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#1
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| Hallo, ich habe ein Problem und weiß nicht, wie man nun am besten vorgehen sollte. Die Tochter einer Freundin ist letztes Jahr 15 geworden und hat die Hauptschule mit dem normalen Hauptschulabschluss erfolgreich beendet. Sie hat sich daraufhin bei einer Firma beworben und wurde aus dem Grund abgelehnt, da die Ausbildung in dieser Firma erst ab 16 Jahren beginnt. Die anderen Voraussetzungen erfüllt sie jedoch. Sie bekam dann jedoch vom Chef dieser Firma das Angebot, ein Jahr Praktikum bei ihm machen zu können. Auf diese Weise könnte sie sich schon mal eingewöhnen und den Alltag kennenlernen, um natürlich auch herauszufinden, ob sie diesen Beruf wirklich ergreifen möchte. Vom Chef bekam sie zu Beginn des Praktikums auch gleich eine schriftliche Zusage/Bestätigung, dass sie dieses Jahr im September (2009) mit der Ausbildung/Lehre bei ihm anfangen kann, da sie in diesem Sommer 16 geworden ist. Vor 2 Tagen jedoch teilte der Chef ihr mit, dass er sie nicht zur Ausbildung übernehmen will. Sie musste ein Jahr lang nun die Drecksarbeit machen und tat dies ohne zu murren und hat nur wenige Male wg. Krankheit gefehlt. Da sie zuverlässig ist und es keinerlei Grund gibt, sie nicht zu übernehmen, hat er sie meiner Meinung nach ein Jahr lang einfach nur benutzt Jetzt wäre meine Frage, was kann man in diesem Fall machen, wie sollte man vorgehen? Sie hat die schriftliche Zusage seit letztem Jahr, aber der Chef weigert sich, ohne triftigen Grund, sie auszubilden. Es ist, trotz Drecksarbeit, ihr Traumberuf und engagiert sich mit Leib und Seele. Vielen Dank schon mal im Voraus für die Hilfe. ![]() F1refly |
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#2
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| Ich sehe hier ein Problem: wenn man den Arbeitgeber zwingt, ein Ausbildungsverhältnis zu begründen, hat er die Möglichkeit, die Auszubildende innerhalb der Probezeit ohne Angabe von Gründen zu feuern. Es wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als juristischen Rat einzuholen, ob sich aus der nicht eingehaltenen Zusage ein Schadenersatzanspruch herleitet.
__________________ Was dich nicht umbringt, macht dich nur haerter. |
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#3
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| Ich finde die gesamte Sache leider eindeutig UND sie ist keine Seltenheit und BLEIBT keine Seltenheit. Es ist traurig wie mit jungen Erwachsenen umgegangen wird, die nur eine ausreichende schulische Bildung erreicht haben (Hauptschule). Als gelernter Metallbauer, arbeite ich viel mit Praktikanten die zwischen 14 und teilweise so alt wie ich sind. Aus Sicht der Betriebsführung sind und bleiben es billige Hilfsarbeiter, die sogar motivierter und noch UMSONST sind. Ich versuche den Leuten dennoch ein angenehmes Praktikum zu bereiten und sie zu motivieren zu kämpfen. Und diese Ausbildungsberufe sind ein einziger Kampf, sogar als Geselle fühle ich so, obwohl die Annehmlichkeiten in Arbeit zu stehen das ausgleichen. Ich DENKE das man auch ein einjähriges Praktikum auf die Ausbildung anrechnen kann, wenn es im selben Betrieb abgeleitet wurde. Es könnte als "entsprechende Vorbildung" erklärt werden und man könnte sich mit der Berufsschule absprechen. Was mein Vorredner sagt ist einfach so, selbst wenn jetzt ein Rechtsstreit aufgrund der vorhandenen Aussage einer Übernahme ein Ausbildungsverhältnis ermöglicht, ist die Kündigung in der Probezeit immer jederzeit zulässig, ohne Angabe von Gründen. Man hat das Mädchen aus Gründen von Wirtschaftsinteressen nicht nur BENUTZT sondern AUSGENUTZT. Würde mein Chef am liebsten auch so machen, spiele ich aber nicht mit...Ich empfehle sich ein aussagekräftiges und hervorragendes Praktikumszeugnis ausstellen zu lassen und noch ein Jahr lang den Realschulabschluss nachzuholen um dann wirklich attraktiv auf einen zukünftigen Arbeitgeber zu wirken. Wir stellen auch nur noch ausschließlich Realschulabsolventen ein, nehmen dennoch gerne Hauptschüler-Praktikanten. Es ist klar wieso...dennoch machen wir keine Aussagen über die Chance in eine Ausbildungsübernahme, das finde ich wirklich UNMENSCHLICH! |
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