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#1
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| Ein Hallo an alle, ich hoffae das ich hier richtig bin, denn es geht ja um eine Ausbildung. Aber ich fange mal von vorne an. Ich habe schon eine Ausbildung bei der Post, da dies mir aber nicht zusagte bin ich nochmal auf Ausbildungssuche gegangen. Nun hat sich vor 3 Wochen eine Apotheke gemeldet. Ich bin dann hin und auch gleich darauf meinte die Chefin ich solle doch Probearbeiten. Gesagt getan. Die 1. Woche ging rum und ich muss sagen das mir die Arbeit sehr viel Spass macht obwohl ich auch sagen muss das es von 8-19Uhr schon ein bisschen lange ist, aber nun ja. Nach der Woche kam die Chefin auf mich zu und meinte ob ich noch eine Woche kommen kann. Das habe ich dann auch getan. In der 2. Woche habe ich durch eine andere Auszubildende erfahren das wenn ich die Stelle bekomme, ich vorher eine Art EQJ da absolvieren müsse sonst würde sie mich nicht nehmen. Nun habe ich mich informiert bei der Agentur für Arbeit und die meinten das sie das nicht finanzieren da ich ja schon eine Ausbildung habe. Dann hat sie mir vorgeschlagen das ich doch da auf 165Euro arbeiten soll mit 15Std. Das habe ich dann der Chefin vorgeschlagen und dann meinte sie das es zu wenig wäre und sie mich die volle Zeit braucht. Sie würde es dann so machen das sie mich für 15Std anmeldet aber ich solle dann heimlich länger bleiben, dass würden die bei der Agentur für Arbeit schon nicht mitbekommen. Aber das Risiko ist mir einfach zu hoch, erwischt zu werden und noch das Geld zurück zahlen zu müssen. Habt Ihr eine Idee/Vorschlag wie das ganze weiter gehen soll? Ach ja sie hat mich nun auf Montag vertröstet und sie will sich was überlegen. Einen schönen Abend, Lg Sabrina |
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#2
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| Das mit dem heimlich Arbeiten, geht gar nicht. Dann bekommst Du keinen Ausbildungsabschluss und bist nicht unfallversichert. Von Seiten Deiner Chefin wäre das außerdem Sozialversicherungsbetrug. Deine Chefin macht keinen guten Eindruck, wenn sie so etwas vorschlägt. Wovon lebst Du denn sonst? Lebst Du noch bei Deinen Eltern? Beziehen diese ALG II bzw. Hartz IV? Wie alt bist Du?
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. |
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#3
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| Hey Melete, schonmal Danke für Deine Antwort. Also zuerst einmal ich bin 23 Jahre alt und ja ich wohne noch bei meinen Eltern. Z.Z beziehe ich ALG 1 bis Ende August dieses Jahres. So lange wollte ich das eigentlich garnicht laufen lassen. Mich ärgert es nur sehr das ich nun mal eine Ausbildung gefunden habe und dann sowas kommt. Ich verstehe nicht das sie nicht einfach das mit den 15Std aktzeptieren kann. Ich denke im moment echt das sie eher Interesse an eine billige Arbeitskraft hat, als an eine Auszubildende für September. Mein Freund meinte auch das ich es lieber lassen soll. Ich habe ja noch 2 Vorstellungsgespräche und ein Probearbeitstag vor mir. Lange Zeit habe ich ja nicht mehr... |
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#4
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| Mit 15 Stunden lässt sich ja auch gar keine Ausbildung machen. Du brauchst aber irgend eine Ausbildung auf jeden Fall, falls Du die bei der Post abgebrochen haben solltest und nicht ewig nur Hilfsarbeiten machen willst. Eine zweite Ausbildung müsstest Du auf jeden Fall durchziehen - egal, ob sie Dir Spaß macht oder nicht, sonst wird's finster mit den Chancen. Wenn Du noch bei Deinen Eltern lebst (und diese kein ALG II bzw. Hartz IV bekommen), dann kannst Du durchaus noch eine zweite Ausbildung machen, ohne dass Du das mit irgendwem (außer Deinen Eltern) abstimmen musst. Wurde die erste Ausbildung abgebrochen, müsste sogar bei ALG II-Bezug ein zweiter Versuch möglich sein. Du würdest dann Dein Azubi-Gehalt bekommen. Außerdem kannst Du bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Kindergeld bekommen, solange Du Dich in einer Berufsausbildung befindest. Beides zusammen ist ja gar nicht mal so furchtbar wenig. Viel wichtiger ist aber, dass Du darüber nachdenkst, was Du auf Dauer beruflich machen willst. Wer immer und immer wieder was ganz anderes anfängt, gilt nämlich bei Arbeitgebern als unstet oder als jemand, der nicht weiß, was er will, und deshalb womöglich schon bald wieder den Abflug macht. Gerade die wirklich guten Arbeitgeber suchen Mitarbeiter, die längere Zeit bei ihnen bleiben (bei Auszubildenden suchen