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#1
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| hallo zusammen, habe mich vor ein paar Minuten hier angemeldet um vielleicht hier Hilfe zu finden. Habe vor 3 Monaten eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten begonnen, nachdem ich die FOS, die ich nach meinem Realschulabschluss ab September 2006 besuchte, abgebrochen habe. Ich merkte, dass mir einfach der Wirtschaftszweig auf der Fachoberschule nicht zusagte - auch da ich die Realschule mit dem sprachlichen Zweig (Wahlpflichtfächergruppe III) abgeschlossen habe. Durch Zufall kam ich dann zu meinem jetzigen Ausbildungsplatz und brach die FOS ab. Wir sind ein sehr kleiner Betrieb mit nur 3 Mitarbeitern und dem Chef. Anfangs sah ich das sehr positiv, da ich mir sicher war in so einem kleinen Betrieb mehr selbstständig zu lernen als in einem großen. Aber jetzt kommen die Probleme! Vor ca. 2 Wochen fing alles an. Da kam ich mal mittwochs von der Berufsschule nach Hause und meine Mutter sprach mich sofort darauf an, ob ich denn keine Lust zu arbeiten hätte und ob mir meine Ausbildung denn keinen Spaß machte? Dann erzählte sie mir, dass mein Chef zu Hause angerufen hat und meiner Mutter erzählt hat wie faul ich doch angeblich sei, wie viele Fehler ich doch machen würde und dass ich es kaum erwarten kann wieder von der Arbeit wegzukommen! Alles nur gelogen... Meine Arbeitskollegen sehen das genauso wie ich. Ich arbeite den ganzen Tag, mache oft keine Mittagspause, weil mir mein Chef immer und immer wieder haufenweise Arbeit gibt. Meine Arbeitszeiten sind von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr. Wobei ich meist erst zwischen 16:30 und 17:00 aus der Arbeit komme. Noch dazu bin ich erst 17. Mein Chef ruft meine Mutter zu Hause an ohne mit mir vorher selbst über meine Fehler zu sprechen, ich finde das einfach unmöglich. Dann kam noch hinzu, dass ich letzten Montag nicht zur Arbeit gehen konnte, weil ich übers Wochenende eine Magenverstimmung und höllische Migräne bekam. Also rief ich ihn an um mich krank zu melden. Um 11 piepste dann mein Handy und was ich dann sah verschlug mir wirklich die Sprache: "Es gefällt mir nicht, dass du krank machst", schrieb mir mein Chef! In Tränen aufgelöst und entsetzt über diese Unterstellung redete ich mit meiner Mutter. Ich sollte die SMS ignorieren und ihm einfach eine Krankenmeldung geben, riet sie mir. Und um 12:30 Uhr piepste mein Handy nochmal. Wieder mein Chef: "wenn du keine Lust zu arbeiten hast, sag es!". Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Mir hat der Beruf so viel Spaß gemacht, Berufsschule läuft gut, obwohl ich viel nachzuholen hatte und der Stoff sehr anspruchsvoll ist. Aber mittlerweile habe ich jeden Tag Angst zur Arbeit zu gehen! Ich hab Angst wieder angeschrien zu werden und nochmal krank zu sein. Ich verbinde mittlerweile irgendwie viel Schlechtes mit diesem Beruf. Meine Mutter hat mich zur Sicherheit nochmal an der FOS angemeldet (diesmal sozialer Zweig), die ich ab September wieder besuchen könnte. Ich bin noch in der Probezeit. Mit meinen Klassenleiterin in der Berufsschule habe ich schon gesprochen. Die meint, ich soll -wenn möglich- den Ausbildungsbetrieb wechseln und mich an die Steuerberaterkammer wenden. |
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#2
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| Es gibt Leute, die leiden unter einer emotionalen Schieflage, meistens noch verbunden mit sozialen Defiziten. Früher in der guten alten Zeit hätte man das direkter ausgedrückt und gesagt, die sind total durchgeknallt und haben schlechtes Benehmen. Es ist wohl auch kaum zu erwarten, dass dein Chef sich ändern wird, er wird sein kleines Königreich wie bisher regieren, nämlich nach Gutsherrenart .Ich schliesse mich der Meinung deiner Klassenlehrerin an und sage auch, dass es besser wäre, du suchst dir einen Betrieb, wo du deine Ausbildung fortsetzen kannst. Nimm dabei ruhig die Hilfe deiner Schule und der Kammer in Anspruch. Vielleicht können die dich vermitteln. Man wird dich natürlich fragen, warum du die Ausbildungsstelle wechseln möchtest. Greife dabei nicht deinen bisherigen Ausbilder an. Kleide das in Worte wie du befindest dich menschlich gesehen nicht mit deinem Ausbilder im Gleichklang, das Betriebsklima zwischen dir und deinem Boss könnte harmonischer sein usw. Wenn man da voll mit Beschuldigungen loslegt, hinterlässt das keinen guten Eindruck. Du kannst davon ausgehen, dass die Leute über genug Lebenserfahrung verfügen, dass die auch zarte Andeutungen und nette Umschreibungen zu deuten verstehen. Jetzt musst du natürlich aufpassen, dass du deinen Lebenslauf nicht versaust. Du hast schon die FOS abgebrochen, willst jetzt die Ausbildungsstelle wechseln. Also schön vorsichtig sein und gut überlegen!
