Nichts zu tun
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Nichts zu tun

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  #1  
Alt 23.11.2009, 09:09
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Hallo alle miteinander!

Ich habe folgendes Problem:

Am 01. September 2009 habe ich meine Ausbildung gestartet. Am Anfang lief auch alles super, ich hab mich darüber gefreut, dass ich die Stelle bekommen habe und alles war gut.

Nur nach und nach kündigten alle anderen Mitarbeiter, sodass nun nur noch mein Chef und eine andere Auszubildende da sind. Im Prinzip erstmal kein Problem, aber wir haben nichts zu tun, ich sitze neun Stunden am Tag vorm Pc und weiß nichts mit mir anzufangen und dazu kommt noch, dass mein Chef und Ausbilder mir absolut nichts beibringt. Alles was ich bis jetzt kann hat mir die andere Auszubildende gezeigt. Ihr wurde allerdings in ihrem ersten Lehrjahr, das jetzt grade vorbei ist, auch nicht viel beigebracht, laut eigener Aussage.

Für manche Leute wär es vielleicht das Paradies den ganzen Tag im Internet surfen zu können und nichts tun zu müssen. Aber ich werd bescheuert und will abgesehen davon eine gute Berufsausbildung ablegen, um es mal zu was zu bringen.

Nur was soll ich machen?

Zu meinem Chef gehen und sagen: "Du bringst mir nichts bei?"
Bringt wohl nicht so viel, das wird er wohl selber wissen und dann gibts nur schlechte Stimmung im Büro.

Zur IHK gehen?
Was passiert dann? Hat jemand Erfahrung damit? Kümmern die sich direkt um eine neue Ausbildungsstelle? Oder meckern die meinen Chef an, und dann hab ich das gleiche Problem, wie wenn ich selbst was zu ihm sage?

Ich weiß da ehrlich gesagt nicht so richtig weiter, ich weiß nur, dass ich was lernen will, anstatt meine Zeit abzusitzen.

Ich wär froh, wenn jemand mit solch einer Situation Erfahrung hätte und mir dabei weiter helfen könnte.

Ich danke euch im Voraus für hilfreiche Tipps!

Lieber Grüße

Veriwe
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  #2  
Alt 23.11.2009, 10:10
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Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es immer am besten ist, zunächst mit dem Berufsschullehrer zu sprechen. Dieser kennt dich und das ist ein großer Pluspunkt (oder sollte es zumindest sein ). Die IHK kann dir sicherlich auch Ratschläge geben, den Chef anmeckern oder evtl sogar eine andere Stelle für dich suchen (wobei ich da die Erfahrung gemacht habe, dass man sich da selbst drum kümmern muss). Ich hatte aber bisher immer eher das Gefühl, dass die Kammern lieber nicht allzu viel tun. Schaun sie zu genau hin, geht ihnen ja womöglich ein Ausbildungsbetrieb flöten. Und das wäre ja statistisch und so gesehen sehr bedauerlich. Nagut, es mag sein, dass das nun schwarz-seherei meinerseits ist, aber Erfahrungen prägen nunmal...

Also, sprich mit deinem Lehrer. Der wird dir sicherlich irgendwie weiter helfen. Und der kann dir dann auch im Notfall helfen mit der IHK Kontakt aufzunehmen. Wenn die Schule da mit drin hängt, ist es meist einfach, die von seiner Sache zu überzeugen.

Zumal der Lehrer auch das Recht hat, einfach mal so im Betrieb vorbei zu schauen und nach seinen Schützlingen zu sehen - jedenfalls durfte meiner das. Da kann er sich dann selbst davon überzeugen, wies bei euch läuft.

Du selbst knntest dich auch schonmal vorsichtig nach einer anderen Stelle umschaun - pass damit aber auf, denn manche Chefs mögen es gar nicht, wenn man sie so "hintergeht".
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Folgender Benutzer sagt Danke zu siroop2 für den nützlichen Beitrag:
Veriwe (23.11.2009)

  #3  
Alt 23.11.2009, 10:26
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Schonmal danke für die Antwort.

