sagen ob ein wechsel geht oder nicht. Daher wenn du wirklich einen neuen Betrieb hättest mein rat dich schnell bei der IHK zu melden und fragen ob das so geht wie du das denkst. Ich kann mir gut vorstellen das es nicht so einfach wird in einen anderen Beruf weiter zu machen.

Ansonsten hast du den Chef direkt schonmal angesprochen? Es kann nicht in seinen Interesse sein Azubis zu haben welche nach der Ausbildung nicht in den Beruf arbeiten können weil das Wissen fehlt.

Also ich drücke dir die Daumen.... Informiere uns doch wie es bei dir weiter geht... Wir sind neugierig!

Liebe grüße
Alex

* Ahh ich lese gerade deine Antwort sorry. Hast du denn mal deine Klassenkamreaden gefragt was sie so für arbeiten machen müssen bzw. was sie schon "können"?
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