sie Leute, die sie nach der Ausbildung übernehmen können). Umgekehrt sollte allerdings auch der Arbeitgeber wissen, was er will und dazu stehen. Wenn Du die Chance hast, bei einem Arbeitgeber eine Ausbildung zu machen, der Dir eine vernünftige Ausbildung anbietet und kein 15-Stunden-Gewurschtel mit In-Wirklichkeit-aber-mehr-Sozialversicherungsbetrug, dann greif zu, sobald auch nur die ungefähre Richtung das ist, was Du Dir auf Dauer vorstellen kannst. Die ungefähre Richtung reicht. Später nämlich kannst Du Dich auch im Beruf noch in andere Aufgaben einarbeiten und/oder durch Weiterbildung noch ganz andere Ziele erreichen. Da gibt es wirklich sehr viele Möglichkeiten. Du kannst Deine Erstausbildung einfach als einen Grundstein ansehen, den Du setzt. Wie dann nach und nach das ganze Haus aussieht, das Du Dir auf dieser Basis bauen kannst, wird sich später zeigen. Ohne diesen Grundstein kommt man allerdings nicht weiter. Denk dran: Von Dir wird dauerhafte (!) Zuverlässigkeit verlangt (Pünktlichkeit, Ehrlichkeit, Einsatzbereitschaft, Engagement). Setze alles dran, was Du kannst, um einen Ausbildungsbetrieb zu finden, der umgekehrt genauso zuverlässig ist. Ein unzuverlässiger Betrieb kann einem ganz schön die berufliche Zukunft versauen. Sollte das nicht für dieses Jahr klappen, so wäre eine längere Arbeitslosigkeit am Anfang des Berufslebens sehr schlecht für Deine Berufschancen. Dann könntest Du über ein Freiwilliges Soziales Jahr nachdenken, um die Zeit zu überbrücken und auch einfach mehr Zeit zu haben, nach einem vernünftigen Ausbildungsbetrieb zu suchen. Das bringt einem jede Menge Erfahrungen und ist bei Arbeitgebern anerkannt. Infos hier: Bundesarbeitskreis FSJ :: Willkommen auf der Seite des Bundesarbeitskreises FSJ Und obendrein gibt's auch noch schulische Ausbildungen, für die man sich anmelden kann. Dann braucht man erst einmal keinen Ausbildungsbetrieb. Für die gibt's allerdings kein Azubi-Gehalt. Manche kosten sogar Geld, aber nicht alle. Und auch ein Praktikum ist viel besser als Arbeitslosigkeit. Praktika geben Dir die Möglichkeit, in verschiedene Berufe reinzuschnuppern. Man kann auch ein Praktikumsjahr machen. Oder man kann eine Übergangszeit (z.B. mehrere Monate bis zum Ausbildungsbeginn) mit einem Praktikum füllen. Geld gibt's dafür aber meistens nicht. Und es hilft Dir nur dann weiter, wenn Du dadurch wirklich Deinen Beruf findest. Fünf Praktika als Regalauffüller, Bürobote, Kartoffelsackschlepper, Hilfsverkäuferin und Bleistiftanspitzer sehen im Lebenslauf nur doof aus und nehmen Platz weg. Außerdem musst Du schauen, dass Du mit 23 Land gewinnst, was Deine Erstausbildung anbelangt (es wird Zeit). Eine weitere Alternative sind Weiterbildungskurse. Auch damit kann man ein paar Monate auf eine Weise überbrücken, die wirklich Sinn macht, wenn man entsprechend sinnvolle Kurse wählt. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Förderung. Auch das kann sinnvoller sein als in einer Apotheke zu stehen, wenn Du sowieso keine Zukunft dort bzw. in einem Apotheken-Job hast. 2 Wochen kostenlose Probearbeit finde ich übrigens ganz schön viel. Lass Dir die Zeit möglichst von Deiner Chefin als Praktikum bescheinigen. Nach einer Zukunft sieht das dort Deiner Schilderung nach nicht aus.
__________________ Liebe Grüße, Melete Meine Beiträge entsprechen meinem besten Wissen und stellen meine persönliche Meinung dar. Eine Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit kann ich nicht übernehmen. Auch gebe ich keine Rechtsberatung und keinen Ersatz dafür. Recherche-Ergebnisse zeigen jeweils den Stand des Erstellungsdatums des Beitrags. Geändert von Melete (09.04.2011 um 17:44 Uhr) |
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#5
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| Mit 15 Stunden lässt sich ja auch gar keine Ausbildung machen. Du brauchst aber irgend eine Ausbildung auf jeden Fall, falls Du die bei der Post abgebrochen haben solltest und nicht ewig nur Hilfsarbeiten machen willst. Diese 15h pro Woche soll ich nur bis zur Ausbildung im September machen, somit ich dann im September gleich in die Ausbildung übergehen kann. Aber ihr sind die 15h ja eh zu wenig, und wie Du schon sagtest wäre mehr Arbeiten ja Betrug. Und ja da gebe ich dir wiederum Recht, die 2. Ausbildung muss sitzen. Ich will ja schließlich nicht mein Leben lang nur Azubi sein. Aber diese Apotheke wird wohl nicht meine Zukunft sein. Ich Danke dir echt für diese lange, ausführliche und gute Antwort. Du hast mir um einiges weiter geholfen! Lg Sabrina |
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