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Hallo Mupfelchen, wie wäre es, wenn du dich in anderen Steuerkanzleien bewirbst? Du könntest die Ausbildung dann dort fortsetzen. Mir ging es 2005 ähnlich wie dir. Hatte meine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten in einer kleinen Kanzlei im August angefangen und wurde eigentlich von Anfang an von meiner Chefin total schlecht behandelt. Ich wurde grundlos den ganzen Tag über pausenlos angeschrien. Auch wurde mir von ihr ständig vorgeworfen, ich wäre faul, täte den ganzen Tag nichts und können würde ich sowieso überhaupt nichts, es würde alles schneller und vorallem besser gehen, wenn sie es selbst machen würde, und ich bin wirklich weder faul noch langsam (das erst recht nicht mit knapp 400 Anschlägen/Minute). Meine Kollegen haben immer nur gesagt, ich solle es an mir abprallen lassen, aber das ist immer leichter gesagt als getan. Ab mittags war ich ja immer alleine mit der Chefin. Ich war ab Oktober eigentlich nur noch schlecht gelaunt, habe ständig geheult und wurde immer häufiger krank (chronische Gastritis). Wenn ich dann krank war, musste ich mir auch immer anhören was mir denn einfalle. Einmal sogar, obwohl jedem bewusst sein musste, dass es ihre Schuld war (musste bei totalem Schneesturm den ganzen Tag Botengänge erledigen, obwohl man die Schreiben auch mit der Post schicken konnte, da es nicht eilbedürftig war - das Ergebnis war eine schlimme Nasennebenhöhlenentzündung). Aber genug davon. Jedenfalls habe ich mich dann einfach neu beworben und konnte dann im Februar letzten Jahres wechseln. Habe meiner Chefin aber erst davon erzählt als mir die andere Stelle zugesichert war. Bewirb dich doch einfach auf Stellen, die erst für das nächste Ausbildungsjahr ausgeschrieben sind. Gebraucht wird dort ja auf alle Fälle jemand und wenn du schon früher anfangen könntest, könnte dich dort jemand einlernen, sodass du dann gleich voll durchstarten kannst. Danach habe ich mich übrigens an die Rechtsanwaltskammer gewendet. Es fanden sich noch mehrere, die vormals von dieser Anwältin schlecht behandelt wurden. Jetzt darf sie nicht mehr ausbilden! Vielleicht geht das bei dir dann auch? Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass du bald eine neue Stelle findest, die angenehmer ist. |
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#4
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| [QUOTE=mupfelchen;5993]hallo zusammen, habe mich vor ein paar Minuten hier angemeldet um vielleicht hier Hilfe zu finden. Habe vor 3 Monaten eine Ausbildung zur Steuerfachangestellten begonnen, nachdem ich die FOS, die ich nach meinem Realschulabschluss ab September 2006 besuchte, abgebrochen habe. Ich merkte, dass mir einfach der Wirtschaftszweig auf der Fachoberschule nicht zusagte - auch da ich die Realschule mit dem sprachlichen Zweig (Wahlpflichtfächergruppe III) abgeschlossen habe. Durch Zufall kam ich dann zu meinem jetzigen Ausbildungsplatz und brach die FOS ab. Wir sind ein sehr kleiner Betrieb mit nur 3 Mitarbeitern und dem Chef. Anfangs sah ich das sehr positiv, da ich mir sicher war in so einem kleinen Betrieb mehr selbstständig zu lernen als in einem großen. Aber jetzt kommen die Probleme! Vor ca. 2 Wochen fing alles an. Da kam ich mal mittwochs von der Berufsschule nach Hause und meine Mutter sprach mich sofort darauf an, ob ich denn keine Lust zu arbeiten hätte und ob mir meine Ausbildung denn keinen Spaß machte? Dann erzählte sie mir, dass mein Chef zu Hause angerufen hat und meiner Mutter erzählt hat wie faul ich doch angeblich sei, wie viele Fehler ich doch machen würde und dass ich es kaum erwarten kann wieder von der Arbeit wegzukommen! Alles nur gelogen... Meine Arbeitskollegen sehen das genauso wie ich. Ich arbeite den ganzen Tag, mache oft keine Mittagspause, weil mir mein Chef immer und immer wieder haufenweise Arbeit gibt. Meine Arbeitszeiten sind von 07:30 Uhr bis 16:00 Uhr. Wobei ich meist erst zwischen 16:30 und 17:00 aus der Arbeit komme. Noch dazu bin ich erst 17. Mein Chef ruft meine Mutter zu Hause an ohne mit mir vorher selbst über meine Fehler zu sprechen, ich finde das