Wie sieht das denn mit der Probezeit aus?

Ab Januar bin ich nicht mehr in der Probezeit. Sollte ich vielleicht so lange abwarten, bevor ich irgendwas machen? Nachher geht meinem Chef das gegen den Strich, dass ich mich beschwere und schmeißt mich einfach raus. Dann kann auch die IHK nicht mehr so viel machen, oder?
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  #4  
Alt 23.11.2009, 10:41
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Wenn du noch in der Probezeit bist, kann dir das natürlich passieren. Aber andersherum hast du auch selbst in der Probezeit das recht ohne Grundangabe zu gehen. Und vor allem ohne Kündigungsfristen. Ist jetzt eine Sache des Abwägens.

Hälst du es noch so lange aus? Wird man dir danach auch vernünftig helfen? Oder hälst du es nicht aus und du hast jetzt noch bessere Chancen etwas neues zu finden?

Ist schwer zu sagen, was nun die bessere Wahl ist. Zu diesem Zeitpunkt eine andere Stelle zu finden, kann unter Umständen einfach sein, als im Frühjahr. Denn du wirst ja nciht alleine mit der Entscheidung da stehen, in der Probezeit abzubrechen. Das tun andere auch und da werden dann Stellen frei, die die Betriebe schnell besetzen wollen. Im Frühjahr kann das dann schon wieder ganz anders aussehen.

Ich rat dir weiterhin, red erst mit deinem Lehrer darüber. Der kennt deinen Betrieb ja vielleicht schon durch die andere Auszubildende.
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  #5  
Alt 23.11.2009, 10:51
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Leider sind wir auf verschiedenen Berufsschulen aber ich werd das einfach mal machen und schauen, was er dazu sagt.

Dankeschön!
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  #6  
Alt 23.11.2009, 12:11
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Welchen Beruf erlernst du denn?
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  #7  
Alt 23.11.2009, 12:18
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Ich werde hoffentlich Personaldienstleistungskauffrau. ^^
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  #8  
Alt 23.11.2009, 13:13
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Zu deinem Beruf erstmal nachstehend eine INFORMATION:

Personaldienstleistungskaufmann/-frau ? Home

Dein Ausbilder wäre verpflichtet, dich auszubilden, das tut er aber offensichtlich nicht.

Das bedeutet: wenn sich da alsbald nichts ändert, sitzt du da deine Zeit ab, lernst im wesentlichen nur den Berufsschulstoff und würdest dich nach deiner "Ausbildung" in die Schlange der ZAF-Arbeiter einreihen.

Personaldienstleister geniessen bei der Arbeiterschaft einen denkbar schlechten Ruf, inwieweit der Gesetzgeber noch in diesen ZAF-Arbeitsmarkt eingreifen wird, steht noch in den Sternen.

Insofern war deine Berufswahl schlecht.

Solange du keine Alternative hast, würde ich beim jetzigen Ausbilder bleiben. Aber es wird dir wohl nichts anderes übrig bleiben, als dich erneut zu bewerben und zu versuchen, deine Ausbildung anderweitig zu beenden oder einen anderen Beruf zu erlernen.

Der obige Link enthält ein informatives Filmchen, das Beherrschen der Ausbildungsinhalte erwartet man von dir, wenn du ausgelernt hast.
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  #9  
Alt 23.11.2009, 13:23
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Die Seite war mir schon bekannt, trotzdem natürlich vielen Dank!

Alle Mitschüler, mit denen in in der Berufsschule Kontakt habe, sagen, dass ihre Unternehmen alle super laufen und viel zu tun haben. Inwieweit die Zeitarbeit mit dem Gesetzgeber Probleme bekommt, kann ich antürlich nicht beurteilen.

Allerdings hab ich nach der Ausbildung natürlich nicht nur die Möglichkeit in Zeitarbeitsfirmen zu arbeiten, sondern auch in jeder Personalabteilung von größeren Unternehmen.

Nur die Frage ist auch, wie ich mich nebenbei bewerben soll und zu Vorstellungsgesprächen gehen soll, ohne dass mein jetziger Chef das merkt.
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