einfach unmöglich. Dann kam noch hinzu, dass ich letzten Montag nicht zur Arbeit gehen konnte, weil ich übers Wochenende eine Magenverstimmung und höllische Migräne bekam. Also rief ich ihn an um mich krank zu melden. Um 11 piepste dann mein Handy und was ich dann sah verschlug mir wirklich die Sprache: "Es gefällt mir nicht, dass du krank machst", schrieb mir mein Chef! In Tränen aufgelöst und entsetzt über diese Unterstellung redete ich mit meiner Mutter. Ich sollte die SMS ignorieren und ihm einfach eine Krankenmeldung geben, riet sie mir. Und um 12:30 Uhr piepste mein Handy nochmal. Wieder mein Chef: "wenn du keine Lust zu arbeiten hast, sag es!". Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Mir hat der Beruf so viel Spaß gemacht, Berufsschule läuft gut, obwohl ich viel nachzuholen hatte und der Stoff sehr anspruchsvoll ist. Aber mittlerweile habe ich jeden Tag Angst zur Arbeit zu gehen! Ich hab Angst wieder angeschrien zu werden und nochmal krank zu sein. Ich verbinde mittlerweile irgendwie viel Schlechtes mit diesem Beruf. Meine Mutter hat mich zur Sicherheit nochmal an der FOS angemeldet (diesmal sozialer Zweig), die ich ab September wieder besuchen könnte. Ich bin noch in der Probezeit. Mit meinen Klassenleiterin in der Berufsschule habe ich schon gesprochen. Die meint, ich soll -wenn möglich- den Ausbildungsbetrieb wechseln und mich an die Steuerberaterkammer wenden.[/QUO Rhein-Neckar schreibt dir, Hallo, ich habe deinen Text sehr aufmerksam durchgelesen und festgestellt, dass so etwas in ähnlicher Weise bei meinem Ausbildungsbetrieb auch vorkommt. Es fing im August 2007 an. Ich begann meine Ausbildung und war frohen Mutes. Schon bald fingen aber die ganzen Probleme an. Ich wurde zunächst von meinem Vorgesetzten nach jedem noch so kleinen Fehler, der mir unterlief angeschrien. Und jedes Mal sagte er, Herr ***, Sie haben absolut nichts gelernt. Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass Motivation anders aussieht. Da ich während der gesamten Schulzeit permanent gemobbt wurde, geht sowas nicht spurlos an mir vorbei. Ich hatte das Gefühl, dass mein Vorgesetzter nur auf Fehler von mir wartete. Mittlerweile bin ich jedesmal, wenn ich sein Büro betrete sehr nervös. Ich bin mit meinen Nerven am Ende und werde wohl sehr bald psychologische Hilfe in Anspruch nehmen müssen. Ich kann meinen Mitmenschen nicht einmal mehr in die Augen schauen und habe mein komplettes Selbstbewusstsein verloren. Geändert von Ratgeberin (23.04.2009 um 10:18 Uhr) |
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#5
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| Kriegt es in der Firma niemand mit wie du behandelt wirst? Du hättest dir das doch nicht gefallen lassen müssen. Hast du nie daran gedacht den Ausbildungsbetrieb zu wechseln?
__________________ Liebe Grüße Ratgeberin http://arbeits-abc.de/Deutsche Knochenmarkspenderdatei MACHT MIT - JEDER EINZELNE ZÄHLT! Eure Fragen beantworte ich gern nach meinem besten Wissen. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit übernehme ich nicht. Alle meine Äußerungen, Kommentare und eigenen Beiträge, sind Ausdruck meiner persönlichen Meinung. Sie sind nicht als Rechtsberatung oder Ersatz zu verstehen. |
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#6
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| Hallo Ratgeberin. Die meisten aus meinem Betrieb bekommen es nicht mit. Und mein Vorgesetzter streitet natürlich alles nur ab. Ich habe mich aber heute an den Firmeninhaber, also den Chef diesbezüglich gewannt, um diese Sache zu klären. Er entgegnete mir, dass er das Gespräch mit dem betreffenden Mitarbeiter suchen wird. Ich bin für diese Ausbildung von Erfurt nach Mannheim gezogen und kann daher diese Ausbildung nicht so einfach ausgeben. Außerdem habe ich für meine kleine Wohnung einen Mietvertrag, den ich vierteljährlich kündigen kann. Würde ich jetzt keine Ausbildungsvergütung mehr erhalten, so würde ich die Miete nicht mehr zahlen können. Ich habe jetzt fast das 2. Lehrjahr geschafft und werde das dann noch zum Ende bringen. Aber leider gehört Mobbing auf Arbeit bei den meisten Auszubildenden dazu. |